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Friaul-Julisch Venetien

Region Frialu-Julisch Venetien, Copyright: TUBS

An der oberen Adria ist die italienische Region Friaul-Julisch Venetien (Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia) mit einer Größe von 7.856,48 km² gelegen. Die größte Stadt ist Triest. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei 1.217.872 mit Stand zum 31. Dezember 2016.

Vor allem durch die Grenznähe zu Österreich und Slowenien ist die Region multikulturell geprägt. Es finden sich daher auch zahlreiche Sprachen und Dialekte, wie beispielsweise Italienisch, Kroatisch, Istriotisch, Slowenisch, Furlanisch, Venetisch und Istrorumänisch die auch heute noch present sind.

Im Süden grenzt Friaul-Julisch Venetien an den Golf von Triest und an den Kvarnergolf, im Norden an die Julischen Alpen. Zu der Region gehören Isonzo, das Karsthochland, ein winziger Teil von Dalmatien, die Stadt Rijeka sowie die Halbinsel Istrien. Das Wort „Julisch Venetien“ stammt ursprünglich aus dem Jahre 1863,  welches von Graziadio Ascoli, einem Linguisten vorgeschlagen wurde.

Friaul-Julisch Venetien gehörte bis zum Jahre 1918 zum Österreichischen Küstenland. Die Region verteilt sich auf mehrere Staaten, wie Italien, Slowenien und Kroatien.

Provinzen

Provinzen Friaul-Julisch Venetien, Copyright: vonvikken

Friaul-Julisch Venetien besteht derzeit aus 4 Provinzen und 219 Gemeinden.

Diese wären:

  • Görz
  • Pordenone
  • Triest
  • Udine

Am 24. November 2016 wurde die Abschaffung der Provinzen durch den Regionalrat beschlossen. Die Provinzen Görz, Pordenone und Triest sind seitdem in Liquidation gegangen. Sie werden kommissarisch verwaltet. Die Provinz Udine bleibt bis 2018 weiterbestehen, da bis dahin die Amtsperiode der Provinz gilt.

Die italienische Region wurde nun in 18 Bezirke neu gegliedert, die in den Unioni Territoriali Intercomunali (kurz UTI) zusammengefasst werden.

Wirtschaft

In der norditalienischen Region dominiert vor allem der Weinanbau. Es sind vor allem Kleinbauern in der Region aktiv. Die Weine haben weltweit einen excellenten Ruf und werden teilweise teuer gehandelt. In Friaul-Julisch Venetien floriert zudem der Tourismus.

Sehenswürdigkeiten in Friaul-Julisch Venetien

In Friaul-Julisch Venetien gibt es auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu sehen.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region sind:

  • Isonzo (Fluss geeignet für Rafting)
  • Schloss Miramare (19.Jhrdt.)
  • Schloss Duino
  • Vajont-Staumauer (1956 errichtet)
  • Civico Museo Revoltella – Galleria d’Arte Moderna (Museum in Triest)
  • Monte Zoncolan (Berg 1.750 m)
  • Risiera di San Sabba (Konzentrationslager in Triest)
  • Redipuglia (militärische Gedenkstätte)
  • Piazza dell’Unità d’Italia
  • Kathedrale von Triest
  • Grotta Gigante in Sgonico
  • Tagliamento (Fluss, Wildfluss)
  • Monte Santo di Lussari (Berg)
  • Basilika von Aquileia
  • Rosandratal (Naturpark)
  • Castello di San Giusto (mittelalterliche Burg in Triest)
  • Teatro Romano di Trieste
  • Schloss Udine
  • Grotte verdi di Pradis
  • Regional Nature Reserve Duino Cliffs (Steilklippen)
  • Faro della Vittoria (Leuchtturm Triest)
  • Monte Matajur (1.642 m hoher Berg)
  • Molo Audace (Kai am Hafen von Triest)
  • Montasch (Berg, 2.754 m hoch)
  • Schloss Gorizia
  • Sant’Antonio Taumaturgo (Kirche in Triest)

Geschichte

Zu Österreich-Ungarn gehörte Friaul-Julisch Venetien bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Zum Königreich Italien wurde es 1919 durch den Saint-Germain Vertrag angeschlossen. Das Gebiet wurde in die Verwaltungseinheiten Triest, Görz, Pola und Zara geteilt. Ab 1924 wurde die Provinz Fiume eingespeist. Somit war die italienische Region halb slawisch und halb italienisch besiedelt, wobei der italienische Teil sich eher auf größere Städte und der Küste konzentrierte. Das Karsthinterland gehörte daher den Slowenen und den Kroaten zum Süden hin.

Viele Kroaten und Slowenen wanderten zwischen 1920 und 1930 nach Jugoslawien aus, da das faschistische Mussolini Regime in Italien herrschte. Viele wandten sich zu der Zeit aber auch der TIGR – der Untergrundorganisation – zu.

1947 fand eine Teilung von Julisch Venetien durch den Pariser Friedensvertrag statt und der wesentliche Teil wurde Jugoslawien zugesprochen. Es wurden sehr viele Italiener vertrieben oder wurden Opfer des Foibe Massakers, wobei viele Italiener lebend in Karsthöhlen geworfen wurden.

Den Ansatz zu einem vereinten Friaul-Julisch Venetien brachte das Freie Territorium Triest, welches neben Triest auch den nordwestlichen Teil Istriens beinhaltete. Leider konnte diese Lage nicht lange gehalten werden und es wurde 1954 wieder zwischen Jugoslawien und Italien aufgeteilt. Italien wurde Triest und eine schmale Landzunge zugesprochen, der gesamte Rest dem Staat Jugoslawien. Eine Bilateralisierung geschah 1975 durch den Vertrag von Osimo.

1991 wurden Kroatien und Slowenien unabhängig und wurde auf drei Staaten verteilt. Die kulturellen und wirtschaftlichen Kontakte stellen sich allmählich wieder her und die Minderheiten werden durch den Status der Autonomie der Region Friaul-Julisch-Venetien staatlich unterstützt.

Emilia-Romagna – Haupternährer Italiens

Blick über die Emilia-Romagna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Emilia-Romagna mit 4.448.841 Einwohnern (Stand 31.12.2016) liegt in Norditalien. Sie grenzt zum Norden hin an den Fluss Po, die Lombardei und Venetien und zum Osten hin an das Adriatische Meer. Der Süden wird von dem Gebirgszug Apennin, der Toskana, die Marken und der Provinz San Marino abgegrenzt. Zum Westen hin grenzen die Regionen Ligurien und Piemont an die Emilia-Romagna.

Gliederung

Die Emilia-Romagna kann in zwei geschichtich eigenständige Regionen unterteilt werden. 

  1. Die Emilia, welche die Provinzen  Piacenza, Parma, Reggio Emilia, Modena, Ferrara und den größten Teil von Bologna beherbergt.
  2. Die Romagna, welche die Provinzen Forlì-Cesena, Ravenna, Rimini und die Gemeinden von Bologna unterhält, die östlich des Flusses Sillaro liegen.

Das Romagna-Gebiet (der östliche Teil der heutigen Emilia-Romagna) gehörte über mehrere Jahrhunderte zum Kirchenstaat. Die Bezeichnung „Emilia-Romagna“ entspringt jedoch der langobardischen Zeit. Die Gebiete waren römisch, woher auch der Name „Romania“ entspringt.

Burg Sismondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Aus den Herzogtümern Modena und Parma ist die „Emilia“ entstanden, die ursprünglich von der römisch Via Emilia, eine wichtige Römerstraße im Norden von Italien) abgeleitet wurde und der Region ihren Namen gab. Die größte und wichtigste Stadt der italienischen Region ist Bologna, die auch gleichzeitig die Hauptstadt der Region ist.

Bologna wird in Bezug auf ihre Größe von Modena, Parma, Reggio nell´Emilia, Ravenna, Rimini, Ferrara, Forli, Piacenza und Cesena gefolgt.

Provinzen der Emilia-Romagna

  • Bologna mit 55 Gemeinden, 1.005.831 Einwohnern
  • Provinz Ferrara mit 23 Gemeinden, 351.438 Einwohnern
  • Provinz Forlì-Cesena mit 30 Gemeinden, 394.601 Einwohnern
  • Provinz Modena mit 47 Gemeinden, 701.642 Einwohnern
  • Provinz Parma mit 45 Gemeinden, 447.779 Einwohnern
  • Provinz Piacenza mit 48 Gemeinden, 286.997 Einwohnern
  • Provinz Ravenna mit 18 Gemeinden, 391.525 Einwohnern
  • Provinz Reggio Emilia mit 45 Gemeinden, 532.872 Einwohnern
  • Provinz Rimini mit 26 Gemeinden, 335.436 Einwohnern

Wichtige Städte und Industriestandpunkte

  • Bologna mit 386.663 Einwohnern
  • Modena mit 180.638 Einwohnern
  • Parma mit 177.069 Einwohnern
  • Reggio nell’Emilia mit 167.013 Einwohnern
  • Ravenna mit 149.084 Einwohnern
  • Rimini mit 138.060 Einwohnern
  • Ferrara mit 131.907 Einwohnern
  • Forlì mit 112.477 Einwohnern
  • Piacenza mit 99.340 Einwohnern
  • Cesena mit 93.857 Einwohnern

Sehenswürdigkeiten in der Emilia-Romagna

Außenmauer der Burg von San Leo in Rimini, Copyright: italien-sehenswertes.de

In der Emilia-Romagna sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten und sehenswerte Orte zu finden.

