Ancona liegt 16 m über dem Meeresspiegel an den nordwestlichen Hängen des Monte Conero in den Marken. Die Stadt mit rund 100.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Region Marken und der gleichnamigen Provinz. Ancona ist vor allem für seinen bedeutenden Hafen, die Fährverbindungen über die Adria und die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten bekannt.

Die Hafenstadt verbindet ihre Lage am Meer mit einer langen Geschichte, die bis in die griechische und römische Zeit zurückreicht. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die Kathedrale San Ciriaco, der Trajansbogen, das römische Amphitheater und die charakteristischen Grotten von Passetto.

Weiterführende Informationen zu Ancona, den Marken und Italien

Kolossale Löwen-Skulpturen vor der Kathedrale von Ancona
Kolossale Löwen-Skulpturen vor der Kathedrale von Ancona

Ancona auf einen Blick

Ancona liegt an der italienischen Adriaküste und ist aufgrund seiner geschützten Lage am natürlichen Hafen seit Jahrhunderten eng mit der Seefahrt verbunden. Heute ist die Stadt ein wichtiger Ausgangspunkt für Fährreisen über die Adria und zugleich ein interessantes Reiseziel in den Marken.

Durch die Lage am Monte Conero eignet sich Ancona außerdem als Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Küste. Historische Bauwerke, Strände und weitere Orte der Marken sind von der Stadt aus gut erreichbar.

Wetter in Ancona

Wetterdiagramm von Ancona mit Temperatur und Regentage
Wetterdiagramm von Ancona mit Temperatur und Regentage

Entfernungen zu den umliegenden Städten

Ancona liegt günstig für Ausflüge zu verschiedenen Städten und Orten der Marken sowie zu weiteren Zielen an der italienischen Adriaküste. Die folgenden Entfernungen dienen als Orientierung.

Pesaro – 67 kmSenigallia – 30 km
Mailand – 442 kmJesi – 33 km
Rimini – 120 kmMacerata – 53 km
Cattolica – 83 kmRecanati – 30 km
Loreto – 25 kmBologna – 227 km
Falconara Marittima – 11 kmFano – 73 km

Hotels und Unterkünfte in Ancona

In Ancona gibt es neben Hotels in zentraler Lage auch zahlreiche weitere Unterkünfte. Wer die Stadt als Ausgangspunkt für einen Aufenthalt in den Marken oder für eine Fährreise nutzt, findet verschiedene Möglichkeiten für eine Übernachtung. Das Angebot reicht von einfachen und preisgünstigen Hotels über familiengeführte Häuser und Bed & Breakfasts bis hin zu komfortablen 4-Sterne-Hotels mit Meerblick, Wellnessbereich oder Restaurant.

💡 Mein Tipp:

Besonders praktisch ist die Lage vieler Hotels rund um den Hafen, die Altstadt und den Bahnhof. Wer nur eine Nacht vor einer Fährüberfahrt nach Griechenland, Albanien oder Kroatien benötigt, kann dadurch kurze Wege zum Hafen nutzen. Für einen längeren Aufenthalt bieten sich dagegen auch Unterkünfte in Richtung Passetto und Monte Conero an.

Unterkünfte in Ancona im Überblick

5-Sterne-Hotels
In Ancona selbst gibt es derzeit kein eindeutig ausgewiesenes klassisches 5-Sterne-Hotel. Das Angebot konzentriert sich vor allem auf die 4-Sterne-Kategorie.
4-Sterne-Hotels
Mehrere komfortable Häuser, darunter Hotels am Hafen, mit Meerblick, Restaurant, Wellnessangeboten oder Pool.
3-Sterne-Hotels
Eine gute Wahl für Reisende, die Wert auf ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis und eine zentrale Lage legen.
2- und 1-Sterne-Hotels
Einfachere Hotels, die sich besonders für kurze Aufenthalte oder eine Übernachtung vor der Fährfahrt eignen.
Familiengeführte Hotels
In Ancona gibt es kleinere Häuser mit persönlicher Atmosphäre. Ein Beispiel ist das familiengeführte Ankon Hotel.
Historische und außergewöhnliche Hotels
Besonders ungewöhnlich ist das Fortino Napoleonico, das in einer ehemaligen Festungsanlage direkt am Meer untergebracht ist.
Hotels mit Meerblick
Vor allem rund um Passetto, den Hafen und die Küste finden sich Unterkünfte mit Blick auf die Adria.
Bed & Breakfast und Ferienwohnungen
Eine Alternative zum klassischen Hotel, besonders für Familien und längere Aufenthalte.

Was kostet ein Hotel in Ancona?

