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Aktuelle News aus Italien. Erdbeben, Unwetter, Kurioses, Schlagzeilen und Erfreuliches. Zusammengestellt aus den italienischen Medien und ins Deutsch übersetzt.

Die Provinz Biella – Biellese

Die Wallfahrtskirche Oropa in der Provinz Biella

Die Provinz Biella (Provincia di Biella) mit 78 Gemeinden und 177.574 Einwohnern gehört seit ihrem Inkrafttreten 1996 zur Region Piemont. Das Biellese ist im nördlichen Teil des Piemonts zu finden. Angrenzende Provinzen sind zum Westen hin das Aostatal und Turin sowie zum Osten, Süden und Norden hin Vercelli.

Friaul-Julisch Venetien

Region Frialu-Julisch Venetien, Copyright: TUBS

An der oberen Adria ist die italienische Region Friaul-Julisch Venetien (Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia) mit einer Größe von 7.856,48 km² gelegen. Die größte Stadt ist Triest. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei 1.217.872 mit Stand zum 31. Dezember 2016.

Vor allem durch die Grenznähe zu Österreich und Slowenien ist die Region multikulturell geprägt. Es finden sich daher auch zahlreiche Sprachen und Dialekte, wie beispielsweise Italienisch, Kroatisch, Istriotisch, Slowenisch, Furlanisch, Venetisch und Istrorumänisch die auch heute noch präsent sind.

Abtei Sacra di San Michele brennt

Die Abtei Sacra di San Michele (Sankt Michaels Abtei) im Piemont, welches aus dem Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco, weltbekannt wurde, stand in der Nacht vom 24.01. auf den 25.01.2018 in Flammen.

Emilia-Romagna – Haupternährer Italiens

Blick über die Emilia-Romagna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Emilia-Romagna mit 4.448.841 Einwohnern (Stand 31.12.2016) liegt in Norditalien. Sie grenzt zum Norden hin an den Fluss Po, die Lombardei und Venetien und zum Osten hin an das Adriatische Meer. Der Süden wird von dem Gebirgszug Apennin, der Toskana, die Marken und der Provinz San Marino abgegrenzt. Zum Westen hin grenzen die Regionen Ligurien und Piemont an die Emilia-Romagna.

Region Aostatal – Käse, Wein und Schlösser

Castello di Saint-Pierre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Eine mit einem Sonderstatus belegte Region in Italien, die zudem autonom ist, ist das Aostatal oder auf Italienisch auch Valle d´Aosta.

Im Französischen wird das Aostatal Vallée d´Aoste und im Frankoprovenzalischen Val d´Outa bezeichnet.

Auf einer kleinen Fläche von knapp 3.200 Quadratkilometern leben hier mehr als 128.000 Menschen. Mit der Hauptstadt Aosta ist das Aostatal die kleinste italienische Region von der Fläche, aber auch von der Bevölkerungszahl her.

Im Aostatal existieren zahlreiche Spezialitäten, wie zum Beispiel der Prosciutto mit Alpenkräutern aus Saint-Marcel, der übrigens sehr lecker und somit zu empfehlen ist.

Geographie und Berggemeinden

Die nördliche Grenze des Aostatals ist die Schweiz, die westliche Frankreich. Im Süden und Osten ist die Region Piemont zu finden. Nebentäler der Alpen und die Dora Baltea beeinflussen die Geographie dieser Region. Zum Westen hin grenzt der Mont Blanc (Monte Bianco 4.810,02 m) und zum Norden hin der Monte Rosa (4.637 m) an die Region. Auch der Cervino (4.478 m) ist im Aostatal zu finden.

Im Gran Paradiso, Copyright: italien-sehenswertes.de

Der Gran Paradiso (4.061 m), mit der gewaltigste Naturpark in Italien und der erste Nationalpark, der 1922 in Italien gegründet wurde, ist im Aostatal und im Piemont zu Hause. Ebenso besteht die Region aus kleineren verträumten Naturschutzgebieten, wie beispielsweise dem Nationalpark Mont Avic, der als der erste Naturpark im Aostatal gilt und der sich zwischen den Tälern Champdepraz und Champorcher befindet (Vallone di Champdepraz und Valle di Champorcher).

Unten Villeneuve, Blick auf das Tal, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Aostatal hat keine Provinzen, so wie viele andere Regionen Italiens, sondern vielmehr 74 Berggemeinden, in denen jeweils eine Viezahl von Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Einige Berggemeinden sind versteckt, aber im Wesentlichen gut zu erreichen. Ein Beispiel wäre hier Nex und Tignet. Zwei wunderschöne Bergdörfer, die unbedingt angeschaut werden sollten.

