In diesem Artikel möchte ich auf die Mozzarella näher eingehen, den klassischen runden Käseball, den es in vielen Supermärkten nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland zu kaufen gibt. Doch es gibt gehörige Unterschiede, denn Mozzarella ist nicht gleich Mozzarella. Die Geschichte möchte ich hier nicht noch einmal wiederholen, denn diese kann man bequem bei Wikipedia nachlesen. Mir geht es vielmehr darum, die Unterschiede der Mozzarella hervorzuheben, denn wie gesagt, Mozzarella ist nicht gleich Mozzarella. Dadurch kann dieser Artikel bei der Kaufentscheidung helfen. Das ist mein Ziel.

Mozzarella in Italien einkaufen

Wenn ich in Italien einkaufen gehe, dann nehme ich mir zumeist auch eine Mozzarella mit. Ich persönlich bevorzuge die Büffelmozzarella der Eigenmarke Coop, aber habe auch schon andere Marken wie die Eigenmarke Bennet oder die vom Conad, aber auch Sapori, Galbani und natürlich lokale Marken probiert. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Mozzarella frisch ist und am besten keine Zusatzstoffe enthält. In Italien wird das Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt, oft sogar das Abfülldatum. Je frischer die Mozzarella ist, desto cremiger und vollmundiger schmeckt sie auch.

Bei der Wasserbüffelmozzarella (Mozzarella di Bufala Campana) ist es zudem wichtig, auf die Bezeichnung DOP zu achten. DieseAbkürzung steht für Denominazione d’Origine Protetta, sprich für Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Die Büffelmozzarella mit der Bezeichnung Mozzarella di Bufala Campana darf also nur in Kampanien und in einigen Teilen Süditaliens hergestellt werden. Wer also eine originale Wasserbüffelmozzarella essen möchte, der sollte sich stets eine Mozzarella di Bufala Campana mit dem Siegel DOP kaufen.

Unterschied zwischen Büffelmozzarella und Kuhmilchmozzarella

Büffelmozzarella wird aus Büffelmilch gemacht. Innen ist sie zumeist cremig bis teilweise noch recht flüssig (je nach Anbieter), hat einen intensiven Geschmack und lässt sich gut mit Öl, Salz und Pfeffer anrichten. In Scheiben schneiden ist durch den inneren weichen bis flüssigen Kern eher schwierig.

Dann gibt es noch die Kuhmilchmozzarella, die aus Kuhmilch produziert wird. Sie ist in der Regel ein wenig fester und man kann sie gut in Scheiben schneiden und anrichten. Sie ist eher mild im Geschmack.

Nährwerte-Vergleich von Galbani, Mollini, Coop und Conad

In der nachfolgenden Tabelle habe ich die Nährwerte einiger Kuhmilch-Mozzarella von unterschiedlichen Herstellern verglichen. Dabei handelt es sich stets um eine 125 g-Kugel. Die Angaben beziehen sich auf 100 g.

NährwerteGalbaniMolliniCoopConad
Brennwert238 kcal244 kcal233 kcal234 kcal
Fett18 g18 g18 g18 g
gesättigte Fettsäuren13 g11 g12 g12 g
Kohlenhydrate2 g1,5 g0,9 g
Zucker1 g1,5 g0,48 g0 g
Eiweiß17 g19 g18 g
Salz0,7 g0,5 g0,5 g0,5 g
Preis1,55 €1,65 €1,18 €0,95 €
Stand: 13.10.2023

Man sieht, dass die Coop-Variante deutlich weniger Zucker einsetzt, was dazu führt, dass die Mozzarella weniger Kalorien hat. Gar keinen Zucker wendet Conad, gibt aber trotzdem 0,9 g Kohlenhydrate an. Den meisten Zucker verwendet Mollini mit 1,5 g, was natürlich auch auf die Kalorien schlägt. Diese liegen bei 244 kcal. Die Mozzarella von Galbani kommt mit 238 kcal im mittleren Bereich ganz gut weg, hat aber auch mit 1 g Zucker deutlich mehr Kohlenhydrate als die Mozzarella von Coop zu bieten, nämlich die doppelte Menge.

