In Italien gibt es etwa 1.200 Flüsse, von denen zahlreiche ins Meer münden. Italienische Flüsse sind in der Regel kürzer als andere europäische Flüsse. Dies beruht darauf, dass Italien eine recht schmale Halbinsel darstellt und zudem durch die Gebirgskette des Apennin in zwei Teile trennt. Die Gewässer fließen somit in zwei entgegengesetzte Richtungen. Durch die hohen Niederschlagsmengen, den Gletschern und Schneefeldern der Alpen und des Apennins kann sich genügend Wasser für die Speisung von etwa 1.200 Flüssen bilden. Der längste Fluss Italiens ist der Po mit rund 652 km Länge. Er durchfließt Norditalien von Westen nach Osten, bildet dabei die Poebene und mündet in das Po-Delta südlich von Venedig. Die nachfolgende Übersicht gibt alle wichtigen Flüsse in Italien wieder. 

Fluss in den Dolomiten
Fluss in den Dolomiten, Pixabay kordula vahle

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Die längsten Flüsse in Italien

1. Po – 652 km
2. Adige – 410 km
3. Tevere – 405 km
4. Adda – 313 km
5. Oglio – 280 km
6. Tanaro – 276 km
7. Ticino – 248 km
8. Arno – 241 km
9. Piave – 231 km
10. Reno – 211 km

Der kürzeste Fluss in Italien

Der kürzeste Fluss in Italien fließt in der Provinz Verona durch den Ortsteil Cassone in der Gemeinde Malcesine. Es handelt sich um den Aril, der oft auch nur als Ri bezeichnet wird. Er ist nur 175 Meter lang.

Adda

Viertlängster Fluss in Italien mit etwa 313 km Länge. Die Adda entspringt dem Valle Alpisella bei Livigno in 2.225 m Höhe und fließt durch den Comersee (Lago di Como) bis in den Po, wo sie dort mündet.

Adige

Der Adige in Trento, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Adige (deutsch: die Etsch) ist mit 410 km der zweitlängste Fluss in Italien. Der Fluss entspringt beim Lago di Resia im passo Resia (Reschenpass) im Alta Val Venosta (Obervinschgau) in Alto Adige (Südtirol) und durchquert auf seiner Reise die Gemeinden Chioggia und Rosolina bevor er in die Adria südlich der Laguna Veneta mündet. Der Adige ist der zweitlängste Fluss nach dem Po in Italien, der drittgrößte Fluss bezüglich des Flussbeckens nach demm Po und dem Tiber (Tevere) und der viertgrößte Fluss gemessen am Wasservolumen nach dem Po, Ticino und Tiber mit 235 m³/s . Der Adige oder die Etsch durchquert die Städte Trento, Verona, Legnago, Cavarzere, Merano, Bolzano, Rovereto und Rovigo in den Regionen Trentino-Alto Adige und Venetien (Veneto).

Agogna

Der 140 km lange Agogna ist ein linker Nebenfluss des Po, der im Piemont und in der Lombardei zuhause ist. Seine Quelle befindet sich am Monte Mottarone. Bei starken Regenfällen schwillt der Agogna oft an und tritt über seine Ufer.

Aniene

Der Aniene ist der linke Nebenfluss des Tiber (Tevere) in Latium (Lazio) mit einer Länge von etwa 99 km. Der Aniene wird auch Teverone genannt und entspringt in den Simbruiner Bergen (Simbruini). Er fließt durch die Campagna Romana bis nach Tivoli, wo er die Wasserfälle der Villa Gregoriana bildet, danach mündet er im Stadtteil Parioli in Rom.

