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Nationalflagge Rom, Italien

Rom, Copyright: italien-sehenswertes.de

Karte mit Gebirgszügen, Copyright: fotolia.com, 91942212 pbardocz

Italien (L´Italia, Repubblica Italiana), auch umgangssprachlich “Bella Italia” oder Land des “Dolce Vita” genannt, ist in der Mittelmeerregion als Halbinsel in Form eines Stiefels gelegen. Italien wird vom westlichen Mittelmeer, genau genommen von dem Tyrrhenischen und dem Ligurischen Meer sowie vom östlichen Mittelmeer, dem Adriatischen und dem Ionischen Meer umschlossen.

Italiens Fläche

Italiens Fläche umfasst 301.338 km². Auf dem Festland liegt die Nord-Süd-Achse bei etwa 1.200 km, beginnend von Norditalien nach Süditalien. Hinzu kommen noch zahlreiche Inseln wie Sizilien (Sicilia), Sardinien (Sardegna), Capri (Capri), Elba und Lampedusa (Lampedusa), die zur Republik Italiens zählen.

Die Fläche Italiens gleicht einem Stiefel, weshalb Italien auch oft als Stiefel von Europa bezeichnet wird. Das italienische Festland ist eine langgestreckte Halbinsel, weshalb Fischfang und Fisch in Italien sehr verbreitet sind. Italien hat sehr viele Strände, die teilweise sandig, steinig und auch klippenartig sein können. mit den Cinque Terre ist unter den Touristen und Einheimischen sehr beliebt.

Das Italien-Wetter

Frühlingsblüher Ende Januar im Valle Cervo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Wetter in Italien ist ein Mittelmeerklima, wobei es vom Norden zum Süden hin kontinuierlich wärmer wird. Im Winter können im Norden Schnee mit Minusgraden auftreten, wohingegen es im Süden in der Regel mild mit Plusgraden bleibt. Der Juli und August stellen die heißesten Monate dar. In Italien können bereits, je nach Region, am Jahresanfang im Februar frühlingshafte Gradzahlen erzielt werden.

Auf dem Weg nach Alpe Pianella oberhalb von San Gottardo im Piemont (Juni), Copyright: italien-sehenswertes.de

Häufig beginnt dann schon die Gartensaison. Man sieht die ersten Frühlingsblüher und Bäume bekommen ihr erstes zartes Grün. Im Mai und Juni beginnt die Badesaison, die sich je nach Wetterlage bis in den späten September, manchmal sogar auch bis Anfang Oktober hineinziehen kann. Kühlere Temperaturen sind gewöhnlich in den Monaten November bis Januar zu erwarten.

Regionen, Provinzen und Kommunen

Insgesamt ist Italien in 20 Regionen (regione) unterteilt, die sich wiederum in Provinzen (province) und Kommunen (comune) untergliedern.
Jede Region, Provinz und Kommune hat dabei ihre eigene Hauptstadt (capitale/capoluogo). Amtssprache ist offiziell Italienisch, es existieren allerdings auch zahlreiche Dialekte, die gebietsabhängig sind.

Die Regionen in Italien mit Hauptstädten sind:

  • Lombardei (Lombardia) mit Mailand (Milano)
  • Kampanien (Campania) mit Neapel (Napoli)
  • Latium (Lazio) mit Rom (Roma)
  • Sizilien (Sicilia) mit Palermo (Palermo)
  • Venetien (Veneto) mit Venedig (Venezia)
  • Piemont (Piemonte) mit Turin(Torino)
  • Emilia-Romagna (Emilia-Romagna) mit Bologna(Bologna)
  • Apulien (Puglia) mit Bari (Bari)
  • Toskana (Toscana) mit Florenz (Firenze)
  • Kalabrien (Calabria) mit Catanzaro (Catanzaro)
  • Sardinien (Sardegna) mit Cagliari (Cagliari)
  • Ligurien (Liguria) mit Genua (Genova)
  • Marken (Marche) mit Ancona (Ancona)
  • Abruzzen (Abruzzo) mit L’Aquila (L’Aquila)
  • Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia) mit Triest (Trieste)
  • Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige) mit Trient (Trento)
  • Umbrien (Umbria) mit Perugia (Perugia)
  • Basilikata (Basilicata) mit Potenza (Potenza)
  • Molise (Molise) mit Campobasso (Campobasso)
  • Aostatal (Valle d’Aosta) mit Aosta (Aosta)

Der Italienurlaub

Der Italienurlaub begann für die deutsche Bevölkerung in den Nachkriegsjahren. Der Urlaub in Italien war jedoch keine Selbstverständlichkeit, vielmehr wurde das ganze Jahr daraufhin gespart. Vor allem Visumzang, Geldmangel und die weite Reise waren für viele Personen kaum zu bezwingen. Bedenkt man dazu, dass 79 Prozent der deutschen Bevökerung gemäß einer Allensbach-Umfrage aus dem Jahr 1955 keinen Reisepass hatte, so erlangt die Italienreise doch einen anderen Wert, als heute.

