Urlaub in Italien

Auf dem Weg zur Punta Chiappa, Copyright: italien-sehenswertes.de

In Italien Urlaub zu machen, ist durch die hohe Anzahl von Angeboten nicht schwierig. Ob Groß oder Klein, Alt oder Jung – Italien hat für jeden Geldbeutel und für jeden Anspruch die optimale Urlaubsreise.
Wer den Stadttrubel und große Metropolen sucht, der ist vor allem in der Hauptstadt Italiens, in Rom bestens aufgehoben. Wer hingegen Wert auf Shoppingtouren und italienische Mode legt, der sollte in Mailand einen Urlaub in Erwägung ziehen. In Venedig kommen Karnevalliebhaber auf ihre Kosten, in Florenz und am Gardasee die Romantiker. In Apulien, genauer gesagt in Alberobello befinden sich architektonische Besonderheiten der Baukunst – die Trullis, an der Ligurischen Küste die schönsten Badebuchten.

Blick auf San Gottardo im Piemont, Coyright: italien-sehenswertes.de

Abgeschiedene mittelalterliche Ortschaften sind fast überall zu finden. Wer es ruhig und abgeschieden liebt, kann in den zahlreichen Bergketten wandern gehen. Italien ist facettenreich. Hinter jedem Wäldchen und hinter jeder Ecke können sich einmalig schöne und interessante Objekte oder Natureindrücke befinden.

 

Den Italien Urlaub buchen

Ein Italienurlaub kann klassisch im Reisebüro oder modern via Internet online gebucht werden. Die Preise hängen stark von der Region ab, die gebucht wird. So ist meist eine Gardasee-Reise günstiger als eine Reise an den Lago Maggiore.

Als Unterkunftsart stehen in Italien verschiedene Formen zur Auswahl:

  • Hotel (l´albergo, l´hotel)
  • Jugendherberge, Hostel (l´albergo/l´ostello della gioventù)
  • Ferienwohnung (l´appartemento per le vacanze, la casa di villeggiatura)
  • Ferienhaus (villetta, la casa vacanze, la residenza estiva)
  • Privat (privato), z.B. bei Freunden, Familie oder Bekannten
  • Wohnwagen (la roulotte) und im Zelt (la tenda)
  • Agriturismo

Um die Auswahl der Buchung für den Italien Urlaub einfacher zu gestalten, kann die nachfolgende PDF herangezogen werden. Diese gibt Aufschluss über die Urlaubswahl im Jahr 2015 und 2016. Die Eigenanreise mit dem Auto war die häufigste Anreiseart. Im Durchschnitt wurden die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Apulien und Trentino-Alto Adige mitunter am meisten gebucht. Italiener bevorzugten 1 bis 3 Nächte Kurzurlaub. Ausländer hingegen bevorzugten einen Italien Urlaub für mehr als 4 Nächte.

Urlaub in Italien: Statistik für die Jahre 2015 und 2016

Urlaub in den Regionen Italiens: Statistik für 2016

Arten der Unterkünfte

Ferienhäuser

Neben den klassischen Hotels findet ein Italien Urlaub in einem Ferienhaus immer mehr Anklang. Vor allem Familien mit Haustieren bevorzugen diese Art von Urlaub.

Ferienhäuser bieten oftmals eine gewisse Freiheit. Das Essen kann den Bedürfnissen angepasst und die Ruhezeiten selbst festgelegt werden.

Camping in Italien

Valle Maira – Blick auf den Campingplatz im Tal, Copyright: italien-sehenswertes.de

Immer noch sehr beliebt ist das Camping, welches sich schon seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Italien etabliert hat. Besonders die deutsche Bevölkerung zieht es jährlich auf beliebte Campingplätze, beispielsweise in der Nähe der Adria oder des Gardasees. Unter den Camping Plätzen gibt es reichlich Auswahl. Für Ruhesuchende, die die Natur lieben, sind aus eigener Erfahrung Campingplätze im Valle Maira im Piemont zu empfehlen. Die Sicht kann – je nachdem wo man sich gerade befindet – einmalig schön sein (siehe Foto: Valle Maira).