Arno

Der Arno in Florenz, im Hintergrund der Ponte Vecchio
Der Arno in Florenz, im Hintergrund der Ponte Vecchio; Pixabay Monica Volpin
Mündung eines Arno Ausläufer Nahe Marina di Pisa Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Arno wurde in der Antike auch Arnus genannt und fließt mit 241 km Länge durch die nördliche Toskana, wo er auch der größte Fluss darstellt. Er ist der achtlängste Fluss in Italien und durchquert die bedeutenden Metropolen Florenz und Pisa. Seinen Ursprung nimmt der Arno am Monte Falterona in den Apenninen im Gebiet des Casentino, nimmt auf seiner Reise etliche Nebenflüsse auf bis er Florenz und Pisa durchquerend in das Ligurische Meer an der Marina di Pisa mündet.

Bisenzio

Der Bisenzio mit etwa 47 km Länge entspringt südlich der Gemeinde Cantagallo in der Provinz Prato in der Toskana, durchquert Florenz von Norden nach Süden und mündet bei Signa in den Arno.

Boite

Der Boite ist ein 45 km langer rechter Nebenfluss des Piave in der Provinz Belluno, in den Dolomiten (Venetien). Der Boite ist der zweitlängste Nebenfluss des Piave und hat seinen Ursprung oberhalb der Alm Malga Ra Stua in 1.800 m Höhe, wo er in dem Gebiet Cortina d’Ampezzo, in località Cianpo de Crosc seine Quelle hat. Durch die Vereinigung mit mehreren Bächen wird der Boite zu Sturzbach, der durch die Gemeinden Cortina d’Ampezzo, San Vito di Cadore, Borca di Cadore, Vodo di Cadore und Valle di Cadore fließt, ehe er in den Piave bei Perarolo di Cadore mündet.

Brembo

Der Brembo ist in der Provinz Bergamo in der Lombardei (Lombardia) zu Hause und hat eine Länge von 74 km. Er entspringt aus vier Quellen, wobei die größte Quelle der Brembo Corona auf dem Pizzo del Diavolo di Tenda, in den Prealpi Bergamaschi ist. Die weiteren Quellen sind der bacino del Pizzo Rotondo (Confluente di Cambrembo), il Brembo di Foppolo e il Brembo di Orientale. Diese vier Quellen fließen nach und nach zusammen und bilden den Brembo. Der Confluente di Cambrembo und der Brembo di Foppolo vereinigen sich in Valleve zum Brembo di Valleve. Der Brembo di Valleve vereinigt sich mit dem Brembo di Carona zum Brembo Orientale oder Brembo di Branzi in Branzi. Der Brembo di Branzi wiederum, der nun drei Quellen bereits speist, erhält nun vom Nebenfluss Valsecca weitere Wassermassen. In Lenna vereinigt sich der Brembo di Branzi zum Brembo Occidentale oder Brembo di Olmo, der dann in die Adda mündet. Somit kann man sagen, dass der „wahre“ Brembo erst in Lenna entspringt. Der Brembo verursachte in den Jahren 1230, 1493, 1523, 1646, 1793, 1830, 1882 und 1987 schwere Überschwemmungen.

Brenta

Die Brenta ist 174 km lang und entspringt bei Levico Terme aus den Abflüssen der Seen Caldonazzo und Levico in Trentino-Alto Adige. Sie durchquert Bassano del Grappa und Venedig bis sie schließlich südlich von Chioggia in die Adria mündet.

Der Fluss Brenta in Dolo
Die Brenta in Dolo, Pixabay Asilvis72

Cervo

Cervo in Sagliano Micca Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Cervo, in Piemontesisch Saarv genannt, ist etwa 65 km lang und speist im Piemont die Provinz Biella. Seinen Ursprung hat der Cervo im Lago della Vecchia, einem See in den Biellesischen Alpen (Alpi biellesi), von wo aus er sich mit einigen weiteren Flüssen, wie zum Beispiel die Oropa, vereinigt und dann in der Provinz Vercelli in der Gemeinde Caresanablot in den Sesia mündet. Besonders im Frühjahr und im Herbst kann der Cervo ehebliche Überschwemmungen hervorbringen, wie zuletzt im Oktober 2020, als er im kleinen Bergdorf Piedicavallo 5 von 6 Brücken wegriss.

