Die Provinz Pescara verbindet die Adriaküste mit den Hügeln des Hinterlandes und den Gebirgslandschaften von Maiella, Morrone und Gran Sasso. Auf dieser Seite finden Sie eine Karte der Provinz Pescara sowie Informationen zur geografischen Lage, zu wichtigen Orten, Landschaften, Gewässern und besonderen Sehenswürdigkeiten der Provinz.
Die Landschaft verändert sich auf relativ kurzer Entfernung deutlich. An der Küste liegen die Städte Pescara und Montesilvano, während sich westlich davon die Landschaft über das Tal des Pescara und die Hügelländer bis zu den höheren Bergregionen erstreckt. Zu den geografisch besonders interessanten Gebieten gehören die Umgebung von Penne und Loreto Aprutino, das Pescara-Tal sowie die Berglandschaften von Maiella und Morrone.
Auf den folgenden Karten können Sie die Lage der Provinz, ihre Landschaftsräume und verschiedene geografische Besonderheiten genauer betrachten. Ergänzend stelle ich wichtige Orte, Seen, Flüsse, Schutzgebiete, historische Bauwerke und weitere interessante Besonderheiten der Provinz vor.
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Das erwartet Sie auf meiner Seite
Grenzen, Städte und wichtige Sehenswürdigkeiten Landschaft, Höhenlagen und Geologie
Küste, Hügelland, Täler und Gebirgsregionen Die Provinz Pescara im Überblick
Wichtige geografische Daten und Besonderheiten Wo befindet sich die Provinz Pescara?
Geografische Lage und Gliederung der Provinz Wichtige und sehenswerte Orte
Pescara, Penne, Loreto Aprutino und weitere Orte Pescara auf der Karte der Abruzzen
Lage der Provinz innerhalb der Abruzzen Die wichtigsten Landschaftsräume
Adriaküste, Pescara-Tal, Vestina, Maiella und Gran Sasso Seen, Flüsse und Gewässer
Pescara, Quellen von Popoli und weitere Gewässer Natur, Nationalparks und Schutzgebiete
Maiella, Gran Sasso und die Berglandschaften Besondere Landschaften und Geologie
Schluchten, Karstlandschaften und besondere Geländeformen Burgen und Burgruinen
Burgen, Festungen und befestigte historische Orte Historische Kirchen und Klöster
Abteien, Kirchen, Fresken, Portale und mittelalterliche Kunst Besondere Orte
Pittoreske Ortskerne, Aussichtslagen und besondere Bauwerke Weitere Provinzkarten der Abruzzen
Karten der provinzen Teramo, Chieti und L’Aquila
Provinz Pescara kompakt: Die Provinz besteht aus 46 Gemeinden und reicht von der Adriaküste über das Pescara-Tal und die Hügellandschaften bis in die Bergregionen von Maiella, Morrone und Gran Sasso. Zu den bekanntesten Orten gehören Pescara, Montesilvano, Penne, Loreto Aprutino, Città Sant’Angelo, Popoli und Caramanico Terme.
Übersichtskarte der Provinz Pescara
Die Übersichtskarte zeigt die Provinz Pescara in ihrer geografischen Gesamtheit und wichtigen Sehenswürdigkeiten. Sie können darauf die Lage der Adriaküste, der wichtigsten Städte und Gemeinden, die Verbindung zwischen Küstengebiet, Hügelland und Bergregionen sowie bedeutsame Sehenswürdigkeiten erkennen.
Die Provinz ist räumlich deutlich kleiner als die benachbarte Provinz L’Aquila, weist aber ebenfalls eine große landschaftliche Vielfalt auf. Während der Osten von der Küste geprägt wird, steigt das Gelände in Richtung Westen und Südwesten zunehmend an.

Karte der Provinz Pescara mit wichtigen Orten und der geografischen Lage innerhalb der Abruzzen.
Karte der Landschaft und Höhenlagen der Provinz Pescara
Die Landschaft der Provinz Pescara lässt sich vereinfacht in mehrere Bereiche gliedern. Im Osten liegt die Adriaküste mit dem dicht besiedelten Küstenraum. Daran schließen sich die Hügel von Pescara, Penne und Loreto Aprutino an. Weiter westlich und südwestlich beginnt die deutlich stärker gebirgige Landschaft von Maiella, Morrone und Gran Sasso.
Besonders interessant ist dabei der große Höhenunterschied innerhalb der Provinz. Von der Meeresküste steigt das Gelände über die Hügellandschaften bis zu den Hochlagen des Apennin an. Dadurch verändern sich Landschaft, Vegetation und Klima auf relativ kurzer Entfernung deutlich.
Wichtige Bergregionen
Zu den geografisch bedeutenden Berglandschaften gehören insbesondere die Maiella und der Morrone im südwestlichen Bereich sowie der östliche beziehungsweise südöstliche Rand des Gran-Sasso-Massivs. Teile dieser Gebiete reichen über die Provinzgrenzen hinaus und verbinden die Provinz Pescara mit den benachbarten Provinzen L’Aquila und Chieti.
Wenn Sie in der Provinz Pescara sind, besuchen Sie unbedingt die Maiella. Ich habe diesen Naturpark im September 2024 besucht und erkundet. Kilometerweit konnte ich blühenden Ginster, die schönsten Wiesenblumen und absolute Stille genießen.
Die Höhenlagen bilden einen starken Kontrast zur Küste. Dadurch eignet sich die Provinz besonders gut, um unterschiedliche Landschaftsformen innerhalb einer relativ kompakten Region zu vergleichen.

Morphologische Karte der Provinz Pescara mit Küste, Hügellandschaften, Tälern und Gebirgsregionen.
Die Provinz Pescara im Überblick
| Region | Abruzzen |
| Provinzhauptstadt | Pescara |
| Anzahl der Gemeinden | 46 |
| Lage | Ostteil der Abruzzen zwischen Adriaküste und Apennin |
| Zugang zum Meer | Adriaküste |
| Wichtiger Fluss | Pescara |
| Wichtige Landschaftsräume | Küste, Pescara-Tal, Vestina, Maiella und Morrone, Gran-Sasso-Gebiet |
Die heutige Provinz Pescara verbindet damit mehrere sehr unterschiedliche geografische Räume. Diese Mischung aus Meer, Flusstälern, Hügeln und Bergen ist eines der charakteristischen Merkmale des Provinzgebiets.
Wo befindet sich die Provinz Pescara?
Die Provinz Pescara liegt im östlichen Teil der Abruzzen und reicht von der Adriaküste bis in das hügelige und gebirgige Hinterland. Im Osten bildet die Adria die natürliche Begrenzung der Provinz. Im Westen und Südwesten steigt das Gelände zunehmend an und geht in die Berglandschaften des zentralen Apennin über.
