Mit ihrer einzigartigen Atmosphäre zieht Mailand als weltbekannte Mode- und Kunstmetropole Jahr für Jahr unzählige Besucher aus aller Welt an. Mailand, italienisch Milano, ist mit über 1,3 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Italiens. Trotz ihrer Größe ist die Stadt architektonisch übersichtlich konstruiert. Das Besondere an Mailand: Mitten in der Stadt stehen moderne Hochhäuser neben historischen Palazzi, mittelalterliche Relikte auf imposanten Plätzen und antike Mauern neben gläsernen Fassaden. Mailand verbindet also historische Bauwerke, weltberühmte Kunst und moderne Architektur auf ungewöhnlich engem Raum. Rund um den Mailänder Dom, die Galleria Vittorio Emanuele II und das Castello Sforzesco treffen jahrhundertealte Gebäude auf moderne Geschäfts- und Designviertel. Gleichzeitig zeigt sich in Stadtteilen wie Brera, Navigli und Porta Nuova ein ganz anderes Mailand.

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Mailand, persönliche Tipps für den Besuch, Informationen zu Eintrittspreisen sowie Hinweise zu besonderen Stadtvierteln, moderner Architektur und kulinarischen Spezialitäten.

Foto: Die schöne Skyline von Mailand
Die schöne Skyline von Mailand, Foto credit Pixabay, pippocucu
💡 Mein Tipp für Ihren Besuch:

Wenn Sie zum ersten Mal in Mailand sind, sollten Sie den Mailänder Dom, die Galleria Vittorio Emanuele II, das Castello Sforzesco, Brera, das Letzte Abendmahl und die Navigli nicht auslassen. Für moderne Architektur lohnt sich anschließend ein Abstecher nach Porta Nuova.

Weiterführende Informationen zu Mailand

Mailand Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Mailand

Mailänder Dom – das Wahrzeichen von Mailand

Der Mailänder Dom (Duomo di Milano) ist das Wahrzeichen der Stadt und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Italiens. Die gewaltige Fassade aus hellem Marmor, die zahlreichen Türme und die vielen Skulpturen machen den Dom schon von außen zu einem besonderen Bauwerk.

Besonders bekannt sind die Dachterrassen. Von oben bietet sich ein weiter Blick über die Dächer der Mailänder Innenstadt. Wer den Dom besuchen möchte, sollte möglichst früh am Tag kommen. Gerade in der Hauptsaison können die Besucherzahlen hoch sein. Die Dachterrassen sind häufig mit Touristen überfüllt, ebenso das Innere des Doms. Wem das Ölsardinenfeeling nichts ausmacht, wird sicherlich auf seine Kosten kommen. Mir persönlich waren es zu viele Touristen im Dom, weshalb ich den Charme dieses Bauwerks so gut wie nicht genießen konnte. Meiner Meinung nach lohnt der Besuch innen nicht. Die Außenfassade ist bedeutend reizvoller.

💡 Mein Tipp:
  • Tickets möglichst vorab über den offiziellen Anbieter prüfen.
  • Für die Dachterrassen sollten Sie zusätzliche Zeit einplanen.
  • Die Preise und Zugangsbedingungen können sich ändern.

Galleria Vittorio Emanuele II

Direkt neben dem Dom befindet sich die Galleria Vittorio Emanuele II. Die historische Einkaufspassage mit ihrer großen Glaskuppel gehört zu den bekanntesten Bauwerken im Zentrum von Mailand und soll zu den schönsten Europas gehören. Das ist Geschmacksache. Ich habe in Italien weitaus Schönere gesehen. Unter der Glaskuppel befinden sich luxuriöse Boutiquen und historische Cafés. Hier kann man sehr viel Geld ausgeben, denn oft ist alles überteuert: vom Cappuccino bis hin zu einem kleinen Snack. Einheimische verweilen dort eher selten. Die Einkaufspassage ist eher gutzahlenden Touristen vorbehalten.

Wer nicht unbedingt in der Passage sitzen möchte, findet rund um die angrenzenden Straßen zahlreiche weitere Möglichkeiten zum Essen und Trinken. Shopping-Fans können anschließend zum Quadrilatero della Moda rund um die Via Montenapoleone, dem Luxuszentrum der Stadt, weitergehen. Wer günstiger einkaufen möchte, findet beispielsweise am Corso Buenos Aires ein deutlich anderes Preisniveau.

💡 Mein Tipp:
  • Wer nicht von Massen überrannt werden möchte, sollte früh kommen, am besten vor Ladenöffnung
  • Günstiger essen und trinken Sie außerhalb der Galleria.

