Das Piemont – Reisanbau und Weingebiet

PiemontPiemont ist die zweitgrößte Region Italiens. Übersetzt bedeutet der Name “AM FUSS DER BERGE” und sie ist damit landschaftlich wunderschön gelegen. Auf einer Gesamtfläche von 25.399 Quadratkilometer haben sich mehr als 4,4 Millionen Einwohner eine Heimat geschaffen. Als eigene Verwaltungseinheit wird das Aostatal gesehen, gehört aber historisch wie auch geografisch in die Region Piemont. Der Norden grenzt an die Schweiz und der Westen an Frankreich. Im Süden ist dann Ligurien gelegen und im Südosten die Emilia-Romagna. Der Norden und der Nordwesten werden von der Lombardei und dem Aostatal abgegrenzt. Die gesamte Region ist in drei naturgeografische Abschnitte geteilt. Die okzitanischen Täler, das Valle di Susa und der Lago Maggiore. Mit 4.618 Metern wird der Monte Rosa als der höchste Berg der Region bezeichnet. Die meisten Menschen leben in den größten Städten von Piemont.

Provinzen

♦ Provinz Alessandria
♦ Provinz Asti
♦ Provinz Biella
♦ Provinz Cuneo
♦ Provinz Novara
♦ Provinz Turin
♦ Provinz Verbano-Cusio-Ossola
♦ Provinz Vercelli

Sprache

Die Verwaltungssprache ist, wie in vielen anderen Regionen auch, Italienisch. Doch einige Gegenden beherrschen noch das Piemtontesisch und das Okzitan sowie Franko-Provenzalisch. Teilweise wird hier auch Französisch gesprochen und gilt dann dort auch als die Amtssprache.

Geschichte

Die Geschichte von Piemont hat ihren Ursprung durch den römischen Rückzug. Weinanbau im PiemontDa hier besonders fruchtbarer Boden vorlag, siedelten sich die ersten Völker an. 1792 fand der erste Koalitionskrieg mit Frankreich statt. Durch Napoléon musste der damalige König abtreten. Piemont musste vorerst aufgegeben werden. 1800 wurde Italien wieder zurück erobert und der sardinische König wurde erneut niedergeschlagen. 1815 wurde durch den Wiener Kongress die Ordnung des Landes wieder hergestellt. Die Österreicher wurden durch Aufstände zurückgedrängt und 1861 wurde Piemont als Verwaltungseinheit vernichtet. Wirtschaftliche Probleme machten sich bemerkbar und 1946 wurde eine Dezentralisierung umgesetzt. Erst Mitte der 70er Jahre wurde Piemont wieder als Region erwähnt und es herrschten immer wieder Spannungen im sozialen und politischen Wesen.

Wirtschaft und Tourismus

Reisanbau im PiemontPiemont ist mittlerweile eines der reichsten italienischen Gegenden. Die Kaufkraft liegt bei über 110 Prozent. Mit einer sehr niedrigen Arbeitslosenzahl haben sich besonders die Unternehmen in dieser Region niedergelassen. Automobilhersteller wie Lancia oder FIAT aber auch FERRERO und OLIVETTI sind bedeutende Produzenten. Die Landwirtschaft ist die treibende Kraft und hier werden Reis, Obst und Gemüse angebaut. Im Aostatal ist die Rinderzucht sehr bekannt und in den Hügellandschaften gedeihen der Wein und die Haselnüsse. Der Tourismus ist nicht sehr ausgebaut, doch bieten einige Gebiete Attraktionen. Die Trüffelernte im Oktober oder sehr ausgedehnte Wanderwege locken immer mehr Besucher in diese Region ebenso wie die Wintersportbegeisterten. Kulturell hingegen hat Piemont eine Menge zu bieten. Berühmte barocke Bauten und heilige Berge sowie Burgen können bestaunt werden, und dies sogar in den kleinsten Gemeinden, wie beispielsweise in Granozzo con Monticello.

Lago Orta

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