Die Provinzhauptstadt Pescara liegt unmittelbar an der Adriaküste und am Unterlauf des Flusses Pescara. Damit unterscheidet sich die Provinz deutlich von L’Aquila, deren Gebiet vollständig im Landesinneren liegt. Pescara verbindet dagegen einen dicht besiedelten Küstenraum mit dem weniger dicht besiedelten Hügelland im Westen.
Geografisch besonders interessant ist der Übergang zwischen Meer und Gebirge. Von der Küste aus steigt die Landschaft zunächst über sanfte Hügel an. Weiter westlich werden die Höhenunterschiede größer, bevor die eigentlichen Bergregionen erreicht werden. Diese Staffelung ist auf einer morphologischen Karte der Provinz Pescara besonders gut zu erkennen.
💡 Gut zu wissen
Die Provinz Pescara besitzt sowohl eine Adriaküste als auch ausgedehnte Hügel- und Berglandschaften. Dadurch können innerhalb einer relativ kleinen Provinz sehr unterschiedliche Landschaftsräume aufeinanderfolgen.
Geografische Lage und Gliederung
Die Provinz Pescara umfasst 46 Gemeinden und erstreckt sich über rund 1.230 km². Ihre besondere geografische Lage ergibt sich aus dem kurzen Übergang von der Adriaküste über die Hügellandschaften bis in die Gebirgsräume des Apennins. Dadurch liegen auf vergleichsweise engem Raum sehr unterschiedliche Landschaftsformen nebeneinander.
Ein wichtiger geografischer Orientierungspunkt ist das Tal des Pescara. Der Fluss tritt bei Popoli aus den Gole di Popoli heraus und durchquert anschließend das zentrale Gebiet der Provinz in Richtung Adriaküste. Im Norden schließt sich das Einzugsgebiet von Tavo und Saline an, während sich im Westen und Südwesten die Landschaft zunehmend zu den Gebirgszügen von Maiella, Morrone und Gran Sasso anhebt.
Die Höhenunterschiede prägen auch die Siedlungsstruktur. An der Küste liegen mit Pescara und Montesilvano die dicht besiedelten Räume der Provinz. Weiter im Landesinneren folgen Orte wie Città Sant’Angelo, Loreto Aprutino, Penne und Picciano, die vielfach auf Hügelkuppen oder an den Hängen der Hügellandschaft liegen. Noch weiter westlich und südwestlich finden sich kleinere Berggemeinden wie Caramanico Terme, Salle, Roccamorice und Sant’Eufemia a Maiella.
Damit lässt sich die Provinz Pescara geografisch vereinfacht als Abfolge von Adriaküste, Flusstälern, Hügellandschaften und Gebirgsräumen beschreiben. Gerade diese kurzen Entfernungen zwischen unterschiedlichen Landschaftsräumen machen die Provinz geografisch besonders abwechslungsreich.
Wichtige und sehenswerte Orte in der Provinz Pescara
Die Orte der Provinz Pescara unterscheiden sich deutlich voneinander. An der Küste dominieren größere Städte und dicht besiedelte Gemeinden, während im Hinterland zahlreiche kleinere historische Orte auf Hügeln und in den Tälern liegen. Einige dieser Orte sind vor allem wegen ihrer historischen Ortskerne, andere wegen ihrer Landschaft oder ihrer Lage an wichtigen Verkehrswegen bekannt.
Pescara
Provinzhauptstadt an der Adriaküste und am Fluss Pescara. Die Stadt ist das wichtigste urbane Zentrum der Provinz.
Montesilvano
Küstenstadt nördlich von Pescara mit einem langen Abschnitt der Adriaküste und enger räumlicher Verbindung zur Provinzhauptstadt.
Penne
Historische Stadt im Hügelland des Hinterlandes mit einer markanten erhöhten Lage und Blick über die Landschaft der Vestina.
Città Sant’Angelo
Historischer Ort auf einem Hügel nördlich von Pescara mit einem gut erhaltenen Ortskern.
Loreto Aprutino
Historischer Ort im Hügelland zwischen Küste und den höheren Bergregionen der Abruzzen.
Popoli Terme
Ort am Übergang zwischen mehreren Landschaftsräumen und in der Nähe bedeutender Flusstäler und Schluchten.
Caramanico Terme
Bergort am Rand der Maiella-Landschaft und Ausgangspunkt für die Erkundung der umliegenden Natur.
Scafa
Ort im westlichen Teil der Provinz und geografisch interessant durch seine Lage zwischen Tal- und Berglandschaften.
Die Provinz Pescara auf der Karte der Abruzzen
Auf einer Karte der Abruzzen ist die Lage der Provinz Pescara besonders leicht einzuordnen. Sie befindet sich zwischen der Adriaküste und den inneren Gebirgsregionen der Region. Die Provinzhauptstadt Pescara liegt im Osten, während sich die Landschaft in Richtung L’Aquila zunehmend in höhere und stärker reliefierte Gebiete verändert.
Die geografische Position erklärt auch die besondere Verbindung der Provinz zwischen Küste und Hinterland. Verkehrswege folgen den Flusstälern und natürlichen Übergängen zwischen den verschiedenen Landschaftsräumen. Dadurch besitzt Pescara eine wichtige verbindende Funktion innerhalb der Abruzzen.

Karte mit der Lage der Provinz Pescara innerhalb der Abruzzen.
Die wichtigsten Landschaftsräume der Provinz Pescara
Die Provinz Pescara lässt sich nicht allein über die Küste beschreiben. Einen großen Teil ihrer geografischen Eigenart verdankt sie dem Übergang vom Meer über die Hügellandschaft zu den Gebirgen des Apennin. Besonders deutlich wird dies bei einer Betrachtung der einzelnen Landschaftsräume wie den Hügellandschaften der Vestina bis zu den Gebirgsräumen von Maiella, Morrone und Gran Sasso.

Lagekarte der Naturparks und Nationalparks in der Provinz Pescara
Geologie und Entstehung der Landschaft
Die abwechslungsreiche Landschaft der Provinz Pescara ist eng mit ihrem geologischen Aufbau verbunden. Zwischen der Adriaküste und den Bergen wechseln sich junge Ablagerungsräume, Hügel aus Sedimentgesteinen und mächtige Kalkgebirge ab. Dadurch entstehen auf engem Raum sehr unterschiedliche Geländeformen, die meines Erachtens sehr sehenswert sind.