Das Letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci

Das weltberühmte Wandgemälde im Refektorium des Klosters Santa Maria delle Grazie ist stark limitiert zugänglich. Tickets müssen Wochen im Voraus reserviert werden. Auch hier wie sooft in Mailand gilt: Man ist selten allein und kann das Meisterstück nur im Beisein von zig anderen Touristen bestaunen. Aber: Es ist einen Besuch wert!

Die offiziellen Informationen weisen für 2026 auf eine maximale Besucherzahl von 40 Personen pro Besuch und eine kurze Besuchsdauer hin.

💡 Tipp zum Letzten Abendmahl:

Nicht erst vor Ort nach einem Ticket suchen. Die Reservierung ist obligatorisch und die verfügbaren Termine sind begrenzt.

Castello Sforzesco – Schloss der Sforza

Das Castello Sforzesco gehört zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten in Mailand. Die mächtige Renaissancefestung liegt am Rand des Parco Sempione und beherbergt mehrere Museen und bedeutende Kunstwerke.

Schon die Architektur des Schlosses lohnt den Besuch. Wer mehr Zeit hat, kann die verschiedenen Museen besichtigen. Besonders interessant sind unter anderem Kunstwerke von Leonardo da Vinci und Michelangelo.

Eingang zum Castello Sforzesco in Mailand
Eingang zum Castello Sforzesco

Brera und die Pinacoteca di Brera

Das Brera-Viertel zählt zu den schönsten Gegenden der Mailänder Innenstadt. Kleine Straßen, Cafés, Galerien, Kunst und Boutiquen machen den Stadtteil zu einem guten Ziel für einen Spaziergang. Die Pinacoteca gehört zu den wichtigsten Kunstmuseen Italiens. Hier habe ich fast einen ganzen Tag verbracht. In der Pinacoteca gibt es eine Snack-Bar für den kleinen Hunger. Diese habe ich in den Mittagsstunden ausprobiert. Ist nicht schlecht, aber – man kann es sich gut vorstellen – nicht preiswert. Wer aber die Kunstgemälde allesamt in Ruhe ohne zu hetzen anschauen möchte, der sollte sich zwischendurch mal eine Pause gönnen.

Die Navigli gehören zu den bekanntesten Ausgehvierteln Mailands. Entlang der Kanäle liegen Restaurants, Bars, Cafés und kleine Geschäfte. Besonders am Abend entwickelt das Viertel eine ganz eigene Atmosphäre. Hier findet am Sonntag auch ein großer Trödelmarkt statt. Literaturbegeisterte können sich auf die Spuren von Alda Merini begeben, die in einem der Häuser wohnte, in der angrenzenden Kirche heiratete und in einem naheliegenden Museum verewigt wurde. Leider ist dieses Museum nahezu immer geschlossen. Aber an den Hausmauern sind etliche Bilder und Zitate angebracht.

Teatro alla Scala – die Mailänder Scala

Die Mailänder Scala zählt zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt. Das historische Gebäude befindet sich nur wenige Schritte von der Galleria Vittorio Emanuele II entfernt. Ein Museumsbesuch lohnt sich auch ohne Opernkarte. Die Scala weist ausdrücklich darauf hin, dass Tickets nur über die offiziellen Verkaufskanäle erworben werden sollten.

Eine Führung ist direkt über die Webseite der Scala buchbar. Ich wollte immer schon mal an einer Veranstaltung teilnehmen, aber die Preise lassen mich stets erschaudern. So ziehe ich lieber das Teatro Carcano vor – auch wenn die Scala natürlich von ihrem Aufbau nicht zu übertreffen ist.

Die Mailänder Scala ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Tradition und Geschichte mit Moderne verbinden lassen. Das Opernhaus wurde auf Veranlassung von Maria Theresia von Österreich nach dem Brand des königlichen Theaters im Jahr 1776 errichtet. Entworfen hat die Scala der Hofarchitekt G. Piermarini. Die Erstaufführung erfolgte 1778 und zwar mit einem Werk von Antonio Salieri. Dank der Auftritte von Bellini, Rossini, Donizetti und Verdi im 19. Jahrhundert, stieg die Scala zu einem der renommiertesten Opernhäuser in Italien auf. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Saal elektrisch beleuchtet (1883-84) und verschönert. Es folgten Renovierungsarbeiten, die letzten zwischen 2002 und 2004.

