Kategorie: Kunst und Architektur Seite 1 von 2

In dieser Kategorie dreht sich alles um Kunst und Architektur in Italien. Inbegriffen sind Sehenswürdigkeiten aller Art, Kirchen, Klöster und Museen.

Kunst im Paläolithikum

Das Überleben zu sichern, stellte seit Anbeginn der Menschheit das Grundbedürfnis dar. Wichtig waren insbesondere das funktionierende Zusammenspiel zwischen Wetter, Flora und Fauna. Da im Paläolithikum um rund 2,5 Millionen Jahren der Homo ergaster noch nicht über Kühlschrank, Tiefkühlpizza und Supermarkt verfügte, war er gezwungen, auf Jagd zu gehen und essbare Früchte, Wurzeln und Blattwerk zu sammeln. Dabei war er auf ausreichend Wasser, Beutetiere und Früchte angewiesen. Was ihm wichtig war, stellte der Mensch in der Altsteinzeit gerne als Höhlenmalerei dar, was wir heute als Kunst im Paläolithikum bezeichnen.

Höhlenmalerei der Grotta del Genovese auf Sizilien
Höhlenmalerei der Grotta del Genovese | Bildausschnitt von grottadelgenovese.it

Malerei im Val Seriana

Das Val Seriana im Bergamasker Land war seit jeher durch religiöse Malerei geprägt. Dank zahlreicher einheimischer Künstler, aber auch dank etlicher Wanderkünstler, die in Bergamo ihre Wahlheimat gefunden haben, konnte sich die religiöse Malerei im Val Seriana und im Val di Scalve eindrucksvoll entfalten. Beeindruckende Beispiele findet man heute noch in den Bergamasker Tälern. Dazu gehören zweifelslos die Gemälde von Tiepolo in Rovetta, von Moroni in Parre sowie von Tintoretto und Palma il Vecchio in Alzano Lombardo.

Gemälde Madonna mit dem Kind und den Heiligen Petrus, Paulus und Johannes dem Evangelisten von Giovan Battista Moroni, 1565
Madonna mit dem Kind und den Heiligen von Giovan Battista Moroni, 1565

Kunst von Angelo Morbelli

Angelo Morbelli wurde am 18. Juli 1853 in Alessandria im Piemont als Sohn von Giovanni Morbelli, einem wohlhabenden Besitzer von Weingütern in La Colma bei Rosignano (Monferrato) und Giovannina Ferraris geboren und starb am 7. November 1919 in Mailand. Als Kind war Morbelli sehr der Musik zugewandt, die er aber nicht ausleben konnte, da er im Alter von sieben Jahren, als er das Internat Triverio in Casale besuchte, an einer Mastoditis erkrankte. Dies führte allmählich zur Taubheit. So beschlossen die Eltern, ihn zu einem örtlichen Maler zu schicken. Morbelli fing an, malen zu lernen. Zu seinen bekanntesten Werken gehört unter anderem das Bild „Per ottanta centesimi!“.

Das Bild "Per ottanta centesimi!" von Angelo Morbelli
Das Bild „Per ottanta centesimi!“ von Angelo Morbelli

Romanische Kunst

Als Romanik wird in der Kunstgeschichte die Zeit zwischen 1000 und 1250 (bei einigen Kunsthistorikern auch 900 – 1250) bezeichnet, als die Kirche ihre Reformen (1000-1100) auf den Weg brachte, der Erste Kreuzzug (1096-1099) und nacheinander sechs weitere stattfanden, Sizilien von den Normannen erobert (1060 – 1091) wurde, die ihre Macht in Europa zunehmend ausdehnten und Italien in Stadtherrschaften und später Signorien, Seerepubliken und Kommunen (1100-1250) aufgeteilt wurde. Zwei der bedeutendsten Heiligen der Epoche, Franz von Assisi (1226) und Antonius von Padua, sterben (1231), nur wenige Jahre später werden zwei berühmte italienische Maler das Licht der Welt erblicken: Cimabue, eigentlich Cenni di Pepo, (1240) und Giotto di Bondone (1267), letzterer 2 Jahre später als der wohl größte Dichter Italiens, Dante Alighieri.