Cesano

Der Cesano hat eine Länge von 62 km und entspringt in der Gemeinde Cagli auf dem Berg Catria. Auf seiner Reise durch die Marken (Marche) bis zu seiner Mündung in die Adria bei Cesano di Senigallia verläuft er durch die Provinzen Pesaro und Urbino sowie Ancona, wobei er zugleich als Grenze zwischen den Gemeinden betrachtet wird.

Chienti

Der Chienti ist 91 km lang und ist einer der größten Flüsse in den Marken (Marche). Seinen Ursprung hat er vorrangig im Appennino Umbro-Marchigiano im Serravalle di Chienti zwischen den Bergen „Macchie“ und „Civitella“ auf 860 m. Auf seinem Weg durch die Marken und zum Teil auch durch Umbria durchquert er einige Seen und mündet er zwischen Civitanova Marche und Porto Sant’Elpidio, die zugleich die Provinzgrenzen zwischen Macerata und Fermo markieren, in die Adria.

Chiusella

Chiusella in Fondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Chiusella ist ein 41,2 km lager Fluss in Italien, der im Valchiusella entspringt. Daher auch die Namensgebung. Der Chiusella entspringt genau am Monte Marzo und durchfließt auf seiner Reise Fondo, der letzte Ort im Tal Chiusella in der Provinz Ivrea sowie durch die Gemeinden Traversella, Vico Canavese, Meugliano und Alice Superiore. Er mündet schließlich in die Dora Baltea in der Gemeinde Strambino.

Dora Baltea

Dora Baltea

Die Dora Baltea ist 138 km lang und entspringt im Aostatal (Valle d´Aosta) aus einem Zusammenfluss der beiden Schmelzwasserbäche Doire de Ferret (entspringt dem Glacier de Pré de Bar) und Doire de Vény (entspringt dem Sumpfgebiet von Combal) bei dem Ortsteil Entrèves oberhalb von Courmayeur. Beide Schmelzwasserbäche entstammen aus dem Gletscher auf der italienischen Südostseite des Mont Blanc-Massivs. Die Dora Baltea fließt durch das gesamte Aostatal bis in den Piemont hinein. Nach Saint-Vincent macht sie einen Bogen nach links nach Südosten, bis sie Ivrea im Piemont erreicht. Auf ihrem Weg bis in den Po, wo sie schließlich bei Crescentino mündet, durchquert sie die Region Canavese.

Eisack

Der Eisack oder auch im Italienischen Isarco genannt, ist der zweitgrößte Fluss mit 95 km nach dem Adige und entspringt auf einer Höhe von 1.990 m am Brenner im Alta Vall’Isarco in Alto Adige. Der Eisack (l´Isarco) durchquert die Ortschaft Vipiteno, bevor er in das Eisacktal (la val d’Isarco) einkehrt und er südlich von Bozen (Bolzano) in die Adige mündet. Auf seinem Weg durchquert er unter anderem die Städte Vipiteno (Sterzing), Bressanone (Brixen), Chiusa (Klausen) und Bolzano (Bozen).

Elvo

Der Elvo hat seine Quelle auf etwa 2.300 m Höhe über dem Meeresspiegel am Südhang des Monte Mars (2.600 m), welcher gleichzeitig der höchste Berg der Biellesischen Alpen (Alpi Biellesi) darstellt. Auf seiner Reise durch das gleichnamige Tal (Valle Elvo) teilt der Fluss die Ortschaften in Ortschaften auf der linken Seite wie Sordevolo, Occhieppo Superiore und Occhieppo Inferiore und Örtlichkeiten auf der rechten Seite des Flusses wie Graglia, Muzzano und Camburzano. Der Elvo mündet schließlich in den Cervo zwischen Collobiano und Quinto Vercellese.