Die Mailänder Scala, innen ein Schmuckstück mit der historischen Eleganz des 19. Jahrhunderts, hat 2023 einen modernen 38 m hohen Turm erhalten. Insgesamt misst das Gebäude 17.000 Kubikmeter mit einer Tiefe von 70 m. Geplant wurde der Turm von den Architekten Mario Botta und Emilio Pizzi, die auch die Arbeiten leiteten. Der Turm der Scala steht in der Via Verdi und ist ab sofort ein Teil des Theaters. Im Turm werden Proberäume, Verwaltungsbüros und sonstige Räume für das Theater zur Verfügung stehen, denn diese waren bisher immer verstreut im Stadtzentrum untergebracht. 

Moderne Sehenswürdigkeiten und Architektur in Mailand

Heute gehört Mailand zu den quirligsten Städten Italiens. Die Millionenmetropole wächst stetig weiter. Nicht nur von der Einwohnerzahl her, sondern auch in seiner Entwicklung als innovative Industriestadt. Das ehemalige Expo-Gelände von 2015 soll als medizinisches Forschungsgelände umfunktioniert werden. Die Bauarbeiten sind im Gange. Der neue Stadtteil „Porta Nuova“, der mit seinen extravaganten architektonischen Wolkenkratzern eher an Dubai erinnert, ist dem Municipio 9 zugeordnet.

Porta Nuova und Bosco Verticale

Porta Nuova gehört zu den modernsten Stadtentwicklungsgebieten Mailands. Glasfassaden, Hochhäuser, Plätze und neue Grünflächen prägen das Viertel. Der Stadtteil fasziniert durch seine einzigartige hochmoderne Architektur. Schief anmutende, in sich verdrehte und begrünte Hochhäuser geben dem Municipio 9 eine neue Fassade. Besonders bekannt ist der Bosco Verticale, ein Hochhaus-Komplex. Die begrünten Hochhäuser sind mit zahlreichen Bäumen und Pflanzen bepflanzt und gehören zu den bekanntesten Beispielen moderner Architektur in Mailand.

Der Bosco Verticale in Mailand
Der Bosco Verticale im Winter; Pixabay, lauryn77

Piazza Gae Aulenti und das moderne Mailand

Die Piazza Gae Aulenti bildet einen weiteren Mittelpunkt des modernen Mailands. Rund um den Platz stehen moderne Hochhäuser, Geschäfte und Restaurants. Von hier lässt sich gut beobachten, wie stark sich das Stadtbild Mailands in den vergangenen Jahren verändert hat.

Historische Sehenswürdigkeiten in Mailand

Neben Dom, Schloss und Oper besitzt Mailand zahlreiche kleinere historische Sehenswürdigkeiten. Viele davon liegen mitten im heutigen Stadtgebiet und werden im Alltag leicht übersehen. Sie stehen irgendwo eingebettet mitten im Trubel der Großstadt.

Historische Stadttore in Mailand

Mehrere historische Stadttore erinnern an die frühere Stadtbefestigung Mailands. Einige stammen aus früheren Jahrhunderten, andere wurden im 18. und 19. Jahrhundert neu gestaltet.

Stadttor Besonderheit
Porta Garibaldi Historisches Stadttor im Norden des Zentrums
Porta Romana Eines der bekannten historischen Tore Mailands
Porta Sempione Monumentales Tor am Parco Sempione
Porta Ticinese Historisches Tor nahe den Navigli
Porta Venezia Eines der markanten Tore an der ehemaligen Stadtbefestigung

Weitere historische Sehenswürdigkeiten

Zu den weiteren sehenswerten historischen Orten gehören unter anderem die Basilica di Sant’Ambrogio, die Basilica di San Lorenzo, die Santa Maria delle Grazie, die Abbazia di Chiaravalle und der Cimitero Monumentale.

Mailänder Dom in der Innenstadt
Der Mailänder Dom

Eintrittspreise der Sehenswürdigkeiten in Mailand

Mailand gehört nicht zu den günstigsten Städten Italiens. Bei der Planung eines Aufenthalts sollten deshalb neben Unterkunft und Anreise auch die Eintrittskosten berücksichtigt werden. Die Preise können sich ändern. Besonders bei Museen und Sonderausstellungen sollten Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters prüfen.

