Italien ist in 20 Regionen gegliedert. Von den Alpen im Norden über die Kunstlandschaften Mittelitaliens bis zu den Küsten des Südens und den Inseln Sizilien und Sardinien besitzt jede Region ihren eigenen Charakter. Landschaft, Geschichte, Küche, Städte und Traditionen unterscheiden sich teilweise erheblich.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen übersichtlichen Überblick über alle 20 Regionen Italiens. Zu jeder Region finden Sie die Hauptstadt, wichtige geografische Merkmale und typische Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten. Die einzelnen Regionen sind außerdem mit weiterführenden Informationen auf Italien-Sehenswertes verknüpft.

🇮🇹 Italien und seine 20 Regionen

  • 20 Regionen bilden die territoriale Gliederung Italiens.
  • Norditalien: 8 Regionen von den Alpen bis zur Adriaküste.
  • Mittelitalien: 4 Regionen mit bedeutenden Kunst- und Kulturlandschaften.
  • Süditalien: 6 Regionen zwischen Apennin, Adria und Tyrrhenischem Meer.
  • Inselitalien: Sizilien und Sardinien sind eigenständige Regionen.

Die 20 Regionen Italiens im Überblick

RegionHauptstadtLandesteil
PiemontTurinNorditalien
AostatalAostaNorditalien
LombardeiMailandNorditalien
Trentino-SüdtirolTrientNorditalien
VenetienVenedigNorditalien
Friaul-Julisch VenetienTriestNorditalien
LigurienGenuaNorditalien
Emilia-RomagnaBolognaNorditalien
ToskanaFlorenzMittelitalien
UmbrienPerugiaMittelitalien
MarkenAnconaMittelitalien
LatiumRomMittelitalien
AbruzzenL’AquilaSüditalien
MoliseCampobassoSüditalien
KampanienNeapelSüditalien
ApulienBariSüditalien
BasilikataPotenzaSüditalien
KalabrienCatanzaroSüditalien
SizilienPalermoInselitalien
SardinienCagliariInselitalien

Gut zu wissen: Italien hat fünf Regionen mit einem besonderen Autonomiestatus: Aostatal, Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch Venetien, Sizilien und Sardinien. Die übrigen 15 Regionen besitzen den sogenannten Normalstatut.

Norditalien – Alpen, Seen und Adriaküste

Norditalien reicht vom westlichen Alpenraum bis zur Adriaküste. Die Landschaft ist besonders vielfältig: Hohe Berge und Täler treffen auf große Seen, fruchtbare Ebenen, Weinbaugebiete und bedeutende Städte. Zu Norditalien gehören Piemont, Aostatal, Lombardei, Trentino-Südtirol, Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien und Emilia-Romagna.

Piemont – Wein, Berge und Turin

Das Piemont liegt am westlichen Rand Norditaliens und grenzt an Frankreich und die Schweiz. Die Region verbindet die Alpen mit den Weinlandschaften der Langhe und des Monferrato. Turin ist die Hauptstadt und zugleich eine der bedeutendsten Städte Norditaliens. Bekannt ist das Piemont außerdem für Barolo, Barbaresco, Trüffel und die traditionsreiche piemontesische Küche.

Aostatal – Italiens alpine Bergregion

Das Aostatal ist die kleinste Region Italiens und liegt unmittelbar an den Alpen. Hier befinden sich mit Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn und Gran Paradiso einige der bekanntesten Bergmassive Europas. Die Hauptstadt Aosta verbindet römische Geschichte mit alpiner Landschaft. Burgen, Wanderwege und Wintersport machen die Region zu einem beliebten Reiseziel.

Lombardei – Mailand, Seen und Wirtschaft

Die Lombardei gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen Italiens. Mittelpunkt ist Mailand, das als internationales Zentrum für Wirtschaft, Mode, Design und Kultur gilt. Gleichzeitig besitzt die Region eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Landschaft mit dem Comer See, dem Lago Maggiore, dem Gardasee und den Alpen. Städte wie Bergamo, Brescia, Mantua und Pavia ergänzen das kulturelle Angebot.