Besonders deutlich wird dieser Gegensatz im westlichen und südwestlichen Teil der Provinz. Die Gebirgsbereiche von Maiella und Morrone bestehen überwiegend aus Kalkgesteinen, die über lange Zeit durch Wasser, Verwitterung und tektonische Prozesse geformt wurden. In diesen Bereichen finden sich Karsterscheinungen wie Höhlen, Klüfte, natürliche Senken und unterirdische Wasserläufe. Die Maiella erreicht mit dem Monte Amaro 2.793 Meter und gehört zu den markantesten Kalkmassiven des Zentralapennins.
Eine besondere geologische Landschaft bilden die Gole di Popoli. Hier verengt sich das Tal des Pescara zwischen den Gebirgslandschaften von Morrone und Maiella. Die Schlucht bildet einen natürlichen Übergangsraum zwischen dem höher gelegenen Binnenland und dem Pescara-Tal und macht besonders deutlich, wie stark Flüsse die Landschaft im Laufe der Zeit geprägt haben.
Auch das Wasser spielt für die Landschaft der Provinz eine wichtige Rolle. Bei Popoli treten bedeutende Quellen aus dem Untergrund hervor. Das Wasser bewegt sich teilweise durch die durchlässigen Kalkgesteine der Gebirge und tritt dort wieder an die Oberfläche, wo die geologischen Schichten einen weiteren unterirdischen Abfluss verhindern. Die Sorgenti del Pescara gehören deshalb zu den bemerkenswerten natürlichen Erscheinungen im westlichen Teil der Provinz.
Weiter östlich geht die Gebirgslandschaft allmählich in die Hügellandschaften der Vestina und der Colline Pescaresi über. Hier bestimmen weichere Sedimentgesteine, Täler und sanft ansteigende Hügel das Landschaftsbild. Die Hänge werden seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt und sind unter anderem durch Weinberge, Olivenhaine und Ackerflächen geprägt. Viele historische Orte wurden auf erhöhten Lagen errichtet und prägen bis heute das Erscheinungsbild dieser Landschaft.
Im Bereich der Küste und des unteren Pescara-Tals treten nochmals andere geologische Bedingungen auf. Dort finden sich jüngere Ablagerungen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung des Flusstals und der Adriaküste entstanden sind. Der starke Wechsel zwischen Kalkgebirge, Hügelland, Flusstälern und Küstenebene erklärt, warum sich die Landschaft der Provinz Pescara innerhalb weniger Kilometer deutlich verändert.
Geologisch betrachtet ist die Provinz Pescara daher weit mehr als eine Küstenprovinz. Sie verbindet die jüngeren Landschaften der Adriaküste mit den alten Kalkstrukturen des Apennins und bietet dadurch zahlreiche unterschiedliche Geländeformen, Gesteine und Wasserlandschaften.
Die Adriaküste
Im Osten liegt der Küstenbereich der Provinz mit der Stadt Pescara und der Küstenstadt Montesilvano. Hier ist die Landschaft wesentlich flacher als im westlichen Teil der Provinz. Die Nähe zur Adria hat die Siedlungsentwicklung, die Verkehrswege und die wirtschaftliche Bedeutung dieses Raumes stark geprägt.
Im Übergang vom Küstenbereich zum Hinterland steigt das Gelände allmählich an. Bereits wenige Kilometer westlich der Küste beginnt die für die Provinz typische Hügellandschaft. Dadurch lässt sich auf Karten besonders gut erkennen, wie schnell sich die Landschaft von der Adriaküste in Richtung Apennin verändert.
Das Pescara-Tal
Der Fluss Pescara bildet einen wichtigen geografischen Bezugspunkt. Sein Tal stellt eine natürliche Verbindung zwischen den Gebirgsräumen im Westen und der Adriaküste im Osten dar. Besonders im Bereich von Popoli und dem westlichen Hinterland wird deutlich, wie Flüsse und Täler die Siedlungs- und Verkehrsstruktur beeinflusst haben.
Das Pescara-Tal ist dabei nicht nur ein Flusstal, sondern auch ein wichtiger Übergangsraum zwischen verschiedenen Landschaften. Im Westen wird es durch die Gebirge und Schluchten geprägt, während es sich nach Osten zunehmend in Richtung Küstenebene öffnet.
Die Vestina und die Colline Pescaresi
Das Hügelland rund um Penne, Loreto Aprutino, Città Sant’Angelo und weitere Orte wird häufig mit der historischen Landschaft der Vestina verbunden. Charakteristisch sind die sanften Hügel, tief eingeschnittene Täler und landwirtschaftlich genutzten Hänge.
Weinberge und Olivenhaine gehören ebenso zum Landschaftsbild wie kleine mittelalterliche Orte, die häufig auf Höhenrücken oder erhöhten Hügelkuppen liegen. Gerade diese Verbindung von Landwirtschaft, historischen Siedlungen und Hügellandschaft macht den mittleren Teil der Provinz besonders charakteristisch.
Maiella und Morrone
Im südwestlichen Bereich wird die Landschaft zunehmend gebirgig. Die Gebirgszüge von Maiella und Morrone reichen über die Grenzen der Provinz hinaus und bilden einen wichtigen Bestandteil der natürlichen Landschaft der Abruzzen.
Die Maiella ist vor allem durch ihre mächtigen Kalkformationen, tief eingeschnittenen Täler und Karstlandschaften geprägt. Mit dem Monte Amaro erreicht das Massiv eine Höhe von 2.793 Metern. Höhlen, Felsspalten, Quellen und unterirdische Wasserwege sind Ausdruck der langen geologischen Entwicklung dieses Gebirgsraumes.
Auch der Morrone bildet einen markanten Gebirgsraum westlich beziehungsweise südwestlich des Pescara-Tals. Zusammen mit den angrenzenden Landschaften entsteht hier ein deutlicher Gegensatz zu den flacheren Küsten- und Hügellandschaften im Osten der Provinz.
Das Gran-Sasso-Gebiet
Auch der Bereich des Gran Sasso ist für die geografische Einordnung der Provinz Pescara interessant. Das Gebirgsmassiv erstreckt sich über mehrere Provinzen und reicht mit seinen Landschaftsräumen bis an das Gebiet der Provinz Pescara heran.
Auf einer Karte wird dadurch besonders deutlich, wie die Provinz Pescara zwischen der Adriaküste und den großen Gebirgsmassiven des zentralen Apennins liegt. Gleichzeitig werden die geografischen Verbindungen zu den Nachbarprovinzen Teramo und L’Aquila sichtbar.
Küste, Hügel und Berge
Die Provinz Pescara zeigt auf relativ engem Raum einen deutlichen Übergang von der Adriaküste über das Hügelland bis zu den höheren Bergregionen. Genau dieser Wechsel macht die Provinz für geografische Karten besonders interessant.