Sehenswürdigkeit Eintritt
Palazzo Reale
Königlicher Palast
15 € regulär
13 € ermäßigt
17 € Open Ticket
Castello Sforzesco
Schloss der Sforza
5 € regulär
3 € ermäßigt
unter 18 Jahren kostenlos
Museo Poldi Pezzoli 14 € regulär
10 € ermäßigt
6 € Jugendliche/Studierende
Museo Civico di Storia Naturale
Naturkundemuseum
10 € regulär
5 € ermäßigt
unter 18 Jahren kostenlos
Museo del Risorgimento Kostenlos
Museo della Scienza e della Tecnologia
Leonardo da Vinci
10 € regulär
7,50 € ermäßigt
Museo del Duomo 10 € regulär
5 € ermäßigt
Museo del Novecento 10 € regulär
5 € ermäßigt
Museo del Cenacolo Vinciano
Letztes Abendmahl
15 € regulär
2 € für 18–25-Jährige
Reservierung erforderlich
Pinacoteca di Brera 20 € regulär
4 € für 18–25-Jährige
Cimitero Monumentale Kostenlos
Teatro alla Scala je nach Veranstaltung
Museum: 12 € / 8 € ermäßigt
Abbazia di Chiaravalle je nach Führung
z. B. ab 10 €
Statue Vittorio Emanuele II Kostenlos
Planetario di Milano 5 € regulär
3 € ermäßigt
+ 1,50 € Online-Vorverkauf
Grattacielo Pirelli Kein regulärer Eintritt
Bosco Verticale Von außen kostenlos
Arco della Pace Kostenlos
Santa Maria delle Grazie Kostenlos
Letztes Abendmahl separat
Basilica di Sant’Ambrogio Kostenlos
Certosa di Garegnano Kostenlos
Galleria Vittorio Emanuele II Kostenlos
Statue Leonardo da Vinci Kostenlos
Statue Napoleon III Kostenlos
Fontana a Pinocchio Kostenlos
Navigli / Naviglio Kostenlos
Bootsfahrten kosten extra
Stadion San Siro ab 39 €
30 € ermäßigt
Museum & Tour
Basilica di San Lorenzo Kostenlos
Basilica di San Babila Kostenlos
💡 Hinweis zu den Eintrittspreisen

Die genannten Preise entsprechen den verfügbaren Angaben für 2026. Eintrittspreise, Ermäßigungen, Sonderausstellungen und Führungen können sich ändern. Bei der konkreten Reiseplanung empfiehlt es sich deshalb, die Preise unmittelbar vor dem Besuch noch einmal auf der jeweiligen offiziellen Website zu prüfen.

Besondere Stadtviertel und Orte in Mailand

Brera – Kunst und historische Atmosphäre

Brera ist besonders für Besucher interessant, die Mailand nicht nur anhand seiner großen Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchten. Rund um die Pinacoteca liegen kleine Straßen, Cafés, Galerien und Geschäfte.

Navigli – Mailand am Wasser

Die Navigli sind vor allem am Abend beliebt. Wer einen anderen Blick auf Mailand sucht, sollte den Spaziergang entlang der Kanäle mit einem Restaurantbesuch verbinden.

Via Paolo Sarpi – Mailands Chinatown

Die Via Paolo Sarpi ist das Zentrum des chinesisch geprägten Viertels von Mailand. Asiatische Geschäfte, Restaurants und Cafés verleihen der Straße ein ganz anderes Erscheinungsbild als dem historischen Zentrum.

Essen und Trinken in Mailand

Wer Mailand besucht, sollte auch einige typische Spezialitäten der lombardischen Küche probieren. Zu den bekanntesten Gerichten gehören:

  • Risotto alla Milanese – traditionell mit Safran
  • Ossobuco – geschmorte Kalbshaxe
  • Cotoletta alla Milanese – Mailänder Schnitzel

Mailand abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten

Wer nur den Dom, die Galleria und das Letzte Abendmahl besucht, sieht zwar die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Mailand, lernt aber nur einen Teil der Stadt kennen. Gerade der Gegensatz zwischen historischen Gebäuden und moderner Architektur macht Mailand interessant.

Während rund um die Piazza del Duomo die großen Besucherströme unterwegs sind, wirken Brera, die Navigli oder die modernen Viertel rund um Porta Nuova ganz anders. Deshalb lohnt es sich, bei einem Aufenthalt nicht nur eine klassische Liste der Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten, sondern auch etwas Zeit für Spaziergänge durch unterschiedliche Stadtviertel einzuplanen.

Praktische Tipps für einen Besuch in Mailand

🎟️ Tickets

Bei stark begrenzten Sehenswürdigkeiten wie dem Letzten Abendmahl frühzeitig reservieren.

🚇 Öffentliche Verkehrsmittel

Viele Sehenswürdigkeiten im Zentrum lassen sich gut miteinander verbinden.

