Das kleine beschaulich schöne Dorf Ingria liegt am Anfang des Soana-Tals, zählt nur fast 50 Personen und ist eine der Gemeinden des Canavese, die am stärksten von der Abwanderung betroffen ist. Lebten 1911 noch 1888 Menschen in dem Dorf, so sind es heute gerade einmal 43 (Quelle ISTAT). Umso dramatischer ist es für das Dorf, wenn wieder einmal eine Person aus dem Leben scheidet.

Hübsche Gasse in Ingria
Hübsche Gasse in Ingria | Bild Comune Ingria

Wetter in Ingria

Wetter in Ingria mit Angabe von Temperaturen und Regentagen
Wetter in Ingria | Daten beruhen auf meteo.it für Caselle Torinese; habe 2°C für Ingria abgezogen, da es in den Bergen liegt und Caselle Torinese südlicher

Entfernungen zu den umliegenden Städten

Ivrea – 47 kmNovara – 113 km
Mailand – 160 kmVolpiano – 46 km
Turin – 62 kmAsti – 108 km
Courgnè – 20 kmAosta – 111 km
Ceresole Reale – 51 kmCogne – 139 km
Santhià – 74 kmViverone – 60 km

Die schönsten Unterkünfte nahe Ingria

Im Bivacco und Ecomuseum in Ingria kann man auch schlafen
Im Bivacco und Ecomuseum in Ingria kann man auch schlafen | Bild Comune Ingria

Ingria gehört zu den schönsten Dörfern Italiens

Rund um den Dorfkern gibt es kleinere Siedlungskerne, die zum Teil bereits komplett verlassen sind. Der Bürgermeister versucht, das Dorf stets am Leben zu erhalten, weshalb er sich mit der Gemeinde als schönsten Dorf Italien bewarb und Ende 2021 in die Liste der schönsten Dörfer Italiens (Borghi più belli d’Italia) aufgenommen wurde. In Ingria gibt es eine Bar, in der man auch gut essen und gleichzeitig eine fabelhafte Aussicht genießen kann. Zudem gibt es ein Bed & Breakfast.

Sehenswertes in Ingria

  • die Pfarrkirche St. Jakobus aus dem 16. Jahrhundert (Chiesa Parrocchiale di San Giacomo)
  • Das Biwak und Ökomuseum Valverdassa in der Ortschaft Bech (Gemeinde Ingria), am Wanderweg Alta Via Canavesana (AVC), in dem man auch übernachten kann
  • das Dorf von Pasturera in 966 m Höhe mit seinem einsamen, auf einem Felsen errichteten Glockenturm und einem Brunnen
  • Votivsäulen und Schreine entlang der Maultierpfade
  • viele schöne Wanderwege mit herrlichen Aussichten
  • einen Wasserfall nahe des Ökomuseums

Die typische Architektur des Dorfes

Typisch für die Gemeinde und das Tal sind alpenländische Steinhäuser mit „losen“ Dächern. In den Weilern Campovardo und Rivoira wurden einige Häuser mit drei oder vier übereinander liegenden Stockwerken gebaut. Manchmal hat das Stockwerk nur einen Raum, weshalb das Has schließlich wie ein Turm wirkt.

So entstand Ingria

Die Bezeichnung Ingria soll von dem deutschen Patronym Ingrich abstammen. Erstmals ist der Ort im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
Ingrid war – wie das gesamte Tal auch – ein Lehen der Grafen von Valperga, das sich am Aufstand der Türken beteiligte.