Die Preise hängen stark von Reisezeit, Lage, Hotelkategorie und Zimmergröße ab. Als grobe Orientierung können Reisende mit etwa 60 bis 90 Euro pro Nacht für einfache Unterkünfte rechnen. Bei 3-Sterne-Hotels liegen die Preise häufig etwa bei 80 bis 130 Euro, während komfortable 4-Sterne-Hotels oft bei etwa 120 bis 200 Euro pro Nacht liegen. In der Hauptsaison, an Wochenenden oder bei besonderen Veranstaltungen können die Preise deutlich höher sein.

Aktuelle Preisvergleiche zeigen beispielsweise durchschnittlich rund 117 Euro für ein 3-Sterne-Hotel und etwa 164 Euro für ein 4-Sterne-Hotel. Die tatsächlichen Preise können je nach Termin jedoch erheblich davon abweichen.

Beispiel: eine Woche mit drei Personen

Eine günstige Unterkunft für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind kann – je nach Saison und Zimmerangebot – beispielsweise bei etwa 90 bis 130 Euro pro Nacht liegen. Für sieben Übernachtungen ergibt das ungefähr 630 bis 910 Euro für das Zimmer. Bei höherer Hotelkategorie oder in der Hauptsaison kann der Gesamtpreis entsprechend deutlich steigen.

In Ancona günstig als Familie übernachten

Wer eine persönlichere Atmosphäre sucht, findet in Ancona auch kleine familiengeführte Hotels, zum Beispiel das Ankon Hotel, das etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Das Haus verfügt unter anderem über ein Mehrbettzimmer für Familien und bietet Frühstück an. Auf der eigenen Preisseite nennt das Hotel für bestimmte Zeiträume beispielsweise 88 Euro für ein Doppelzimmer inklusive Frühstück; ein zusätzliches Bett wird mit 25 Euro berechnet. Für eine Familie mit drei Personen ergibt sich damit rechnerisch ein Ausgangspreis von rund 113 Euro pro Nacht, bevor weitere Kosten hinzukommen.

Außergewöhnlich übernachten

Zu den ungewöhnlichsten Unterkünften gehört das Fortino Napoleonico in Portonovo. Das Hotel befindet sich in einer ehemaligen Festungsanlage am Meer, die seit 1811 besteht. Einige Zimmer und Suiten verbinden den historischen Charakter des Gebäudes mit moderner Ausstattung. Dadurch ist die Unterkunft vor allem für Reisende interessant, die nicht in einem gewöhnlichen Stadthotel übernachten möchten.

Historisches und familiengeführtes Hotel

Eine weitere interessante Kombination aus Geschichte und familiärer Hotelführung bietet das Grand Hotel Passetto. Das 4-Sterne-Hotel wurde 1958 eröffnet und wird bis heute von der Familie Piermattei geführt. Das Haus liegt oberhalb des Passetto und verbindet den Stil der 1950er-Jahre mit modernisierten Zimmern und Meerblick.

Kann man in Ancona Halbpension oder All Inclusive buchen?

Halbpension ist in Ancona grundsätzlich möglich, spielt aber eine deutlich kleinere Rolle als die klassische Übernachtung mit Frühstück. Eine aktuelle Unterkunftssuche weist nur wenige Hotels mit ausdrücklich angebotener Halbpension aus. Dazu gehören beispielsweise das Hotel Europa und das SeeBay Hotel in Portonovo.

Auch All-Inclusive-Angebote lassen sich über Reiseportale finden, sie gehören in Ancona jedoch nicht zum typischen Hotelangebot. Die Stadt eignet sich weniger für einen klassischen All-Inclusive-Strandurlaub als beispielsweise große Ferienorte an der Adria. Wer Ancona besucht, möchte häufig die Altstadt, den Hafen, die Strände und die Umgebung des Monte Conero erkunden.

Für viele Reisende ist deshalb Übernachtung mit Frühstück die praktischere Variante. Tagsüber können Sie die Stadt oder die Riviera del Conero erkunden und abends eines der Restaurants, eine Trattoria oder ein Lokal mit regionaler Küche besuchen. So lassen sich auch Spezialitäten der Region wie die berühmten Moscioli del Conero probieren, die zu den kulinarischen Besonderheiten der Küste gehören.

Wer dagegen mehrere Tage in einer Unterkunft bleiben und möglichst wenig organisieren möchte, kann gezielt nach einem Hotel mit Halbpension suchen. Für eine reine Übernachtung vor einer Fährfahrt reicht meist ein Hotel mit Frühstück aus.