Camogli im Juli. Die Strände sind gern besucht. Copyright: italien-sehenswertes.de

In den ersten Jahren reisten vor allem katholische Pilger und Angehörige von in Italien gefallenen Soldaten in das Land, um dort die Soldatengräber zu besuchen. 1954 wurden dann die Devisenbeschränkungen gelockert und es begann eine kaum zu brechende Reisewelle nach Italien.

Die Unterkünfte waren eher spartanisch auf Campingplätzen, in Zelten und im Wohnwagen. Es gab zwar Hotels, aber diese wurde von der Mehrzahl der Deutschen noch nicht genutzt. Es wurden hauptsächlich mit dem Benzinkocher die heimischen Speisen zubereitet. Erstes Herantasten an Spaghetti, Weinen und vielen Tomaten endete nicht oft mit größeren Flecken auf Tisch und Bekleidung.

Fähre auf dem Comersee; Inselbesuche und Bootstouren werden immer beliebter, Copyright: Italien-sehenswertes.de

Bis 1959 entstanden 323 Zeltplätze in Italien, die rund 900.000 Urlauber ausnehmen konnten. Zudem wurde das Straßennetz deutlich ausgebaut. Im gleichen Jahr wurde beispielsweise die Autobahn begonnen, die über den Brenner führt.

Heute ist Italien weiterhin bei den Deutschen sehr beliebt. Nach wie vor gibt es Campingplätze, Zeltplätze, Hotels und Bauernhöfe, die auch allesamt sehr beliebt und sehr besucht sind.

Was es im Urlaub in Italien alles zu beachten gibt, kann unter der Rubrik „Urlaub in Italien“ nachgelesen werden.

Sehenswürdigkeiten in Italien

Kollosseum in Rom

Kollosseum in Rom, Copyright: italien-sehenswertes.de

Italien ist durch seine Geschichte eines der kulturreichsten Länder der Welt. Das Römische Reich erstrahlte nicht nur in antiken Zeiten, sondern hat uns auch zahlreiche Andenken in Form von historischen Bauten hinterlassen. Diese locken jährlich scharenweise Touristen an, die ihren Urlaub in Italien verbringen wollen.  Besonders Rom erweckt durch das Kollosseum, das Forum Romanum und dem Pantheon das Interesse der Urlauber. Auch der Trevi-Brunnen, bekannt durch die erfolgreiche Filminszenierung

Berühmte Grotte von Frasassi, Copyright: italien-sehenswertes.de

“La Dolce Vita” gehört mit auf der Liste der Sehenswürdigkeiten, die es in Rom zu bestaunen gibt. Aber auch andere italienische Städte wie Mailand, Pisa, Alberobello, Brindisi, Venedig, Genua, Siena, Palermo, Neapel oder Florenz haben interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Es lohnt sich aber auch in kleinere Ortschaften zu fahren, denn hier trifft man nicht selten auf nicht geahnte Schönheiten, wie versteckte Kirchen, kleine Kapellen, vergessene Burgen oder besondere Museen.

Die wichtigsten und häufig bereisten Sehenswürdigkeiten und Orte sind:

  • Kollosseum, Rom
  • Schiefer Turm von Pisa, Pisa
  • Forum Romanum, Rom
  • Pantheon, Rom
  • Amalfiküste, Neapel
  • Gardasee, Lombardei
  • Trevi-Brunnen, Rom
  • Alpen, Norditalien
  • Petersdom, Rom
  • Vatikanische Museen, Rom
  • Kathedrale Santa Maria del Fiore, Florenz
  • Mailänder Dom, Mailand
  • Uffizien, Florenz
  • Markusplatz, Venedig
  • Dogenpalast, Venedig
  • Markusdom, Venedig
  • Cinque Terre, Ligurien
  • Piazza Navona, Rom
  • Ponte Vecchio, Florenz
  • Engelsburg, Rom
  • Spanische Treppe, Rom
  • Villa Borghese, Rom
  • Rialtobrücke, Venedig
  • Palazzo Vecchio, Florenz
  • Kapitol, Rom
  • Palazzo Pitti, Florenz
  • Palatin, Rom
  • Canal Grande, Venedig
  • Piazza della Signorina, Florenz
  • Boboli Gärten, Florenz
  • Sassi di Matera, Matera
  • Vesuv und Ätna
  • Murano, Venedig
  • Blaue Grotte, Capri
  • Basilica di San Lorenzo, Florenz
  • Piazza del Campo, Siena
  • Antiker Hafen und Altstadt Genua, Genua

Mehr Sehenswürdigkeiten finden Sie unter der Rubrik „Sehenswürdigkeiten“ oder direkt beschrieben unter „Regionen“ und „Orte“.