Wer die Provinz auf einer Karte betrachtet, erkennt deshalb nicht nur die Lage einzelner Städte und Gemeinden. Auch die unterschiedlichen Höhenlagen, Flusstäler, Gebirgszüge und Landschaftsräume werden sichtbar und erklären, warum die einzelnen Teile der Provinz teilweise einen sehr unterschiedlichen Charakter besitzen.
Seen, Flüsse und besondere Gewässer der Provinz Pescara
Obwohl die Provinz Pescara vor allem für ihre Adriaküste bekannt ist, spielen auch Flüsse, Quellen und kleinere Seen eine wichtige Rolle für die geografische Struktur. Besonders der Fluss Pescara verbindet das Landesinnere mit der Küste und hat die Landschaft rund um sein Tal wesentlich geprägt.
Der Fluss Pescara
Der Pescara gehört zu den wichtigsten Flüssen der Provinz. Er durchquert beziehungsweise berührt verschiedene Landschaftsräume und erreicht schließlich die Adriaküste bei der Stadt Pescara. Sein Flusstal bildet einen natürlichen Übergang zwischen den inneren Abruzzen und dem Küstenraum.
Besonders interessant ist der Bereich bei Popoli, wo zahlreiche Quellen mit dem Flusssystem verbunden sind. Die wasserreichen Gebiete machen deutlich, welche Bedeutung die geologischen Strukturen des Apennin für die Entstehung von Flüssen und Quellen besitzen.
Die Quellen von Popoli
Popoli liegt an einem geografisch besonderen Punkt zwischen mehreren Tälern. Die dortigen Quellen gehören zu den bekanntesten Wasseraustritten der Region. Das Wasser stammt aus den umliegenden Gebirgs- und Karstlandschaften und tritt nach seinem unterirdischen Weg wieder an die Oberfläche.
Seen und kleinere Gewässer
Große natürliche Seen wie in der Provinz L’Aquila gibt es in Pescara nicht. Dafür besitzt die Provinz verschiedene kleinere Gewässer, Quellen und wasserführende Flusssysteme. Für eine geografische Betrachtung sind insbesondere die Flüsse und Quellen interessant, weil sie eng mit dem Relief und den Gesteinsformationen der Provinz verbunden sind.
💧 Wasser und Geologie
Die wasserreichen Gebiete rund um Popoli zeigen besonders deutlich, wie eng die Gewässer der Provinz Pescara mit den kalkhaltigen Gebirgslandschaften und unterirdischen Wassersystemen des Apennin verbunden sind.
Natur, Nationalparks und Schutzgebiete der Provinz Pescara
Die Natur der Provinz Pescara reicht von der Adriaküste über landwirtschaftlich geprägte Hügellandschaften bis zu den Bergregionen des Apennin. Besonders im Westen und Südwesten befinden sich naturnahe Gebiete mit Wäldern, Schluchten, Quellen und höheren Berglagen.
Parco Nazionale della Maiella
Ein großer Teil der südwestlichen Landschaft wird durch den Nationalpark Maiella geprägt. Das Schutzgebiet umfasst ausgedehnte Berglandschaften und reicht über die Provinzgrenzen hinaus. Innerhalb des Provinzgebiets befinden sich mehrere besonders interessante Natur- und Bergregionen.
Die Maiella ist bekannt für ihre abwechslungsreiche Geologie, große Waldflächen, Hochflächen, Schluchten und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Je nach Höhenlage verändert sich die Vegetation deutlich.
Gran-Sasso-e-Monti-della-Laga-Gebiet
Auch der Parco Nazionale del Gran Sasso e Monti della Laga ist für die Provinz Pescara von Bedeutung. Das Schutzgebiet erstreckt sich über mehrere Provinzen und verbindet unterschiedliche Landschaftsräume des zentralen Apennin.
Im Bereich der Provinz Pescara treffen dabei Hügellandschaften und höhere Gebirgsregionen aufeinander. Dadurch ergeben sich interessante Übergänge zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen und naturnahen Berglandschaften.
Maiella, Morrone und die Bergwälder
Die Bergregionen von Maiella und Morrone gehören zu den ökologisch interessantesten Landschaften der Provinz. Wälder, Felsbereiche, Bergwiesen und Schluchten bieten Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Tierwelt der Provinz
In den naturnahen Bergregionen können unter anderem Apenninwolf, Marsikanischer Braunbär, Wildkatze, Reh, Wildschwein und verschiedene Greifvögel vorkommen. Die tatsächliche Beobachtung dieser Tiere ist allerdings selten, da viele Arten große Rückzugsgebiete benötigen und sich gegenüber Menschen meist sehr vorsichtig verhalten.
Besonders interessant ist die Provinz deshalb nicht nur für klassische Ausflüge, sondern auch für die Beobachtung von Landschaften und Lebensräumen. Wälder, Hochlagen und Schluchten zeigen verschiedene ökologische Bedingungen auf relativ engem Raum.
🌿 Naturtipp
Wer die Natur der Provinz Pescara kennenlernen möchte, sollte nicht nur die Küste betrachten. Gerade das Hinterland rund um Maiella, Morrone und die Flusstäler zeigt eine völlig andere Seite der Provinz.
Besondere Landschaften und geologische Formen
Die Provinz Pescara besitzt eine abwechslungsreiche Geologie. Kalksteinformationen, Flusstäler, Schluchten und Karstlandschaften haben über lange Zeiträume ein Relief geschaffen, das sich deutlich von den flacheren Küstenbereichen unterscheidet.
Die Schluchten von Popoli
Im Gebiet von Popoli treffen mehrere Landschaftsräume aufeinander. Die Flüsse und die geologischen Strukturen haben hier markante Einschnitte in die Landschaft geschaffen. Dadurch ist die Umgebung nicht nur für ihre Quellen, sondern auch aus geologischer Sicht interessant.
Karstlandschaften
In den Gebirgsregionen der Provinz finden sich verschiedene Karsterscheinungen. Wasser kann in kalkhaltiges Gestein eindringen, unterirdische Hohlräume erweitern und dabei über lange Zeiträume Höhlen, Spalten und andere typische Karstformen entstehen lassen.
Die Hügellandschaft der Vestina
Zwischen Küste und Gebirge erstreckt sich eine charakteristische Hügellandschaft. Rund um Penne, Loreto Aprutino und weitere Orte wechseln sich landwirtschaftlich genutzte Flächen, Weinberge, Olivenhaine und bewaldete Bereiche ab. Viele historische Orte liegen auf erhöhten Positionen und prägen dadurch das Landschaftsbild.