Enza

Die Enza hat ihre Quelle auf dem Monte Palerà, in den Appenninen (sull´Appennino tosco-emiliano) an der Grenze zwischen der Toskana und der Emilia-Romagna. In 1.157 m Höhe formt die Enza den künstlichen See Lagastrello oder Paduli genannt und fließt anschließend auf ihrer Reise 93 km bis in den Po, wo sie mündet. Sie bildet gleichzeitig die Grenze zwischen den Provinzen Parma und Reggio Emilia.

Esino

Esino Nahe der Grotte Frasassi Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Esino hat seinen Ursprung am 1.116 m hohen Monte Cafaggio in den Marken (Marche). Er ist 85 km lang und durchfließt auf seiner Reise bis zur Mündung bei Falconara Marittima in die Adria die Provinzen Ancona und Macerata. Zudem durchquert er das Gebiet des Gola di Frasassi, in dem sich die berühmte Grotte di Frasassi befindet, die für den Tourismus zugänglich ist.

Etsch

Siehe Adige. Die Bezeichnung Etsch ist die deutsche Bezeichnung für den Fluss Adige. Sie fließt durch mehrere bedeutende Städte, wie Verona und Trento.

Die Etsch in Verona; Copyright: italien-sehenswertes.de

Foglia

Der Foglia ist ein italienischer Fluss mit einer Länge von 90 km in den Marken. Er entspringt in der Provinz Arezzo, genauer in der Gemeinde Badia Tedalda in der Toskana auf dem Monte Sovara in etwa 1.003 m über dem Meeresspiegel (Alpe della Luna). Nach etwa 9 km erreicht er die Marken. Insgesamt durchquert der Foglia die Gemeinden Sestino (AR), Belforte all´Isauro (PU), Piandimeleto (PU), Lunano (PU), Sassocorvaro (PU), Auditore (PU), Montecalvo in Foglia (PU) und Pesaro (PU). In Pesaro mündet der Foglia in die Adria.

Grand Eyvia

Grand Eyvia bei Pondel, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Grand Eyvia ist ein 32 km langer Fluss im Aostatal, die am Gletscher Ghiacciaio di Peradzà im Vallone del Urtier entspringt und auf ihren Weg die bekannten Wasserfälle von Lillaz formt. Sie fließt auf ihre Reise durch die Gemeinden Cogne und Aymavilles. Die Grand Eyvia entsteht nach dem Zusammentreffen der Flüsse Urtier und Valnontey bei Crétaz in Cogne. 

Die Grand Eyvia ist durch die 66,4 m lange römische Aquäduktbrücke Pont d’Aël (ca. Jahr 3 v. Chr.) in dem Gebiet von Pondel, nahe Aymavilles, überbaut.

Nach ihrer Reise durch den bis zu 150 m tiefen Canyon mündet der Fluss schließlich bei Aymavilles in die Dora Baltea.

Gronda und Sorba

Der Grondo in Rassa, Copyright: italien-sehenswertes.de

Gronda und Sorba sind zwei Flüsse, die nur 8 bis 12 km lang sind und im Alta Valsesia durch Rassa und Piode fließen, um dann in den Sesia zu münden. Die Flüsse entspringen dem Colle del Loo, wobei der Grondo anschließend in südöstlicher Richtung abfließt und der Sorba in nordöstlicher Richtung. Nahe Rassa vereinigen sich beide Flüsse und fließen zusammen in den Sesia.

Ippari

Der Ippari ist 28 km lang und hat seine Quelle auf etwa 800 m über dem Meeresspiegel auf dem Berg Serra di Burgio auf Sizilien. Auf seiner Reise fließt der Ippari unterhalb der Gemeinde Chiaramonte Gulfi, die sich auf 668 m befindet, vorbei, durchquert die Gemeinden Comiso und Vittoria und kennzeichnet auf dem letzten Teil seiner Reise die Grenze zwischen den Kommunen Vittoria und Ragusa. Zwischen Scoglitti und Punta Braccetto mündet der Ippari in das Mittelmeer (Mare Mediterraneo). Die Bezeichnung Ippari scheint griechischen Urspungs zu sein und könnte aus der griechischen Legende des Schäfers Ippari stammen, der sich in die Nymphe Camarina verliebte.