👟 Zu Fuß

Zwischen Dom, Galleria, Scala, Brera und Castello liegen viele Ziele in fußläufiger Entfernung.

🌆 Abseits des Zentrums

Für moderne Architektur und ein anderes Stadtbild lohnt sich der Weg nach Porta Nuova.

Mailand Sehenswürdigkeiten in 1, 2 oder 3 Tagen besuchen

Zeit Meine Empfehlung
1 Tag Mailänder Dom, Galleria Vittorio Emanuele II und Castello Sforzesco
2 Tage Zusätzlich das Letzte Abendmahl, Brera und die Navigli
3 Tage Zusätzlich Porta Nuova, Bosco Verticale, Mailänder Scala

Tipp: Wenn Sie nur einen Tag in Mailand haben, konzentrieren Sie sich am besten auf das historische Zentrum. Bei zwei oder drei Tagen bleibt mehr Zeit für Museen, besondere Stadtviertel und das moderne Mailand.

Meine Fotos aus Mailand

Zentrum Milano mit Blick auf das Schloss der Sforza
Zentrum Milano mit Blick auf das Schloss der Sforza
Eingang zum Schloss der Sforza Mailand
Eingang zum Schloss der Sforza Mailand
Castello Sforzesco - Schloss der Sforza in Mailand
Castello Sforzesco – Schloss der Sforza in Mailand

Häufige Fragen zu den Sehenswürdigkeiten in Mailand

Rund um die Sehenswürdigkeiten in Mailand gibt es viele Fragen, die über die üblichen Empfehlungen hinausgehen. Wie lassen sich die wichtigsten Attraktionen miteinander verbinden? Wo sind Tickets zwingend erforderlich? Und welche historischen Orte werden von Besuchern häufig übersehen? Die folgenden Antworten greifen sowohl häufige als auch weniger bekannte Fragen rund um einen Besuch in Mailand auf.

Welche Sehenswürdigkeiten in Mailand liegen nah beieinander?

Besonders kompakt ist das Gebiet rund um die Piazza del Duomo. Vom Mailänder Dom sind es nur wenige Schritte zur Galleria Vittorio Emanuele II und anschließend zur Scala. Von dort erreichen Sie das Brera-Viertel ebenfalls zu Fuß. In der anderen Richtung können Sie über die Via Dante zum Castello Sforzesco weitergehen. Für diese Route benötigen Sie kein Verkehrsmittel. Deutlich weiter entfernt liegen dagegen Navigli, San Siro und Teile von Porta Nuova.

Welche Sehenswürdigkeiten in Mailand sind für Menschen mit Behinderung zugänglich?

Viele der größeren Sehenswürdigkeiten in Mailand sind grundsätzlich barrierefrei oder teilweise barrierefrei zugänglich. Dazu gehören unter anderem der Mailänder Dom, die Galleria Vittorio Emanuele II, das Castello Sforzesco und zahlreiche Museen. Bei historischen Gebäuden kann die Zugänglichkeit allerdings je nach Bereich unterschiedlich sein. Auch bei den Dachterrassen des Doms, in Kirchen oder bei älteren Gebäuden können Einschränkungen bestehen. Wenn Sie auf einen Rollstuhl, einen Rollator oder andere Hilfsmittel angewiesen sind, sollten Sie deshalb vor dem Besuch die aktuellen Informationen zur Barrierefreiheit und zu möglichen Zugängen, Aufzügen oder besonderen Eintrittsregelungen der jeweiligen Sehenswürdigkeit prüfen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel und der Weg zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

Wie viele Tage sollte man für die Sehenswürdigkeiten in Mailand einplanen?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sollten Sie mindestens zwei volle Tage einplanen. An einem ersten Tag lassen sich beispielsweise Dom, Galleria, Scala und Brera verbinden. Der zweite Tag eignet sich für das Letzte Abendmahl, das Castello Sforzesco und weitere Museen. Drei Tage sind angenehmer, wenn Sie zusätzlich Navigli, Porta Nuova, Bosco Verticale oder den Cimitero Monumentale besuchen möchten. Für einen Tagesausflug sollten Sie dagegen nur einen kleinen Teil der Stadt auswählen.

Bei welchen Sehenswürdigkeiten in Mailand ist eine Buchung vorab obligatorisch?

