Kategorie: Neuigkeiten aus Italien (Seite 1 von 9)

Basilikata – Sehenswürdigkeiten, Matera, Burgen

Region Basilikata Italien

Region Basilikata Italien, Copyright: TUBS

Die Region Basilikata (Basilicata) ist eine der kleinsten italienischen Regionen. Sie befindet sich im Süden Italiens zwischen Apulien und Kampanien und besteht aus nur zwei Provinzen – Matera und Potenza. Die Stadt Potenza in der gleichnamigen Provinz bildet die Hauptstadt der Basilikata. Matera hingegen ist berühmt für seine charakteristischen Höhlensiedlungen, den Sassi, die auch gleichzeitig als Kulturhauptstadt Europas 2019 gewählt wurden. Seit 1993 gehören die Sassi zum UNESCO Weltkulturerbe.

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Morandi-Autobahnbrücke A 10 in Genua eingestürzt

Grab Alioto in Genua; Copyright: italien-sehenswertes.de

In Genua ist die Morandi-Brücke am 14.08. gegen Mittag zum Teil 45 Meter tief eingestürzt. Das betreffende 100 m lange Teilstück der Autobahn A 10 befindet sich direkt über den Fluß Polcevera und der Bahnstecke an der nahe gelegenen Piazza Palmetta.

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Die Provinz Biella – Biellese

Die Wallfahrtskirche Oropa in der Provinz Biella

Die Provinz Biella (Provincia di Biella) mit 78 Gemeinden und 177.574 Einwohnern gehört seit ihrem Inkrafttreten 1996 zur Region Piemont. Das Biellese ist im nördlichen Teil des Piemonts zu finden. Angrenzende Provinzen sind zum Westen hin das Aostatal und Turin sowie zum Osten, Süden und Norden hin Vercelli.

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Das Piemont – Reisanbau und Weingebiet

Piemont

Im Roero-Gebiet Coypright: italien-sehenswertes.de

Piemont ist die zweitgrößte Region Italiens. Übersetzt bedeutet der Name „AM FUSS DER BERGE“ und sie ist damit landschaftlich wunderschön gelegen. Auf einer Gesamtfläche von 25.399 Quadratkilometer haben sich mehr als 4,4 Millionen Einwohner eine Heimat geschaffen. Als eigene Verwaltungseinheit wird das Aostatal gesehen, was aber historisch wie auch geografisch zur Region Piemont gezählt werden kann.

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Datenschutz

Für alle diejenigen, die sich für den Datenschutz-Hokuspokus interessieren, habe ich nachfolgend auch eine Datenschutzverordnung erstellt. Ich möchte gleich vorweg sagen, dass ich persönlich nicht viel von Datenspeicherung halte. Ich interessiere mich velmehr für meine Inhalte meiner Webseite.

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Friaul-Julisch Venetien

Region Frialu-Julisch Venetien, Copyright: TUBS

An der oberen Adria ist die italienische Region Friaul-Julisch Venetien (Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia) mit einer Größe von 7.856,48 km² gelegen. Die größte Stadt ist Triest. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei 1.217.872 mit Stand zum 31. Dezember 2016.

Vor allem durch die Grenznähe zu Österreich und Slowenien ist die Region multikulturell geprägt. Es finden sich daher auch zahlreiche Sprachen und Dialekte, wie beispielsweise Italienisch, Kroatisch, Istriotisch, Slowenisch, Furlanisch, Venetisch und Istrorumänisch die auch heute noch präsent sind.

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Abtei Sacra di San Michele brennt

Die Abtei Sacra di San Michele (Sankt Michaels Abtei) im Piemont, welches aus dem Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco, weltbekannt wurde, stand in der Nacht vom 24.01. auf den 25.01.2018 in Flammen.

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Emilia-Romagna – Haupternährer Italiens

Blick über die Emilia-Romagna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Emilia-Romagna mit 4.448.841 Einwohnern (Stand 31.12.2016) liegt in Norditalien. Sie grenzt zum Norden hin an den Fluss Po, die Lombardei und Venetien und zum Osten hin an das Adriatische Meer. Der Süden wird von dem Gebirgszug Apennin, der Toskana, die Marken und der Provinz San Marino abgegrenzt. Zum Westen hin grenzen die Regionen Ligurien und Piemont an die Emilia-Romagna.