Hier sind nur die wichtigsten nachfolgend kurz aufgeführt, da allenfalls der Rahmen gesprengt wird. Es werden viele Orte in Italien mit ausführlichen Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten in separaten Texten behandelt.

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Bologna

  • Le due torri, Bologna (die 2 Türme)
  • La Basilica di San Petronio, Bologna
  • Fontana del Nettuno, Bologna
  • I dipinti murali di Dozza (bemalte Mauern)
  • Il Lago Scaffaiolo im Parco regionale del Corno alle Scale
  • Il Castello dei Manzoli in San Martino in Soverzano (Minerbio)

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ferrara

  • Il Castello Estense, Ferrara
  • Palazzo dei Diamanti, Ferrara
  • La Cattedrale di San Giorgio, Ferrara
  • Comacchio

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Forli-Cesena

  • Piazza Aurelio Saffi, Forlì
  • Abbazia di San Mercuriale, Forlì
  • Rocca di Ravaldino, Forlì
  • Rocca Malatestiana, Cesena
  • Biblioteca Malatestiana, Cesena
  • Fontana Masini, Cesena
  • Terra del Sole
  • La diga di Ridracoli (Staudamm)

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Modena

  • Il Duomo di Modena
  • Palazzo Comunale Modena
  • Palazzo Ducale, Modena
  • Il monte Cimone

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Parma

  • Il duomo di Parma (Dom von Parma)
  • Il Battistero di Parma
  • Statue von Giuseppe Verdi, Busseto

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Piacenza

  • Il Palazzo Comunale di Piacenza
  • Il duomo di Piacenza (Dom von Piacenza)
  • Chiesa di San Sisto, Piacenza
  • Basilica di Sant’Antonino, Piacenza
  • Palazzo Farnese, Piacenza

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ravenna

  • Il mausoleo di Teodorico, Ravenna (Mausoleum)
  • Battistero degli Ariani, Ravenna
  • Mausoleo di Galla Placidia, Ravenna (Mausoleum)
  • Basilica di Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna
  • La tomba di Dante (Das Grab von Dante Alighieri)
  • Basilica di Sant’Apollinare in Classe

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Emilia

  • Piazza San Prospero, Reggio Emilia
  • Basilica di San Prospero, Reggio Emilia
  • Chiesa di san Giorgio, Reggio Emilia
  • Teatro municipale, Reggio Emilia
  • Sala del Tricolore, Reggio Emilia

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Rimini

  • Il Tempio Malatestiano, Rimini (Tempel)
  • Castel Sismondo, Rimini (Schloss, Burg)
  • Piazza Cavour, Rimini
  • Il ponte di Tiberio a Rimini (Brücke)
  • La fortezza di San Leo (Festung)

Castel Sismondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Brescello

Der Film „Don Camillo und Peppone“ wurden in der Nähe des Po in dem kleinen Örtchen Brescello mit 5.621 Einwohnern (Stand 31.12.2016) gedreht. In Brescello gibt es diesbezüglich ein kleines Museum zu entdecken. Das Kirchenkreuz von Don Camillo und Peppone ist noch in der Kirche platziert.

Comacchio

Comacchio ist eine Gemeinde mit 22.369 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) und liegt an der Adria in der Provinz Ferrara. In Comacchio gibt es zahlreiche Kirchen wie zum Beispiel die Kathedrale San Cassiano, Wallfahrtskirche Santa Maria in Aulia Regia und die Chiesa del Rosario zu bestaunen. Das Stadtbild prägen zudem zahlreiche Brücken, wobei viele aus dem 18. Jahrhundert stammen. Zu den wichtigsten Brücken zählen die Petersbrücke(Ponte San Pietro), die Sisti-Brücke (Ponte dei Sisti), die Häscherbrücke (Ponte degli Sbirri), die Trepponti-Brücke (Ponte Trepponti), die Carmini-Brücke (Ponte del Carmini) und die Pizzetti-Brücke (Ponte Pizzetti).

Mosaiken von Ravenna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Imola

Die Stadt Imola mit 69.951 Einwohnern (Stand 31. 12.2016) ist vr allem für ihre berühmte Rennstrecke „Imola“ durch die Formel 1 bekannt. In Imola werden neben der Formel 1 (Formula 1) auch Motorrad Grand Prixs ausgetragen. Generell entstand die Stadt in der Antike, wobei es jedoch bereits vorher in der Gegend Siedlungen gab.

Predappio

Predappio ist eine Stadt in der Emilia-Romagna mit 6.297 Einwohnern (Stand 31.12.2016). Sie ist der Geburtsort von Benito Mussolini (1883–1945).

Cesenatico

Strand in Cesenatico im März mit Blick aus dem Grand Hotel, Copyright: italien-sehenswertes.de

Cesenatico ist ein Urlaubsort mit 25.781 Einwohnern (Stand 31.12.2016), der etwa 20 Kilometer nordwestlich von Rimini liegt. In Cesenatico gibt es zahlreiche Hotels, zum Beispiel das Grand Hotel Cesenatico, die sehr beliebt bei Strandurlaubern sind, da sie direkt am langen Sandstrand liegen. Zudem gibt es in Cesenatico ein Denkmal von Giuseppe Garibaldi sowie von Marco Pantani zu sehen. Cesenatico hat auch einen eigenen Hafen, in dem Museumsschiffe liegen.

Sprachen und Dialekte

Die Amtssprache wie auch die Schriftsprache der Emilia-Romagna ist Italienisch. Zu einem Dialekt zusammengefasst werden oft Romagnol und Emilianisch. Insgesamt werden in der Region 27 Dialekte des Emilianischen und 5 Dialekte des Romagnolischen gesprochen.

Wirtschaft

Die Region Emilia-Romagna ist zu der drittwohlhabendsten Region in Italien aufgestiegen. In dieser Region sind bekannte und berühmte Marken wie Ferrari, Maserati, Pagani und Lamborghini ansässig. Automobilmuseen und auch Motorradmuseen sind hier zahlreich vertreten und versprechen Einblicke in die Edelkarossen. Somit ist es auch verständlich, dass sich selbst die Region „Land der Motoren“ nennt.

Ebenso häufig sind hier sehr berühmte Pumpenhersteller sowie namenhafte Industriesauger und Hochdruckreiniger zu finden. Zudem hat die Fliesenproduktion, die vom Export in die gesamte Welt lebt und mehr als 40 Betriebe unterhält, hier einen wichtigen Wirtschaftsstandpunkt.

Kulinarisches und typische Produkte

In der italienischen Region gibt es einige sehr bekannte Spezialitäten, die weltweit Ansehen erlangt haben.

Zu ihnen gehören unter anderem:

  • Risotto alla parmigiana
  • Strozzapreti
  • Zuppa Imperiale
  • Mortadella di Bologna
  • Cotechino
  • Culatello
  • Zampone
  • Pancetta coppata
  • Prosciutto di Parma
  • Prosciutto crudo di Modena
  • Bracciatello
  • Ciambella
  • Casatella romagnola
  • Coppa
  • Parmigiano-Reggiano
  • Piadina romagnola
  • Aceto Balsamico Tradizionale di Modena
  • Coppia Ferrarese (pane IGP)
  • Anicione (Finale Emilia)
  • Lambrusco Modenese (Santa Croce, Graspa Rossa Castelvetro) IGP und DOC
  • Lambrusco Reggiano IGP und DOC
  • Mela Campanina di Modena

Geschichte

Burg Sismondo, Eingang, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Aemilia (heute Emilia) wurde bereits als achte Region Italiens in der Antike zur Herrschaftszeit der Langobarden gegründet. Die Bezeichnung wurde von der antiken Römerstraße Via Aemilia abgeleitet, die die Städte Rimini und Piacenza verband. Etwa im 4. Jahrhundert sind die Provinzen Liguria und Aemilia entstanden. Ravenna gehört nur teilweise dazu und wurde des Öfteren wieder ausgegliedert. Von den Langobarden wurde diese Region Romania genannt, damit eine gewisse Unterscheidung stattfinden konnte. Viele Jahrhunderte fand eine versuchte Unterwerfung der Gebiete von Ravenna, Forlí, Rimini, Faenza und Bologna statt. Letztendlich wurden sie von Pippin der Jüngere (Vater von Karl dem Großen) an das Papsttum übergeben. Dennoch blieb Romagna umstritten, gerade zwischen dem Kaiser und dem Papst. Unabhängig geblieben waren dagegen die restlichen Gebiete wie Ferrara, Modena, Reggio, Parma und Piacenza.