Von der Adria bis zum Apennin
Eine der interessantesten geografischen Eigenschaften der Provinz ist der vergleichsweise schnelle Wechsel zwischen unterschiedlichen Höhenlagen. Von der Adriaküste führt der Weg über das Hügelland in Richtung der höheren Bergregionen. Dadurch lassen sich innerhalb eines relativ kleinen Raumes mehrere typische Landschaftsformen der Abruzzen beobachten.
🗺️ Landschaft auf der Karte
Eine Karte mit Höhenlinien und Landschaftsräumen macht den Übergang von der Adriaküste über das Hügelland bis zu den Bergen besonders deutlich. Für die Provinz Pescara ist eine solche Darstellung daher eine sinnvolle Ergänzung zur normalen Übersichtskarte.
Burgen, Festungen und historische Orte in der Provinz Pescara
Die Provinz Pescara besitzt zahlreiche historische Orte, die eng mit der Landschaft des Hügellandes und der Bergregionen verbunden sind. Mittelalterliche Ortskerne, Burgen, Türme und befestigte Anlagen wurden häufig auf erhöhten Positionen errichtet. Von dort aus konnten Täler, Verkehrswege und das umliegende Gebiet kontrolliert werden.
Besondere Burgen und historische Anlagen
Die Burgen und befestigten Orte der Provinz Pescara stehen häufig in engem Zusammenhang mit der Landschaft. Viele mittelalterliche Siedlungen wurden auf erhöhten Geländepunkten angelegt, von denen aus Täler, Verkehrswege und angrenzende Gebiete kontrolliert werden konnten. Besonders in den Hügel- und Bergregionen sind deshalb historische Ortskerne, Burgruinen und befestigte Wohnanlagen eng miteinander verbunden.
Ein besonders interessantes Beispiel ist Castello di Salle. Die Anlage liegt oberhalb des Orta-Tals und steht damit in einem landschaftlich eindrucksvollen Zusammenhang mit den Bergen der Maiella. Die erhöhte Lage zeigt anschaulich, welche Bedeutung die Kontrolle von Tälern und Verkehrswegen für mittelalterliche Befestigungsanlagen hatte.
In Loreto Aprutino entwickelte sich das Castello Chiola im Laufe seiner Geschichte von einer mittelalterlichen Befestigungsanlage zu einem repräsentativen historischen Gebäude. Der Ortskern liegt erhöht über der umgebenden Hügellandschaft und ist noch heute durch seine mittelalterliche Struktur geprägt.
Eine andere Form der mittelalterlichen Ortsbefestigung lässt sich in Montebello di Bertona erkennen. Der historische Ortskern entstand ringförmig um den erhöhten Bereich der früheren Burg. Teile der Häuser übernahmen dabei selbst eine schützende Funktion, sodass sich Siedlung und Befestigung zu einer Einheit entwickelten.
Auch Popoli besitzt eine historisch bedeutende Befestigungslage. Der Ort liegt an einem geografisch wichtigen Übergang zwischen dem Binnenland und dem Pescara-Tal. Die mittelalterliche Burganlage steht dabei im Zusammenhang mit der strategischen Bedeutung des Ortes an den Verkehrswegen durch die Abruzzen.
Weitere historische Befestigungsanlagen und befestigte Orte finden sich unter anderem in Nocciano, Rosciano, Brittoli, Catignano, Montebello di Bertona und Tocco da Casauria. Sie zeigen, dass die Geschichte der Provinz nicht nur von einzelnen großen Burgen geprägt ist, sondern von einem ganzen Netz kleinerer befestigter Orte und historischer Siedlungen.
Besonders interessant sind die historischen Orte im Hinterland von Pescara. Während die Küstenstädte heute stark vom modernen Siedlungsraum geprägt sind, haben sich im Hügelland zahlreiche ältere Strukturen erhalten. Einige Orte liegen wie kleine Festungen auf den Hügelkuppen und sind schon von weitem zu erkennen.
Castello di Salle
Das Castello di Salle gehört zu den bekannten historischen Anlagen der Provinz. Die Burg liegt in einer eindrucksvollen Berglandschaft und steht in engem Zusammenhang mit dem mittelalterlichen Ort Salle. Ihre Lage zeigt beispielhaft, wie historische Befestigungsanlagen in den Abruzzen an die natürlichen Gegebenheiten angepasst wurden.
Castello Chiola in Loreto Aprutino
In Loreto Aprutino befindet sich das Castello Chiola, das zu den markanten historischen Bauwerken des Ortes gehört. Loreto Aprutino liegt auf einem Hügel und bietet einen weiten Blick über die umliegende Landschaft. Der historische Ortskern steht damit in engem geografischem Zusammenhang mit der Hügellandschaft der Vestina.
Castello di Nocciano
Auch Nocciano besitzt eine historische Burganlage. Das Castello di Nocciano ist ein Beispiel für die zahlreichen kleineren Befestigungsanlagen, die in den historischen Siedlungsstrukturen des Pescara-Hinterlandes zu finden sind.
Città Sant’Angelo
Città Sant’Angelo zählt zu den bekanntesten historischen Orten der Provinz. Der Ort liegt erhöht über der Küstenebene und besitzt einen charakteristischen historischen Ortskern. Durch die erhöhte Lage lässt sich hier besonders gut nachvollziehen, warum viele mittelalterliche Siedlungen in den Abruzzen auf Hügeln angelegt wurden.
Penne
Penne ist ein weiteres bedeutendes historisches Zentrum des Provinzhinterlandes. Die Stadt liegt auf einem Hügel zwischen den Flusstälern des Tavo und des Fino. Der historische Ortskern und die erhöhte Lage machen Penne zu einem wichtigen Beispiel für die Siedlungslandschaft der Vestina.
🏰 Historische Landschaft
Viele historische Orte der Provinz Pescara liegen auf Hügeln. Diese Lage ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern geht häufig auf die frühere Bedeutung von Übersicht, Schutz und Kontrolle von Verkehrswegen zurück.
Historisch bedeutsame Kirchen und Klöster
Neben Burgen und mittelalterlichen Ortskernen gehören Kirchen, Klöster und kleinere religiöse Anlagen zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Provinz Pescara. Viele von ihnen befinden sich in Orten des Hügellandes oder in den Bergregionen und sind eng mit der Geschichte der jeweiligen Gemeinden verbunden. Ein Besuch lohnt immer, denn nicht selten verstecken sich im Inneren von Klöstern und Kirchen für Kunst- und Architekturliebhaber bedeutsame Ausschmückungen, Ornamente, Bilder oder Reliquien.