Trentino-Südtirol – Dolomiten und Alpen

Trentino-Südtirol gehört zu den bekanntesten Bergregionen Italiens. Die Region reicht von den Dolomiten bis zu den Tälern rund um Trient und Bozen. Südtirol ist für seine deutsch- und italienischsprachige Kultur, Weinbaugebiete und beeindruckende Berglandschaften bekannt. Das Trentino verbindet alpine Landschaften mit mediterranem Einfluss, insbesondere rund um den Gardasee.

Venetien – Venedig, Verona und die Dolomiten

Venetien gehört zu den touristisch bekanntesten Regionen Italiens. Venedig mit seinen Kanälen und historischen Palästen ist der wichtigste Anziehungspunkt. Verona, Padua, Vicenza und Treviso ergänzen das kulturelle Angebot. Im Norden reichen die Landschaften bis in die Dolomiten, während die Küste an der Adria zahlreiche Badeorte bietet.

Friaul-Julisch Venetien – zwischen Alpen und Adria

Friaul-Julisch Venetien liegt im äußersten Nordosten Italiens und grenzt an Österreich und Slowenien. Die Region verbindet alpine Landschaften mit der Adriaküste. Triest ist die Hauptstadt und besitzt durch ihre Lage und Geschichte einen besonderen mitteleuropäischen Charakter. Auch die historische Stadt Aquileia und die Küstenlandschaft um Grado sind sehenswert.

Ligurien – Riviera und Cinque Terre

Ligurien erstreckt sich als schmaler Küstenstreifen zwischen den Bergen und dem Ligurischen Meer. Die Region ist vor allem für die italienische Riviera, Genua, Portofino und die Cinque Terre bekannt. Kleine Küstenorte, steile Berghänge, Olivenhaine und Weinberge prägen die Landschaft.

Emilia-Romagna – Genuss, Städte und Motoren

Die Emilia-Romagna verbindet bedeutende Städte mit einer ausgeprägten kulinarischen und industriellen Tradition. Bologna ist die Hauptstadt und bekannt für ihre Universität und die langen Arkadengänge. Parma steht für Parmaschinken und Parmesan, Modena für Balsamico und die Automobiltradition. Ravenna beeindruckt mit seinen frühchristlichen Mosaiken, während Rimini zu den bekanntesten Badeorten an der Adria zählt.

Mittelitalien – Kunst, Geschichte und Kulturlandschaften

Mittelitalien umfasst die vier Regionen Toskana, Umbrien, Marken und Latium. Hier liegen einige der bedeutendsten Kunst- und Kulturstädte Europas. Gleichzeitig wechseln sich sanfte Hügellandschaften, Weinberge, Wälder, Apenninen und die Küste der Adria beziehungsweise des Tyrrhenischen Meeres ab.

Toskana – Florenz, Wein und Zypressen

Die Toskana gehört zu den bekanntesten Reisezielen Italiens. Florenz gilt als Zentrum der Renaissance, während Pisa, Siena, Lucca und Arezzo zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten bieten. Die Landschaft der Toskana ist von Weinbergen, Olivenhainen und sanften Hügeln geprägt. Besonders bekannt sind das Chianti-Gebiet und die Landschaft rund um das Val d’Orcia.

Umbrien – Italiens grünes Herz

Umbrien ist die einzige Region Mittelitaliens ohne Meeresküste. Die Landschaft wird von Wäldern, Hügeln und mittelalterlichen Städten geprägt. Perugia, Assisi, Orvieto und Spoleto gehören zu den bekanntesten Orten. Besonders Assisi mit der Basilika San Francesco besitzt eine große religiöse und kunsthistorische Bedeutung.

Marken – Adriaküste und mittelalterliche Orte

Die Marken liegen an der östlichen Seite des Apennins und besitzen eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Bergen und Adriaküste. Ancona ist die Hauptstadt. Neben den Stränden der Adriaküste sind die historischen Städte Urbino, Ascoli Piceno und Macerata sehenswert. Auch die Grotte di Frasassi gehört zu den bekannten Naturattraktionen der Region.