Die Romagna Entwicklung

Nikolaus III. war es gelungen, die Kontrolle über Romagna zu erhalten. Kurz vor einem Zerfall des Gebietes, gelang es dem spanischen Kardinal Albornoz dies zu verhindern. Die päpstliche Herrschaft war in ihrer Macht geschwächt, sodass Cesare Borgia (u.a. italienischer Renaissancefürst) eine Dynastie gründen konnte, indem er die vorherrschenden Fürsten beseitigte. Sein Vater, Alexander VI. (Papst in Rom), hinterließ dieses Werk und die einzelnen Städte gehörten wieder zum Papsttum. Die Verwaltung wurde durch die Legaten betrieben.

Herzogtümer der Emilia

Die Regionen Comacchia und Ferrara wurden von Papst Clemens VIII. 1597 beansprucht, nachdem sie dem Haus Este angehörten. Teile des Herzogtums von Ferrara waren Reggio und Modena und bildeten später ihr eigenes unter Cesare, dem Sohn von Alfonso I. Sehr kleine und eigenständige Fürstentümer waren dagegen Mirandola und Carpi. Letzteres wurde Este zugesprochen, als die Pio-Familie vertrieben wurde. Mirandola wurde von der Familie Pico beherrscht, allerdings nur so lange, bis sich Francesco Maria auf die Seite der Franzosen stellte. Er hat dadurch 1709 das Herzogtum abgenommen bekommen und dieses wurde wieder an Este verkauft. Piacenza und Parma gehörte zu der Herrschaft Farnese. 1731 war die Familie ausgestorben. Zuvor setzte Papst Paul III. seinen Sohn zur Herrschaft ein.

Die Französische Revolution und die Gründung des Königreiches

Die Emilia-Romagna unterstand von 1796 bis 1814 Italien, bis sie dann einer Eingliederung in das napoleonische Königreich Italiens unterlag. Die Romagna wurde erneut ab 1815 der Kirche und damit auch dem Staat und der Regierung in Italien unterstellt. Napoleons Frau, Marie Louise, erhielt das Herzogtum Parma und an die Erben der Este, Erzherzog Franz von Österreich, ging Modena. Parma entwickelte sich besser als die Gebiete der Romagna und Modena. Diese unterlagen einer Willkür, gepaart mit Korruptheit und einer repressiv rückschrittlichen Regierung. So folge die Revolution 1848 bis 1849, welche von den Österreichern niedergeschlagen wurde. Emilie kam erst wieder zum italienischen Königreich, als der 1859 geführte Unabhängigkeitskampf gewonnen wurde.

 

Basilikata – mittelalterliche Region Italiens

Region Basilikata Italien

Region Basilikata Italien, Copyright: TUBS

Die Region Basilikata (Basilicata) ist eine der kleinsten italienischen Regionen. Sie befindet sich im Süden Italiens zwischen Apulien und Kampanien und besteht aus nur zwei Provinzen – Matera und Potenza.

Potenza ist auch die gleichnamige Hauptstadt dieser Region, die eine Fläche von 9.994,61 km² Quadratkilometern aufweist und 570.365 Einwohner mit Stand 31.12.2016 zählt.

Die Provinz Matera hat eine Fläche von rund 3.447 Quadratkilometer 199.685 Einwohnern und erreicht damit eine Dichte von 58 Einwohnern pro km².

Potenza hat eine Fläche von 6.545 Quadratkilometern und 370.680 Einwohner mit einer Dichte von 57 Einwohnern pro km².

Geographie

Region Basilikata mit Provinzen; Copyright: Mortadelo2005

Die italienische Region Basilikata wurde von 1932 bis 1947 offiziell „Lucania“ genannt. Sie verfügt über einen sehr schmalen Küstenstreifen. Lukanien, eine Landschaft antiken Ursprungs, hatte eine wesentlich größere Fläche und reichte bis in das Landesinnere von Kampanien und Salerno. Sie umfasste das gesamte Gebiet der Region Cilento bis zum Fluss Sele. Nördlich gesehen, reichte das lukanische Gebiet bis zum Fluss Bradano. 

Die Bezeichnung Basilicata stammt aus dem 10. Jahrhundert, der byzantinischen Zeit. Eine Verwaltungseinheit (giudizierato) hat nach der normannischen Eroberung diesen Namen getragen und erstreckte sich über die Provinz Potenza und teilweise über Matera.

Tourismus und Urlaubsorte

Der Tourismus kann in der Basilikata in drei Kategorien unterteilt werden:

1. Geschichtlich-kultureller Urlaub: Es werden vor allem die Städte der Magna Grecia wie Metaponto, Policoro und Nova Siri, die aus der römischen Zeit stammenden Städte wie Venosa und Grumentum, die mittelalterlichen Städte Melfi, Miglionico, Tricarico und Valsinni sowie die Sassi di Matera, einer noch teilweise bewohnten prehistorischen Kulturstätte, angeschaut.

2. Urlaub am Meer: Hier werden vor allem die lukanischen Küsten wie die der tyrrhenischen Küste Maratea und die der ionischen Küste mit Metaponto, Pisticci, Scanzano Jonico, Policoro, Rotondella und Nova Siri besucht.

3. Urlaub in den Bergen mit Exkursionen: Urlauber, die eher einen Bergurlaub und Exkursionen anstreben, besuchen in der Basilikata sehr häufig Nationalparks wie den Parco nazionale del Pollino, Parco Nazionale Val d’Agri, die Dolomiti Lucane, i Laghi di Monticchio und die Zone des Apennins.

Sehenswürdigkeiten der Basilikata

Städte der Magna Grecia

Metaponto

Metaponto, im Altgriechischen Μεταπόντιον, ist ein Teil der Komune von Bernalda in der Provinz Matera. Metaponto hat ungefähr 1.000 Einwohner, wobei die Zahl in den Sommermonaten ansteigt. Die Gegend um Metaponto wird Metapontino genannt, welche sich zwischen den Flüssen Bradano und Basento befindet. Die Gegend Metapontino ist eine der wichtigsten Gegenden an der ionischen Küste in der Basilikata. Bis zum Jahr 1930 als Metaponto von Bernalda, bis dato eine sehr kleine Gemeinde, mit in die Komune von Bernalda eingespeist wurde, gehörte sie zur Gemeinde von Pisticci. Deie Bezeichnung Metaponto hat seinen Ursprung vom Griechischen μετα (τον) ποντον (meta (ton) ponton), was soviel wie “zwischen den Flüssen” bedeutet.
In der Nähe von Metaponto befindet sich die archäologische Stätte von Metaponto, in der Überbleibsel aus der griechischen Zeit zu finden sind. Vor allem der Tempelbau Tavole Palatine und das archäologische Nationalmuseum sind bei den Urlaubern sehr beliebt.

Policoro

Policòro, im lokalen Dialekt auch Pulecòre genannt, ist eine italienische Gemeinde mit 17.532 Einwohnern (Stand 31.12.2016) in der Provinz Matera. Die Bezeichnung Policoro entstammt dem Altgriechischen Polychoron, Πολύχωρον. In der Nähe sind einige archäologische Reste der antiken Stadt Eraclea zu finden, welche damals ein wichtiges Zentrum der Magna Grecia darstellte.

Nova Siri

Nova Siri, früher Bollita genannt, ist eine Gemeinde mit 6.780 Einwohnern (Stand 31.12.2016) in der Provinz Matera an der ionischen Küste. Nova Siri kann in den Ort Nova Siri und in den Küstenstreifen Nova Siri Marina unterteilt werden. Die angrenzenden Gemeinden sind Rotondella (7 km), Rocca Imperiale (CS) (11 km), Nocara (CS) und Canna (CS) (13 km) sowie Valsinni (15 km). Etwa 75 km trennen Nova Siri von Matera und 139 km von Potenza, der Hauptstadt von Basilikata.

Städte der Basilikata aus römischer Zeit

Venosa

Venosa, auch Venusia in Latein und Venòse im lukanischen Dialekt genannt, ist eine italienische Gemeinde mit 11.837 Einwohnern (Stand am 31.12.2016) in der Provinz Potenza im Gebiet von Vulture. Venosa ist zugleich Mitglied der Vereinigung „I borghi più belli d’Italia“, in der derzeit 196 Gemeinden gelistet sind.

Venosa hat zahlreiche Kirchen zu bieten. Darunter sind zum Beispiel der Komplex der Santissima Trinità (Complesso della Santissima Trinità), Concattedrale di Sant’Andrea, Chiesa del Purgatorio, Chiesa di Santa Maria della Scala, Chiesa di San Martino, Chiesa di San Domenico, Chiesa di San Rocco, Chiesa di San Biagio, Chiesa di San Giovanni Battista, Chiesa della Madonna delle Grazie und die Chiesa di San Michele Arcangelo.

Zudem sind einigen Palazzi in Venosa sehenswert, wie zum Beispiel der Palazzo Calvini, Cosiddetta Casa di Quinto Orazio Flacco, der Palazzo del Balì, Palazzo De Luca, Palazzo del Capitano, Palazzo Rapolla und der Palazzo D’Ardes.

Insgesamt hat Venosa drei populäre Springbrunnen zu bieten. Diese wären neben weiteren Brunnen die Fontana Angioina, die Fontana di Messer Oto und die Fontana di San Marco. Im Ort gibt es weitere Brunnen, die vor allem in der Zeit Mussolinis errichtet wurden.