Besondere Kunstwerke, Portale und Fresken
Die historischen Kirchen der Provinz Pescara sind nicht nur wegen ihres Alters interessant. Einige Gebäude bewahren bedeutende romanische und gotische Steinmetzarbeiten, mittelalterliche Ambonen, kunstvoll gestaltete Portale und umfangreiche Freskenzyklen. Dadurch lässt sich an den Kirchen besonders gut erkennen, wie sich die sakrale Kunst der Abruzzen über mehrere Jahrhunderte entwickelt hat.
Eine herausragende Stellung besitzt die Abbazia di San Clemente a Casauria. Die ehemalige Benediktinerabtei wurde im 9. Jahrhundert gegründet und später umfangreich erneuert. Besonders sehenswert sind die reich gestaltete Fassade und das Portal mit seinen Skulpturen und Reliefs. Im Inneren befinden sich unter anderem ein mittelalterlicher Ambo und eine Osterkerze aus dem 13. Jahrhundert.
Auch die Abbazia di Santa Maria Arabona bei Manoppello besitzt eine bemerkenswerte Ausstattung. Die ehemalige Zisterzienserkirche wurde ab dem frühen 13. Jahrhundert errichtet und blieb in ihrer ursprünglichen Planung unvollendet. Dadurch entstand ein ungewöhnlicher Grundriss. Zur Ausstattung gehören unter anderem mittelalterliche Fresken, eine Darstellung der Madonna mit dem Kind und eine Kreuzigungsszene. Auch die große Osterkerze und das kunstvoll gearbeitete Tabernakel sind bemerkenswert.
In Moscufo befindet sich mit der Kirche Santa Maria del Lago ein besonders interessantes Beispiel romanischer Kunst. Berühmt ist vor allem der aus dem Jahr 1159 stammende Ambo des Bildhauers Nicodemo. Seine Dekoration verbindet pflanzliche, tierische und figürliche Motive und gehört zu den bedeutenden Beispielen mittelalterlicher Steinbildhauerei in den Abruzzen.
Ein weiterer außergewöhnlicher Kunstschatz befindet sich bei Loreto Aprutino in der Kirche Santa Maria in Piano. Im Inneren haben sich umfangreiche Freskenzyklen erhalten, die überwiegend aus dem 15. Jahrhundert stammen. Besonders bekannt ist das große Jüngste Gericht an der Gegenfassade. Das gegen Ende der 1420er-Jahre entstandene Fresko gehört zu den wichtigen Beispielen der Malerei des 15. Jahrhunderts in den Abruzzen. Auch die Portale der Kirche dokumentieren die lange Baugeschichte des Gebäudes. Die Kirche wurde nach umfassenden Restaurierungsarbeiten am 24. April 2026 wieder eingeweiht.
Im Gebiet der Maiella liegt mit San Liberatore a Maiella ein weiterer bedeutender romanischer Sakralbau. Besonders interessant ist der mittelalterliche Ambo mit seinen Reliefdarstellungen, auf denen pflanzliche, tierische und menschliche Motive miteinander verbunden sind. Die Kirche gehört zusammen mit San Clemente a Casauria und Santa Maria Arabona zu den bedeutenden historischen Klosteranlagen entlang des Pescara-Tals und der angrenzenden Berglandschaften.
Auch der Dom San Massimo in Penne besitzt mittelalterliche Kunstwerke. Von einem älteren Ambo sind mehrere romanische Steinplatten erhalten, auf denen die Symbole der vier Evangelisten dargestellt sind. Diese Fragmente geben einen Einblick in die mittelalterliche Ausstattung der Kathedrale und zeigen gleichzeitig die Bedeutung der Steinbildhauerei in den Abruzzen.
Gerade bei den Kirchen der Provinz Pescara lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die äußere Architektur zu achten. Portale, Ambonen, Fresken, Reliefs und mittelalterliche Ausstattungsstücke erzählen vielfach mehr über die Geschichte der einzelnen Orte als die Gebäude allein.
Abbazia di San Clemente a Casauria
Zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Provinz gehört die Abbazia di San Clemente a Casauria bei Castiglione a Casauria. Die ehemalige Benediktinerabtei liegt im Bereich des Pescara-Tals und besitzt eine lange Geschichte. Ihre heutige Gestalt geht wesentlich auf die mittelalterliche Erneuerung der Anlage zurück.
Besonders interessant ist die Verbindung von Architektur und Bildhauerei. Die Fassade und das Portal sind mit zahlreichen Steinreliefs ausgestattet. Auch der mittelalterliche Ambo und weitere Teile der historischen Ausstattung machen die Abtei zu einem wichtigen Zeugnis der romanischen Kunst in den Abruzzen.
Die Abtei ist zudem geografisch interessant, weil sie in einem Übergangsraum zwischen den inneren Berglandschaften und dem Pescara-Tal liegt. Damit verbindet sie historische, kulturelle und landschaftliche Aspekte der Provinz.
Abbazia di Santa Maria Arabona
Die Abbazia di Santa Maria Arabona liegt bei Manoppello auf einer erhöhten Lage zwischen dem Hügelland und den Gebirgsräumen. Die ehemalige Zisterzienserabtei gehört zu den bemerkenswerten Beispielen mittelalterlicher Klosterarchitektur in den Abruzzen.
Besonders interessant ist der ungewöhnliche Baukörper. Die Kirche wurde nach einem zisterziensischen Vorbild begonnen, blieb jedoch bereits im Bereich der ersten Joches des Langhauses unvollendet. Dadurch entstand ein Grundriss, der sich von vollständig ausgeführten Zisterzienserkirchen unterscheidet.
Die Abtei gehört heute zu einer historischen Reihe bedeutender Klosteranlagen, die sich vom Pescara-Tal in Richtung Maiella erstreckt. Zusammen mit San Clemente a Casauria und San Liberatore a Maiella lässt sich hier besonders gut die Verbindung zwischen mittelalterlicher Klosterkultur und der Landschaft der Abruzzen erkennen.
Kirchen in Penne
Der historische Ortskern von Penne besitzt mehrere bemerkenswerte Kirchen und religiöse Gebäude. Besonders hervorzuheben ist der Dom San Massimo, dessen Geschichte bis in das frühe Mittelalter zurückreicht.
Von besonderem kunsthistorischem Interesse sind erhaltene Fragmente eines älteren mittelalterlichen Ambons. Mehrere Steinplatten zeigen die Symbole der vier Evangelisten und gehören zu den erhaltenen Zeugnissen der mittelalterlichen Ausstattung der Kathedrale.