Gliederung

Die Emilia-Romagna kann in zwei geschichtich eigenständige Regionen unterteilt werden. 

  1. Die Emilia, welche die Provinzen  Piacenza, Parma, Reggio Emilia, Modena, Ferrara und den größten Teil von Bologna beherbergt.
  2. Die Romagna, welche die Provinzen Forlì-Cesena, Ravenna, Rimini und die Gemeinden von Bologna unterhält, die östlich des Flusses Sillaro liegen.

Das Romagna-Gebiet (der östliche Teil der heutigen Emilia-Romagna) gehörte über mehrere Jahrhunderte zum Kirchenstaat. Die Bezeichnung „Emilia-Romagna“ entspringt jedoch der langobardischen Zeit. Die Gebiete waren römisch, woher auch der Name „Romania“ entspringt.

Burg Sismondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Aus den Herzogtümern Modena und Parma ist die „Emilia“ entstanden, die ursprünglich von der römisch Via Emilia, eine wichtige Römerstraße im Norden von Italien) abgeleitet wurde und der Region ihren Namen gab. Die größte und wichtigste Stadt der italienischen Region ist Bologna, die auch gleichzeitig die Hauptstadt der Region ist.

Bologna wird in Bezug auf ihre Größe von Modena, Parma, Reggio nell´Emilia, Ravenna, Rimini, Ferrara, Forli, Piacenza und Cesena gefolgt.

Provinzen der Emilia-Romagna

  • Bologna mit 55 Gemeinden, 1.005.831 Einwohnern
  • Provinz Ferrara mit 23 Gemeinden, 351.438 Einwohnern
  • Provinz Forlì-Cesena mit 30 Gemeinden, 394.601 Einwohnern
  • Provinz Modena mit 47 Gemeinden, 701.642 Einwohnern
  • Provinz Parma mit 45 Gemeinden, 447.779 Einwohnern
  • Provinz Piacenza mit 48 Gemeinden, 286.997 Einwohnern
  • Provinz Ravenna mit 18 Gemeinden, 391.525 Einwohnern
  • Provinz Reggio Emilia mit 45 Gemeinden, 532.872 Einwohnern
  • Provinz Rimini mit 26 Gemeinden, 335.436 Einwohnern

Wichtige Städte und Industriestandpunkte

  • Bologna mit 386.663 Einwohnern
  • Modena mit 180.638 Einwohnern
  • Parma mit 177.069 Einwohnern
  • Reggio nell’Emilia mit 167.013 Einwohnern
  • Ravenna mit 149.084 Einwohnern
  • Rimini mit 138.060 Einwohnern
  • Ferrara mit 131.907 Einwohnern
  • Forlì mit 112.477 Einwohnern
  • Piacenza mit 99.340 Einwohnern
  • Cesena mit 93.857 Einwohnern

Sehenswürdigkeiten in der Emilia-Romagna

Außenmauer der Burg von San Leo in Rimini, Copyright: italien-sehenswertes.de

In der Emilia-Romagna sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten und sehenswerte Orte zu finden.

Hier sind nur die wichtigsten nachfolgend kurz aufgeführt, da allenfalls der Rahmen gesprengt wird. Es werden viele Orte in Italien mit ausführlichen Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten in separaten Texten behandelt.

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Bologna

  • Le due torri, Bologna (die 2 Türme)
  • La Basilica di San Petronio, Bologna
  • Fontana del Nettuno, Bologna
  • I dipinti murali di Dozza (bemalte Mauern)
  • Il Lago Scaffaiolo im Parco regionale del Corno alle Scale
  • Il Castello dei Manzoli in San Martino in Soverzano (Minerbio)

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ferrara

  • Il Castello Estense, Ferrara
  • Palazzo dei Diamanti, Ferrara
  • La Cattedrale di San Giorgio, Ferrara
  • Comacchio