Kulinarisches

Bresaola, Copyright: italien-sehenswertes.de

Wenn man Passanten auf der Straße fragt, was ihnen an Speisen zu Italien einfallen, dann antworten diese zumeist mit Pasta, Spaghetti, Pizza und Tiramisu. Italiens Küche ist jedoch weitaus abwechslungsreicher als man denkt. So finden sich neben zahlreichen Risotto- und Pasta-Gerichten auch Ochsenschwanzsuppe, Fisch-Spezialitäten und viel Gemüse und Obst. Italiens Küche ist so vielfältig wie deren Pasta-Bezeichnungen und regional sehr unterschiedlich.

Bevölkerung

Italiener sind von Natur aus sehr gesellig, humorvoll und aufgeschlossen. Aber auch temperamentvoll, im Straßenverkehr manchmal Chaoten und in der Bürokratie auf jeden Fall langsam wie Schnecken.

Die Staats-Bevölkerung umfasst etwa 61 Millionen Menschen im Land (Stand 2016/2017). Dabei kommen 201 Bewohner auf einen km². Die Bevölkerung wächst. Im Jahr 2016 ist die Gesamtbevölkerung um 0,26 Prozent gestiegen.

Wirtschaft in Italien

Fischfänger in Ligurien, Copyright: italien-sehenswertes.de

Das Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2016 nominal bei 1.672,44 Mrd. Euro. Insgesamt ist Italien ein Industriestaat, der vor allem von der Landwirtschaft, den Fischfang, Industrie und Tourismus gekennzeichnet ist. Im Jahr 2015 war Italien damit viertgrößte Volkswirtschaft in der EU hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien und achtgrößte in der Welt. Die Schattenwirtschaft ist bis heute in Italien sehr hoch. Durch die Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2009 wurde Italien wirtschaftlich sehr geschwächt. Bis heute dauert die Schwächung des Staates an, in der auch einige große Banken in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Wichtigster Handelspartner ist Deutschland mit einem Exportvolumen von 12,7 Prozent und einem Importvolumen von 15,9 Prozent. Danach folgen Frankreich, Spanien und die USA.

Die Staatsverschuldung lag in Italien im Jahr 2016 bei 132,6 Prozent des BIP. Durch die Niedrigzinsphase der Europäischen Zentralbank konnte Italien einige hochverzinsliche Anleihen durch niedrigverzinsliche Anleihen ablösen. Die Neuverschuldung betrug im Jahr 2016 45,02 Miliarden Euro.

Arbeitsmarkt und Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 2017 11,3 Prozent, wovon 37,0 Prozent auf bis zu 35 jährige Personen abzuleiten ist. Vor allem junge Leute zwischen 25 und 34 Jahren leiden am häufigsten unter Arbeitslosigkeit. Hier liegt die Quote im Mai 2017 bei 34,8 Prozent (ISTAT).

Italien in Europa

Italienisch-Deutsche Zusammenarbeit im Rahmen des EU-Programmes „Small Towns for Sustainable Growth“

Das oben genannte EU-Programm fand im Jahr 2012 in Italien, Mallorca, Latvia, Deutschland und Bulgarien statt.

Vom 13. bis 16. Februar 2012 startete Italien das Programm in Granozzo con Monticello, einer Gemeinde in der italienischen Provinz Novara im Piemont mit rund 1.430 Einwohnern und stand unter der Thematik der Integration von Jugendlichen in den Berufsalltag bzw. Jugendarbeit.

Die beteiligten Gemeinden waren:

  • Italien: Granozzo con Monticello, Casalbeltrame, Recetto
  • Deutschland: Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elster, Falkenberg/Elster, Uebigau Wahrenbrück
  • Mallorca: Eurolocal Mallorca
  • Bulgarien: Zentralia Stara Planina (Стара планина)
  • Latvia: Latvijas Pasvaldibu Savieniba
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