Die Kirchen von Penne sind außerdem eng mit der Entwicklung des historischen Stadtkerns verbunden. Ihre Lage innerhalb der auf einem Hügel gelegenen Altstadt macht deutlich, welche zentrale Funktion religiöse Gebäude für die mittelalterliche Stadtstruktur besaßen.
Kirchen in Città Sant’Angelo
Auch Città Sant’Angelo besitzt mehrere historische Kirchen, die unmittelbar in den mittelalterlich geprägten Ortskern eingebunden sind. Zusammen mit den engen Straßen, den historischen Wohnhäusern und der erhöhten Lage entsteht ein charakteristisches Bild einer historischen Hügelsiedlung der Abruzzen.
Besonders interessant ist hier weniger ein einzelnes herausragendes Kunstwerk als das Zusammenspiel von Kirchen, Häusern und öffentlichem Raum. Die Sakralbauten sind Bestandteil des historischen Ortsgefüges und lassen sich deshalb gut mit einem Rundgang durch den alten Ortskern verbinden.
Religiöse Bauwerke im Bergland
In den Bergregionen der Provinz finden sich außerdem kleinere Kirchen, Kapellen und religiöse Anlagen. Einige liegen in abgelegeneren Landschaften und stehen in Verbindung mit alten Wegen, ehemaligen Siedlungen oder Klostertraditionen.
Gerade diese weniger bekannten Bauwerke können einen besonderen Einblick in die Geschichte der Bergregionen geben. Manche stehen heute nahezu allein in der Landschaft und erinnern daran, dass die religiöse Geschichte der Provinz nicht nur von den großen Abteien und Stadtkirchen geprägt wurde.
Solche Orte faszinieren mich immer wieder. Wer mich bereits kennt, weiß, dass ich historische Sakralbauten liebe.
⛪ Kirchen auf der Karte
Eine eigene Karte historisch bedeutsamer Kirchen kann die räumliche Verteilung der Sakralbauten sichtbar machen. Besonders interessant ist dabei der Vergleich zwischen den Küstenorten, dem Hügelland und den Bergregionen der Provinz.
Historische Dörfer und mittelalterliche Ortskerne
Neben einzelnen Burgen und Kirchen sind die historischen Ortskerne selbst ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft der Provinz Pescara. Zahlreiche Dörfer und kleinere Städte wurden auf Hügeln, Höhenrücken oder erhöhten Geländepunkten angelegt. Die Lage war nicht zufällig gewählt: Sie bot früher einen besseren Überblick über die umliegenden Täler und Verkehrswege und konnte gleichzeitig Schutz vor Überschwemmungen bieten.
Bis heute ist diese Siedlungsstruktur in vielen Orten deutlich erkennbar. Enge Gassen, historische Toranlagen, Kirchen, ältere Wohnhäuser und Reste ehemaliger Befestigungen bilden teilweise noch zusammenhängende historische Ortskerne. Besonders charakteristisch sind die Orte des Hügellandes, bei denen sich der mittelalterliche Ortskern deutlich von den später entstandenen Siedlungsbereichen unterscheidet.
Zu den besonders interessanten historischen Orten gehören Penne, Città Sant’Angelo, Loreto Aprutino, Farindola, Castiglione a Casauria und Caramanico Terme. Sie zeigen unterschiedliche Formen der Siedlungsentwicklung und machen deutlich, wie stark die Topografie die Entstehung und das Erscheinungsbild der Orte beeinflusst hat.
Orte mit Aussicht
Die erhöhte Lage vieler historischer Gemeinden ist eines der auffälligsten Merkmale des Pescara-Hinterlandes. Von den Hügeln und Höhenrücken aus konnten früher die umliegenden Täler und Verkehrswege besser überblickt werden. Gleichzeitig boten die erhöhten Lagen einen gewissen Schutz vor Überschwemmungen und erleichterten in vielen Fällen die Verteidigung der Siedlungen.
Heute eröffnet diese historische Siedlungsstruktur interessante Ausblicke über die Landschaft. Je nach Standort reicht der Blick über die Hügellandschaften der Vestina und der Colline Pescaresi bis zu den Gebirgszügen von Maiella, Morrone und Gran Sasso. Bei Orten in Küstennähe kann sich der Blick zusätzlich bis zur Adriaküste erstrecken.
Wer in der Provinz Pescara unterwegs ist, wird deshalb schnell feststellen, dass viele historische Orte nicht nur wegen ihrer Gebäude interessant sind. Auch ihre Lage innerhalb der Landschaft gehört zu den besonderen Merkmalen.
Besondere Ortskerne auf der Karte
Ein besonders deutlicher Gegensatz besteht zwischen der modernen Küstenzone und den historischen Orten im Hinterland. Pescara und Montesilvano sind stark von moderner Bebauung und der Nähe zur Adria geprägt. Im Landesinneren finden sich dagegen zahlreiche kleinere Orte, deren Ortskerne noch deutlich stärker von historischen Bauformen geprägt sind.
Auf der Karte wird sichtbar, dass viele dieser Orte nicht zufällig verteilt sind. Sie liegen häufig auf Anhöhen, an Talrändern oder in der Nähe historischer Verkehrswege. Dadurch lassen sich die historischen Siedlungsstrukturen gut mit der geografischen Lage und den Landschaftsräumen der Provinz verbinden.
Einige dieser kleineren Ortskerne stelle ich hier genauer vor. Dabei geht es nicht nur um bekannte Sehenswürdigkeiten, sondern auch um ungewöhnliche Bauwerke, historische Details und Besonderheiten, die man auf einer normalen Übersichtskarte leicht übersehen würde.
