Die Familie Farnese, aus denen der uneheliche Pier Luigi Farnese (1503-1547) entspringt, hat eine seltsame Geschichte. Sie besaß in Rom einer der schönsten Paläste der Renaissance, dem heutigen Sitz der Französischen Botschaft und war doch als raublustige Landadlige in Etrurien, dem heutigen Norden der Region Latiums im ursprünglichen Gebiet der Etrusker bekannt, wie Ferdinand Gregorovius in seinen Wanderjahren in Italien beschrieb.
Das Val Seriana im Bergamasker Land war seit jeher durch religiöse Malerei geprägt. Dank zahlreicher einheimischer Künstler, aber auch dank etlicher Wanderkünstler, die in Bergamo ihre Wahlheimat gefunden haben, konnte sich die religiöse Malerei im Val Seriana und im Val di Scalve eindrucksvoll entfalten. Beeindruckende Beispiele findet man heute noch in den Bergamasker Tälern. Dazu gehören zweifelslos die Gemälde von Tiepolo in Rovetta, von Moroni in Parre sowie von Tintoretto und Palma il Vecchio in Alzano Lombardo.
Das Fest der Italienischen Republik (Festa della Repubblica) ist eines der wichtigsten italienischen Nationalfeiertage, das jährlich am 2. Juni zum Gedenken an die Gründung der Italienischen Republik am 2. Juni 1946 eingeführt wurde. Auf Staatsebene wird das Fest in der Regel in Rom mit der Niederlegung eines Lorbeerkranzes zu Ehren des Unbekannten Soldaten auf der Altare della Patria durch den Präsidenten der Italienischen Republik und eine Militärparade entlang der Via dei Fori Imperiali abgehalten. Auf nationaler Ebene finden in ganz Italien selbst in den kleinsten Gemeinden Zeremonien statt.
Die Flugparade der Frecce tricolori zum Nationalfeiertag
Angelo Morbelli wurde am 18. Juli 1853 in Alessandria im Piemont als Sohn von Giovanni Morbelli, einem wohlhabenden Besitzer von Weingütern in La Colma bei Rosignano (Monferrato) und Giovannina Ferraris geboren und starb am 7. November 1919 in Mailand. Als Kind war Morbelli sehr der Musik zugewandt, die er aber nicht ausleben konnte, da er im Alter von sieben Jahren, als er das Internat Triverio in Casale besuchte, an einer Mastoditis erkrankte. Dies führte allmählich zur Taubheit. So beschlossen die Eltern, ihn zu einem örtlichen Maler zu schicken. Morbelli fing an, malen zu lernen. Zu seinen bekanntesten Werken gehört unter anderem das Bild „Per ottanta centesimi!“.
Das Bild „Per ottanta centesimi!“ von Angelo Morbelli
Jedes Jahr am zweiten Maisonntag wird in Italien der Muttertag, lafesta della mamma, gefeiert. Seinen Ursprung hat der Feiertag in Italien Mitte der 1950er Jahre.
In Italien wird der Muttertag zusammen mit den Kindern gefeiert
Der Tag der Arbeit, la festa dei lavoratori oder nur festa del lavoro in Italienisch, wird seit 1890 in Italien gefeiert. Jährlich finden große öffentliche Demonstrationen in Italien statt, insbesondere auf der Piazza San Giovanni in Laterano in Rom, mit einem von den Gewerkschaften organisierten Konzert begleitet, das live im Fernsehen (zumeist auf RAI) übertragen wird.
Arbeit im Reisfeld von Angelo Morbelli | Originaltitel: Per 80 centesimi
Als Romanik wird in der Kunstgeschichte die Zeit zwischen 1000 und 1250 (bei einigen Kunsthistorikern auch 900 – 1250) bezeichnet, als die Kirche ihre Reformen (1000-1100) auf den Weg brachte, der Erste Kreuzzug (1096-1099) und nacheinander sechs weitere stattfanden, Sizilien von den Normannen erobert (1060 – 1091) wurde, die ihre Macht in Europa zunehmend ausdehnten und Italien in Stadtherrschaften und später Signorien, Seerepubliken und Kommunen (1100-1250) aufgeteilt wurde. Zwei der bedeutendsten Heiligen der Epoche, Franz von Assisi (1226) und Antonius von Padua, sterben (1231), nur wenige Jahre später werden zwei berühmte italienische Maler das Licht der Welt erblicken: Cimabue, eigentlich Cenni di Pepo, (1240) und Giotto di Bondone (1267), letzterer 2 Jahre später als der wohl größte Dichter Italiens, Dante Alighieri.
Ostern (Pasqua) ist in Italien einer der wichtigsten christlichen Feiertage des Jahres. Er markiert den Beginn vieler Aktivitäten im Freien und somit auch den Beginn der warmen Jahreszeit. Es finden viele Dorffeste, Konzerte, Prozessionen, Volksfeste und religiöse Riten statt. Viele touristische Info-Points, Hotels und Restaurants öffnen.
Zu Ostern wird in erster Linie die Auferstehung Jesu gefeiert, die nach den christlichen Konfessionen und Berichten der Evangelien am dritten Tag nach seinem Tod am Kreuz stattfand.
Der italienische Osterkuchen „Colomba“ in Form einer Taube, Screenshot corriere.it
In und um Mailand tummeln sich empfehlenswerte historische Restaurants, die durch ihren einzigartigen Charme selbst wirtschaftliche Krisen überstehen. Doch leider reichen nicht immer Tradition, Charme und Arbeit aus, um einen Fortbestand zu sichern. Dies musste das Restaurant „Pont de Ferr“ spüren, in dem selbst der Cantautore Fabrizio de André mit seiner Gattin Dori Ghezzi und die Mailänder Dichterin Alda Merini speisten. Trotz vieler Krisen haben sich bis heute jedoch einige traditionelle Restaurants erhalten, die zum Teil bereits etliche Hundert Jahre Bestand haben und als Geheimtipp gelten. Die nachfolgenden Restaurants habe ich sorgfältig ausgesucht und kann sie besten Gewissens weiterempfehlen, auch wenn viele davon nicht ganz günstig sind.
Das Restaurant Boeucc im Herzen Mailands, Bild boeucc.it
Aktuell leidet Italien an einer langanhaltenden Trockenperiode und Dürre, die vor allem die Landwirte zu schaffen macht.
Zudem fiel in einigen Teilen Italien schon seit etwa einem Jahr kein Regen. Dementsprechend trocken sind die Böden. Kein Wunder also, weshalb sich nun immer mehr Waldbrände bilden und die Wasserpegel auf dem Tiefstand sind.