Für Familien, die eher günstig Urlaub machen möchten, sind

Adria im März in Cattolica, Copyright: italien-sehenswertes.de

Campinplätze an der Adria zu empfehlen. Schöne Strände, die nicht überlaufen sind, sind eher im unteren Teil des Landes an der Adria zu finden. Im oberen Teil des Landes an der Adria, vor allem in Höhe Rimini und Ancona sind die Strände in der Saison übervoll. Dies muss man sich im Klaren sein, wenn man mit Kindern reist. Es kann am Strand schnell unübersichtlich werden. Ein Tipp hierzu: Am besten in der Nebensaison oder kurz vor oder nach der Saison fahren und niemals im August, denn da machen zudem auch noch die

Varigotti, Copyright: italien-sehenswertes.de

Italiener Urlaub. Das Gleiche gilt für Strände an der Ligurischen Küste. Hier gibt es ebenso zahlreiche Campingplätze, die allerdings preislich höher liegen als an der Adria. Dafür aber, meiner Meinung nach, eine schönere Aussicht garantieren. Wichtig zu wissen ist, dass vor allem im Bereich der Cinque Terre kaum Sandstrand vorhanden ist und die Parkmöglichkeiten sehr eingeschränkt sein können.

Urlaub als Backpacker-Tourist

Zwischen San Rocco und Punta Chiappa, Copyright: italien-sehenswertes.de

Bei jungen Reisenden sehr beliebt ist ein Urlaub als Backpacker (Rucksacktourist). Backpacker sind Reisende, die zumeist nur mit einem Rucksack bestückt durch das Land ziehen. Dabei verweilen sie selten für längere Zeit an einem Ort, sondern reisen in verschiedene Gegenden. Als Übernachtungsmöglichkeiten werden häufig Hostels in Betracht gezogen. Dies funktioniert in Italien recht gut.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgebaut und strategisch gut organisiert. Die Preise für öffentliche Verkehrsmittel liegen bis heute deutlich unter deutschen Preisen. Demzufolge ist diese Reisevariante vor allem für den kleinen Geldbeutel etwas. Trotz der verhältnismäßig unkomplizierten Reisemöglichkeit, sollte man vor ab ein wenig seine Route planen.

Jugendreisen

Ebenso beliebt sind Jugendreisen, die in ihrem Ablauf speziell auf die Bedürfnisse von Jugendlichen zugeschnitten sind. Diese Form des Urlaubs findet sich vor allem in größeren Städten wie Rom, Pisa und Mailand. Die Preise variieren hierbei sehr stark zwischen den Anbietern.

Der Agritourismus – Agriturismo

Huhn auf einem Ligurischen Hof für Agritourismus, Copyright: italien-sehenswertes.de

Eine eher “moderne” Form des Urlaubes bildet der Agritourismus (agriturismo). Es gibt zwei Arten des Agritourismus.  Bei der ersten Variante bieten private Haushalte, kleine Firmen und Unternehmen zumeist eine kostenlose Unterkunft und Verpflegung an, in der Voraussetzung, dass die Reisenden als Gegenleistung eine gewisse Anzahl an Stunden pro Tag im Unternehmen oder im Haushalt mithelfen. Häufig handelt es sich beim Agritourismus um Gastgeber mit landwirtschaftlichem Hintergrund.

Es gibt aber auch bereits Familien, die Urlauber ähnlich wie in

Auf einem Hof in Ligurien, Copyright: italien-sehenswertes.de

einem Ferienhaus bei sich aufnehmen und diese kostenpflichtig bewirtschaften. Diese ist die zweite Variante, die bei uns eher als Bauernhof-Urlaub bekannt ist. Die Form ist eher verbreitet und der absolute Tipp für Familien mit Kindern. Hier können die Kinder sehr oft noch das ursprüngliche Landleben mit all seinen Facetten miterleben. Nicht selten finden sich Hühner, Esel, Ziegen, Schafe, Kühe und Pferde auf dem Hof, die gern auch gestreichelt werden dürfen. Auch Schweine, Gänse und Kaninchen gehören häufig dazu.