Am eindeutigsten gilt das für das Letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci: Die Vorabreservierung ist für alle Besucher und alle Ticketarten vorgeschrieben, auch für kostenlose Eintrittskarten. Die Besuchszeit im Refektorium beträgt nur 15 Minuten, gleichzeitig dürfen höchstens 40 Personen hinein. Deshalb sollten Sie das Ticket möglichst früh reservieren. Bei anderen Sehenswürdigkeiten wie Dom, Museen oder Sonderausstellungen können Reservierungen je nach Ticket und Termin ebenfalls sinnvoll oder vorgeschrieben sein. Die jeweiligen aktuellen Bedingungen sollten Sie deshalb vor dem Besuch prüfen.

Ist es besser, Tickets für Mailands Sehenswürdigkeiten online oder vor Ort zu kaufen?

Bei stark nachgefragten Sehenswürdigkeiten ist Online-Buchung grundsätzlich die sicherere Variante. Beim Letzten Abendmahl ist sie ohnehin zwingend erforderlich. Auch beim Mailänder Dom und bei beliebten Museen kann ein vorab gebuchtes Zeitfenster die Planung erleichtern. Bei kleineren Museen ist ein spontaner Kauf dagegen oft problemlos möglich. Ein gutes Beispiel ist die Casa Museo Boschi Di Stefano: Der Eintritt ist kostenlos und für Einzelbesucher wird kein Ticket benötigt. Bei Sonderausstellungen können allerdings andere Regeln gelten.

Wann kann der Mailänder Dom ohne viele Touristen besichtigt werden?

Wenn Sie den Dom möglichst ruhig erleben möchten, empfiehlt sich ein früher Besuch am Morgen. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und in der Hauptreisezeit füllt sich die Piazza del Duomo schnell. Auch die Dachterrassen können zu stark frequentierten Zeiten deutlich voller sein. Wer flexibel ist, sollte deshalb eher einen Wochentag wählen und die Besichtigung möglichst nicht auf die Mittagszeit legen. Für 2026 wurden an stark besuchten Tagen teilweise verlängerte Öffnungszeiten der Terrassen eingerichtet, um die Besucherströme besser zu verteilen.

Wann ist die beste Zeit, um die Pinacoteca di Brera ohne viele Touristen zu besuchen?

Für einen möglichst ruhigen Rundgang empfiehlt sich ein Besuch möglichst früh am Tag und außerhalb von Wochenenden und Feiertagen. Die Pinacoteca di Brera ist kein kleines Museum, das sich in wenigen Minuten besichtigen lässt. Für die wichtigsten Werke sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Besonders wenn Sie Gemälde wie Raffaels „Sposalizio della Vergine“, Mantegnas „Cristo morto“ oder Werke von Caravaggio und Bellini in Ruhe betrachten möchten, lohnt sich ein Besuch außerhalb der stärksten Besucherzeiten.

Gibt es Sehenswürdigkeiten in Mailand, die kaum besucht sind?

Ja. Zu den weniger bekannten Zielen gehören beispielsweise die Certosa di Garegnano, die Abbazia di Chiaravalle, die Casa Museo Boschi Di Stefano, das Museo del Risorgimento und der Cimitero Monumentale. Auch kleinere historische Kirchen werden von internationalen Besuchern wesentlich seltener angesteuert als Dom oder Galleria. Besonders interessant ist die Casa Museo Boschi Di Stefano: Das Museum befindet sich in der ehemaligen Wohnung des Sammlerehepaars Antonio Boschi und Marieda Di Stefano und zeigt rund 300 Werke des 20. Jahrhunderts. Der Eintritt ist kostenlos.

Welches ist das älteste Bauwerk in Mailand?

Ein einziges „ältestes Bauwerk“ lässt sich nicht eindeutig bestimmen, weil in Mailand verschiedene Bauphasen und ältere Bauteile erhalten sind. Besonders weit zurück reichen die spätrömischen und frühchristlichen Bauwerke. Bei der Basilica di San Lorenzo wird die Entstehung des heutigen frühchristlichen Komplexes nach neueren Untersuchungen ungefähr in die Zeit zwischen 390 und 410 eingeordnet, wobei die Datierung wissenschaftlich weiterhin diskutiert wird. Die Basilica di Sant’Ambrogio geht ebenfalls auf das 4. Jahrhundert zurück; mit ihrem Bau wurde nach Angaben der Basilika bereits 379 begonnen.

Gibt es neben dem Castello Sforzesco noch ein weiteres Schloss oder eine Burg in Mailand?