Fähre von und nach Ancona

Der Hafen von Ancona ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Fährverbindungen über die Adria. Von hier bestehen je nach Saison Verbindungen unter anderem nach Griechenland, Albanien, Kroatien und Montenegro. Zu den bekannten Zielen gehören beispielsweise Korfu, Split, Zadar, Durrës, Bar, Patras und Igoumenitsa.

Die Fahrzeiten und Verbindungen können sich je nach Saison ändern. Wer eine Fährreise ab Ancona plant, sollte deshalb die aktuellen Fahrpläne und Abfahrtsorte der jeweiligen Fährgesellschaft prüfen.

Wo fahren die Fähren in Ancona ab?

Fast alle großen Fähren laufen nahe der Mole Santa Maria (Molo Santa Maria) aus. Die Haltestelle der öffentlichen Verkehrsmittel heißt Porto di Ancona (Hafen Ancona) bzw. mit dem Bus Nummer 20 „Terminal Imbarchi“. Die Fähren nach Durazzo laufen ab der Kreuzfahrtmole XXIX September südlich neben der Mole Santa Maria aus. Die Haltestelle heißt hier Ancona „29. Settembre“ oder mit dem Bus Nummer 20 „Fermata Banchina / Dock 16“. Hier gibt es auch zwei größere Parkplätze, einmal in der Via XXIX Settembre, 2 und einmal in der Via Enrico Cialdini.

Karte von Ancona mit Angabe des Fährterminals
Karte von Ancona mit Angabe des Fährterminals; Quelle Google Maps

Öffentliche Toiletten am Fährterminal

Direkt am Fährterminal der Mole Santa Maria (wo die Küstenwache ist) gibt es öffentliche Toiletten (Ancona Port Bagni), die jedoch für alle diejenigen zugänglich sind, die den Eingangsbereich betreten haben, sprich für alle diejenigen, die mit der Fähre abfahren möchten. Nicht zugänglich sind die Toiletten für Besucher, die einen Stadtbummel machen.

Der Hafen in Ancona

Der Hafen von Ancona gehört zu den bedeutenden Handels- und Passagierhäfen Italiens. Neben dem Fährverkehr spielen auch der Güterverkehr, die Fischerei und der Schiffbau eine wichtige Rolle für die Stadt.

Der Hafen von Ancona von der Autofähre aus gesehen
Der Hafen von Ancona von der Autofähre aus gesehen

Sehenswürdigkeiten in Ancona

Ancona besitzt zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, die von der langen Geschichte der Stadt zeugen. Besonders rund um den Hafen und auf den Hügeln der Altstadt finden sich Bauwerke aus der griechischen, römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte.

Die Fassade der Kathedrale San Ciriaco
Die Fassade der Kathedrale San Ciriaco

Der Trajansbogen

Der ungewöhnlich schlanke Trajansbogen (L’Arco di Traiano) aus der römischen Kaiserzeit ist eines der Wahrzeichen von Ancona. Der um 100 n. Chr. errichtete Bogen wurde Kaiser Marcus Ulpius Trajan gewidmet. Er befindet sich im Hafenbereich an der Mole Luigi Rizzo und öffnet sich zum Meer. Als möglicher Architekt wird Apollodorus von Damaskus genannt.

Die Zitadelle – Fortezza San Gallo

Im Stadtviertel Capodimonte befindet sich auf dem Gipfel des Astagno-Hügels die Zitadelle von Ancona. Die als „La Cittadella“ bekannte Festung wurde im 16. Jahrhundert errichtet und dem Architekten Antonio da Sangallo dem Jüngeren zugeschrieben. Von ihrer erhöhten Lage bietet sich ein Blick über Ancona und den Hafen.

Das römische Amphitheater

Das römische Amphitheater befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kathedrale von Ancona auf dem Hügel über dem Hafen. Es wurde in augusteischer Zeit (Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. – Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr.) auf einer schiefen Ebene zwischen zwei Hügeln, dem Colle Guasco und dem Colle dei Cappuccini, errichtet. Quadersteine schmücken das Innere aus, die eventuell von einem Theater aus griechischer Zeit stammten. Man nimmt heute an, dass der Bau des Amphitheaters unter Oktavian Augustus begonnen und später unter Trajan erweitert wurde. Das Amphitheater kann von außen besichtigt werden.

Die Grotten von Passetto

Die über 500 Grotten von Passetto sind einzigartige und charakteristische Bauwerke, die sich entlang des Küstenabschnitts von Ancona, am Fuße der Stufen des Monumento ai Caduti, mit Blick auf das Meer, befinden.

Die Höhlen, die heute farbenfrohe Tore haben, wurden zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1960er Jahren in den Fels gehauen und dienten damals den Fischern als Unterschlupf für ihre kleinen Fischerboote, aber auch für ihre Utensilien wie Speere und Netze.