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Forli-Cesena

  • Piazza Aurelio Saffi, Forlì
  • Abbazia di San Mercuriale, Forlì
  • Rocca di Ravaldino, Forlì
  • Rocca Malatestiana, Cesena
  • Biblioteca Malatestiana, Cesena
  • Fontana Masini, Cesena
  • Terra del Sole
  • La diga di Ridracoli (Staudamm)

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Modena

  • Il Duomo di Modena
  • Palazzo Comunale Modena
  • Palazzo Ducale, Modena
  • Il monte Cimone

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Parma

  • Il duomo di Parma (Dom von Parma)
  • Il Battistero di Parma
  • Statue von Giuseppe Verdi, Busseto

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Piacenza

  • Il Palazzo Comunale di Piacenza
  • Il duomo di Piacenza (Dom von Piacenza)
  • Chiesa di San Sisto, Piacenza
  • Basilica di Sant’Antonino, Piacenza
  • Palazzo Farnese, Piacenza

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ravenna

  • Il mausoleo di Teodorico, Ravenna (Mausoleum)
  • Battistero degli Ariani, Ravenna
  • Mausoleo di Galla Placidia, Ravenna (Mausoleum)
  • Basilica di Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna
  • La tomba di Dante (Das Grab von Dante Alighieri)
  • Basilica di Sant’Apollinare in Classe

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Emilia

  • Piazza San Prospero, Reggio Emilia
  • Basilica di San Prospero, Reggio Emilia
  • Chiesa di san Giorgio, Reggio Emilia
  • Teatro municipale, Reggio Emilia
  • Sala del Tricolore, Reggio Emilia

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Rimini

  • Il Tempio Malatestiano, Rimini (Tempel)
  • Castel Sismondo, Rimini (Schloss, Burg)
  • Piazza Cavour, Rimini
  • Il ponte di Tiberio a Rimini (Brücke)
  • La fortezza di San Leo (Festung)

Castel Sismondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Brescello

Der Film „Don Camillo und Peppone“ wurden in der Nähe des Po in dem kleinen Örtchen Brescello mit 5.621 Einwohnern (Stand 31.12.2016) gedreht. In Brescello gibt es diesbezüglich ein kleines Museum zu entdecken. Das Kirchenkreuz von Don Camillo und Peppone ist noch in der Kirche platziert.

Comacchio

Comacchio ist eine Gemeinde mit 22.369 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) und liegt an der Adria in der Provinz Ferrara. In Comacchio gibt es zahlreiche Kirchen wie zum Beispiel die Kathedrale San Cassiano, Wallfahrtskirche Santa Maria in Aulia Regia und die Chiesa del Rosario zu bestaunen. Das Stadtbild prägen zudem zahlreiche Brücken, wobei viele aus dem 18. Jahrhundert stammen. Zu den wichtigsten Brücken zählen die Petersbrücke(Ponte San Pietro), die Sisti-Brücke (Ponte dei Sisti), die Häscherbrücke (Ponte degli Sbirri), die Trepponti-Brücke (Ponte Trepponti), die Carmini-Brücke (Ponte del Carmini) und die Pizzetti-Brücke (Ponte Pizzetti).

Mosaiken von Ravenna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Imola

Die Stadt Imola mit 69.951 Einwohnern (Stand 31. 12.2016) ist vr allem für ihre berühmte Rennstrecke „Imola“ durch die Formel 1 bekannt. In Imola werden neben der Formel 1 (Formula 1) auch Motorrad Grand Prixs ausgetragen. Generell entstand die Stadt in der Antike, wobei es jedoch bereits vorher in der Gegend Siedlungen gab.

Predappio

Predappio ist eine Stadt in der Emilia-Romagna mit 6.297 Einwohnern (Stand 31.12.2016). Sie ist der Geburtsort von Benito Mussolini (1883–1945).

Cesenatico

Strand in Cesenatico im März mit Blick aus dem Grand Hotel, Copyright: italien-sehenswertes.de

Cesenatico ist ein Urlaubsort mit 25.781 Einwohnern (Stand 31.12.2016), der etwa 20 Kilometer nordwestlich von Rimini liegt. In Cesenatico gibt es zahlreiche Hotels, zum Beispiel das Grand Hotel Cesenatico, die sehr beliebt bei Strandurlaubern sind, da sie direkt am langen Sandstrand liegen. Zudem gibt es in Cesenatico ein Denkmal von Giuseppe Garibaldi sowie von Marco Pantani zu sehen. Cesenatico hat auch einen eigenen Hafen, in dem Museumsschiffe liegen.