Innerhalb des heutigen Stadtgebiets gibt es nicht noch eine zweite Burganlage, die in Größe und Bedeutung mit dem Castello Sforzesco vergleichbar wäre. Historische befestigte Anlagen und ehemalige Landsitze sind jedoch vorhanden. Wenn Sie speziell nach Burgen und Schlössern suchen, sollten Sie den Blick auf das Umland Mailands und die Lombardei erweitern. Dort finden sich zahlreiche Castelli und befestigte Orte, während das Castello Sforzesco selbst heute das wichtigste historische Schlossbauwerk im Zentrum Mailands ist.

Lohnt sich ein Besuch der Sehenswürdigkeiten außerhalb des historischen Stadtkerns?

Ja, besonders bei einem Aufenthalt von zwei oder mehr Tagen. Porta Nuova und Bosco Verticale zeigen das moderne Mailand, während die Navigli einen ganz anderen Charakter besitzen. Der Cimitero Monumentale ist wegen seiner monumentalen Grabmäler interessant, San Siro für Fußballfans und die Certosa di Garegnano für Besucher, die historische Kirchen abseits der Innenstadt suchen. Sie sehen dadurch nicht nur das touristische Mailand rund um den Dom, sondern auch die Entwicklung der Stadt vom römischen und mittelalterlichen Zentrum bis zur modernen Metropole.

Sollte man Eintrittsgelder in Mailand bar oder mit Karte bezahlen?

In den großen Museen und touristischen Einrichtungen ist Kartenzahlung inzwischen üblich. Bei Online-Tickets bezahlen Sie ohnehin bereits während der Buchung. Etwas Bargeld kann trotzdem sinnvoll sein, beispielsweise für kleinere Einkäufe, Marktstände oder einzelne Cafés. Für Eintrittskarten sollten Sie sich aber nicht darauf verlassen, dass überall ausschließlich Bargeld akzeptiert wird. Bei der jeweiligen Einrichtung finden Sie die aktuell geltenden Zahlungsbedingungen.

Welche drei Kirchen in Mailand gehören zu den ältesten?

Zu den ältesten erhaltenen Kirchen Mailands gehören Sant’Ambrogio, San Lorenzo und San Simpliciano. Die Basilica di Sant’Ambrogio wurde nach Angaben der Basilika ab 379 errichtet; 386 wurden die Reliquien der Märtyrer Gervasius und Protasius in die neue Kirche überführt. San Lorenzo wird nach neueren Untersuchungen ungefähr auf 390 bis 410 datiert, wobei die genaue Datierung weiterhin diskutiert wird. San Simpliciano geht ebenfalls auf das 4. Jahrhundert zurück und wurde unter dem späteren Bischof Simplicianus fertiggestellt; er wollte dort nach seinem Tod im Jahr 401 bestattet werden. Die heute sichtbaren Gebäude enthalten allerdings zahlreiche spätere Umbauten.

Gibt es in Mailand Kirchen mit erhaltenen Fresken?

Ja. Eine der bekanntesten ist Santa Maria delle Grazie, vor allem wegen Leonardos „Letztem Abendmahl“. Dabei handelt es sich allerdings streng genommen nicht um ein klassisches Fresko, sondern um eine auf trockenem Putz ausgeführte Maltechnik. Sehenswert sind außerdem San Maurizio al Monastero Maggiore mit ihrem außergewöhnlich reichen Renaissance-Bildschmuck sowie die Basilica di Sant’Ambrogio mit historischen Wand- und Gewölbedekorationen. Wer sich für Fresken interessiert, sollte deshalb nicht nur die großen touristischen Kirchen besuchen.

Gibt es in Mailand Katakomben?

Mailand besitzt keine ausgedehnten Katakombenanlagen wie Rom. Die Stadt verfügt jedoch über zahlreiche unterirdische und archäologische Zeugnisse aus römischer und frühchristlicher Zeit. Dazu gehören Krypten, erhaltene Bauwerksreste und unterirdische Bereiche im Umfeld historischer Kirchen. Besonders interessant ist die archäologische Geschichte rund um San Lorenzo und das frühchristliche Mailand. Solche Bereiche sind allerdings nicht überall regulär zugänglich und können teilweise nur im Rahmen spezieller Führungen besichtigt werden.

Welche Museen können im Castello Sforzesco besucht werden?

Im Castello Sforzesco befinden sich heute acht Museen beziehungsweise Museumssammlungen. Dazu gehören das Museo d’Arte Antica, die Pinacoteca del Castello Sforzesco, das Museo dei Mobili e delle Sculture Lignee, das Museo delle Arti Decorative, das Museo degli Strumenti Musicali, das Museo Archeologico mit den Bereichen Ägypten sowie Vor- und Frühgeschichte und das Museo della Pietà Rondanini mit Michelangelos berühmter Skulptur. Die Museen können mit einem gemeinsamen Eintritt besucht werden. Die Innenhöfe des Schlosses sind dagegen kostenlos zugänglich.