In Venosa liegt auch das Schloss Aragonese (Castello Aragonese), welches auf Befehl von Pirro de Balzo im Jahr 1470 errichtet wurde. Im Inneren des Schlosses ist heute die Gemeindebibliothek und das staatliche Archäologische Museum von Venosa zu finden.

Neben einer archäologischen Stätte und einem römischen Amphitheater befinden sich in Venosa auch hebräische Katakomben, die auf dem Hügel der Maddalena liegen.

Venosa ist auch der Anbauort der Reben für den berühmten Rotwein Aglianico del Vulture.

Grumentum

Grumentum war eine antike römische Stadt in Lucania. Derzeit sind noch archäologische Reste der Stadt auf dem Hügel von Grumento Nova (PZ) zu finden. In der Nähe befindet sich auch der Lago di Pietra del Pertusillo im Gebiet „Spineta“. Grumentum an sich ist eine Sehenswürdigkeit in der Basilikata, denn dort befindet sich das antike Theater aus der augustinischen Zeit (teatro di epoca augustea), ein Forum mit Tempelresten, ein Aquädukt, ein Amphitheater und die Necropoli, welche Gräber beherbergen. Zudem ist die Kirche Chiesa di Santa Maria Assunta in Grumentum zu finden.

Mittelalterliche Städte

Melfi

Castello di Melfi, Copyright: Mikils, GNU

Melfi, auch Mélfe im lukanischen Dialekt, ist eine Gemeinde mit 17.822 Einwohnern (Stand: 31.12.2016) in der Provinz Potenza. Die Stadt besitzt bis heute einen mittelalterlichen Stadtkern und ist zu einem wichtigen Industriezentrum geworden. In Melfi selbst gibt es zahlreiche religiöse Gebäude, wie zum Beispiel die Kathedrale Santa Maria Assunta (Cattedrale di Santa Maria Assunta), die Chiesa di Sant’Antonio, Chiesa di Sant’Anna e Santa Maria del Suffragio, die Chiesa della Madonna del Carmelo (Carmine) sowie die Chiesa di San Teodoro und die Chiesa di San Lorenzo. Zudem sind bis heute noch einige Palazzi und Brunnen gut erhalten. Zu den wichtigsten Brunnen gehören die Fontana del Bagno, Fontana del Bagnitello und die Fontana Acqua Santa.

Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Basilikata und von Melfi ist das Schloss von Melfi (castello di Melfi). Von den Normannen erbaut ist es heute eines der wichtigsten und nennenswertesten Schlösser aus dem Mittelalter in der Basilikata.

Der historische Kern von Melfi ist zudem von einer vier Kilometer langen Mauermmit sechs Durchgängen umgeben.

Migliónico

Migliónico, im lokalen Dialekt auch Megghiuòneche gesprochen, ist eine Gemeinde mit 2.497 Einwohnern (Stand 31.12.2016) in der Provinz Matera. Migliónico ist hauptsächlich für sein Schloss berühmt, dem Castello del Malconsiglio, welches aus dem 8. bis 9. Jahrhundert stammt. Alessandro di Andria machte beim Bau des Schlosses den Anfang. Im 14. Jahrhundert wurde dem Schloss eine dritte Bauzeit unterzogen. Die Form des Schlosses gleicht einem Parallelogramm mit sieben Türmen (einige quadratisch (dies sind die ältesten), einige rund und 2 Doppeltürme). Der Eingang des Schlosses befindet sich heute an der nordöstlichen Seite, während der Originaleingang südlich lag. Dieser wurde aber durch ein Erdbeben im Jahr 1857 zerstört.

Tricarico

Tricarico oder auch Trecàreche im trikarikesischen Dialekt gesprochen, ist eine Gemeinde mit 5.292 (Stand 31.12.2016) Enwohnern in der Provinz Matera. Tricarico ist auf einer Höhe von 698 m über dem Meeresspiegel gelegen und als eine arabisch-normannisch geprägte Stadt bekannt. Die Stadt hat einen der wichtigsten mittelalterlichen Stadtkerne aufzuweisen, der zudem noch sehr gut erhalten ist.

In Tricarico gibt es zahlreiche Kirchen und religiöse Gebäude, wie zum Beispiel das Santuario della Madonna di Fonti und die Cattedrale di Santa Maria Assunta. Zudem sind ein Turm aus normannischer Zeit und zahlreiche alte Palazzi noch gut erhalten.

Die prehistorische Stätte Matera

Sassi di Matera in Matera

Matera, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Sassi di Matera befinden sich im antiken Zentrum von Matera, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit 60.351 Einwohnern (Stand 31.12.2016) und gehören zu den wichtigsten und populärsten Sehenswürdigkeiten der Basilikata. Die Sassi di Matera unterteilen sich in Sasso „Caveoso“ und in Sasso „Barisano“, welche beide die „Civita“ formen, den komplexen Stadtkern von Matera. Matera hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Diesbezüglich wurde sie auch zur europäischen Kulturstadt 2019 (Capitale Europea della Cultura 2019) ernannt. Der Slogan für Matera für 2019 lautet: „Open Future“.

Nationalparks der Basilikata

In der Basilikata gibt es 11 geschützte Nationalparks und Naturreservate. Diese wären:

  • Parco nazionale del Pollino
  • Parco nazionale dell’Appennino Lucano-Val d’Agri-Lagonegrese

Regionale geschützte Naturparks

  • Parco di Gallipoli Cognato e Piccole Dolomiti Lucane
  • Parco della Murgia Materana

Regionale geschützte Naturreservate

  • Riserva Regionale Lago Piccolo di Monticchio
  • Riserva Regionale Abetina di Laurenzana
  • Riserva Regionale San Giuliano

Andere Naturparks

  • Riserva naturale orientata Bosco Pantano di Policoro
  • Riserva naturale speciale dei Calanchi di Montalbano Jonico
  • Riserva regionale Lago Laudemio (Remmo)
  • Riserva regionale Lago Pantano di Pignola

Staatliche Naturreservate

  • Riserva naturale Agromonte Spacciaboschi
  • Riserva naturale Coste Castello
  • Riserva naturale Grotticelle
  • Riserva naturale I Pisconi
  • Riserva naturale Marinella Stornara
  • Riserva naturale Metaponto
  • Riserva naturale Monte Croccia
  • Riserva naturale Rubbio

Geschichte der Basilikata

Die Region Basilikata war seit der Römischen Reich-Eingliederung unselbstständig. Die Geschichte an sich hat es sich mit seinen Nachbargebieten Richtung Norden geteilt. Zu dieser Zeit war Italien zersplittert und die Territorien waren nicht eindeutig auszumachen, gerade in der Zeit der normannischen und langobardischen Eroberung. Nach dieser Zeit gehörte Basilikata erst einmal zu Neapel und seit 1861 zu Italien. So wurde die Basilikata in der Zeit von 1932 bis 1947 offiziell Lucania genannt.

Apulien – Region der Trulli

Lage von Apulien Copyright: TUBS

Lage von Apulien in Italien, Copyright: TUBS

Die Region Apulien (Puglia) besteht aus insgesamt fünf Provinzen, wobei die Hauptstadt Bari bildet.

Apulien nimmt eine Gesamtfläche von 19.365,8 Quadratkilometer ein und hat derzeit mit Stand 31. Dezember 2016 4.063.888 Einwohner zu verzeichnen. Damit kommen auf einen Quadratkilometer etwa 210 Einwohner.

Am Adriatischen und Ionischen Meer gelegen, erreicht die Küste in der Gegend Otranto den östlich gelegensten Punkt Italiens. Dieser ist gerade mal 80 Kilometer von der albanischen Küste entfernt.

Geographie und Geologie Apuliens

Etwa 45 Prozent Apuliens sind als Hügellandschaft vorhanden und etwa 53 Prozent als Ebenen. Als Gebirgslandschaft können etwa 2 Prozent gezählt werden.

Landschaftsaufteilung Apulien, Copyright: Luigi Chiesa

Für Italien ist diese Region eine der flachsten. Von Norden nach Süden teilen sich die einzelnen Landschaften auf. Dazu zählen die Halbinsel Gargano als bergige Gegend mit seinen Tremiti-Inseln, die vorgelagert sind und die Ebenen Tavoliere delle Puglie, Terra di Bari, die Kalkhocheben Murge sowie die Küstenebene Tarent.

Als südlichste Region Apuliens wird Valle d´Itria gesehen, die mit der Halbinsel Salento abgeschlossen wird.

Die Grenze zu Kampanien bildet das Gebirge Monti della Daunia, welches eine Höhe zusammen mit dem Monte Cornacchia von 1.152 Meter erreicht.

Das Klima ist relativ ausgewogenen mit milden Wintern und heißen Sommern.

Gebiete Apulien, Copyright: Zappuddu

Insgesamt gesehen, besteht die Region Apulien aus vielen verschiedenen Provinzen. Die Provinz Barletta-Andria-Trani kam erst im Jahre 2009 als geschäftsfähige Provinz hinzu. Als zweitgrößte Stadt von Süditalien wird die Hauptstadt Bari mit knapp 600.000 Einwohnern gezählt. Sie liegt damit knapp hinter Neapel.