Kühe im Aostatal, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Agriturismo ist je nach Region eigentlich eine günstige Variante. Fast immer werden Mahlzeiten von den Eigentümern angeboten, die gebucht werden können. Das Zusammenleben gestaltet sich unkompliziert. Die Eigentümer gehen ihrer Tätigkeit auf dem Hof nach, bei der man entweder zuschauen kann oder mit anpacken kann. Nebenbei kann man dann auch, wenn man dem Italienischen oder zumindest dem Englischen halbwegs mächtig ist, mit den Hofbesitzern ins Gespräch kommen, was sich oft als Bereicherung herausstellt.

Viele Hofbesitzer stellen auch eigene Produkte her, die zum Kauf

Orangen in Ligurien, Copyright: italien-sehenswertes.de

angeboten werden. Diese reichen von Marmelade bis Fleisch, Wurst, Käse oder eingelegtes Obst und Oliven. Eine wahre Gaumenfreude. Dies kann ich nur bestätigen. Sehr häufig bekommt man dabei auch erstklassige Qualität, da viele Agritourismus-Höfe ihr Gemüse, Obst oder ihr Fleisch und die Wurst rein biologisch herstellen und auch so verarbeiten.

Nützliche Hinweise

Sonnencreme

Wichtig ist, genügend Sonnencreme einzupacken. In Italien kann es in den Sommermonaten durchaus sehr sehr heiß werden.

Die Mautgebühr

Genügend Kleingeld dabei haben, denn um auf die Autobahn fahren zu können, muss eine Mautstelle durchfahren werden. Im Durchschnitt zahlt man pro Kilometer 0,07 Euro. Bezahlt werden kann bar oder aber auch mit Kreditkarte, wobei die Kreditkarte nicht überall akzeptiert wird. Man kann sich auch eine VIA-Card kaufen, welche man dann auflädt. Diese funktioniert wie eine Prepaidkarte. Allenfalls existiert noch die Möglichkeit sich einen elektronischen Telepass zu kaufen, der als kleines Gerät vorn an der Windschutzscheibe angebracht wird. Somit spart man sich das Anstellen bei der Mautstelle, denn die Schranken gehen nach erfolgreichem Lesen des Telepasses automatisch hoch.

Schuhwerk

In Italien sollte Frau lieber auf bequeme Schuhe umrüsten. Es gibt zumeist viel zu laufen, vor allem Kopfsteinpflaster ist in Italien noch sehr oft anzutreffen. Auch Treppen und Naturstein-Straßen sind nicht selten.

Innenstädte, Zentren und Parken

Gasse in Manarola, Cinque Terre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Mittelalterliche Dörfer und Städte sowie auch andere modernere Ortschaften können oft nicht mit dem Auto erreicht werden. Viele Straßen sind schlichtweg zu eng oder es gilt ein Einfahrverbot. Dies sollte man auch beherzigen, denn die Strafen in Italien für das Fahren in solchen Zonen sind sehr hoch. Es gibt in der Regel in der Nähe Parkplätze, die genutzt werden können. Hier gilt, sofern diese nicht frei sind, in jedem Fall Parkschein ziehen. Die Parkplätze mit einer weißen Bordsteinzeichnung sind gebührenfrei (hier braucht man keinen Parkschein ziehen). Die Parkplätze mit einer blauen Zeichnung sind gebührenpflichtig. Die anderen Parkplätze, wie gelb oder schwarz (Parkverbot), sind nur für Anlieger, Taxi und Busse gedacht.

Restaurants

In Italien kann man ein Vermögen in Restaurants loswerden. Am besten stets ein wenig außerhalb oder am Stadtrand suchen, dann sind die Preise nicht so hoch. Restaurants in der Nähe von Sehenswürdigkeiten meiden, denn diese haben fast immer höhere Preise. Zu beachten ist, dass die meisten Restaurants, Osterien und Trattorien erst in den Abendstunden öffnen. Für einen kleinen Snack gegen Mittag eignet sich der Gang in eine Bar. Zu empfehlen: eine Tagliata – bestehend aus verschiedenen Sorten Wurst und Käse.