| Ort | Was den Ort besonders macht |
|---|---|
| Abbateggio | Abbateggio liegt in einer eindrucksvollen Landschaft am Rand der Majella und besitzt mehrere interessante Zeugnisse der Vergangenheit. Im Ortskern steht die aus lokalem Stein errichtete Kirche San Lorenzo Martire mit einem historischen Portal und einer sehenswerten Innenausstattung. Auf einem felsigen Hügel außerhalb des Ortes befindet sich das Santuario della Madonna dell’Elcina. Dort wird eine farbig gefasste Terrakottafigur der Madonna aus dem 15. oder frühen 16. Jahrhundert verehrt. Besonders ungewöhnlich ist auch der im Heiligtum aufbewahrte Stamm einer Steineiche, mit dem eine örtliche Marienlegende verbunden ist. |
| Pescosansonesco | Pescosansonesco ist vor allem wegen seines ungewöhnlichen alten Ortskerns interessant. Das ursprüngliche Dorf lag auf einem markanten Felsvorsprung und wurde nach einer schweren Felsbewegung und der großen Rutschung von 1934 aufgegeben; der heutige Ort entstand weiter unten. Von der alten Siedlung sind unter anderem die Reste der mittelalterlichen Burg und die romanische Kirche San Nicola erhalten. Die Kirche besteht weitgehend aus Stein und besitzt ein romanisches Portal mit kunstvoll gearbeiteten Kapitellen und Pflanzenmotiven. Im Inneren finden sich zudem Reste mittelalterlicher Fresken. |
| Brittoli | Brittoli besitzt mit dem Palazzo Pagliccia einen historischen Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert. Direkt damit verbunden ist die kleine Cappella di Sant’Antonio, deren Fassade aus grob bearbeitetem Stein besteht und von einem charakteristischen Glockengiebel abgeschlossen wird. Eine weitere Besonderheit ist die Chiesa di San Carlo Borromeo: Die barock ausgestaltete Kirche besitzt Stuckarbeiten und einen Altar mit einem Gemälde des heiligen Karl Borromäus. Zum historischen Ortsbild gehört außerdem eine alte Ölmühle. |
| Vicoli | Besonders interessant ist bei Vicoli die Trennung zwischen dem älteren Vicoli Vecchio und dem später entstandenen Ort Vicoli Nuova. Im alten Bereich steht die kleine Kirche San Rocco mit einer Votivikone. Eine ungewöhnliche religiöse Sehenswürdigkeit befindet sich in der Contrada Le Pietre: die Chiesa della Madonna dei Cinghiali. Der Name erinnert an eine lokale Überlieferung, nach der die Madonna einen Pilger vor dem Angriff eines Wildschweins bewahrt haben soll. Die kleine Kirche steht an einem bewaldeten Abhang und hebt sich damit deutlich von gewöhnlichen Dorfkirchen ab. |
| Carpineto della Nora | Die wichtigste Besonderheit liegt etwas außerhalb des eigentlichen Ortskerns: die ehemalige Abtei San Bartolomeo. Die Kirche steht auf einem Felsrücken vor der Bergkulisse des Monte Pietrarossa und geht auf ein Kloster zurück, das bereits im 10. Jahrhundert gegründet wurde. Besonders sehenswert sind das mit Pflanzenmotiven und Tierfiguren geschmückte Steinportal sowie die Apsis mit ihrem Rundfenster und dem zweibogigen Glockengiebel. Dadurch gehört die Abtei zu den kunsthistorisch bemerkenswertesten Bauwerken im Hinterland der Provinz Pescara. |
| Montebello di Bertona | Der historische Ortskern von Montebello di Bertona entwickelte sich ringförmig um die Anhöhe, auf der das mittelalterliche Schloss steht. Die Häuser am Rand des alten Ortskerns hatten früher teilweise selbst die Funktion einer Befestigungsmauer. Vom einstigen Schloss sind noch der markante Eingang und Teile des loggienartigen Innenbereichs erhalten. In der Pfarrkirche San Pietro befindet sich außerdem eine bemerkenswerte Holzstatue des heiligen Petrus sowie ein Modell des historischen Ortes, das die frühere Struktur des befestigten Dorfes veranschaulicht. |
| Loreto Aprutino | Loreto Aprutino besitzt einen besonders gut erhaltenen mittelalterlichen Ortskern, der sich um das Castello Chiola und die Kirche San Pietro entwickelt hat. Zu den sichtbaren Resten der früheren Befestigung gehören mehrere Stadttore und Mauerabschnitte. Sehenswert sind außerdem die romanisch-gotisch geprägte Kirche San Francesco mit ihrem historischen Steinportal und die kleine Santa Maria de Recepto an der Porta dell’Ospedale. Eine Besonderheit des Ortes ist seine Verbindung zur Keramik- und Olivenöltradition: Im Ortskern befinden sich sowohl ein Keramikmuseum als auch ein Museum zur Geschichte der Olivenölproduktion. |
| Moscufo | Moscufo ist vor allem wegen seiner ungewöhnlich reichen sakralen Ausstattung interessant. Im Ortskern steht die barocke Chiesa di San Cristoforo mit einer aufwendig gegliederten Backsteinfassade und einer üppigen Stuckdekoration im Inneren. Das eigentliche kunsthistorische Highlight befindet sich jedoch etwas außerhalb: Santa Maria del Lago, eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. In ihr steht ein außergewöhnlicher, farbig gefasster Ambo aus dem Jahr 1159, der dem Bildhauer Nicodemo zugeschrieben wird. Die Reliefs zeigen unter anderem Pflanzen- und Tiermotive und gehören zu den bemerkenswerten Beispielen romanischer Stein- und Stuckkunst in den Abruzzen. |
| Collecorvino | Collecorvino ist weniger durch ein einzelnes spektakuläres Bauwerk als durch seinen landwirtschaftlich geprägten Charakter interessant. Der Ort gehört zur traditionellen Oliven- und Weinlandschaft der Colline Pescaresi. Im historischen Zentrum steht die Chiesa di Sant’Andrea, deren heutiger Bau aus dem 18. Jahrhundert stammt und eine markante spätbarocke Fassade mit zwei Glockentürmen besitzt. Damit bietet Collecorvino einen Einblick in die eher alltägliche, von Landwirtschaft und kleinen historischen Ortskernen geprägte Seite des Pescara-Hinterlandes. |
| Picciano | Picciano liegt auf einem Hügel inmitten der typischen Kulturlandschaft zwischen Pescara und Penne. Der Ort ist kleiner und weniger monumental als Loreto Aprutino oder Moscufo und eignet sich deshalb eher als Beispiel für die kleinen, landwirtschaftlich geprägten Hügelorte der Provinz. Interessant sind vor allem der historische Ortsbereich und die religiösen Gebäude, die eng mit der Entwicklung der kleinen Siedlung verbunden sind. |
Lagekarte der pittoresken Dörfer in der Provinz Pescara
Auf der Karte finden Sie die besonderen kleineren Ortschaften der Provinz Pescara. Die Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, wo die einzelnen Orte liegen und wie weit sie voneinander entfernt sind. So können Sie besser einschätzen, welche Orte sich miteinander verbinden lassen und Ihre Ausflüge während des Urlaubs einfacher planen.

Karte besonderer kleinerer Orte in der Provinz Pescara
Weitere Provinzkarten der Abruzzen
Die vier Provinzen der Abruzzen bilden gemeinsam die Verwaltungsgliederung der Region. Wenn Sie die Provinz Pescara mit den angrenzenden Provinzen vergleichen möchten, können Sie hier direkt zu den entsprechenden Provinzkarten der Abruzzen wechseln. So lässt sich die geografische Lage von Pescara im Verhältnis zu L’Aquila, Teramo und Chieti besser einordnen.