Irminio

Der Fluss Irminio mit seiner Länge von 55 km hat seinen Ursprung auf dem Monte Lauro auf Sizilien, der ein Teil des Monte Iblei (986 m Höhe) darstellt. Er durchfließt die Provinz Ragusa und mündet zwischen Marina di Ragusa und Donnalucata (località Torre Giardinelli) in das Mittelmeer.

Isonzo

Der Isonzo (slowenisch Soča) ist 136 km lang und hat seine Quelle in 1.100 m westlich des Monte Tricorno (slowenisch Triglav) im Val Trenta in den Julischen Alpen (Alpi Giulie). Der Isonzo mündet südlich von Staranzano (Monfalcone) in den Golf von Triest.

Lambro

Der Lambro ist 130 km lang und hat seine Quelle „Menaresta“ am Monte San Primo (1.685 m), der zum Gebirge des Triangolo Lariano, gehört. Der Monte San Primo teilt zudem den Comer See in zwei Teile. Der Lambro, oder auch Lamber und Lambar im Lombardischen genannt, fließt durch Monza und Milano (Mailand) und mündet schließlich bei Orio Litta in den Po. In Mailand fließt der Lambro durch die Stadtteile Brugherio, Sesto San Giovanni und Cologno Monzese.

Der Fluss Lambro schlängelt sich durch die italienische Landschaft
Lambro, Pixabay Pascvii

Livenza

Die Livenza ist 112 km lang und ist ein Fluss in Norditalien, der in Friuli-Venezia Giulia und im Veneto (Venetien) zu Hause ist. Die Livenza entspringt am Monte Cavallo bei Polcenigo und durchquert auf ihrer Reise Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia) bis sie anschließend be Caorle in die Adria mündet. Die Livenza bildet, wenn auch nur kurz, auf ihrem Weg zur Adria die Grenze zwischen den beiden italienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien. Sie durchquert dabei unter anderem die Gemeinden Polcenigo, Caneva, Fontanafredda, Sacile, Gaiarine, Brugnera, Portobuffolé, Prata di Pordenone, Mansuè, Pasiano di Pordenone, Gorgo al Monticano, Meduna di Livenza, Motta di Livenza, San Stino di Livenza, Cessalto, Torre di Mosto, Eraclea e Caorle.

Lys

Lys in Gressoney di Trinité Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Lys ist 38,2 km lang und hat seine Quelle am Gletscher des Lys (ghiacciaio del Lys) an der Vinzentpyramide (Piramide Vincent 4.215 m), der Teil des Monte Rosa Massivs ist. Der Lys, der dem Tal auch die gleichnamige Bezeichnung gibt, Valle Lys (im Valle d´Aosta) fließt sofort mehr oder weniger steil bis zu Gressoney-la-Trinité ab. Nach Gressoney-la-Trinité wird der Lys mittels eines Kanals in Zaum gehalten, da er in früheren Zeiten während der Schnee- und Gletscherschmelze zu schweren Überschwemmungen neigte, bei denen ganze Ortschaften unter Wasser standen. Auf seiner Reise durchquert der Lys unter anderem die Ortschaft Point Saint-Martin, in der eine wunderschöne alte römische Brücke zu finden ist, bevor er in die Dora Baltea mündet.

Maira

Die Maira ist insgesamt 111,1 km lang und entspringt auf den Cottischen Alpen (Alpi Cozie) auf dem Colle del Maurin im Piemont. Sie ist auch gleichzeitig Namensgeber des Tals, dem Valle Maira. Sie durchfließt Dronero und Busca, die Kommunen Villafalletto und Vottignasco, Savigliano und Cavallermaggiore, wo ihr der Grana – Mellea zuströmt, Racconigi bis sie ihre Mündung, den Po, in der Gemeinde Lombriasco erreicht.