Die Provinzen in Apulien wären:

  • Foggia
  • Barletta-Andria-Trani
  • Bari
  • Taranto
  • Brindisi
  • Lecce

Provinzen Apuliens, Copyright: Vonvikken

Baukunst

Für Apulien geradezu typisch sind Trulli, kleine runde Häuser,deren Dächer zumeist ebenso rund aus Stein gefertigt sind. Das Dach verjüngt sich nach oben hin mittels eines Kraggewölbes, welches als Abschluss eine kleine Kugel oder ein Symbol trägt. Trulli sind in ganz Apulien anzutreffen, jedoch kann als Kerngebiet die Stadt Alberobello angesehen werden.

Sehenswürdigkeiten in Apulien

In Apulien gibt es wie überall in Italien auch viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die hier nur zumTeil aufgelistet werden. Diese werden mit den einzelnen Provinzen zusammen separat betrachtet, da hier sonst der Rahmen gesprengt wird.

Die wichtigste und berühmteste Sehenswürdigkeit sind vor allem die Trullis. Diese sind insbesondere in Alberobello zu finden. Wer ein Trullifeeling im Urlaub erleben möchte, kann sich auch einen Trulli mieten. Es gibt mittlerweile zahlreiche Trullibesitzer, die ihren Trulli an Urlauber vermieten.

Trulli in Alberobello, Copyright: Stillkost, Fotolia

Landwirtschaft Apuliens

In den fruchtbaren Küstenebenen werden Mandeln, Tomaten, Getreide und Oliven angebaut und produziert. Zudem ist Apulien ein sehr wichtiges Anbaugebiet für Rotwein, welcher bekanntermaßen einen sehr vollen Gehalt besitzt. Die bedeutendsten Rebsorten Apuliens sind Sangiovese, Negroamaro und Primitivo. Mehr als 7,5 Millionen Hektoliter werden auf über 100.000 Hektar produziert. Die bekanntesten Regionen für den Weinanbau sind Foggia, Locorotondo, Castel del Monte und Canosa di Puglia.

Flughäfen

Der Flughafen von Apulien ist als Drehkreuz für Flüge in den Orient bekannt. Durch den günstigen Standort sind dadurch reichlich Militärflugplätze und Zivilflughäfen angesiedelt.
Die Hauptgesellschaft “Aeroporti di Puglia” versorgt auch die Flughäfen Bari, Brindisi-Casale, Foggia sowie Taranto. Am wichtigsten werden die Flughäfen von Bari und Brindisi-Casale angesehen, wobei die anderen eher eine regionale Bedeutung haben.

Das Piemont – Reisanbau und Weingebiet

Piemont

Im Roero-Gebiet Coypright: italien-sehenswertes.de

Piemont ist die zweitgrößte Region Italiens. Übersetzt bedeutet der Name „AM FUSS DER BERGE“ und sie ist damit landschaftlich wunderschön gelegen. Auf einer Gesamtfläche von 25.399 Quadratkilometer haben sich mehr als 4,4 Millionen Einwohner eine Heimat geschaffen. Als eigene Verwaltungseinheit wird das Aostatal gesehen, was aber historisch wie auch geografisch zur Region Piemont gezählt werden kann.

Am Lago Maggiore Copyright italien-sehenswertes.de

Der Norden grenzt an die Schweiz und der Westen an Frankreich. Im Süden ist dann Ligurien gelegen und im Südosten die Emilia-Romagna. Der Norden und der Nordwesten werden von der Lombardei und dem Aostatal abgegrenzt.

Lago Maggiore Copyright italien-sehenswertes.de

Die gesamte Region ist in drei naturgeografische Abschnitte geteilt. Die okzitanischen Täler, das Valle di Susa und der Lago Maggiore.

Mit 4.618 Metern wird der Monte Rosa als der höchste Berg der Region bezeichnet. Die meisten Menschen leben in den größten Städten von Piemont.

Monte Rosa Copyright italien-sehenswertes.de

Provinzen

Das Piemont ist in 8 Provinzen unterteilt, die nachfolgend aufgeführt sind. Jede der Provinz wird mit Informationen und Sehenswürdigkeiten nochma separat behandelt, da sonst hier der Rahmen gesprengt werden würde.

♦ Provinz Alessandria
♦ Provinz Asti
♦ Provinz Biella
♦ Provinz Cuneo
♦ Provinz Novara
♦ Provinz Turin
♦ Provinz Verbano-Cusio-Ossola
♦ Provinz Vercelli

 

Sprache

Walserdeutsch, Copyright italien-sehenswertes.de

Die Verwaltungssprache ist, wie in vielen anderen Regionen auch, Italienisch. Doch einige Gegenden beherrschen noch das Piemtontesisch und das Okzitan sowie Franko-Provenzalisch. Teilweise wird hier auch Französisch gesprochen und gilt dann dort auch als die Amtssprache.

Geschichte

Weinanbau im Piemont

Weinanbau im Piemont, Copyright italien-sehenswertes.de

Die Geschichte von Piemont hat ihren Ursprung durch den römischen Rückzug. Da hier besonders fruchtbarer Boden vorlag, siedelten sich die ersten Völker an. 1792 fand der erste Koalitionskrieg mit Frankreich statt. Durch Napoléon musste der damalige König abtreten. Piemont musste vorerst aufgegeben werden. 1800 wurde Italien wieder zurück erobert und der sardinische König wurde erneut niedergeschlagen.

Haus in San Gottardo, Copyright italien-sehenswertes.de

1815 wurde durch den Wiener Kongress die Ordnung des Landes wieder hergestellt. Die Österreicher wurden durch Aufstände zurückgedrängt und 1861 wurde Piemont als Verwaltungseinheit vernichtet.

Murmeltier im Valle Maira

Murmeltier im Valle Maira, Copyright italien-sehenswertes.de

Wirtschaftliche Probleme machten sich bemerkbar und 1946 wurde eine Dezentralisierung umgesetzt.

Erst Mitte der 70er Jahre wurde Piemont wieder als Region erwähnt und es herrschten immer wieder Spannungen im sozialen und politischen Wesen.

Versteckte Kirche im höhergelegenden Waldgebiet, Copyright italien-sehenswertes.de

Wirtschaft und Tourismus

Reisanbau im Piemont

Reisanbau Nahe Granozzo con Monticello, Copyright italien-sehenswertes.de

Piemont ist mittlerweile eines der reichsten italienischen Gegenden. Die Kaufkraft liegt bei über 110 Prozent. Mit einer sehr niedrigen Arbeitslosenzahl haben sich besonders die Unternehmen in dieser Region niedergelassen. Automobilhersteller wie Lancia oder FIAT aber auch FERRERO und OLIVETTI sind bedeutende Produzenten. Die Landwirtschaft ist die treibende Kraft und es werden Reis, Obst und Gemüse angebaut.

Gran Paradiso, Copyright italien-sehenswertes.de

Die Trüffelernte im Oktober oder sehr ausgedehnte Wanderwege locken immer mehr Besucher in diese Region ebenso wie die Wintersportbegeisterten.

Kulturell hingegen hat Piemont eine Menge zu bieten.

Brücke in Piedicavallo, Copyright italien-sehenswertes.de

Brücke in Piedicavallo, Copyright italien-sehenswertes.de

Berühmte barocke Bauten und heilige Berge sowie Burgen können bestaunt werden, und dies sogar in den kleinsten Gemeinden, wie beispielsweise in Granozzo con Monticello. Hinter jeder Ecke kann sich ein kleiner kultureler Schatz verbergen, den man nicht erwartet hat.

Sehenswürdigkeiten

Turin

  • Ägyptisches Museum
  • Palazzo Madama (Stadtpalast)
  • Mole Antonelliana (Wahrzeichen der Stadt)
  • Königlicher Palast
  • Palazzo Carignano
  • Turiner Dom
  • Galleria Sabauda (Gemäldegalerie)
  • Porta Palatina (Stadttor)
  • San Lorenzo (Kirche)
  • Borgo Medievale Torino
  • Castello del Valentino (Schloss)

    Sacro Monte di Graglia (Biella), Copyright: italien-sehenswertes.de

Ortasee und Lago Maggiore

  • Sacro Monte d’Orta (Ortasee)
  • Isola Bella (eine der 5 Borrmäische Inseln im Lago Maggiore)
  • Isola Madre (eine der 5 Borrmäische Inseln im Lago Maggiore)
  • Isola San Giulio (Insel im Ortasee)
  • Isola dei Pescatori (eine der 5 Borrmäische Inseln im Lago Maggiore)

    Santuario di Oropa, Copyright: italien-sehenswertes.de

Sonstige

  • Palast von Venaria Reale
  • Superga (Basilica della Natività di Maria Vergine)
  • Schloss Stupinigi in Nichelino
  • Sacra di San Michele (Susatal)
  • Santa Caterina del Sasso in Leggiuno
  • Castello di Rivoli in Rivoli (Schloss)

    Schwarze Madonna von Oropa, Copyright: italien-sehenswertes.de

  • Castello di Racconigi in Racconigi (Schloss)
  • Sacro Monte di Oropa (Wallfahrtsstätte)
  • Sacro Monte di Varallo (Wallfahrtskirche)
  • Safaripark Pombia in Pombia

Berge und Landschaften

  • Colle di Tenda (Alpenmassiv)
  • Monte Rosa (Alpenmassiv)
  • Cascata del Toce in Formazza (einer der höchsten Wasserfälle des Piemont)
  • Nationalpark Gran Paradiso
  • Nationalpark Val Grande
  • La Mandria Regional Park
  • Monte Viso

Region Aostatal – Käse, Wein und Schlösser

Castello di Saint-Pierre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Eine mit einem Sonderstatus belegte Region in Italien, die zudem autonom ist, ist das Aostatal oder auf Italienisch auch Valle d´Aosta.