Die Berggmeinden wären im Wesentlichen:

  • Allein
  • Antey-Saint-André
  • Aosta
  • Arnad
  • Arvier
  • Avise
  • Ayas
  • Aymavilles
  • Bard
  • Bionaz
  • Brissogne
  • Brusson
  • Challand-Saint-Anselme
  • Challand-Saint-Victor
  • Chambave
  • Chamois
  • Champdepraz
  • Champorcher
  • Charvensod
  • Châtillon
  • Cogne
  • Courmayeur
  • Donnas
  • Doues
  • Emarèse
  • Etroubles
  • Fontainemore
  • Fénis
  • Gaby
  • Gignod
  • Gressan
  • Gressoney-La-Trinité
  • Gressoney-Saint-Jean
  • Hône
  • Introd
  • Issime
  • Issogne
  • Jovençan
  • La Magdeleine
  • La Salle
  • La Thuile
  • Lillianes
  • Montjovet
  • Morgex
  • Nus
  • Ollomont
  • Oyace
  • Perloz
  • Pollein
  • Pont-Saint-Martin
  • Pontboset
  • Pontey
  • Pré-Saint-Didier
  • Quart
  • Rhêmes-Notre-Dame
  • Rhêmes-Saint-Georges
  • Roisan
  • Saint-Christophe
  • Saint-Denis
  • Saint-Marcel
  • Saint-Nicolas
  • Saint-Oyen
  • Saint-Pierre
  • Saint-Rhémy-en-Bosses
  • Saint-Vincent
  • Sarre
  • Torgnon
  • Valgrisenche
  • Valpelline
  • Valsavarenche
  • Valtournenche
  • Verrayes
  • Verrès
  • Villeneuve

Sehenswürdigkeiten im Aostatal

Il castello Sarroid de La Tour in Saint-Pierre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Aostatal hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die allerdings in einem separaten Abschnitt mit Informationen und Fotos behandelt werden. Allenfalls würde es hier den Rahmen sprengen, da schon allein die Vielzahl der Schlösser und Kirchen zig Seiten ausmachen.

Giuseppe Giacosa (1847 – 1906), ein Dramatiker und Schriftsteller, zählte allein 72 Schlösser entlang der Hauptrouten im Aostatal, ohne dabei überhaupt kleinere Burgen und Schlösser mitzuzählen.

Geschichte

Die Königsfamilie Savoyen, Copyright: italien-sehenswertes.de

Als die Römer 25 v. Chr. die Kelten aus diser Region vertrieben haben, gründeten sie Augusta Praetoria – Aosta. Bis etwa 1946 gehörte die Region Aostatal zum Herrschaftshaus Savoyen. Zwischendurch war sie unter französischer Herrschaft. Daher wird auch teilweise französisch sowie frankoprovenzalisch gesprochen. Mitte des 18. Jahrhunderts war Aostatal unter dem Königreich und der Provinz Turin eingruppiert. Das Herrschaftshaus Savoyen wurde an Frankreich abgetreten. Die Eingliederung in Italien war besonders während des Faschismus im Gange. Über das gsprochene Französisch wurde ein Verbot verhängt und Italiener wurden immigriert. Im Jahr 1927 erfolgte die Trennung von Turin. Als ein sehr bedeutendes Widerstandszentrum erhielt Aostatal die Tapferkeitsmedaille. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sonderstatus gegeben und somit konnten sie den französischen Bestrebungen entgegenwirken. Der erste Präsident der Region war Federico Chabod.

Bevölkerung

Aostatal ist eine mehrsprachige Region, in der Italienisch ebenso wie Französisch als Amtssprachen gelten und sogar in der Verfassung als doppelsprachige Version auftauchen. In den Schulen ist die Zweisprachigkeit nicht anders und die Prüfungen müssen dementsprechend auch in beiden Sprachen abgelegt werden. Muttersprache ist trotz allem Italienisch und viele sprechen zudem den frankoprovenzalischen Dialekt.

Typische Hausbeschriftungen im Aostatal, Copyright: Italien-sehenswertes.de

So ist aber auch eine deutsche Mundart zu finden und zwar in den Städtchen Gressoney la Trinité, Gressoney Saint Jean und Issime.

Muttersprachlicher Unterricht wird bevorzugt, um die sprachlichen wie teilweise auch kulturellen Minderheiten zu schützen. Etwa 1.000 Menschen sprechen zudem Walserdeutsch.

Politische Verhältnisse

Seit 1948 ist Aostatal eine autonome Region in Italien. Der Regionalrat besteht aus insgesamt 35 Regionalräten und der Präsident, derzeit Pierluigi Marquis (Stella Alpina), steht dem Regionalausschuss vor. 