Sprachen und Dialekte

Die Amtssprache wie auch die Schriftsprache der Emilia-Romagna ist Italienisch. Zu einem Dialekt zusammengefasst werden oft Romagnol und Emilianisch. Insgesamt werden in der Region 27 Dialekte des Emilianischen und 5 Dialekte des Romagnolischen gesprochen.

Wirtschaft

Die Region Emilia-Romagna ist zu der drittwohlhabendsten Region in Italien aufgestiegen. In dieser Region sind bekannte und berühmte Marken wie Ferrari, Maserati, Pagani und Lamborghini ansässig. Automobilmuseen und auch Motorradmuseen sind hier zahlreich vertreten und versprechen Einblicke in die Edelkarossen. Somit ist es auch verständlich, dass sich selbst die Region „Land der Motoren“ nennt.

Ebenso häufig sind hier sehr berühmte Pumpenhersteller sowie namenhafte Industriesauger und Hochdruckreiniger zu finden. Zudem hat die Fliesenproduktion, die vom Export in die gesamte Welt lebt und mehr als 40 Betriebe unterhält, hier einen wichtigen Wirtschaftsstandpunkt.

Kulinarisches und typische Produkte

In der italienischen Region gibt es einige sehr bekannte Spezialitäten, die weltweit Ansehen erlangt haben.

Zu ihnen gehören unter anderem:

  • Risotto alla parmigiana
  • Strozzapreti
  • Zuppa Imperiale
  • Mortadella di Bologna
  • Cotechino
  • Culatello
  • Zampone
  • Pancetta coppata
  • Prosciutto di Parma
  • Prosciutto crudo di Modena
  • Bracciatello
  • Ciambella
  • Casatella romagnola
  • Coppa
  • Parmigiano-Reggiano
  • Piadina romagnola
  • Aceto Balsamico Tradizionale di Modena
  • Coppia Ferrarese (pane IGP)
  • Anicione (Finale Emilia)
  • Lambrusco Modenese (Santa Croce, Graspa Rossa Castelvetro) IGP und DOC
  • Lambrusco Reggiano IGP und DOC
  • Mela Campanina di Modena

Geschichte

Burg Sismondo, Eingang, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Aemilia (heute Emilia) wurde bereits als achte Region Italiens in der Antike zur Herrschaftszeit der Langobarden gegründet. Die Bezeichnung wurde von der antiken Römerstraße Via Aemilia abgeleitet, die die Städte Rimini und Piacenza verband. Etwa im 4. Jahrhundert sind die Provinzen Liguria und Aemilia entstanden. Ravenna gehört nur teilweise dazu und wurde des Öfteren wieder ausgegliedert. Von den Langobarden wurde diese Region Romania genannt, damit eine gewisse Unterscheidung stattfinden konnte. Viele Jahrhunderte fand eine versuchte Unterwerfung der Gebiete von Ravenna, Forlí, Rimini, Faenza und Bologna statt. Letztendlich wurden sie von Pippin der Jüngere (Vater von Karl dem Großen) an das Papsttum übergeben. Dennoch blieb Romagna umstritten, gerade zwischen dem Kaiser und dem Papst. Unabhängig geblieben waren dagegen die restlichen Gebiete wie Ferrara, Modena, Reggio, Parma und Piacenza.

Die Romagna Entwicklung

Nikolaus III. war es gelungen, die Kontrolle über Romagna zu erhalten. Kurz vor einem Zerfall des Gebietes, gelang es dem spanischen Kardinal Albornoz dies zu verhindern. Die päpstliche Herrschaft war in ihrer Macht geschwächt, sodass Cesare Borgia (u.a. italienischer Renaissancefürst) eine Dynastie gründen konnte, indem er die vorherrschenden Fürsten beseitigte. Sein Vater, Alexander VI. (Papst in Rom), hinterließ dieses Werk und die einzelnen Städte gehörten wieder zum Papsttum. Die Verwaltung wurde durch die Legaten betrieben.