Im Französischen wird das Aostatal Vallée d´Aoste und im Frankoprovenzalischen Val d´Outa bezeichnet.

Auf einer kleinen Fläche von knapp 3.200 Quadratkilometern leben hier mehr als 128.000 Menschen. Mit der Hauptstadt Aosta ist das Aostatal die kleinste italienische Region von der Fläche, aber auch von der Bevölkerungszahl her.

Im Aostatal existieren zahlreiche Spezialitäten, wie zum Beispiel der Prosciutto mit Alpenkräutern aus Saint-Marcel, der übrigens sehr lecker und somit zu empfehlen ist.

Geographie und Berggemeinden

Die nördliche Grenze des Aostatals ist die Schweiz, die westliche Frankreich. Im Süden und Osten ist die Region Piemont zu finden. Nebentäler der Alpen und die Dora Baltea beeinflussen die Geographie dieser Region. Zum Westen hin grenzt der Mont Blanc (Monte Bianco 4.810,02 m) und zum Norden hin der Monte Rosa (4.637 m) an die Region. Auch der Cervino (4.478 m) ist im Aostatal zu finden.

Im Gran Paradiso, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Gran Paradiso (4.061 m), mit der gewaltigste Naturpark in Italien und der erste Nationalpark, der 1922 in Italien gegründet wurde, ist im Aostatal und im Piemont zu Hause. Ebenso besteht die Region aus kleineren verträumten Naturschutzgebieten, wie beispielsweise dem Nationalpark Mont Avic, der als der erste Naturpark im Aostatal gilt und der sich zwischen den Tälern Champdepraz und Champorcher befindet (Vallone di Champdepraz und Valle di Champorcher).

Unten Villeneuve, Blick auf das Tal, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Aostatal hat keine Provinzen, so wie viele andere Regionen Italiens, sondern vielmehr 74 Berggemeinden, in denen jeweils eine Viezahl von Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Einige Berggemeinden sind versteckt, aber im Wesentlichen gut zu erreichen. Ein Beispiel wäre hier Nex und Tignet. Zwei wunderschöne Bergdörfer, die unbedingt angeschaut werden sollten.

Die Berggmeinden wären im Wesentlichen:

  • Allein
  • Antey-Saint-André
  • Aosta
  • Arnad
  • Arvier
  • Avise
  • Ayas
  • Aymavilles
  • Bard
  • Bionaz
  • Brissogne
  • Brusson
  • Challand-Saint-Anselme
  • Challand-Saint-Victor
  • Chambave
  • Chamois
  • Champdepraz
  • Champorcher
  • Charvensod
  • Châtillon
  • Cogne
  • Courmayeur
  • Donnas
  • Doues
  • Emarèse
  • Etroubles
  • Fontainemore
  • Fénis
  • Gaby
  • Gignod
  • Gressan
  • Gressoney-La-Trinité
  • Gressoney-Saint-Jean
  • Hône
  • Introd
  • Issime
  • Issogne
  • Jovençan
  • La Magdeleine
  • La Salle
  • La Thuile
  • Lillianes
  • Montjovet
  • Morgex
  • Nus
  • Ollomont
  • Oyace
  • Perloz
  • Pollein
  • Pont-Saint-Martin
  • Pontboset
  • Pontey
  • Pré-Saint-Didier
  • Quart
  • Rhêmes-Notre-Dame
  • Rhêmes-Saint-Georges
  • Roisan
  • Saint-Christophe
  • Saint-Denis
  • Saint-Marcel
  • Saint-Nicolas
  • Saint-Oyen
  • Saint-Pierre
  • Saint-Rhémy-en-Bosses
  • Saint-Vincent
  • Sarre
  • Torgnon
  • Valgrisenche
  • Valpelline
  • Valsavarenche
  • Valtournenche
  • Verrayes
  • Verrès
  • Villeneuve

Sehenswürdigkeiten im Aostatal

Il castello Sarroid de La Tour in Saint-Pierre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Aostatal hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die allerdings in einem separaten Abschnitt mit Informationen und Fotos behandelt werden. Allenfalls würde es hier den Rahmen sprengen, da schon allein die Vielzahl der Schlösser und Kirchen zig Seiten ausmachen.

Giuseppe Giacosa (1847 – 1906), ein Dramatiker und Schriftsteller, zählte allein 72 Schlösser entlang der Hauptrouten im Aostatal, ohne dabei überhaupt kleinere Burgen und Schlösser mitzuzählen.

Geschichte

Die Königsfamilie Savoyen, Copyright: italien-sehenswertes.de

Als die Römer 25 v. Chr. die Kelten aus diser Region vertrieben haben, gründeten sie Augusta Praetoria – Aosta. Bis etwa 1946 gehörte die Region Aostatal zum Herrschaftshaus Savoyen. Zwischendurch war sie unter französischer Herrschaft. Daher wird auch teilweise französisch sowie frankoprovenzalisch gesprochen. Mitte des 18. Jahrhunderts war Aostatal unter dem Königreich und der Provinz Turin eingruppiert. Das Herrschaftshaus Savoyen wurde an Frankreich abgetreten. Die Eingliederung in Italien war besonders während des Faschismus im Gange. Über das gsprochene Französisch wurde ein Verbot verhängt und Italiener wurden immigriert. Im Jahr 1927 erfolgte die Trennung von Turin. Als ein sehr bedeutendes Widerstandszentrum erhielt Aostatal die Tapferkeitsmedaille. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sonderstatus gegeben und somit konnten sie den französischen Bestrebungen entgegenwirken. Der erste Präsident der Region war Federico Chabod.

Bevölkerung

Aostatal ist eine mehrsprachige Region, in der Italienisch ebenso wie Französisch als Amtssprachen gelten und sogar in der Verfassung als doppelsprachige Version auftauchen. In den Schulen ist die Zweisprachigkeit nicht anders und die Prüfungen müssen dementsprechend auch in beiden Sprachen abgelegt werden. Muttersprache ist trotz allem Italienisch und viele sprechen zudem den frankoprovenzalischen Dialekt.

Typische Hausbeschriftungen im Aostatal, Copyright: Italien-sehenswertes.de

So ist aber auch eine deutsche Mundart zu finden und zwar in den Städtchen Gressoney la Trinité, Gressoney Saint Jean und Issime.

Muttersprachlicher Unterricht wird bevorzugt, um die sprachlichen wie teilweise auch kulturellen Minderheiten zu schützen. Etwa 1.000 Menschen sprechen zudem Walserdeutsch.

Politische Verhältnisse

Seit 1948 ist Aostatal eine autonome Region in Italien. Der Regionalrat besteht aus insgesamt 35 Regionalräten und der Präsident, derzeit Pierluigi Marquis (Stella Alpina), steht dem Regionalausschuss vor. 

Nach einem Mehrheitswahlrecht wird im römischen Parlament der Senator mit seinen Abgeordneten gewählt. Die Bewegung Union Valdôtaine dominiert sehr stark das politische Geschehen. So war es auch möglich das sie einen ihrer eigenen Kandidaten an die Senatsspitze setzen konnten. Weitere politische Unionen sind Stella Alpina, Fédération Autonomiste und Popolo della Libertá. Als Nationalhymne gilt ein Volkslied – „Montagnes valdôtaines“ mit der Melodie von Alfred Roland.

Wirtschaftliche Lage und Infrastruktur

Wegen des wesentlichen Einflusses durch das Weinanbaugebiet und den Käse ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Region Aostatal. Daneben steht ebenso bedeutend der Tourismus, der ebenfalls einen sehr wichtigen wirtschaftlichen Status inne hat.

Castello di Chatel-Argent mit Blick auf das Tal, Villeneuve, Copyright: italien-sehenswertes.de

In Courmayeur und Breuil-Cervinia sind viel besuchte Wintersportorte, die zudem mit dem Zermatt in Verbindung stehen. Aostatal ist eine der sehr wohlhabenden Regionen von Italien und das Durchschnittseinkommen liegt bei etwa 66.400 Euro. Die Arbeitslosenquote liegt ungefähr bei gerade einmal 3,2 Prozent durchschnittlich – gegenüber den südlichen Regionen schon ein beträchtlicher Unterschied.

Die stark befahrende A5 kommt von Turin und führt durch das gesamte Aostatal. Hier besteht eine Verbindung durch den Mont-Blanc-Tunnel zur französischen A40. Der Kleine Sankt Bernhard, ein Alpenpass, stellt die Verbindung zu Bourg Saint Maurice, einer französischen Ortschaft, her. Der Große Sankt Bernhard verbindet dagegen das schweizerische Martigny mit Aosta.