Der Leuchtturm von Ancona

Der 15 m hohe quadratisch geformte Leuchtturm von Ancona befindet sich auf dem Kapuzinerhügel (colle dei Cappuccini) in unmittelbarer Nähe zum Jüdischen Friedhof, im Cardeto-Park. Der alte Leuchtturm, der noch von 1860 bis 1965 in Betrieb war, befindet sich in der Nähe. Er wurde durch den neuen ersetzt. Beide Leuchttürme können leider nicht von innen besichtigt werden. Von ihrem Standort bietet sich jedoch eine schöne Panoramasicht.

Die Kathedrale San Ciriaco

Die Kathedrale San Ciriaco (Duomo di Ancona) wurde 996 n. Chr. errichtet und ist dem Heiligen Ciriaco gewidmet. Sie steht idyllisch auf dem Gipfel des Guasco-Hügels, auf dem sich früher die Akropolis der griechisch-dorischen Stadt befand. Die Kathedrale ist im romanisch-byzantinischen Stil, zum Teil auch im gotischen Stil errichtet. Das Innere weist die Form des griechischen Kreuzes mit drei Schiffen auf, wie es in byzantinischer Zeit typisch war. Viele der Säulen sind römisch, einige sogar byzantinisch mit wunderschönen Kapitellen. Die sich in der Mitte befindliche Kuppel, die auf mehrstöckigen kreuzförmigen Säulen ruht, werden von betenden Engelsfiguren getragen.

Die Kirche Santa Maria della Piazza

Die Kirche Santa Maria della Piazza ist auf Überresten einer frühchristlichen Basilika erbaut, die dem heiligen Protomärtyrers Stephanus gewidmet war. Im Keller wurden dessen Überreste gefunden. Im Untergeschoss der Kirche befinden sich noch heute Mosaikböden der frühchristlichen Kirche aus dem 6. Jahrhundert und sogar noch einer älteren Kirche aus dem 4. Jahrhundert. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen, denn die Kirche ist ein Juwel der romanischen Architektur und nur wenige Meter vom Hafen entfernt. Sie gilt bis heute als eine der schönsten Kirchen der Region.

Die Kirche Santa Maria di Portonovo

Die Klosterkirche Santa Maria di Portonovo, die auch nur als Chiesetta di Portonovo bekannt ist, befindet sich am Rande der Stadt, zwischen dem Wald und dem Strand von Portonovo. Bemerkenswert ist der Grundriss der Kirche, der aus einer fünfschiffigen Basilika und einem griechischen Kreuz besteht.

Die Pinakothek Francesco Podesti

Die Städtische Kunstgalerie Francesco Podesti wurde dank der Leidenschaft des in Ancona gebürtigen Malers Francesco Podesti 1884 gegründet. Die Pinakothek beherbergt vor allem zahlreiche Gemälde der Region aus dem 14. bis 19. Jahrhundert, unter anderem Werke von Carlo Crivelli, Francesco Podesti, Tizian Vecellio, Lorenzo Lotto, Andrea Lilli, Sebastiano Del Piombo und Guercino. Seit 1973 befindet sich die Kunstgalerie im Palazzo Bosdari in der Via Pizzecolli.

Das Archäologische Nationalmuseum der Marken

Das Archäologische Nationalmuseum der Marken ist seit 1958 im Palazzo Ferretti nahe der Kathedrale von Ancona untergebracht und beherbergt eine reichhaltige Sammlung von Artefakten aus den gesamten Marken vom Paläolithikum bis zur Römerzeit.

Eintrittspreise der Sehenswürdigkeiten in Ancona

Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Ancona können kostenlos besichtigt werden. Für Museen und bestimmte archäologische Anlagen wird dagegen Eintritt verlangt. Die folgenden Preise dienen als Orientierung und können sich bei Sonderausstellungen, Veranstaltungen oder saisonalen Öffnungen ändern.

Sehenswürdigkeit Erwachsene Ermäßigt Kinder / Hinweise
Kathedrale San Ciriaco kostenlos Besichtigung der Kirche
Trajansbogen kostenlos Außenanlage
Zitadelle – Fortezza San Gallo kostenlos* Öffnung kann eingeschränkt sein
Römisches Amphitheater 8 €** 2 € Minderjährige kostenlos
Grotten von Passetto kostenlos Küstenbereich frei zugänglich
Leuchtturm von Ancona kostenlos* Keine reguläre Innenbesichtigung
Santa Maria della Piazza kostenlos Kirche
Santa Maria di Portonovo kostenlos* Öffnungszeiten beachten
Pinakothek Francesco Podesti 8 € 5 € Unter 16 Jahren kostenlos
Archäologisches Nationalmuseum der Marken 5 € 2 € Minderjährige kostenlos
Museo Diocesano kostenlos* Öffnungszeiten und Sonderöffnungen beachten

* Für diese Sehenswürdigkeit konnte kein allgemein gültiger regulärer Eintrittspreis als fester Tarif bestätigt werden.
** Der genannte Preis bezieht sich auf die aktuelle kombinierte Eintrittsregelung für das Römische Amphitheater und das Archäologische Nationalmuseum.