Herzogtümer der Emilia

Die Regionen Comacchia und Ferrara wurden von Papst Clemens VIII. 1597 beansprucht, nachdem sie dem Haus Este angehörten. Teile des Herzogtums von Ferrara waren Reggio und Modena und bildeten später ihr eigenes unter Cesare, dem Sohn von Alfonso I. Sehr kleine und eigenständige Fürstentümer waren dagegen Mirandola und Carpi. Letzteres wurde Este zugesprochen, als die Pio-Familie vertrieben wurde. Mirandola wurde von der Familie Pico beherrscht, allerdings nur so lange, bis sich Francesco Maria auf die Seite der Franzosen stellte. Er hat dadurch 1709 das Herzogtum abgenommen bekommen und dieses wurde wieder an Este verkauft. Piacenza und Parma gehörte zu der Herrschaft Farnese. 1731 war die Familie ausgestorben. Zuvor setzte Papst Paul III. seinen Sohn zur Herrschaft ein.

Die Französische Revolution und die Gründung des Königreiches

Die Emilia-Romagna unterstand von 1796 bis 1814 Italien, bis sie dann einer Eingliederung in das napoleonische Königreich Italiens unterlag. Die Romagna wurde erneut ab 1815 der Kirche und damit auch dem Staat und der Regierung in Italien unterstellt. Napoleons Frau, Marie Louise, erhielt das Herzogtum Parma und an die Erben der Este, Erzherzog Franz von Österreich, ging Modena. Parma entwickelte sich besser als die Gebiete der Romagna und Modena. Diese unterlagen einer Willkür, gepaart mit Korruptheit und einer repressiv rückschrittlichen Regierung. So folge die Revolution 1848 bis 1849, welche von den Österreichern niedergeschlagen wurde. Emilie kam erst wieder zum italienischen Königreich, als der 1859 geführte Unabhängigkeitskampf gewonnen wurde.

 

Apulien – Region der Trulli

Lage von Apulien Copyright: TUBS

Lage von Apulien in Italien, Copyright: TUBS

Die Region Apulien (Puglia) besteht aus insgesamt fünf Provinzen, wobei die Hauptstadt Bari bildet.

Apulien nimmt eine Gesamtfläche von 19.365,8 Quadratkilometer ein und hat derzeit mit Stand 31. Dezember 2016 4.063.888 Einwohner zu verzeichnen. Damit kommen auf einen Quadratkilometer etwa 210 Einwohner.

Am Adriatischen und Ionischen Meer gelegen, erreicht die Küste in der Gegend Otranto den östlich gelegensten Punkt Italiens. Dieser ist gerade mal 80 Kilometer von der albanischen Küste entfernt.

Geographie und Geologie Apuliens

Etwa 45 Prozent Apuliens sind als Hügellandschaft vorhanden und etwa 53 Prozent als Ebenen. Als Gebirgslandschaft können etwa 2 Prozent gezählt werden.

Landschaftsaufteilung Apulien, Copyright: Luigi Chiesa

Für Italien ist diese Region eine der flachsten. Von Norden nach Süden teilen sich die einzelnen Landschaften auf. Dazu zählen die Halbinsel Gargano als bergige Gegend mit seinen Tremiti-Inseln, die vorgelagert sind und die Ebenen Tavoliere delle Puglie, Terra di Bari, die Kalkhocheben Murge sowie die Küstenebene Tarent.

Als südlichste Region Apuliens wird Valle d´Itria gesehen, die mit der Halbinsel Salento abgeschlossen wird.

Die Grenze zu Kampanien bildet das Gebirge Monti della Daunia, welches eine Höhe zusammen mit dem Monte Cornacchia von 1.152 Meter erreicht.

Das Klima ist relativ ausgewogenen mit milden Wintern und heißen Sommern.

