Im südlichen Teil der Region Marken liegt die Gemeinde Ascoli Piceno, die zugleich Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist. Das Gemeindegebiet umfasst 158,02 km² und erstreckt sich rund um die historische Stadt am Zusammenfluss von Tronto und Castellano. Die Stadt liegt auf einer Höhe von etwa 154 Metern und ist über die historische Via Salaria mit anderen Orten der Region verbunden.

Karten von Ascoli Piceno

Die Gemeindekarte und die Straßenkarte zeigen Ascoli Piceno aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Die erste Karte eignet sich zur geografischen Einordnung des Gemeindegebiets, während die Straßenkarte einen genaueren Blick auf die Stadtstruktur und die Verkehrswege ermöglicht.

Auf dieser Seite:
Gemeindekarte von Ascoli Piceno · Straßenkarte von Ascoli Piceno · Lage und Landschaft · Stadtgebiet und Siedlungsstruktur · Verkehrsanbindung · Geschichte der Stadt

Karte der Gemeinde Ascoli Piceno

Die Gemeindekarte vermittelt einen Überblick über die räumliche Ausdehnung von Ascoli Piceno. Neben der Stadt selbst sind die Grenzen des Gemeindegebiets und die geografische Einordnung innerhalb der Provinz erkennbar.

Gemeindekarte von Ascoli Piceno in der Provinz Ascoli Piceno, Region Marken.

Karte der Gemeinde Ascoli Piceno in der Provinz Ascoli Piceno, Marken
Ascoli Piceno kompakt:
Die Gemeinde liegt im südlichen Teil der Marken und ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz Ascoli Piceno. Das Gemeindegebiet umfasst circa 158,02 km². Die historische Stadt befindet sich auf einem etwa 154 Meter hohen Plateau am Zusammenfluss von Tronto und Castellano.

Lage und Landschaft der Gemeinde Ascoli Piceno

Ascoli Piceno befindet sich im südlichen Teil der Marken und liegt zwischen den Landschaften des Apennin und der Adriaküste. Das Stadtgebiet wird insbesondere durch die Flüsse Tronto und Castellano geprägt, die am historischen Stadtzentrum zusammentreffen.

Die Höhenlage und die Lage zwischen den Flusstälern verleihen dem Gemeindegebiet eine abwechslungsreiche Landschaft. Während das historische Zentrum auf einem erhöhten Plateau liegt, schließen sich außerhalb der dicht bebauten Bereiche weitere Wohngebiete sowie ländlich und naturnah geprägte Teile der Gemeinde an.

Gut zu wissen:
Ascoli Piceno liegt nicht direkt an der Adriaküste. Die Stadt befindet sich im Landesinneren der Marken und ist über Verkehrsverbindungen mit den Küstenorten und insbesondere mit San Benedetto del Tronto verbunden.

Ascoli Piceno im Überblick

Region Marken
Provinz Ascoli Piceno
Gemeindefläche 158,02 km²
Einwohner 47.404 (2020)
Höhenlage ca. 154 Meter
Flüsse Tronto und Castellano
Historische Verkehrsachse Via Salaria

Stadtgebiet und Siedlungsstruktur

Der historische Stadtkern von Ascoli Piceno liegt innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Das Zentrum besitzt einen weitgehend rechtwinkligen Straßenverlauf und bildet den ältesten und historisch bedeutendsten Teil der Stadt.

Die Stadt wuchs vor allem ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts über den historischen Stadtkern hinaus. Neue Wohn- und Gewerbegebiete entstanden insbesondere nördlich und östlich der Altstadt. Auch die Bereiche am linken Ufer des Tronto wurden zunehmend bebaut.

Entlang der Flussufer entwickelten sich außerdem gewerbliche und industrielle Nutzungen. Dadurch entstand rund um den historischen Stadtkern eine vielfältige Stadtstruktur aus Wohngebieten, Gewerbeflächen und Verkehrsachsen.

Strassenkarte von Ascoli Piceno

Während die Gemeindekarte vor allem die geografische Ausdehnung von Ascoli Piceno zeigt, ermöglicht die Straßenkarte eine detailliertere Orientierung innerhalb des Stadtgebiets. Sie macht die Straßenstruktur und die Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtbereichen sichtbar.

Straßenkarte von Ascoli Piceno mit dem Stadtzentrum und den Verkehrswegen.

Strassenkarte von Ascoli Piceno mit Straßen und Stadtgebieten

Kartenquelle: Atlante stradale d’Italia, Touring Club Italiano, Ausgabe 2001. Die auf dieser Seite dargestellte Straßenkarte wurde aus dem gedruckten Kartenwerk abfotografiert und bearbeitet.

Weitere Karten von Italien:
Von der Gemeinde Ascoli Piceno zur übergeordneten Verwaltungsgliederung Italiens.

Verkehr und Erreichbarkeit

Eine wichtige historische Verkehrsverbindung ist die Via Salaria, die Ascoli Piceno mit dem Umland und den westlich gelegenen Gebieten verbindet. Über das heutige Straßennetz bestehen außerdem Verbindungen in Richtung Adriaküste und zu den umliegenden Gemeinden.

Für den Bahnverkehr besteht eine Verbindung nach San Benedetto del Tronto. Dort befindet sich ein Anschluss an die Adriabahnstrecke, die entlang der italienischen Adriaküste verläuft. Damit ist Ascoli Piceno sowohl mit dem Landesinneren als auch mit der Küstenregion verkehrlich verbunden.

Verkehrsanbindung:
Die Lage im Landesinneren wird durch die Verbindung über die Via Salaria ergänzt. Über San Benedetto del Tronto besteht zudem eine Bahnverbindung zur Adriaküste und zum überregionalen Eisenbahnnetz.

Geschichte von Ascoli Piceno

Die Ursprünge von Ascoli Piceno reichen bis in die Antike zurück. Die Stadt entstand im Siedlungsgebiet der Picener und war unter dem lateinischen Namen Asculum bekannt. Im Jahr 286 v. Chr. wurde sie von den Römern erobert. Während des Bundesgenossenkriegs wurde Ascoli 89 v. Chr. von den Truppen des römischen Feldherrn Gnaeus Pompeius Strabo zerstört und anschließend wieder aufgebaut.

Im 4. Jahrhundert soll das Christentum der Überlieferung zufolge durch den heiligen Emidius nach Ascoli gelangt sein. Als erster historisch belegter Bischof gilt Lucentius, der im Jahr 451 erwähnt wird. Im weiteren Verlauf der Geschichte geriet die Stadt zunächst unter gotische und später unter langobardische Herrschaft und wurde dem Herzogtum Spoleto eingegliedert.

Im Jahr 1185 erhielt Ascoli den Status einer freien Kommune. In den folgenden Jahrhunderten war die Stadt wiederholt von politischen und militärischen Auseinandersetzungen betroffen. Verschiedene Herrscher und Adelsfamilien übten zeitweise Einfluss auf die Stadt aus.

Ab 1502 setzte sich die päpstliche Herrschaft dauerhaft durch. Mit Unterbrechungen blieb Ascoli bis 1860 Teil des Kirchenstaates. Während der napoleonischen Epoche gehörte die Stadt zu den von Frankreich beeinflussten italienischen Staatsgebieten. Mit der italienischen Einigung endete schließlich die päpstliche Herrschaft.