Mera

Die Mera, die 50 km lang ist, hat ihren Ursprung im Gebiet des Malojapasses (passo del Maloja, monti del Maloja), wobei sie am Passo delle Sette Vie, auf etwa 2.310 m, im Kanton Grigioni, vorbeifließt. Die Mera fließt in der Provinz von Sondrio in Italien ein. Auf ihrer Reise durchquert sie die Kommunen Villa di Chiavenna, Piuro, Chiavenna, Prata Camportaccio, Mese, Gordona, Samolaco, Sorico, Novate Mezzola und Gera Lario bis sie in den Comersee (Lago di Como) mündet.

Mincio

Der Mincio bei Austritt aus dem Gardasee; Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Mincio ist 75 km lang und entspringt dem Gardasee (Lago di Garda). Er durchfließt die Regionen Lombardei (Lombardia) und Venetien (Veneto), die Provinzen Mantova und Verona mit Peschiera del Garda, Ponti sul Mincio, Salionze, Monzambano, Valeggio sul Mincio, Volta Mantovana, Goito, Marmirolo, Porto Mantovano, Rivalta sul Mincio, Grazie di Curtatone, Curtatone, Virgilio, Bagnolo San Vito und Roncoferraro bis er anschließend in den Po mündet.

Nera

Die Nera ist der größte Nebenfluss des Tiber (Tevere) und ist 116 km lang. Der italienische Fluss entspringt in den Marken (Marche) und fließt auf seinem Weg durch Umbrien (Umbria) nach Latium (Lazio), wo er in den Tevere mündet.

Noce

Der Noce ist ein italienischer Fluss mit einer Länge von 105 km. Er entspringt am 3.360 m hohen Corno dei Tre Signori im norditalienischen Trentino und mündet in den Adige (Etsch).

Oglio

Der Oglio ist ein wichtiger Fluss im Gebiet rund um Bergamo (Bergamasche), der durch den Zusammenfluss der beiden Flüsse Frigidolfo und Narcanello entsteht. Er ist 280 km lang und fließt in der Lombardei (Lombardia) durch die Provinzen Brescia, Bergamo, Cremona und Mantova, bevor er in den Po mündet.

Olona

Die Olona ist 71 km lang und hat seine Quelle auf 548 m Höhe im Gebiet Fornaci della Riana. Die Olona ist bekannt für ihre Wasserfälle und auch für die Grotten di Valganna. Sie fließt durch die Provinzen Varese und Milano, bis sie in den Lambro Meridionale in Milano mündet.

Ombrone

Der Ombrone ist einer der längsten Flüsse der Toskana. Er hat eine Länge von 160 km und entpringt in der Gemeinde von Castelnuovo Berardenga in San Gusmé in den Chianti-Bergen und mündet bei Grosseto in das Mittelmeer.

Piave

Der Piave hat eine Länge von 231 km und entspringt am Südhang der Karnischen Alpen (Alpi Carniche) um den Ort Sappada (im deutschsprachigen Raum auch Bladen genannt) in der Provinz Belluno in 2.037 m Höhe am Monte Peralba. Auf seinem Weg fließt er durch die Provinzen von Belluno, Treviso und Venedig bis er im Adriatischen Meer, der Adria, nordöstlich von Venedig (Venezia) im Hafen di Cortellazzo (porto di Crtellazzo) zwischen Eraclea und Jesolo mündet. Der Piave fließt auf seinem Weg durch die Städte Segusino, Valdobbiadene, Vidor, Nervesa della Battaglia, Colfosco, Ponte della Priula, Mareno di Piave, Cimadolmo, Spresiano, Maserada sul Piave, Ponte di Piave, Noventa di Piave, Fossalta di Piave, San Donà di Piave, Musile di Piave, Eraclea und Jesolo. In ganz Italien ist der Piave als Heiliger Fluss Italiens („Fiume Sacro alla Patria“) bekannt, da er an die Schlachten des Ersten Weltkrieges um Piave in den Jahren 1917 und 1918 erinnern soll (Die Schlacht von Vittorio Veneto und die Schlacht von Piave; la Prima battaglia del Piave, la Battaglia del solstizio e la Battaglia di Vittorio Veneto, 1917-18).