Gebiete Apulien, Copyright: Zappuddu

Insgesamt gesehen, besteht die Region Apulien aus vielen verschiedenen Provinzen. Die Provinz Barletta-Andria-Trani kam erst im Jahre 2009 als geschäftsfähige Provinz hinzu. Als zweitgrößte Stadt von Süditalien wird die Hauptstadt Bari mit knapp 600.000 Einwohnern gezählt. Sie liegt damit knapp hinter Neapel.

Die Provinzen in Apulien wären:

  • Foggia
  • Barletta-Andria-Trani
  • Bari
  • Taranto
  • Brindisi
  • Lecce

Provinzen Apuliens, Copyright: Vonvikken

Baukunst

Für Apulien geradezu typisch sind Trulli, kleine runde Häuser,deren Dächer zumeist ebenso rund aus Stein gefertigt sind. Das Dach verjüngt sich nach oben hin mittels eines Kraggewölbes, welches als Abschluss eine kleine Kugel oder ein Symbol trägt. Trulli sind in ganz Apulien anzutreffen, jedoch kann als Kerngebiet die Stadt Alberobello angesehen werden.

Sehenswürdigkeiten in Apulien

In Apulien gibt es wie überall in Italien auch viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die hier nur zumTeil aufgelistet werden. Diese werden mit den einzelnen Provinzen zusammen separat betrachtet, da hier sonst der Rahmen gesprengt wird.

Die wichtigste und berühmteste Sehenswürdigkeit sind vor allem die Trullis. Diese sind insbesondere in Alberobello zu finden. Wer ein Trullifeeling im Urlaub erleben möchte, kann sich auch einen Trulli mieten. Es gibt mittlerweile zahlreiche Trullibesitzer, die ihren Trulli an Urlauber vermieten.

Trulli in Alberobello, Copyright: Stillkost, Fotolia

Landwirtschaft Apuliens

In den fruchtbaren Küstenebenen werden Mandeln, Tomaten, Getreide und Oliven angebaut und produziert. Zudem ist Apulien ein sehr wichtiges Anbaugebiet für Rotwein, welcher bekanntermaßen einen sehr vollen Gehalt besitzt. Die bedeutendsten Rebsorten Apuliens sind Sangiovese, Negroamaro und Primitivo. Mehr als 7,5 Millionen Hektoliter werden auf über 100.000 Hektar produziert. Die bekanntesten Regionen für den Weinanbau sind Foggia, Locorotondo, Castel del Monte und Canosa di Puglia.

Flughäfen

Der Flughafen von Apulien ist als Drehkreuz für Flüge in den Orient bekannt. Durch den günstigen Standort sind dadurch reichlich Militärflugplätze und Zivilflughäfen angesiedelt.
Die Hauptgesellschaft “Aeroporti di Puglia” versorgt auch die Flughäfen Bari, Brindisi-Casale, Foggia sowie Taranto. Am wichtigsten werden die Flughäfen von Bari und Brindisi-Casale angesehen, wobei die anderen eher eine regionale Bedeutung haben.

Region Aostatal – Käse, Wein und Schlösser

Castello di Saint-Pierre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Eine mit einem Sonderstatus belegte Region in Italien, die zudem autonom ist, ist das Aostatal oder auf Italienisch auch Valle d´Aosta.

Im Französischen wird das Aostatal Vallée d´Aoste und im Frankoprovenzalischen Val d´Outa bezeichnet.

Auf einer kleinen Fläche von knapp 3.200 Quadratkilometern leben hier mehr als 128.000 Menschen. Mit der Hauptstadt Aosta ist das Aostatal die kleinste italienische Region von der Fläche, aber auch von der Bevölkerungszahl her.

Im Aostatal existieren zahlreiche Spezialitäten, wie zum Beispiel der Prosciutto mit Alpenkräutern aus Saint-Marcel, der übrigens sehr lecker und somit zu empfehlen ist.

Geographie und Berggemeinden

Die nördliche Grenze des Aostatals ist die Schweiz, die westliche Frankreich. Im Süden und Osten ist die Region Piemont zu finden. Nebentäler der Alpen und die Dora Baltea beeinflussen die Geographie dieser Region. Zum Westen hin grenzt der Mont Blanc (Monte Bianco 4.810,02 m) und zum Norden hin der Monte Rosa (4.637 m) an die Region. Auch der Cervino (4.478 m) ist im Aostatal zu finden.