Der Campo dei Miracoli in Pisa  mit dem Schiefen Turm und dem Dom von Pisa
Der Campo dei Miracoli in Pisa

Michelangelo Cerquòzzi

Sie sind eher düster gehalten und geben zumeist eine Schlacht oder eine Alltagsszene wieder: Gemeint sind die Werke von Michelangelo Cerquòzzi aus Rom, der 1602 bis 1660 lebte.

Germälde "Rivolta di Masaniello" von Michelangelo Cerquòzzi
Rivolta di Masaniello von Michelangelo Cerquòzzi

Traditionelle Haustypen

Die Vielfalt an traditionellen Behausungen ist in Italien groß. Sie unterscheiden sich sowohl in der Struktur und Baumaterialien als auch in den architektonischen Formen. Bekannte Beispiele traditioneller italienischer Haustypen sind die Höhlenwohnungen in Matera, die Trulli in Alberobello und die Walserhäuser in den piemontesischen Alpen.

Einraumhaus in Trapani
Typisches Einraumhaus in Trapani

Das Jüngste Gericht

Wenn man an das Jüngste Gericht denkt, so denkt man sofort an drei Meisterwerke der Kunst: Das Jüngste Gericht der Sixtinischen Kapelle in Rom, das von Michelangelo Buonarroti (1536–1541) ausgearbeitet wurde, das Jüngste Gericht in der Scrovegni-Kapelle in Padua, das von Giotto di Bondone (1267–1337) ins Leben gerufen wurde und das Jüngste Gericht in der Basilika San Francesco in Assisi, das von Cesare Sermei aus Orvieto (1609–1668) gemalt wurde. In Italien sind diese Werke jedoch nicht die Einzigen. Bemerkenswert sind auch das Jüngste Gericht auf der Insel Torcello, in der laguna morta von Venedig in der Kirche Santa Maria Assunta und im dem von Luca Signorelli (1441-1523) im Dom von Orvieto. Im Prinzip ist Italien übersät mit Giudizi finali (Sg. Giudizio finale), wie das Jüngste Gericht auf Italienisch heißt.

Das Jüngste Gericht von Giotto in der Arenakapelle in Padua
Das Jüngste Gericht von Giotto in der Arenakapelle in Padua

Die Sixtinische Kapelle

Die Sixtinische Kapelle wurde zwischen 1477 und 1480 von der antiken Großen Kapelle zur Sixtinischen Kapelle umgebaut und von Papst Sixtus IV. Francesco della Rovere (1471-1484) am 15.08.1483 geweiht. Daher auch die Bezeichnung „Sixtinisch“. Sie gilt als eine der meist besuchten Rom-Sehenswürdigkeiten.

Malerei in der Sixtinischen Kapelle
Malerei in der Sixtinischen Kapelle

Die Cappella Sansevero in Neapel

Im Zentrum der Altstadt Neapels, nördlich der Piazza San Domenico Maggiore und nördlich der Universität findet sich eine der wichtigsten Kirchen Neapels: die Cappella Sansevero, die 1590 als Grabstätte für die Familie di Sangro in Auftrag gegeben wurde und bis heute ein Juwel des Barocks und des internationalen Kunsterbes ist.

Das Hauptschiff der Cappella Sansevero mit den Statuen
Das Hauptschiff der Cappella Sansevero mit den Statuen

Die wichtigsten Museen in Turin

Wenn Turin (Torino) etwas reichlich hat, dann sind es Museen jeglicher Art. Jedes Museum ist dabei einzigartig und unterscheidet sich komplett von allen anderen Museen in der Hauptstadt des Piemont

Die ersten fahrbaren Autos in Italien
Die ersten fahrbaren Autos in Italien | Screenshot Mauto

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