Platani

Der Platani ist einer der wichtigsen Flüsse auf Sizilien mit einer Länge von 103 km. Er hat seine Quelle auf dem Monte Sicani und mündet in den Canale di Sicilia.

Po

Der Po ist der längste Fluss Italiens und hat eine Länge von 652 km. Er entspringt im Piemont (Piemonte) auf dem Monviso, fließt durch Turin (Torino), Pavia, Piacenza und Cremona und kennzeichnet die Grenze zwischen der Lombardei (Lombardia) und der Emilia-Romagna. Der Po hat insgesamt 141 Zuflüsse. Mit seiner gewaltigen Mündung, die das Po-Delta entstehen lässt, fließt er in die Adria, wo er auch gleichzeitig dort mündet.

Roja

Die Roja, auch Roia genannt, ist 59 km lang und hat seine Quelle in Frankreich auf dem Colle di Tenda in 1908 m Höhe. Der Fluss fließt in Richtung Italien, wo er in Ligurien (Liguria) bei ventimiglia in das Mittelmeer mündet.

Sangro

Der Sangro ist ein 122 km langer Fluss in Italien, der in den Abruzzen auf dem Monte Morrone del Diavolo (1.602 m) in der Priovinz von Aquila (provincia dell’Aquila) entspringt und zwischen Torino di Sangro und Fossacesia in das Adriatische Meer mündet. Auf seiner Reise zum Meer streift er kurz durch die italienische Region Molise.

Savara

Der Savara in Tignet, Aostatal, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Savara, auch als Dora del Nivolet, oder in Französisch Doire du Nivolet bekannt, ist ein Fluss im Valsavarenche im Aostatal (Valle d’Aosta). Er ist ein rechter Nebenfluss der Dora Baltea.

Der Savara hat seine Quelle im Gran Paradiso, wahrscheinlich in den Seen des Nivolet (laghi del Nivolet, 2.520 m), dem See Nero (lago Nero, 2.722 m) und dem See Trebecchi (lago Trebecchi, 2.722 m).

Er durchfließt auf seiner Reise das gesamte Tal Valsavarenche bis er auf der Höhe von Introd in die Dora Baltea mündet.

Sesia

Sesia Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Sesia, im Walserdeutsch auch Tseschra genannt, ist einer der bedeutendsten Flüsse des Piemont. Er hat er eine Länge von 139,6 km und entspringt auf 2500 m Höhe am Gletscher des Monta Rosa. Auf seiner Reise fließt er durch die Provinzen Vercelli, Novara und Alessandria im Piemont und durch Pavia in der Lombardei (Lombardia). Er mündet in den Po bei Frassineto Po (Al).

Simeto

Der Simeto ist ein Fluss auf Sizilien mit einer Länge von 113 km. Er entspringt an den Hängen der Bergkette Nebrodi (monti Nebrodi) und mündet in das Ionische Meer. Er fließt durch die Provinz Catania und streift Bronte, Adrano, Paternò und Ramacca.

Strona di Mosso

Der Strona di Mosso ist ein 23 km langer Nebenfluss des Cervo. Das Besondere ist, dass sich sein Lauf vollständig in der Provinz Biella erstreckt. Die Quelle befindet sich südlich von Bocchetto di Sessera.

Stura di Demonte

Die Stura di Demonte ist ein Fluss im Piemont in der Provinz Cuneo. Sie ist 115 km lang und hat ihre Quelle auf den Colle della Maddalena, einer Gebirgskette zwischen Frankreich und Italien. Der Fluss mündet in den Tanaro bei Cherasco.