Hinweis: Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen können sich durch Sonderausstellungen, Veranstaltungen oder saisonale Regelungen ändern. Prüfen Sie die aktuellen Angaben daher vor Ihrem Besuch.

Fragen zu Ancona, die nicht jeder stellt

Ancona hat neben den bekannten Sehenswürdigkeiten noch viele weniger bekannte Besonderheiten zu bieten. In den folgenden Fragen geht es deshalb nicht nur um die wichtigsten Ausflugsziele, sondern auch um ungewöhnliche Details zur Geschichte, zum Hafen, zur Küste, zur Natur und zum Leben in der Stadt.

Anreise, Orientierung und Barrierefreiheit

Wie weit ist der Flughafen von Ancona entfernt?

Der Flughafen Ancona-Falconara, offiziell Aeroporto delle Marche „Raffaello Sanzio“, liegt in Falconara Marittima nördlich von Ancona. Vom Flughafen bis ins Stadtgebiet von Ancona sind es nur rund 15 Kilometer. Damit gehört der Flughafen zu den vergleichsweise gut erreichbaren Regionalflughäfen Italiens.

Die Entfernung zum Hafen ist ebenfalls relativ gering. Das macht den Flughafen besonders für Reisende interessant, die von Ancona mit einer Fähre weiter nach Griechenland, Albanien, Kroatien oder Montenegro fahren möchten. Der nahegelegene Bahnhof Castelferretti – Falconara Aeroporto bietet zudem eine Bahnverbindung in Richtung Ancona und andere Orte der Region.

Ist Ancona auch für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer gut erkundbar?

Ancona ist grundsätzlich auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich, allerdings ist die Stadt aufgrund ihrer Lage auf mehreren Hügeln nicht überall einfach zu erkunden. Zwischen Hafen, Altstadt und den höher gelegenen Bereichen bestehen teilweise deutliche Steigungen und Treppen. Deshalb sollte eine Besichtigung möglichst vorher geplant werden.

Besonders interessant sind barriereärmere Angebote am Meer. Für den Sommer 2026 hat die Stadt Ancona beispielsweise in der Bucht von Portonovo fünf speziell ausgestattete Plätze für Menschen mit Behinderung eingerichtet. Diese Bereiche sind über einen zugänglichen Steg mit dem öffentlichen Strand verbunden und verfügen unter anderem über geeignete Liegen und Sitzmöglichkeiten. Auch an anderen Küstenabschnitten gibt es Initiativen für einen barriereärmeren Zugang zum Meer.

Bei historischen Gebäuden sollte dagegen jeweils geprüft werden, welche Bereiche tatsächlich stufenlos erreichbar sind. Gerade bei Kirchen, Festungen und den auf Hügeln gelegenen Sehenswürdigkeiten können bauliche Einschränkungen bestehen.

Sehenswürdigkeiten und Geschichte

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Ancona unbedingt gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Ancona gehören die Kathedrale San Ciriaco auf dem Guasco-Hügel, der Trajansbogen im Hafenbereich, die Mole Vanvitelliana, das römische Amphitheater und die Grotten von Passetto. Auch die Kirche Santa Maria della Piazza, die Loggia dei Mercanti, die Pinakothek Francesco Podesti und das Archäologische Nationalmuseum der Marken gehören zu den sehenswerten Zielen.

Die Kathedrale San Ciriaco ist besonders wegen ihrer Lage interessant. Sie steht auf dem Guasco-Hügel und verbindet romanische, byzantinische und gotische Elemente. Von hier eröffnet sich außerdem ein weiter Blick über die Stadt und den Golf von Ancona. Die Kathedrale ist zugleich dem Stadtpatron San Ciriaco gewidmet.

Wer sich besonders für die Geschichte der Hafenstadt interessiert, sollte auch den Bereich des antiken Hafens besuchen. Dort sind Reste der römischen Hafenanlagen und der alten Stadtbefestigung sichtbar.

Welche Sehenswürdigkeiten in Ancona sind weniger bekannt?

