Maratea, ist dank seiner herrlichen Lage auch als „Perle des Tyrrhenischen Meeres“ bekannt. Der Ort liegt in einer der schönsten Landschaften Italiens. Von rund 1.000 Metern Höhe schlängeln sich Wege hinunter zum kristallblauen Meer, vorbei an Stränden und versteckten Buchten. Atemberaubende Ausblicke auf Panoramastraßen ermöglichen es dem Besucher unvergessliche Fotoaufnahmen zu machen. Küsten- und Bergpfade haben ihren eigenen Reiz und warten nur darauf, entdeckt zu werden. Maratea ist mehr als nur Strandurlaub, vielmehr ist er reich an Kultur und einzigartigen natürlichen Kulissen.

Die traumhaften Küsten von Maratea
Die traumhaften Küsten von Maratea

Von steilen Hängen zu farbigen Kieseln

Das Gebiet um Maratea hat eine einzigartige 32 km lange zerklüftete Küste mit oberirdischen und unterirdischen Grotten zu bieten, wobei die Grotta delle Meraviglie (Grotte der Wunder) und die kleine Blaue Grotte hervorstechen. An den zahlreichen kleinen und großen Stränden finden sich farbenreiche Kieselsteine, die sich hervorragend mit den Farben des Hinterlandes und der mediterranen Macchia kontrastieren.

Charakteristisch für Maratea sind Steilhänge und pittoreske Häuser, die von viel Grün und bunten Blütenpflanzen umringt werden. Hoch oben auf dem Berg San Biagio steht die dem Schutzpatron gewidmete Basilika und die berühmte Christusstatue, die zu den zehn höchsten Statuen der Welt gehört.

Die berühmte Christusstatue thront auf dem Berg San Biagio
Die berühmte Christusstatue thront auf dem Berg San Biagio

Der gern von Urlaubern besuchte Küstenort liegt am Golf von Policastro, von dem aus der Pollino-Nationalpark, der Appenino-Lucano-Nationalpark und der Cilento-Nationalpark sehr gut zu erreichen ist.

Die spektakulären steil ins Meer abfallenden Klippen von Acquafredda, die zahlreichen Schluchten und Höhlen, die sich zwischen den Felsen auftun und die stattliche Anzahl der kleinen Strände lassen Maratea als eine der schönsten Städte der Basilikata erleuchten.

Maratea stellt für die Basilikata auch zugleich der einzige Zugang zum Tyrrhenischen Meer dar. Die nördliche Grenze wird durch den Canale di Mezzanotte, eine Schlucht an der Küste, die die Grenze zwischen Kampanien und der Basilikata markiert, die südliche zum benachbarten Kalabrien dagegen durch die Mündung des Flusses Noce.

Die Strände von Maratea

Entlang der 38 km Küstenline finden sich zahlreiche kleine und größere Strände. Folgende von Norden nach Süden verlaufende Strände gehören dabei besucht werden:

Anginarra

Anginarra gehört zu den größten Stränden von Maratea. Charakteristisch ist die spektakulären Steilküste mit der gleichnamigen Höhle im Norden und die flache Steilküste im Süden. Der Name Anginarra weist auf eine reiche Bevölkerung von Seeigeln hin.

Luppa

Ideal für Strandurlauber ist Luppa, ein breiter Sandstrand, der leicht zugänglich ist. Der Strand befindet sich unweit der Villa Nitti, der historischen Residenz des Staatsmannes Francesco Saverio Nitti.

Grotta della Scala

Über eine eindrucksvolle Treppe erreicht man die Höhle Scala, die Namensgeber für den Strand Grotta della Scala ist. Dieser traumhafte Strand zeichnet sich durch eine Sand- und Kiesebucht aus und ist von anmutigen Klippen umgeben.

Porticello

Porticello ist ein kleiner in einer hübschen Bucht gelegener Strand. In der Mitte der Bucht entspringt eine Unterwasserquelle mit frischem Wasser, wodurch der Ortsteil auch Acquafredda genannt wird.

Pietra Caduta und Marizza

Diese beiden Strandperlen sind ausschließlich via Boot erreichbar. Sie grenzen an die Felsen von Acquafredda.

Renicedda

Wer Kieselsteine liebt, sollte nach Renicedda unterhalb des Dorfes Cersuta kommen. Charakteristisch für den Strand sind die großen Kieselsteine.