Haus mit Felsen als Dach in Gressoney la Trinité, Copyright: italien-sehenswertes.de

Im gesamten Aostatal besteht von Oktober bis April die generelle Winterreifenpflicht oder variabel Sommerreifen mit Schneeketten. Wer ohne diese erwischt wird, muss bis zu 80 Euro Strafe zahlen. Es würde sich allerdings lohnen welche aufzuziehen, da die Straßen an sich nicht oder sehr gering gestreut sind.

Abruzzen

Abruzzen Karte

Abruzzen Karte Copyright: TUBS

Die Abruzzen (Abruzzo) sind eine Region in Italien mit einer Fläche von 10 831,84 km², die von den Nachbarregionen Marken, Latium und Molise umschlossen wird. Dabei ist ein Drittel der Region ein Küstenstreifen entlang der Adria. Die abbruzzische Einwohnerzahl liegt bei 1.320.245 (Stand Februar 2017).

Geographie

Gezählt wird die Region zu Süditalien, obwohl sie allerdings geographisch gesehen in der Mitte des Landes liegt. Grund dafür ist ein kultureller und wirtschaftlicher Austausch vorrangig mit den südlichen Regionen bis zum 19. Jahrhundert.

Zwei Drittel der abbruzzischen Landesmasse besteht aus Gebirge bis zu 3.000 Meter Höhe. Hier werden mehrere Aspekte der Geographie vereint – Berge, Hügellandschaften und Küstengebiete. Durch diese geographischen Faktoren ist die Region landschaftlich ein Anreiz geworden, der sich unter anderem in zahlreiche Naturparks äußert. Naturschutz wird in Abruzzen sehr großgeschrieben. In ganz Italien sind hier mitunter die meisten Naturschutzgebiete und Nationalparks zu finden.

Die Abruzzen sind mit etwa 65 Prozent von bergigem Land bedeckt, Hügelgebiete sind zu 34 Prozent zu finden und Flachland nur zu einem Prozent. Die Küstenlinie von ungefähr 131 km ist eng durch die umliegenden Berge gehalten und weist größtenteils Sandstrand auf. An die Abruzzen grenzt das Adriatische Meer (Adria).

Provinzen der Abbruzzen

Die Provinzen der Abruzzen sind:

Region Abbruzzen Karte, Copyright: Idéfix Dutch Wikipedia

Chieti mit einer Fläche von 2.599,58 km² und 389.708 Einwohnern (Stand 30.06.2016)

L´Aquila mit einer Fläche von 5.047,55 km² und 302.200 Einwohner (Stand 30.06.2016)

Pescara mit einer Fläche von 1.230,33 km² und 321.172 Einwohner (Stand 30.06.2016)

Teramo mit einer Fläche von 1.954,38 km² und 309.997 Einwohner (Stand 30.06.2016)

Flüsse, Seen, Grotten und Meer

Die Abruzzen werden durch zahlreiche Flüsse und Seen gespeist.

Die wichtigsten Flüsse der Region sind:

  • Tronto mit 115 km Länge
  • Liri mit 40 km Länge
  • Aterno-Pescara mit 135 km Länge
  • Sangro mit 117 km Länge
  • Tirino mit 25 km Länge
  • Tordino mit 59 km Länge
  • Salto mit 55 km Länge
  • Vomano mit 75 km Länge

Bedeutende Seen der Abruzzen sind:

  • Lago di Campotosto
  • Lago di Scanno
  • Lago di Bomba
  • Lago Sant’Angelo
  • Lago di Barrea
  • Lago Vetoio
  • Lago di Penne
  • Lago Sinizzo
  • Lago di Scanno
  • Lago Pio
  • Lago di San Domenico
  • Lago di Provvidenza
  • Lago Vivo
  • Lago della Montagna Spaccata

An die Abruzzen grenzt die Adria, die bis heute unter den Touristen sehr beliebt ist. Der Küstenstreifen ist 131 km lang und es gibt zahlreiche Sandstrände, die zum Baden einladen. Die Abruzzen sind bis heute noch nicht von Touristen überannt, somit lassen sich noch wunderschöne naturbelassene und stille Orte finden, wie beispielsweise die zahlreichen Grotten.

Zu den eindrucksvollsten Grotten gehören:

  • Grotte del Cavallone a Lama dei Peligni
  • Grotte di Stiffe (San Demetrio ne‘ Vestini)
  • Grotta del Cavallone (Taranta Peligna)
  • Grotta del Colle (Rapino)
  • Grotte di Pietrasecca (Carsoli)
  • Grotta Sant’Angelo (Lama dei Peligni)

Berge, Berghütten und Pässe

Wie in jeder Region Italiens können die Abruzzen auch mit zahlreichen Bergpässen und Wanderrouten punkten.

Die wichtigsten Bergpässe sind:

  • Passo delle Capannelle
  • Sella di Corno
  • Bocca di Forlì
  • Passo Godi
  • Valico della Forchetta
  • Passo di Forca Caruso

Alpine Berghütten (Rifugi)

  • Rifugio Franchetti in Pietracamela
  • Rifugio Vincenzo Sebastiani in Rocca di Mezzo
  • Rifugio Duca degli Abruzzi in Campo Imperatore

Bergmassive

  • Monti della Laga
  • Monti Sibillini
  • Majella-Massiv

Naturreservate und Botanische Gärten

Die Abruzzen haben auch wunderschöne Naturreservate und Botanische Gärten zu bieten. Zu ihnen gehören mitunter:

  • La cascata di Zompo lo Schioppo a Morino (Wasserfall)
  • Naturreservat Pineta di Santa Filomena
  • Naturreservat Valle dell’Orfento I
  • Naturreservat Valle dell’Orfento II
  • Naturreservat del Lago di Campotosto
  • Naturreservat Pantaniello
  • Naturreservat Quarto Santa Chiara
  • Naturreservat Fara San Martino Palombaro
  • Naturreservat Feudo Ugni
  • Naturreservat Lama Bianca di Sant’Eufemia a Maiella
  • Naturreservat Monte Rotondo
  • Naturreservat Monte Velino
  • Naturreservat Piana Grande della Majelletta
  • Naturreservat Colle di Licco
  • Naturreservat Feudo Intramonti
  • Naturreservat Abetina di Rosello
  • Naturreservat Bosco di Don Venanzio
  • Naturreservat Calanchi di Atri
  • Naturreservat Cascate del Verde
  • Naturreservat Castel Cerreto
  • Naturreservat Gole del Sagittario
  • Naturreservat Gole di S. Venanzio
  • Naturreservat der Grotten von Pietrasecca
  • Naturreservat Lago di Penne
  • Naturreservat Lago di Serranella
  • Naturreservat Lecceta di Torino di Sangro
  • Naturreservat Monte Genzana e Alto Gizio
  • Naturreservat Monte Salviano
  • Naturreservat Pineta Dannunziana
  • Naturreservat Punta Aderci
  • Naturreservat Sorgenti del Fiume Pescara (Quellen des Pescara)
  • Naturreservat Zompo lo Schioppo
  • Naturreservat Grotte di Luppa
  • Naturreservat Bosco di S. Antonio
  • Naturreservat Gole del Salinello
  • Naturreservat Majella Orientale
  • Naturreservat Valle del Foro
  • Naturreservat Valle dell’Orta
  • Naturreservat Voltigno e Valle d’Angri

Botanische Gärten

Die schönesten botanischen Gärten der Abruzzen sind:

  • Giardino Botanico Gole del Sagittario in Anversa degli Abruzzi
  • Orto botanico dell’Università dell’Aquila in L’Aquila
  • Giardino botanico Michele Tenore in Lama dei Peligni
  • Villa dei Ligustri in Loreto Aprutino
  • Orto botanico riserva Lago di Penne in Penne
  • Giardino botanico e arboreto appenninico del Parco nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise in Pescasseroli
  • Giardino botanico Mediterraneo in San Salvo
  • Giardino botanico Daniela Brescia in Sant’Eufemia a Maiella
  • Giardino botanico Loreto Grande in Villavallelonga
  • Giardino botanico alpino di Campo Imperatore in Campo Imperatore

Sehenswürdigkeiten in den Abruzzen

In den Abruzzen gibt es auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Wie in Italien üblich, kann man fast überall Sehenswürdigkeiten finden. Da die Aufnahme der Sehenswürdigkeiten auf der Webseite direkt zu umfangreich wäre, habe ich mich für eine PDF-Datei entschieden. In dieser sind der überwiegende Teil der Sehenswürdigkeiten in den Abruzzen erfasst. Für den Abruzzen Urlaub kann diese Datei vielleicht eine kleine Hilfe darstellen, da diese alle sehenswerten Kirchen, Burgen, Schlösser, sonstige religiöse Gebäude, Plätze, Straßen und Häuser enthält.