Neben den bekannten Bauwerken gibt es in Ancona einige weniger beachtete Orte, die für Besucher interessant sind. Dazu gehören beispielsweise die Loggia dei Mercanti, der Palazzo degli Anziani, der antike Hafen, die Scalaccia und die weniger touristisch geprägten Bereiche rund um die historischen Hügel.

Die Loggia dei Mercanti entstand ab 1443 als Handelsgebäude und liegt unweit des Hafens. Ihre Fassade wurde Mitte des 15. Jahrhunderts von Giorgio Orsini da Sebenico im Stil der venezianischen Spätgotik gestaltet. Gerade weil die Loggia im Schatten der größeren Sehenswürdigkeiten steht, ist sie ein interessantes Ziel für einen Spaziergang durch die Altstadt.

Auch das Museo Tattile Statale Omero gehört zu den besonderen kulturellen Einrichtungen der Stadt. Es richtet sich mit seinem Konzept ausdrücklich auch an Menschen mit Sehbehinderung und ermöglicht einen anderen Zugang zu Kunst und Kultur.

Wie heißt der Stadtpatron von Ancona?

Der Stadtpatron von Ancona ist der heilige San Ciriaco, auf Deutsch meist Cyriacus genannt. Ihm ist die Kathedrale San Ciriaco auf dem Guasco-Hügel gewidmet. Dort werden auch seine Reliquien aufbewahrt.

San Ciriaco ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Nach der Überlieferung gelangten seine sterblichen Überreste Anfang des 5. Jahrhunderts nach Ancona. In der Kathedrale befindet sich heute die Krypta der Heiligen Schutzpatrone.

Der Namenstag des Stadtpatrons wird in Ancona mit dem Fest von San Ciriaco Anfang Mai verbunden. Die Fiera di San Ciriaco gehört zu den großen Veranstaltungen der Stadt. Im Jahr 2026 fand sie vom 1. bis 4. Mai statt.

Woher stammt der Ortsname Ancona?

Der Name Ancona geht auf das altgriechische Wort „ankón“ zurück, das „Ellbogen“ bedeutet. Die griechischen Gründer der Stadt bezogen sich damit auf die charakteristische Form der Küste und des natürlichen Hafens.

Die Stadt wurde im Jahr 387 v. Chr. von dorischen Griechen aus Syrakus gegründet. Der natürliche Hafen am Fuß des Guasco-Hügels war einer der Gründe für die Wahl dieses Standortes. Die geschützte Küstenform erinnert aus der Perspektive des Meeres tatsächlich an einen angewinkelten Arm beziehungsweise einen Ellbogen.

Welches ist das älteste Gebäude von Ancona?

Eine einzelne Antwort auf die Frage nach dem „ältesten Gebäude“ ist bei Ancona schwierig, weil zahlreiche Bauwerke auf wesentlich älteren Fundamenten oder archäologischen Resten stehen. Zu den ältesten erhaltenen Bauzeugnissen gehören insbesondere die Reste des antiken griechischen und römischen Ancona.

Besonders interessant ist der antike Hafen. Archäologische Ausgrabungen haben dort Strukturen freigelegt, die über viele Jahrhunderte genutzt wurden. Sichtbar sind unter anderem Teile der römischen Hafenanlage und der Stadtmauer aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.

Auch die Kathedrale San Ciriaco steht auf einem historisch bedeutenden Ort. Auf dem Guasco-Hügel befand sich bereits in griechischer Zeit die Akropolis. Unter der heutigen Kathedrale wurden Fundamente eines antiken Heiligtums gefunden.

Familie, Tiere und Freizeit

Gibt es einen Zoo in Ancona?

Direkt in Ancona gibt es keinen klassischen Zoo. In der näheren Umgebung befindet sich jedoch der Parco Zoo Falconara in Falconara Marittima. Der Tierpark liegt nur rund 10 Kilometer vom Hafen von Ancona entfernt und ist deshalb auch für einen Ausflug während eines Aufenthalts in der Stadt interessant.

Der Zoo liegt auf einem Hügel bei Falconara und ist mit dem Auto, dem Zug und anschließend einem Taxi erreichbar. Vom Bahnhof Falconara Marittima sind es etwa 4 Kilometer bis zum Zoo. Der Park weist außerdem auf die kurze Entfernung zum Hafen von Ancona hin.

Gibt es in Ancona oder in der Umgebung einen Freizeitpark?

Einen großen Freizeitpark mit klassischen Achterbahnen gibt es direkt in Ancona nicht. Für Familien gibt es in der Umgebung jedoch verschiedene Freizeit- und Erlebnisangebote, insbesondere im Bereich des Monte Conero und entlang der Küste.