Im Gran Paradiso, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Gran Paradiso (4.061 m), mit der gewaltigste Naturpark in Italien und der erste Nationalpark, der 1922 in Italien gegründet wurde, ist im Aostatal und im Piemont zu Hause. Ebenso besteht die Region aus kleineren verträumten Naturschutzgebieten, wie beispielsweise dem Nationalpark Mont Avic, der als der erste Naturpark im Aostatal gilt und der sich zwischen den Tälern Champdepraz und Champorcher befindet (Vallone di Champdepraz und Valle di Champorcher).

Unten Villeneuve, Blick auf das Tal, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Aostatal hat keine Provinzen, so wie viele andere Regionen Italiens, sondern vielmehr 74 Berggemeinden, in denen jeweils eine Viezahl von Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Einige Berggemeinden sind versteckt, aber im Wesentlichen gut zu erreichen. Ein Beispiel wäre hier Nex und Tignet. Zwei wunderschöne Bergdörfer, die unbedingt angeschaut werden sollten.

Die Berggmeinden wären im Wesentlichen:

  • Allein
  • Antey-Saint-André
  • Aosta
  • Arnad
  • Arvier
  • Avise
  • Ayas
  • Aymavilles
  • Bard
  • Bionaz
  • Brissogne
  • Brusson
  • Challand-Saint-Anselme
  • Challand-Saint-Victor
  • Chambave
  • Chamois
  • Champdepraz
  • Champorcher
  • Charvensod
  • Châtillon
  • Cogne
  • Courmayeur
  • Donnas
  • Doues
  • Emarèse
  • Etroubles
  • Fontainemore
  • Fénis
  • Gaby
  • Gignod
  • Gressan
  • Gressoney-La-Trinité
  • Gressoney-Saint-Jean
  • Hône
  • Introd
  • Issime
  • Issogne
  • Jovençan
  • La Magdeleine
  • La Salle
  • La Thuile
  • Lillianes
  • Montjovet
  • Morgex
  • Nus
  • Ollomont
  • Oyace
  • Perloz
  • Pollein
  • Pont-Saint-Martin
  • Pontboset
  • Pontey
  • Pré-Saint-Didier
  • Quart
  • Rhêmes-Notre-Dame
  • Rhêmes-Saint-Georges
  • Roisan
  • Saint-Christophe
  • Saint-Denis
  • Saint-Marcel
  • Saint-Nicolas
  • Saint-Oyen
  • Saint-Pierre
  • Saint-Rhémy-en-Bosses
  • Saint-Vincent
  • Sarre
  • Torgnon
  • Valgrisenche
  • Valpelline
  • Valsavarenche
  • Valtournenche
  • Verrayes
  • Verrès
  • Villeneuve

Sehenswürdigkeiten im Aostatal

Il castello Sarroid de La Tour in Saint-Pierre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Aostatal hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die allerdings in einem separaten Abschnitt mit Informationen und Fotos behandelt werden. Allenfalls würde es hier den Rahmen sprengen, da schon allein die Vielzahl der Schlösser und Kirchen zig Seiten ausmachen.

Giuseppe Giacosa (1847 – 1906), ein Dramatiker und Schriftsteller, zählte allein 72 Schlösser entlang der Hauptrouten im Aostatal, ohne dabei überhaupt kleinere Burgen und Schlösser mitzuzählen.

Geschichte

Die Königsfamilie Savoyen, Copyright: italien-sehenswertes.de

Als die Römer 25 v. Chr. die Kelten aus diser Region vertrieben haben, gründeten sie Augusta Praetoria – Aosta. Bis etwa 1946 gehörte die Region Aostatal zum Herrschaftshaus Savoyen. Zwischendurch war sie unter französischer Herrschaft. Daher wird auch teilweise französisch sowie frankoprovenzalisch gesprochen. Mitte des 18. Jahrhunderts war Aostatal unter dem Königreich und der Provinz Turin eingruppiert. Das Herrschaftshaus Savoyen wurde an Frankreich abgetreten. Die Eingliederung in Italien war besonders während des Faschismus im Gange. Über das gsprochene Französisch wurde ein Verbot verhängt und Italiener wurden immigriert. Im Jahr 1927 erfolgte die Trennung von Turin. Als ein sehr bedeutendes Widerstandszentrum erhielt Aostatal die Tapferkeitsmedaille. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sonderstatus gegeben und somit konnten sie den französischen Bestrebungen entgegenwirken. Der erste Präsident der Region war Federico Chabod.