Supermärkte

Es gibt in Italien viele kleine Tante-Emma-Läden, die oft

Fischmarkt in Genua, Copyright: italien-sehenswertes.de

„Alimentari“ genannt werden. Hier kann man gut einkaufen, allerdings liegen die Preise oft höher als in größeren Supermärkten. Die Auswahl ist dabei auf wenige Produkte beschränkt. Besser für einen Wocheneinkauf ist Ipercoop oder Bennet. Vergleichbar sind diese beiden Supermärkte in der Größe und Ausstattung mit unserem Kaufland. Wer diese nicht finden kann, kann auch auf Conad zurückgreifen, welcher aber häufig ein wenig teurer als die beiden besagten Supermärkte ist. Wochenmärkte können ebenso genutzt werden. Die Preise liegen hierbei oftmals niedriger.

Preise

Generell liegen die Preise für Lebensmittel und Getränke in Italien deutlich über unser deutsches Preisniveau. Dies sollte man unbedingt in der Reisekasse berücksichtigen. Gibt man hier in der Woche durchschnittlich 100 – 150 Euro an Lebensmittel aus, gibt man in Italien für das Gleiche locker 200 – 300 Euro aus. Die Preise für öffentliche Verkehrsmittel liegen dagegen bis heute niedriger als in Deutschland. Demnach lohnt auch mal eine Bustour oder Zugfahrt. Nicht ausprobieren sollte man den Gang zum Arzt. Denn hier wird man schnell einige Hundert Euros los. Wenn doch mal zum Arzt gegangen muss: Viele Italiener gehen statt zum Facharzt oder Hausarzt, wo sie erhebliche Gebühren trotz Krankenversicherung zahlen müssen, in die Notaufnahme. Hier entfällt die Gebühr für sie. Demnach sind aber auch die Notaufnahmen hoffnungslos überlastet und übervoll. Und nicht jede Person wird auch garantiert behandelt. Dies hängt auch von der Ernsthaftigkeit der Erkrankung ab. Nicht selten werden Personen nach Hause geschickt, die kein Fall für die Notaufnahme sind. Wichtig ist also auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, um anfallende Gebühren abzufangen.

Sternehotels

In Italien, zumindest meine Meinung, sollte man absolut nicht auf die Sterne schauen, denn sehr häufig stehen Hotels einem Sternehotel in Nichts nach. Für einen Stern müssen Italiener erhebliche Gebühren zahlen. Demzufolge verzichten viele Hotels auf einen Stern, haben aber genauso eine super Ausstattung.

Zigaretten

Wer Raucher ist, sucht in Italien vergeblich im Supermarkt oder an

Tabacchi, Copyright: italien-sehenswertes.de

Tankstellen Zigaretten. Diese gibts ausschließlich in Tabacchi. Dies sind kleine Läden, ähnlich einem Schreibwarenladen. Man erkennt sie an einem schwarz-weißem Schild, auf dem einen großes „T“ platziert ist. Es kann aber auch, wie auf dem Foto sichtbar, direkt als Wort ausgeschrieben sein.

Montag

Oftmals sind Museen und Restaurants montags geschlossen. Also vorab am besten den Reiseverlauf gut planen.

Hunde

Hundetüten, Copyright: italien-sehenswertes.de

Auch in Italien ist das Wegmachen der Hinterlassenschaften des Vierbeiners Pflicht. Bestimmte Schilder weisen auch oftmals daraufhin. Hundetüten gibt es zu kaufen oder aber sie hängen kostenfrei aus.

 

 

Italienische Pizza und Eis

Muss man mal probiert haben. In Italien ist es üblich, bei der

Italienische Pizza, Copyright: italien-sehenswertes.de

Pizza einen hauchdünnen Boden zu formen und diesen dann zu belegen. In Deutschland bekommt man meistens kleinere Pizzen mit dickerem Boden. Das Eis in Italien muss man auf jeden Fall probieren, vor allem, wenn es handgemacht ist. Es ist kein Vergleich zu unserem Eis, was man im Supermarkt bekommt.

Wenn es mal wieder länger dauert….

……einfach nicht aufregen und drüberwegsehen. In Italien kann es auch mal länger dauern. Die italienische Pünktlichkeit ist nicht mit unserer Vorstellung vereinbar.

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