Der Fluss Stura in der Abenddämmerung
Der Fluss Stura in der Abenddämmerung, Pixabay gerdmuller13 

Tagliamento

Der Tagliamento ist einer der wichtigsten Flüsse der Region Friuli-Venezia Giulia und ist 170 km lang. Er hat seine Quelle am Passo della Mauria und mündet in die Adria. Auf seinem Weg zur Mündung umgibt ihm eine einzigartige Fauna und Flora, wobei er als einer der bedeutendsten alpinen Flüsse gilt.

Tanaro

Der Tanaro bei Alba in den Langhe, Piemont. Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Tanaro ist der zweitlängste Fluss des Piemont mit einer Gesamtlänge von 276 km. Er ist zudem der wichtigste rechte Nebenfluss des Po. Der Tanaro entspringt auf dem Monte Saccarello (2.201 m) in den Ligurischen Bergen. Nach dem Zusammenfluss von Tanarello und Negrone in der Gemeinde Ponte di Nava in Ormea an der Grenze der Provinz Imperia verdoppelt sich der Tanaro in seinem Wasservolumen und fließt durch die Gemeinde Garessio, Ceva und dem Gebiet von Roero und Langhe durch Cherasco, Stura di Demonte, Isola d´Asti, Monferrato, Castello di Annone, Rocchetta Tanaro bis in die Provinz Alessandria. Von dort aus durchquert der Tanaro die Gemeinden Masio, Felizzano, Belbo, Alessandria und Rivarone, wo er schließlich in den Po mündet.

Tiber

Der Tiber (ital. Tevere) ist einer der wichtigsten Flüsse Italiens. Er ist 405 km lang und fließt unter anderem durch die Provinzen Forlì-Cesena, Arezzo, Perugia, Terni, Viterbo, Rieti und Rom (Roma) und den Regionen Emilia-Romagna, Toskana (Toscana), Umbria und Latium (Lazio). Er entspringt am Monte Fumaiolo in 1268 m Höhe und mündet in das Mittelmeer bei Ostia Antica.

Ticino

Der Ticino ist ein 248 km langer Fluss, der in der Schweiz am Nufenenpass entspringt und in den Po in Italien mündet. Auf seinem Weg in den Po durchfließt er das Piemont (Piemonte) in den Bergen des Lago Maggiore und die Lombardei (Lombardia).

Tirso

Der Tirso ist ein wichtiger Fluss auf Sardinien mit einer Länge von 152 km. Er entspringt an der Punta Pianedda und mündet in den Golfo di Oristano.

Toce

Die Toce ist ein wichtiger Fluss des Piemont (Piemonte) im Val d’Ossola und in der Provinz Novara. Er entspringt in der Gemeinde Riale di Formazza im Piemont und mündet, nachdem er die Provinzen Novara (Provincia di Novara) und die Provinz Verbano-Cusio-Ossola (Provincia del Verbano-Cusio-Ossola) durchstreift hat, in den Lago Maggiore.

Trebbia

Die Trebbia ist ein 120 km langer Fluss, der am Monte Prelá entspringt, durch die Regionen Ligurien (Liguria), Emilia-Romagna und Lombardei (Lombardia) fließt und in den Po mündet.

Tronto

Der Tronto ist 115 km lang und fließt durch die Regionen Latium (Lazio), den Marken (Marche) und de Abruzzen (Abruzzo). Der Fluss entspringt am Monte della Laghetta in der Gemeinde Amatrice in Cima della Laghetta auf 2369 m Höhe und mündet zwischen Porto d’Ascoli (San Benedetto del Tronto) und Martinsicuro in die Adria. Auf seiner Reise fließt er größtenteils durch die Marken (Marche).

Volturno

Einer der wichtigsten Flüsse Kampaniens ist der Volturno, der in der Region Molise, genauer gesagt bei Rocchetta a Volturno seine Quelle hat. Insgesamt hat er eine Länge von 175 km, wobei er die Provinzen Isernia, Benevento und Caserta durchfließt, Capua durchquert und rund 35 Kilometer nordwestlich von Neapel in den Golf von Gaeta mündet.