Mir persönlich schmeckt die Mozzarella vom Coop am besten. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Welche Zutaten sind drin in der Mozzarella?

Galbani gibt an, in seiner Mozzarella 125 g sind Milch, Salz, mikrobielles Lab und das Säuerungsmittel Citronensäure enthalten. Bei Mollini sind Milch, Kochsalz und das Säuerungsmittel E 330 enthalten. Die Mozzarella von der Eigenmarke Coop besteht aus pasteurisierte Kuhmilch aus Italien, Salz, Lab und Milchsäurebakterien. Die Eigenmarke von Conad soll aus Milch, Salz, Lab und Milchsäurebakterien bestehen.

Unterschiede zwischen Italien und Deutschland

Eine Packung Kuhmilchmozzarella von der Marke Coop in Italien
Eine Packung Kuhmilchmozzarella von der Marke Coop in Italien

Ich habe festgestellt, dass die Mozzarella in Italien wesentlich leichter, weicher, cremiger und geschmackvoller ist als in Deutschland. Wenn ich eine Mozarella von Galbani in Deutschland kaufe, dann ist sie wesentlich fester als eine Mozzarella gleicher Marke in Italien. Das ist der erste Unterschied. Der zweite Unterschied ist der Preis. In Italien erhält man wesentlich mehr Mozarellakugeln für das Geld als man bei uns kaufen kann. Angeboten werden in Italien sämtliche Portionen: von wenigen Minibällen bis großen Mozarellakugeln in Kilosäcken. Je nach Bedarf eben. Wer also in Italien ist, der sollte vor Ort unbedingt eine Mozzarella probieren, um den Unterschied herauszuschmecken.

Wie man in Italien eine Mozzarella isst

Italiener essen Mozzarella entweder als Caprese, sprich mit Basilikum und Tomaten, Olivenöl ein wenig Salz und Pfeffer oder aber als Beilage auf ein Brötchen, einem Pannini mit Tomaten und Basilikum. Pizza wird ebenso klassisch mit Mozzarella belegt, niemals mit einem anderen Käse! Manchmal kommt Mozzarella auch in Pastagerichten zum Einsatz, jedoch ist dies eher seltener der Fall, da eine klassische Mozzarella, wenn sie erhitzt wird, eher zäh und gummiartig wird. Für den Fall, dass eine Mozzarella erhitzt werden soll, gibt es in Italien eigens dafür Mozzarella in cremiger Form, ähnlich einer Burrata. Dann wird das auch etwas mit der Pastasoße.

Mozzarella ist leicht bekömmlich

Mozzarella ist leicht verdaulich und demnach auch für Gastritis- und Gallen-Geplagte gut bekömmlich wie viele Gastroenterologen empfehlen. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, denn ich litt unter Gallensteinen, die mir furchbare Koliken einbrachten. Was ich problemlos essen konnte, war unter anderem Mozzarella, denn trotz eines Fettgehalts von 50 % bei der Büffelmozzarella und 45 % bei der klassischen Kuhmilchmozzarella konnte die Käsekugel von mir gut verdaut werden. Zudem enthält eine Mozzarella reichlich Calcium und B-Vitamine, was wiederum gut für die Knochen und die Schleimhäute sein soll.

Traditionelle Herkunftsregionen

Traditionell wird Mozzarella in Süditalien hergestellt und zwar in den Regionen Apulien und Kampanien, wo viele Wasserbüffel leben, in der Basilikata, Kalabrien, Molise und den Abruzzen. Aber auch in den Marken wird Mozzarella hergestellt. Ich empfehle immer Urlauber, mit denen ich ins Gespräch in Italien komme, vor Ort im Süden Italiens direkt beim lokalen Erzeuger Mozzarella zu kaufen. Dort kann in der Regel auch die Anlage, die Büffel, sämtliche Produkte und die Familie kennengelernt werden. Dies ist stets ein besonderes Ereignis. Einfach nach einem Rundgang fragen, die meisten Erzeuger fühlen sich geehrt, wenn sich ein Urlauber für die Familientradition interessiert.