Wer einen Aufenthalt mit Kindern plant, findet rund um Ancona vor allem Strände, Naturgebiete, Wanderwege und Wassersportangebote. Der Monte Conero bietet zahlreiche Wege und Ausflugsziele, die sich je nach Strecke auch für Familien eignen.

Hafen, Fähren und Ausflüge auf dem Meer

Legen am Hafen von Ancona auch Kreuzfahrtschiffe an?

Ja. Ancona wird auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen und ist damit nicht ausschließlich ein Fähr- und Handelshafen. Die Kreuzfahrtsaison gehört inzwischen ebenfalls zum touristischen Angebot der Stadt.

Für die Kreuzfahrtsaison 2026 wurde beispielsweise ein touristischer Zug eingerichtet, der Kreuzfahrtgäste und andere Besucher zu wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt bringt. Die Route verbindet unter anderem den Dom San Ciriaco, das Hafenviertel, zentrale Plätze und den Passetto.

Kann man von Ancona nach Venedig mit der Fähre fahren?

Eine reguläre Fährverbindung von Ancona nach Venedig gehört nicht zu den typischen Fährverbindungen des Hafens. Ancona ist vor allem auf internationale Fährverbindungen über die Adria nach Griechenland, Albanien, Kroatien und Montenegro ausgerichtet.

Wer von Ancona nach Venedig reisen möchte, sollte deshalb eher Bahn, Auto oder gegebenenfalls eine andere Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. Die beiden Städte liegen an der italienischen Adriaküste, werden aber nicht durch eine klassische regelmäßige Passagierfähre miteinander verbunden.

Kann man in Ancona Tagesausflüge mit einem Boot unternehmen?

Ja. Die Küste rund um Ancona und den Monte Conero eignet sich sehr gut für Ausflüge auf dem Wasser. Vom Meer aus lassen sich Küstenabschnitte, Buchten und Felsformationen erreichen, die vom Land teilweise nur schwer zugänglich sind.

Besonders interessant sind Ausflüge entlang der Riviera del Conero in Richtung Portonovo, Mezzavalle, Sirolo und der Due Sorelle. Ancona Tourism weist außerdem auf Segelangebote und verschiedene Möglichkeiten hin, die Küste vom Wasser aus zu erkunden.

Für 2026 wurden außerdem spezielle Mini-Kreuzfahrten beziehungsweise Angebote im Bereich des Pescaturismo angekündigt, bei denen Besucher die Küste und die traditionelle Fischerei kennenlernen können.

Gibt es entlang der Küste von Ancona Grotten und Höhlen, die nur vom Boot aus zu sehen sind?

Ja. Die Küste rund um Ancona besitzt zahlreiche Felsabschnitte, kleine Buchten und vom Land schwer erreichbare Küstenbereiche. Besonders die Riviera del Conero südlich der Stadt ist für ihre felsige Küste und versteckten Buchten bekannt.

Die Grotten von Passetto sind allerdings nicht ausschließlich vom Wasser aus zu sehen. Die mehr als 500 von Fischern angelegten Grotten liegen direkt am Passetto und können vom Land aus erreicht werden. Sie wurden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre in den Fels gehauen und dienten ursprünglich als Unterstände für Boote und Fischereigeräte.

Andere Felsformationen und kleine Höhlen entlang der Riviera del Conero lassen sich dagegen am besten vom Wasser aus erkennen. Bei einer Bootsfahrt eröffnet sich deshalb ein völlig anderer Blick auf die Küste.

Liegen vor Ancona Inseln, die man besuchen kann?

Direkt vor der Stadt Ancona liegen keine größeren Inseln, die mit den bekannten Inselgruppen Italiens vergleichbar wären. Die Küste vor Ancona wird vielmehr durch das offene Adriatische Meer und die felsigen Küstenabschnitte des Monte Conero geprägt.

Für einen Tagesausflug sind deshalb eher die Buchten, Strände und Küstenorte der Riviera del Conero interessant. Portonovo, Mezzavalle, Sirolo und Numana liegen südlich von Ancona und sind je nach Verkehrsmittel relativ gut erreichbar.

Liegt vor Ancona ein Schiffswrack?

Ja. Vor dem Passetto liegt das bekannte Wrack La Draga, das vor allem für Taucher interessant ist. Dabei handelt es sich um ein historisches Wrack eines Schiffes zur Sandgewinnung, das in den 1960er Jahren gesunken ist.