Bevölkerung

Aostatal ist eine mehrsprachige Region, in der Italienisch ebenso wie Französisch als Amtssprachen gelten und sogar in der Verfassung als doppelsprachige Version auftauchen. In den Schulen ist die Zweisprachigkeit nicht anders und die Prüfungen müssen dementsprechend auch in beiden Sprachen abgelegt werden. Muttersprache ist trotz allem Italienisch und viele sprechen zudem den frankoprovenzalischen Dialekt.

Typische Hausbeschriftungen im Aostatal, Copyright: Italien-sehenswertes.de

So ist aber auch eine deutsche Mundart zu finden und zwar in den Städtchen Gressoney la Trinité, Gressoney Saint Jean und Issime.

Muttersprachlicher Unterricht wird bevorzugt, um die sprachlichen wie teilweise auch kulturellen Minderheiten zu schützen. Etwa 1.000 Menschen sprechen zudem Walserdeutsch.

Politische Verhältnisse

Seit 1948 ist Aostatal eine autonome Region in Italien. Der Regionalrat besteht aus insgesamt 35 Regionalräten und der Präsident, derzeit Pierluigi Marquis (Stella Alpina), steht dem Regionalausschuss vor. 

Nach einem Mehrheitswahlrecht wird im römischen Parlament der Senator mit seinen Abgeordneten gewählt. Die Bewegung Union Valdôtaine dominiert sehr stark das politische Geschehen. So war es auch möglich das sie einen ihrer eigenen Kandidaten an die Senatsspitze setzen konnten. Weitere politische Unionen sind Stella Alpina, Fédération Autonomiste und Popolo della Libertá. Als Nationalhymne gilt ein Volkslied – „Montagnes valdôtaines“ mit der Melodie von Alfred Roland.

Wirtschaftliche Lage und Infrastruktur

Wegen des wesentlichen Einflusses durch das Weinanbaugebiet und den Käse ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Region Aostatal. Daneben steht ebenso bedeutend der Tourismus, der ebenfalls einen sehr wichtigen wirtschaftlichen Status inne hat.

Castello di Chatel-Argent mit Blick auf das Tal, Villeneuve, Copyright: italien-sehenswertes.de

In Courmayeur und Breuil-Cervinia sind viel besuchte Wintersportorte, die zudem mit dem Zermatt in Verbindung stehen. Aostatal ist eine der sehr wohlhabenden Regionen von Italien und das Durchschnittseinkommen liegt bei etwa 66.400 Euro. Die Arbeitslosenquote liegt ungefähr bei gerade einmal 3,2 Prozent durchschnittlich – gegenüber den südlichen Regionen schon ein beträchtlicher Unterschied.

Die stark befahrende A5 kommt von Turin und führt durch das gesamte Aostatal. Hier besteht eine Verbindung durch den Mont-Blanc-Tunnel zur französischen A40. Der Kleine Sankt Bernhard, ein Alpenpass, stellt die Verbindung zu Bourg Saint Maurice, einer französischen Ortschaft, her. Der Große Sankt Bernhard verbindet dagegen das schweizerische Martigny mit Aosta.

Haus mit Felsen als Dach in Gressoney la Trinité, Copyright: italien-sehenswertes.de

Im gesamten Aostatal besteht von Oktober bis April die generelle Winterreifenpflicht oder variabel Sommerreifen mit Schneeketten. Wer ohne diese erwischt wird, muss bis zu 80 Euro Strafe zahlen. Es würde sich allerdings lohnen welche aufzuziehen, da die Straßen an sich nicht oder sehr gering gestreut sind.

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