Latium – Rom und die römische Geschichte

Das Latium ist vor allem durch Rom geprägt. Kolosseum, Forum Romanum, Pantheon, Vatikan und zahlreiche Kirchen machen die Hauptstadt zu einem der wichtigsten Kulturziele Europas. Außerhalb Roms zeigt sich das Latium deutlich ruhiger: Mittelalterliche Orte, Seen, Vulkanlandschaften und Küstengebiete bieten zahlreiche weitere Ausflugsziele.

Süditalien – Küsten, Berge und mediterrane Landschaften

Zu Süditalien zählen Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata und Kalabrien. Die Regionen sind von langen Küsten, Gebirgslandschaften, historischen Städten und einer ausgeprägten mediterranen Kultur geprägt. Neben bekannten Urlaubszielen gibt es zahlreiche weniger bekannte Orte abseits der großen Touristenströme.

Abruzzen – Berge und Adria

Die Abruzzen verbinden die Bergwelt des Apennins mit der Adriaküste. Nationalparks und geschützte Landschaften machen die Region besonders für Wanderer und Naturliebhaber interessant. L’Aquila ist die Hauptstadt. An der Küste finden sich traditionelle Fischfangkonstruktionen, die sogenannten Trabocchi.

Molise – klein, ruhig und ursprünglich

Molise gehört zu den kleineren Regionen Italiens und wird touristisch deutlich weniger besucht als die Nachbarregionen. Campobasso ist die Hauptstadt. Die Landschaft reicht von den Bergen des Apennins bis zur Adriaküste rund um Termoli. Historische Orte, Burgen, Naturgebiete und Wasserfälle machen die Region interessant für Reisende, die Italien abseits der großen Touristenorte kennenlernen möchten.

Kampanien – Neapel, Vesuv und Amalfiküste

Kampanien gehört zu den bekanntesten Regionen Süditaliens. Neapel, Pompeji, der Vesuv, Capri und die Amalfiküste sind international bekannte Reiseziele. Gleichzeitig besitzt Kampanien eine ausgeprägte kulinarische Tradition. Pizza, Mozzarella di Bufala, Zitronen und Limoncello sind eng mit der Region verbunden.

Apulien – Trulli, Olivenhaine und Adriaküste

Apulien bildet den südöstlichen Teil Italiens und reicht tief in das Mittelmeer hinein. Bari und Lecce gehören zu den wichtigsten Städten. Besonders bekannt sind die Trulli von Alberobello, die weißen Orte des Valle d’Itria und die ausgedehnten Olivenhaine. Die Region besitzt sowohl an der Adria als auch am Ionischen Meer zahlreiche Strände.

Basilikata – Matera und ursprüngliche Landschaften

Die Basilikata liegt im Süden Italiens zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien. Die Landschaft ist überwiegend bergig und teilweise sehr ursprünglich. Matera mit seinen berühmten Sassi gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region. Potenza ist die Hauptstadt.

Kalabrien – zwischen zwei Meeren

Kalabrien bildet die Spitze des italienischen Stiefels. Die Region wird sowohl vom Tyrrhenischen als auch vom Ionischen Meer umgeben. Lange Küsten, kleine Buchten und bergige Landschaften prägen das Bild. Tropea, Scilla, Reggio Calabria und der Nationalpark Aspromonte gehören zu den bekanntesten Zielen.

Sizilien und Sardinien – die beiden großen Inselregionen

Sizilien und Sardinien sind nicht nur die beiden größten Inseln des Mittelmeers, sondern zugleich eigenständige Regionen Italiens. Beide Inseln unterscheiden sich deutlich voneinander und besitzen jeweils eine eigene kulturelle, landschaftliche und kulinarische Identität.