Das Wrack liegt in etwa 18 bis 20 Metern Tiefe vor dem Monumento ai Caduti. Die Metallstrukturen sind inzwischen Lebensraum für zahlreiche Meeresorganismen und Fische. Der Tauchplatz wird vom Centro Attività Subacquee Ancona als Tauchgebiet beschrieben und ist als Bootstauchgang ausgewiesen.

Fischerei, Spezialitäten und kulinarische Besonderheiten

Gibt es in Ancona einen Fischmarkt?

Ja. Ancona besitzt einen traditionellen Fischmarkt beziehungsweise den Mercato Ittico im Hafenbereich. Der heutige Fischmarkt ist eng mit der Fischereigeschichte der Stadt verbunden.

Das heutige Gebäude des Fischmarktes wurde in der Nachkriegszeit errichtet und stammt aus der Planung des Architekten Gaetano Minnucci. Die Anlage wurde zwischen 1947 und 1949 ausgeführt und war ursprünglich speziell für die Anlieferung, Versteigerung und Weiterverteilung des Fangs konzipiert.

Der Fischmarkt ist deshalb nicht nur wegen des Fischhandels interessant, sondern auch aus architekturgeschichtlicher Sicht. Das Gebäude gilt als bemerkenswertes Beispiel der funktionalen Architektur des italienischen Wiederaufbaus.

Welche Spezialität ist besonders typisch für Ancona?

Eine der charakteristischsten Spezialitäten der Gegend um Ancona sind die Moscioli. Dabei handelt es sich um wild lebende Miesmuscheln der Riviera del Conero. Der Begriff „Mosciolo“ wird in dieser Region speziell für die wild gefangenen Muscheln verwendet.

Das Fanggebiet erstreckt sich entlang eines Küstenabschnitts von Pietralacroce bei Ancona bis zu den Sassi Neri bei Sirolo. Die Moscioli sind als Slow-Food-Produkt geschützt und gehören fest zur kulinarischen Tradition von Ancona. Besonders bekannt sind Spaghetti mit Moscioli.

Eine weitere typische Spezialität ist der Brodetto all’anconetana, eine kräftige Fischsuppe mit verschiedenen Fisch- und Meeresfrüchtesorten. Traditionell werden dafür zahlreiche unterschiedliche Fischarten verwendet. Auch Stoccafisso all’anconetana gehört zur regionalen Küche.

Natur, Pflanzen und Tiere an der Küste

Gibt es in Ancona und am Monte Conero besondere Pflanzen und Tiere?

Die Umgebung von Ancona ist durch die Nähe zum Monte Conero und zum Regionalpark Parco del Conero besonders artenreich. Die Landschaft verbindet mediterrane Vegetation mit Wäldern, Felsenküsten, Wiesen und landwirtschaftlich geprägten Bereichen.

Typische Pflanzen des Monte Conero sind beispielsweise Erdbeerbaum, Steineiche, Aleppo-Kiefer, Ginster und weitere Arten der mediterranen Macchia. Bei den Tieren kommen unter anderem Wanderfalke, Dachs, Eichhörnchen, Fuchs, Stachelschwein und Wildschwein vor. Auch der Wolf ist im Gebiet wieder nachgewiesen.

Von besonderem Interesse ist außerdem die Vogelwelt. Der Monte Conero gilt als gutes Gebiet für die Vogelbeobachtung und bietet durch seine Lage an der Adriaküste geeignete Lebensräume und Zugkorridore für verschiedene Vogelarten.

Von echten endemischen Arten sollte man allerdings nur sprechen, wenn eine Art tatsächlich ausschließlich in einem sehr begrenzten geografischen Gebiet vorkommt. Die typische Flora und Fauna des Monte Conero ist daher nicht automatisch mit „endemisch“ gleichzusetzen.

Gibt es an der Küste von Ancona Seeigel und Seesterne?

Ja. An der felsigen Adriaküste rund um Ancona und den Monte Conero können verschiedene wirbellose Meerestiere beobachtet werden. Dazu gehören auch Seeigel und Seesterne. Besonders geeignete Lebensräume sind felsige Küstenabschnitte, Spalten und flachere Bereiche mit entsprechender Unterwasserstruktur.

Die Wahrscheinlichkeit, solche Tiere zu sehen, hängt stark von Wasserqualität, Wassertiefe, Wellengang und dem jeweiligen Küstenabschnitt ab. An felsigen Stellen und beim Schnorcheln in ruhigem Wasser sind die Chancen grundsätzlich besser als an stark bewegten oder rein sandigen Strandabschnitten.

Meerestiere sollten nicht aus dem Wasser genommen oder beschädigt werden. Gerade im Bereich des Parco del Conero und an geschützten Küstenabschnitten sollte man außerdem auf die geltenden Schutzbestimmungen achten.