Nach einem Mehrheitswahlrecht wird im römischen Parlament der Senator mit seinen Abgeordneten gewählt. Die Bewegung Union Valdôtaine dominiert sehr stark das politische Geschehen. So war es auch möglich das sie einen ihrer eigenen Kandidaten an die Senatsspitze setzen konnten. Weitere politische Unionen sind Stella Alpina, Fédération Autonomiste und Popolo della Libertá. Als Nationalhymne gilt ein Volkslied – „Montagnes valdôtaines“ mit der Melodie von Alfred Roland.

Wirtschaftliche Lage und Infrastruktur

Wegen des wesentlichen Einflusses durch das Weinanbaugebiet und den Käse ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Region Aostatal. Daneben steht ebenso bedeutend der Tourismus, der ebenfalls einen sehr wichtigen wirtschaftlichen Status inne hat.

Castello di Chatel-Argent mit Blick auf das Tal, Villeneuve, Copyright: italien-sehenswertes.de

In Courmayeur und Breuil-Cervinia sind viel besuchte Wintersportorte, die zudem mit dem Zermatt in Verbindung stehen. Aostatal ist eine der sehr wohlhabenden Regionen von Italien und das Durchschnittseinkommen liegt bei etwa 66.400 Euro. Die Arbeitslosenquote liegt ungefähr bei gerade einmal 3,2 Prozent durchschnittlich – gegenüber den südlichen Regionen schon ein beträchtlicher Unterschied.

Die stark befahrende A5 kommt von Turin und führt durch das gesamte Aostatal. Hier besteht eine Verbindung durch den Mont-Blanc-Tunnel zur französischen A40. Der Kleine Sankt Bernhard, ein Alpenpass, stellt die Verbindung zu Bourg Saint Maurice, einer französischen Ortschaft, her. Der Große Sankt Bernhard verbindet dagegen das schweizerische Martigny mit Aosta.

Haus mit Felsen als Dach in Gressoney la Trinité, Copyright: italien-sehenswertes.de

Im gesamten Aostatal besteht von Oktober bis April die generelle Winterreifenpflicht oder variabel Sommerreifen mit Schneeketten. Wer ohne diese erwischt wird, muss bis zu 80 Euro Strafe zahlen. Es würde sich allerdings lohnen welche aufzuziehen, da die Straßen an sich nicht oder sehr gering gestreut sind.

EU Projekt 2012 – 2020

Granozzo con MonticelloGranozzo con Monticello liegt im nördlichen Italien in der Provinz Novara und in der Nähe von Mailand (Milano). Die Gemeinde nahm 2012 an einem EU-Projekt teil, was eine Dauer bis 2020 hat. Dabei sollte vor allem der Tourismus gefördert werden.

Tag der Erinnerung: Das Attentat auf Paolo Borsellino

Am 19. Juli 1992 wurde der Richter und Mafia-Jäger Paolo Borsellino in der Via D’Amelio in Palermo vor dem Haus seiner Mutter durch eine Autobombe von der Cosa Nostra ermordet. Jedes Jahr erinnert Italien an diesen Tag, bei dem unter anderem in Palermo Gedenkfeiern stattfinden.

Sardinien erleidet schweres Unwetter

Sardinien ist derzeit Opfer eines Jahrtausendhochwassers. Schuld daran ist das Tiefdruckgebiet Cleopatra, welches über der italienischen Insel tobt. Sturm und
Wassermassen zerstören das Hab und Gut der Inselbewohner und machen auch vor deren Leben nicht halt.
Einige höher gelegene Dörfer sind von der Außenwelt abgeschlossen. Bereits mehr als zehn Tote in den Städten Olbia und Torpe wurden gemeldet.

Haftstrafe für Silvio Berlusconi

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi hat für sexuelle Handlungen mit einer Minderjährigen bezahlt und damit sein Regierungsamt missbraucht, weil er damit diese Affäre vertuschen wollte.

Während vor dem Mailänder Justizpalast in Rom die Freunde und Gegner Berlusconis lautstark und emotional aufgeheizt mit Worten, wie „Lump, Betrüger“ und „Kommunistenpack“ um sich werfen, ist sonst eigentlich nichts zu sehen.

Bersani soll in Italien Regierung bilden

Nach dem politischen Patt in Italien, wo keine der Parteien die absolute Mehrheit im Senat erzielt hatte, hat nun Staatspräsident Giorgio Napolitano festgelegt, dass Pier Luigi Bersani mit seinem Mitte-Links-Bündnis PD eine Regierung bilden soll.

Die Problematik hierbei besteht jedoch darin, dass Bersani keine absolute Mehrheit im Senat besitzt.

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