Abruzzen Sehenswürdigkeiten

Kirchen der Abruzzen

Es wurden im Laufe der Geschichte eine Vielzahl an Kirchen erbaut, da eine Christianisierung stattfand. Zu den Kirchen zählen unter anderem die Basilika von Collemaggio, die Abteikirche San Clemente a Casauria oder die Basilika San Giovanni in Venere. Mehr Kirchen sind in der Datei „Abruzzen Sehenswürdigkeiten“ zu finden.

Städte in den Abruzzen

Provinz Chieti Karte, Copyrght: Idéfix Dutch Wikipedia

Sehenswerte Städte mit einer sehr interessanten Geschichte sind unter anderem L´Aquila, Sulmona, Teramo, Chieti, Castelli, Atessa, Atri, Avezzano, Bomba, Casalbordino, Cermignano, Fossacesia, Lanciano, Montedorisio, Ortona, Scanno, Sulmona, Vasto oder Guardiagrele. Als Gemeinden ist Penne, Salle, Atri oder Pescocostanzo nennenswert. Es gibt aber auch zahlreiche andere Städte und Gemeinden, die zu entdecken sind. Mehr Städte mit den Sehenswürdigkeiten sind in der obigen Datei zu finden, da die Auflistung hier den Rahmen sprengen würde.

 

Geschichte

Provinz Teramo Karte, Copyright: Idéfix at Dutch Wikipedia

Geschichtlich gesehen hat Abbruzzen viel zu bieten. Ob Höhlen der Prähistorie, Ausgrabungen der römischen und vorrömischen Zeit, Kirchen der Romanik und Renaissance-Städtchen, Burgen, Schlösser, Bergdörfer bis sehr moderne Städte.

In der Eisenzeit waren gemäß dem derzeitigen Kenntnisstand der Wissenschaft die Bevölkerung der Mitteladriatischen Kultur, eine vorrömische Gesellschaft, die Bewohner der Abbruzzen. Im Altertum waren Samniten die Bevölkerungsschicht der Region. Ein Zeitzeuge der vorrömischen Zeit ist die Statue „Guerrieri di Capestrano“.

Die Abruzzen gehörten im Frühmittelalter zum Herzogtum des Spoleto, welches langobardisch war. Unter den Staufern in Sizilien wurde es anschließend von Neapel verwaltet, nachdem es geteilt wurde. So wurde es 1861 zum Königreich Italien hinzugezählt. Klar definierte Grenzen für die Region gab es nicht. Provinz Campobasso wurde ausgegliedert und umgeformt zur Molise-Region.

 

Tourismus

Provinz Pescara Karte, Copyright: Idéfix at Dutch Wikipedia

Die Tourismusquote steigt jährlich an. Kastelle, Burgen und Schlösser geben nicht nur einen herrlichen Anblick, sondern auch eine Menge Kultur und Geschichte preis. Die Region Abruzzen gilt als absoluter Geheimtipp, da mehr als 20 Skigebiete befahren werden können. Mehr als 368 Kilometer Pisten – wie Roccaraso und Campo – warten auf Schneewütige. Nicht nur die Abfahrt ist beliebt, sondern auch der Langlauf. Wer nicht gern auf den Brettern steht, kann die vielen Gipfel erklimmen, entweder als Bergsteiger oder auch als Wanderer. Hat man sein Höhenziel erreicht, sieht man unter anderem die Bergmassive Monti della Laga, Monti Sibillini und das Majella-Massiv.

Wirtschaft

Provinz L´Aquila Karte, CopyrighT. Idéfix at Dutch Wikipedia

Zu der Renaissance-Zeit haben die Abruzzen einen regen Handel mit Wolle betrieben. Im Landesinneren waren daher viele wohlhabende Städte entstanden. Ab dem 18. Jahrhundert ging die Produktion der Wolle zurück und Abruzzen begann zu verarmen, wodurch viele Einheimische nach Amerika oder Australien auswanderten – und das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein. Danach trat allmählich eine Erholung der wirtschaftlichen Lage ein und so ist Abruzzen „die erste Region des Mezzogiorno“.

Die heutige Wirtschaft stützt sich überwiegend auf die Dienstleistungen und nicht minder auf die Industrie. Elektronikindustrie, Pharmaindustrie, Biomedizin und Nuklearphysik sind die Kernpunkte. Doch auch der Tourismus hat in den vergangenen Jahren zugelegt und trägt seinen Teil bei. Nebensächlich dagegen ist die Landwirtschaft, die aber auf den neuesten Stand der Technik ist und somit mit sehr hochwertigen Waren punkten kann. Gerade die Weidekultur ist weit verbreitet und bietet unter anderem Schafen ein sattes Grün. Ein weiterer landwirtschaftlicher Zweig ist der Weinanbau und die Herstellung von Olivenöl, welches als das „hochwertigste“ in Italien angesehen werden soll.

Abbruzzische Küche

Die abruzzesischen Suppen haben einen gewissen Bekanntheitsgrad und sind unter der Bevölkerung und den Touristen sehr beliebt. Zumeist bestehen diese aus Meeresfrüchten, die mit Hüsenfrüchte verfeinert werden. Das Besondere an allen angebotenen Gerichten ist die Frische der Zutaten, da diese meist sogar aus eigenem Anbau stammen. Peperoni, Safran und Trüffel werden gern als Gewürze zur Verfeinerung in die Suppe gegeben, da diese einen unverwechelbaren Geschmack in das Gericht bringen.

Abbruzzische Spezialitäten sind unter anderem das Sugo (bestehend aus Bauchspeck, Pecorino, Tomaten und Peperoncino) sowie gegrillte Arrosticini (Lammspieße).

Wer Nudeln zu seinem Gericht bestellt, bekommt zumeist hausgemachte und traditionell hergestellt Frischware. Ein bekanntes regionales Nudelgericht ist „Maccheroni alle Chitarra“. Ebenso zu den Spezialitäten gehörend sind bestimmte Wurstwaren, welche ebenfalls gern gegessen werden. Zu den bekannten Wurtswaren gehört die „Ventricina“.

Feste

Die Region Abruzzen feiert sehr gern und vor allem zu kulinarischen Themen – eine „sagra“. Egal zu welcher Zeit man sie besucht, man wird mit Sicherheit eines der Feste erleben dürfen. Immer mit einem überwältigenden Feuerwerk untermalt und jeder Menge guter Laune. Da die religiöse Kultur weit verbreitet ist, finden sich immer wieder neue Anlässe. Zum 16. Januar eines jeden Jahres werden in Fara Filiorum „Farchie“ entzündet. Hierbei werden Schilfrohrbündel verbrannt, welche einen herrlichen Anblick ergeben. Die Osterprozession in Sulmona, das Schlangenfest in Cocullo sind ebenfalls nennenswert. Der Schutzpatron San Zopito wird in Loreto Aprutino mit kunstvoll geschmückten Ochsen gefeiert. Wer ein richtiges mittelalterliches Spektakulum erleben möchte, der sollte nach Popoli reisen. Hier beweisen sich die Abruzzen im Armbrustschießen und im Bogenschießen. Dabei wird zumeist eine ergreifende Liebesgeschichte erzählt.

Granozzo con Monticello: EU Projekt

Granozzo con MonticelloGranozzo con Monticello liegt im nördlichen Italien in der Provinz Novara und in der Nähe von Mailand (Milano).

Granozzo con Monticello gehört zu den ältesten Siedlungen des Gebiets. Die Bezeichnungen sind noch nicht ganz geklärt, jedoch kann man Granozzo zumindest als „optimaler Platz für die Kultivation von Getreide“ deuten.

Tatsächlich gehört die Region Novara zu den führenden Anbaugebieten in Europa – jedoch nicht für Getreide, sondern für Reis.

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Rom wirft Flüchtlinge raus

Am vergangenen Donnerstag ist die italienische Polizei mit Wasserwerfern und Knüppeln gegen afrikanische Flüchtlinge vorgegangen, die in der Nähe des Hauptbahnhofs Termini kampierten. Zuvor räumten die Polizeibeamten das Bürogebäude, in dem die rund 800 Migranten Unterschlupf gefunden hatten. Rausgeworfen standen sie auf der Straße und kampierten im umliegenden Gebiet nahe der Piazza Indipendenza.

Unter den Migranten sind vor allem Frauen und Kinder, Alte und auch Behinderte. Aber auch einige italienische Staatsbürger, denen das Geld für eine Wohnung fehlt, sind mit betroffen.

Rom hat ein Problem: Es hat zwar viele Flüchtlinge, aber weiß nicht wohin mit ihnen. Zwar erhält die Stadt Gelder für Flüchtlingsunterkünfte, aber niemand weiß so recht, wo das Geld hinfließt, so Aussagen von Anwohnern. Eines ist aber klar: Es fließt anscheinend nicht in den Bau von Flüchtlingsunterkünften.

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Tag der Erinnerung: Das Attentat auf Paolo Borsellino

Am 19. Juli 1992 wurde der Richter und Mafia-Jäger Paolo Borsellino in der Via D´Amelio in Palermo vor dem Haus seiner Mutter durch eine Autobombe von der Cosa Nostra ermordert. Jedes Jahr erinnert Italien an diesen Tag, bei dem unter anderem in Palermo Gedenkfeiern stattfinden.

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