Sizilien – antike Kulturen und der Ätna

Sizilien ist die größte Insel des Mittelmeers. Palermo ist die Hauptstadt. Die Insel verbindet griechische und römische Antike mit arabischen, normannischen und spanischen Einflüssen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Ätna, das Tal der Tempel bei Agrigent, Taormina, Syrakus und die historischen Städte Palermo und Noto.

Sardinien – Strände, Berge und Natur

Sardinien ist vor allem für seine türkisfarbenen Buchten und langen Sandstrände bekannt. Die Hauptstadt Cagliari liegt im Süden der Insel. Im Landesinneren zeigt sich Sardinien jedoch deutlich ursprünglicher: Berge, Wälder, traditionelle Dörfer und archäologische Zeugnisse wie die Nuraghen prägen die Landschaft.

Die Regionen Italiens nach Landesteilen

Norditalien

Piemont, Aostatal, Lombardei, Trentino-Südtirol, Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien und Emilia-Romagna.

Mittelitalien

Toskana, Umbrien, Marken und Latium.

Süditalien

Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata und Kalabrien.

Inselitalien

Sizilien und Sardinien.

Warum sich die Regionen Italiens unterscheiden

Die heutige Einteilung Italiens ist das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung. Die einzelnen Regionen haben unterschiedliche politische, wirtschaftliche und kulturelle Traditionen. Besonders deutlich wird dies beim Vergleich von Alpenregionen wie Südtirol mit den mediterranen Landschaften Siziliens oder Sardiniens.

Auch für eine Reiseplanung ist die regionale Gliederung hilfreich. Wer beispielsweise die Toskana bereist, kann Kunststädte mit Weinlandschaften und Küstenorten verbinden. In der Lombardei lassen sich Mailand, die oberitalienischen Seen und die Alpen miteinander kombinieren. In Kampanien liegen dagegen Neapel, Pompeji, der Vesuv, Capri und die Amalfiküste vergleichsweise dicht beieinander.

📍 Weiterführende Informationen

Wenn Sie eine bestimmte Region genauer kennenlernen möchten, gelangen Sie über die Links in der Übersicht direkt zu weiterführenden Informationen über Landschaften, Städte und Sehenswürdigkeiten.

Häufige Fragen zu den Regionen Italiens

Wie viele Regionen hat Italien?

Italien besteht aus 20 Regionen. Dazu gehören unter anderem Piemont, Lombardei, Venetien, Toskana, Latium, Kampanien, Apulien, Sizilien und Sardinien.

Welche Regionen gehören zu Norditalien?

Zu Norditalien gehören Piemont, Aostatal, Lombardei, Trentino-Südtirol, Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien und Emilia-Romagna.

Welche Regionen gehören zu Mittelitalien?

Mittelitalien umfasst Toskana, Umbrien, Marken und Latium. Besonders bekannt sind diese Regionen für ihre Kunststädte, historischen Orte und abwechslungsreichen Landschaften.

Welche Regionen gehören zu Süditalien?

Zum Süden Italiens gehören Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata und Kalabrien.

Sind Sizilien und Sardinien eigene Regionen?

Ja. Sowohl Sizilien als auch Sardinien sind eigenständige Regionen Italiens. Beide besitzen außerdem einen besonderen Autonomiestatus.

Ist Südtirol eine eigene Region?

Nein. Südtirol ist keine eigenständige Region. Es gehört zusammen mit dem Trentino zur Region Trentino-Südtirol. Südtirol besitzt dabei eine weitreichende autonome Stellung.

Italien von Region zu Region entdecken

Die 20 Regionen machen einen großen Teil der Vielfalt Italiens aus. Zwischen den Alpen im Norden und den Inseln im Süden liegen unterschiedlichste Landschaften, Städte und kulturelle Traditionen. Eine Reise durch Italien kann deshalb immer auch eine Reise von Region zu Region sein.

Von Piemont bis Sizilien, von der Lombardei bis Sardinien: Jede der 20 Regionen hat ihre eigenen Besonderheiten und lohnt sich, genauer entdeckt zu werden.