Rena del Nastro

Ein weiterer Traumstrand, der am besten über den Seeweg erreicht werden sollte, befindet sich in einer Bucht zwischen dem Dorf Cersuta und dem Vorgebirge des Torre Apprezzami l’Asino. Dieser Strand ist für seine Grotte im Süden und für seine unterschiedlichen Grüntöne des Meeresbodens bekannt.

Fiumicello

Der gut mit Dienstleistungen ausgestattete und organisierte Strand von Fiumicello gehört zu den größten Ständen in Maratea. Er befindet sich unterhalb des gleichnamigen Dorfes und wird durch den Bach, der dem Strand und dem Weiler seinen Namen gibt, in zwei Abschnitte geteilt.

Mpedi i Canni oder Sutt’a Zà Monaca

Herrlich große weiße Kieselsteine und dunkle bizarre aus der Wasseroberfläche hinausragende Felsen machen den Strand zu etwas Besonderem. Hier sind Badeschuhe angebracht, denn der Meeresboden ist übersät mit Felsen.

Cent’ammari

Auf der gleichnamigen Landzunge befindet sich dieser kleine Kieselstrand, der in der Nähe des Turms von Santavenere liegt. Der Meeresboden, der mit vielen Felsen überzogen ist, verleiht dem ganzen Gebiet einzigartige Farben.

Bucht Tunnara

Hinab auf einer schönen Steintreppe geht es durch ein kleines herrlich nach Kiefern duftendes Wäldchen zum Kieselstrand Cala Tunnara in Maremorto, einem Küstenabschnitt zwischen dem Hafen von Maratea und Fiumicello.

Der beschauliche Hafen von Maratea mit vielen Booten
Der beschauliche Hafen von Maratea

Funnicu Reggiu

Nur via Boot ist der kleine bezaubernde Strand Funnicu Reggiu in der Ortschaft Filocaio erreichbar.

I Vranne

Ebenfalls nur über das Meer erreichbar ist der Sandstrand von I Vranne, auf dessen Meeresgrund sich eine enorme Prärie von Posidonia oceanica, dem Neptungras, befindet. Dieses in Salzwasser gedeihende Pflanze verleiht dem Meer spektakuläre Farbenspiele, die auch vom Gipfel des Monte San Biagio aus zu sehen sind. Am südlichen Ende des Strandes befindet sich die große Grotta di Giorgio.

Cala Jannita oder Schwarzer Strand

Der Strand von Cala Jannita vor der Insel Santo Janni ist einzigartig, denn er weist eine charakteristischen schwarze Färbung des Sandes auf, weshalb er auch Schwarzer Strand bezeichnet wird. Er gehört zu den schönsten Stränden der Basilikata. Er ist auf einer sehenswerten Piste durch die dicht wachsende mediterrane Macchia zu erreichen. Der Clou: Wer gut im Schwimmen ist, kann von hieraus zur Sciabella-Grotte schwimmen. Diese bezaubernde Grotte hat in ihrem Inneren einen eigenen kleinen Strand.

Ilicini und Cala Vecchia

Durch einen gut ausgeschilderten Weg können beide Strände erreicht werden, die auf einer Landzunge liegen. Beide sind einer Bucht eingebettet und werden von einem kleinen Wald aus Zwerg-Steineichen umringt.

Cala Grande oder Cala di Don Nicola oder Macarro

Mit zu den schönsten Stränden Marateas gehört der Cala Grande oder Cala di Don Nicola, der auch als Macarro-Strand bekannt ist. Dieser Strand kann über einen Pfad durch die mediterrane Macchia erreicht werden.

Sette Ponti

Dieser kleine Sandstrand befindet sich nahe der Ortschaft Marina. Er wird von Felsen undSchluchten eingerahmt und kann über eine auf dem Felsen verankerte Treppe erreicht werden.

L’Abissu

Unmittelbar neben dem Strand Sette Ponti befindet sich dieser kleine Strand, der ebenso in einer felsigen Bucht liegt.

Mpedi U Citro

In der Nähe zum Gebirge Timpa Tenaglia befindet sich der Sandstrand Mpedi U Citro, der im Meer von reichlich Neptungras, dem Posidonia oceanica, überwuchert wird.