Welches Museum in Mailand wird vergleichsweise selten besucht?

Wenn Sie ein ruhigeres Museum abseits der großen Besuchermagneten suchen, sind mehrere kleine Mailänder Museen und historische Wohnhäuser interessant. Dazu gehören die Casa Museo Boschi Di Stefano, das Museo Bagatti Valsecchi, die Villa Necchi Campiglio und das Museo del Risorgimento. Auch das Museo Archeologico di Milano wird im Vergleich zu Dom, Brera oder dem Letzten Abendmahl deutlich weniger von klassischen Städtetouristen besucht. Besonders die Casa Museo Boschi Di Stefano ist interessant, weil sich die Sammlung noch in der ehemaligen Wohnung der Sammler befindet und der Eintritt kostenlos ist.

Welches ist das kurioseste Museum in Mailand?

Ein besonders ungewöhnliches Museum ist das Museo Bagatti Valsecchi. Es handelt sich nicht um ein klassisches Museum in einem neutralen Ausstellungsgebäude, sondern um eine historische Wohnung, die von den Brüdern Fausto und Giuseppe Bagatti Valsecchi im späten 19. Jahrhundert im Stil einer Renaissance-Wohnung eingerichtet wurde. Interessant sind nicht nur die Kunstwerke, sondern auch die Verbindung von historischer Einrichtung und damals moderner Haustechnik. Wer etwas wirklich anderes als klassische Gemäldegalerien sucht, findet hier ein Museum, das eher wie ein bewohntes historisches Haus wirkt. Das Museum ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet; der reguläre Eintritt beträgt derzeit 14 Euro.

Welche Sehenswürdigkeiten in Mailand sind kostenlos?

Zu den kostenlosen Zielen gehören unter anderem die Galleria Vittorio Emanuele II, die Innenhöfe des Castello Sforzesco, der Cimitero Monumentale, der Arco della Pace und die Navigli. Auch zahlreiche Kirchen können ohne Eintritt besucht werden, darunter Sant’Ambrogio. Der Bosco Verticale lässt sich ebenfalls kostenlos von außen betrachten. Bei Kirchen und anderen kostenlosen Sehenswürdigkeiten können allerdings für Sonderführungen, Ausstellungen oder bestimmte Bereiche zusätzliche Gebühren anfallen.

Welche Sehenswürdigkeiten in Mailand sind besonders für Kunstliebhaber interessant?

Für Kunstliebhaber gehört die Pinacoteca di Brera zu den wichtigsten Adressen. Hinzu kommen das Letzte Abendmahl, die Museen des Castello Sforzesco, das Museo del Novecento und das Museo Poldi Pezzoli. Auch die Kirchen sind interessant, weil dort Werke verschiedener Epochen direkt am ursprünglichen Ort erhalten sind. Wer sich besonders für Renaissancekunst interessiert, sollte Brera, Santa Maria delle Grazie und das Castello Sforzesco miteinander verbinden.

Welche Sehenswürdigkeit in Mailand wird häufig unterschätzt?

Das Castello Sforzesco wird von vielen Besuchern zunächst nur als historische Fassade auf dem Weg zum Parco Sempione wahrgenommen. Tatsächlich befinden sich dort acht Museen und umfangreiche Sammlungen. Ebenfalls häufig unterschätzt werden der Cimitero Monumentale mit seinen monumentalen Grabmälern und die Basilica di Sant’Ambrogio, deren Geschichte bis in das 4. Jahrhundert zurückreicht. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte deshalb nicht ausschließlich die klassischen Ziele rund um den Dom besuchen.

Was kann man in Mailand abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten unternehmen?

Abseits von Dom, Galleria und Scala können Sie Mailand aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. Besuchen Sie beispielsweise die Casa Museo Boschi Di Stefano, entdecken Sie die historischen Grabmäler des Cimitero Monumentale oder fahren Sie nach Chiaravalle zur mittelalterlichen Abtei. Für moderne Architektur bieten sich Porta Nuova und der Bosco Verticale an. Wer sich für das alltägliche Mailand interessiert, kann durch Brera, die Navigli oder weniger touristische Wohnviertel spazieren. Gerade diese Kombination aus römischer Geschichte, historischen Kirchen, Kunst, Industriegeschichte und moderner Architektur macht Mailand vielseitiger, als es bei einem reinen Besuch der Piazza del Duomo zunächst erscheint.