D’a Scala oder Calaficarra

Zwischen bizarren und sehenswerten weißen Dolomitkalkfelsen befindet sich der Strand Calaficarra, an dessen nördlicher Seite sich eine kleine Höhle befindet, in der man tauchen und viele Lichtreflexe sehen kann.

Santa Teresa

Der Strand von Santa Teresa, der über eine kleine Treppe zu erreichen ist, gehört zu den beliebtesten und auch zugleich belebtesten Stränden von Marina. Im Norden des relativ großen Strandes befinden sich einige Höhlen an Land. Mittig des Strandes ragt der charakteristische Falchetto-Felsen hervor.

Porticeddu

Der kleine Sandstrand Porticeddu, der sich nahe der Grotta d’a Judia befindet, wird durch umliegende Klippen und viel Grün gut geschützt. Dieser Strand ist kaum bekannt.

Sotto l’Orto

Der sich südlich des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Caina-Turms befindliche Sandstrand Sotto l’Orto wird von einem dichten Wald umringt. Er befindet sich etwas nördlich der Sandbank von Castrocucco und ist relativ wenig bekannt.

Secca di Castrocucco

Der Strand von Secca di Castrocucco befindet sich nahe dem Baronspalast der Adligen von Labanchi mit einer Kapelle, die San Gerardo gewidmet ist. Eindrucksvoll erheben sich die heute noch sichtbaren Ruinen der mittelalterlichen Festung Castrocucco hinter dem Strand auf dem Gipfel. Der Strand wird von Klippen gesäumt und liegt nahe der mit Ginster bewachsenen Insel ‚u Tuppu. Dadurch ist er von einer stärkeren Meeresströmung geschützt.

D’A Gnola

Unterhalb von Castrocucco befindet sich der größte Strand von Maratea. Es handelt sich dabei um einen Sandstrand, der im Süden vom Fluss Noce begrenzt wird, der die Basilikata von Kalabrien trennt. Der D’A Gnola ist eines der beliebtesten aber auch belebtesten Strände der Region.

Maratea ist mehr als nur Strand

Nicht umsonst wird Maratea auch die „Stadt der 44 Kirchen“ genannt, denn sie beherbergt viele Kirchenschmuckstücke mit herrlichen Fresken und Statuen, darunter besonders im historischen Zentrum.

An den Küsten wird Maratea durch eine Vielzahl von Wachtürmen aus dem 16. Jahrhundert flankiert, die in der Vergangenheit sarazenische und korsische Überfälle abwehren sollten.

Die 2005 zum nationalen Denkmal ernannte Castrocucco-Festung auf einem Felsrücken im Süden der Küste liegend und der Palazzo De Lieto, heute ein Museum im Herzen des historischen Zentrums von Maratea, welches die Kunstgalerie Angelo Brando mit Gemälden aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert beherbergt, runden das kulturelle Erbe Marateas ab.

Die beiden wichtigsten Feste

Am zweiten Sonntag im Mai wird in dem sehenswerten Küstenstädtchen das Fest zu Ehren des Schutzpatrons San Biagio gefeiert, bei dem die Statue des Heiligen in einer Prozession von der Basilika auf dem Berg über einen Weg mit Blick auf das Meer in die Altstadt getragen wird.

Anfang Juni, also kurz darauf, wird das Fest der Madonna di Porto Salvo gefeiert. Dieses einzigartige Fest stellt eine faszinierende Seeprozession dar, bei der Dutzende von Booten teilnehmen.

Maratea hat auch Kulinarisches zu bieten

Die Küche Marateas spiegelt das umgebende Territorium wider. Sowohl Fisch und Meerestiere als auch Gerichte aus der Berglandschaft finden im Alltag ihren Platz. Bekannt sind Lagane coi ceci (‚lagane e ciciri‘, Bandnudeln mit Kirchererbsen) und Alici alla scapece (‚Alici a‘ scapici‘, marinierte Sardellen) als traditionelle Gerichte. Zudem können mit Ricotta, Zucker und Zimt gefüllte Ravioli probiert werden, die mit einer kräftigen Fleischsauce serviert werden, aber auch mit Frühlingszwiebeln gespickte Omeletts. Charakteristisch für Maratea ist die häufige Verwendung von Milchprodukten wie Ricotta, Caciocavallo und Mozzarella.