Abtei Sacra di San Michele brennt

Die Abtei Sacra di San Michele (Sankt Michaels Abtei) im Piemont, welches aus dem Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco, weltbekannt wurde, stand in der Nacht vom 24.01. auf den 25.01.2018 in Flammen.

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Sagliano Micca

Sagliano Micca, Copyright: Italien-sehenswertes.de

Sagliano Micca ist in der italienischen Provinz Biella, im nördlichen Piemont gelegen. Die Gemeinde hatte zum 01. Januar 2017 1.633 Einwohner aufzuweisen.

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Guido Daniele – Italiens Nr. 1 im Handpainting

Guido Daniele

Guido Daniele bei der Arbeit, Copyright: Guido Daniele

Der italienische Künstler Guido Daniele ist wohl eines der bemerkenswertesten Künstler im Bereich des Handpaintings. Seine Motive sind größtenteils aus der Natur entnommen. Aber nicht nur Flora und Fauna werden bei Daniele detailgetreu wiedergeben, sondern auch historische oder zeitgenössische Motive als Werbemotive für bestimmte Kooperationspartner.

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Das Tyrrhenische Meer – Mar Tirreno

Das Tyrrhenische Meer (italienisch: Mar Tirreno) liegt als ein Teil des Mittelmeeres zwischen den italienischen Inseln Sardinien, Korsika und Sizilien. Schon in der Antike war dieser Mittelmeerraum stark besiedelt. Etrusker, Griechen, Römer, Vandalen, Spanier, Franzosen und viele andere Gesellschaften nutzten es vornehmlich als Handelsweg. Von Marseille und Genua aus in Richtung Osten fahrend erreicht man den Suez-Kanal. Auch für Rom war das Tyrrhenische Meer ein wichtiger Faktor im Handel.

Das Tyrrhenische Meer von Sizilien aus, Copyright: italien-sehenswertes.de

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Friaul-Julisch Venetien

Region Frialu-Julisch Venetien, Copyright: TUBS

An der oberen Adria ist die italienische Region Friaul-Julisch Venetien (Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia) mit einer Größe von 7.856,48 km² gelegen. Die größte Stadt ist Triest. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei 1.217.872 mit Stand zum 31. Dezember 2016.

Vor allem durch die Grenznähe zu Österreich und Slowenien ist die Region multikulturell geprägt. Es finden sich daher auch zahlreiche Sprachen und Dialekte, wie beispielsweise Italienisch, Kroatisch, Istriotisch, Slowenisch, Furlanisch, Venetisch und Istrorumänisch die auch heute noch present sind.

Im Süden grenzt Friaul-Julisch Venetien an den Golf von Triest und an den Kvarnergolf, im Norden an die Julischen Alpen. Zu der Region gehören Isonzo, das Karsthochland, ein winziger Teil von Dalmatien, die Stadt Rijeka sowie die Halbinsel Istrien. Das Wort „Julisch Venetien“ stammt ursprünglich aus dem Jahre 1863,  welches von Graziadio Ascoli, einem Linguisten vorgeschlagen wurde.

Friaul-Julisch Venetien gehörte bis zum Jahre 1918 zum Österreichischen Küstenland. Die Region verteilt sich auf mehrere Staaten, wie Italien, Slowenien und Kroatien.

Provinzen

Provinzen Friaul-Julisch Venetien, Copyright: vonvikken

Friaul-Julisch Venetien besteht derzeit aus 4 Provinzen und 219 Gemeinden.

Diese wären:

  • Görz
  • Pordenone
  • Triest
  • Udine

Am 24. November 2016 wurde die Abschaffung der Provinzen durch den Regionalrat beschlossen. Die Provinzen Görz, Pordenone und Triest sind seitdem in Liquidation gegangen. Sie werden kommissarisch verwaltet. Die Provinz Udine bleibt bis 2018 weiterbestehen, da bis dahin die Amtsperiode der Provinz gilt.

Die italienische Region wurde nun in 18 Bezirke neu gegliedert, die in den Unioni Territoriali Intercomunali (kurz UTI) zusammengefasst werden.

Wirtschaft

In der norditalienischen Region dominiert vor allem der Weinanbau. Es sind vor allem Kleinbauern in der Region aktiv. Die Weine haben weltweit einen excellenten Ruf und werden teilweise teuer gehandelt. In Friaul-Julisch Venetien floriert zudem der Tourismus.

Sehenswürdigkeiten in Friaul-Julisch Venetien

In Friaul-Julisch Venetien gibt es auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu sehen.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region sind:

  • Isonzo (Fluss geeignet für Rafting)
  • Schloss Miramare (19.Jhrdt.)
  • Schloss Duino
  • Vajont-Staumauer (1956 errichtet)
  • Civico Museo Revoltella – Galleria d’Arte Moderna (Museum in Triest)
  • Monte Zoncolan (Berg 1.750 m)
  • Risiera di San Sabba (Konzentrationslager in Triest)
  • Redipuglia (militärische Gedenkstätte)
  • Piazza dell’Unità d’Italia
  • Kathedrale von Triest
  • Grotta Gigante in Sgonico
  • Tagliamento (Fluss, Wildfluss)
  • Monte Santo di Lussari (Berg)
  • Basilika von Aquileia
  • Rosandratal (Naturpark)
  • Castello di San Giusto (mittelalterliche Burg in Triest)
  • Teatro Romano di Trieste
  • Schloss Udine
  • Grotte verdi di Pradis
  • Regional Nature Reserve Duino Cliffs (Steilklippen)
  • Faro della Vittoria (Leuchtturm Triest)
  • Monte Matajur (1.642 m hoher Berg)
  • Molo Audace (Kai am Hafen von Triest)
  • Montasch (Berg, 2.754 m hoch)
  • Schloss Gorizia
  • Sant’Antonio Taumaturgo (Kirche in Triest)

Geschichte

Zu Österreich-Ungarn gehörte Friaul-Julisch Venetien bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Zum Königreich Italien wurde es 1919 durch den Saint-Germain Vertrag angeschlossen. Das Gebiet wurde in die Verwaltungseinheiten Triest, Görz, Pola und Zara geteilt. Ab 1924 wurde die Provinz Fiume eingespeist. Somit war die italienische Region halb slawisch und halb italienisch besiedelt, wobei der italienische Teil sich eher auf größere Städte und der Küste konzentrierte. Das Karsthinterland gehörte daher den Slowenen und den Kroaten zum Süden hin.

Viele Kroaten und Slowenen wanderten zwischen 1920 und 1930 nach Jugoslawien aus, da das faschistische Mussolini Regime in Italien herrschte. Viele wandten sich zu der Zeit aber auch der TIGR – der Untergrundorganisation – zu.

1947 fand eine Teilung von Julisch Venetien durch den Pariser Friedensvertrag statt und der wesentliche Teil wurde Jugoslawien zugesprochen. Es wurden sehr viele Italiener vertrieben oder wurden Opfer des Foibe Massakers, wobei viele Italiener lebend in Karsthöhlen geworfen wurden.

Den Ansatz zu einem vereinten Friaul-Julisch Venetien brachte das Freie Territorium Triest, welches neben Triest auch den nordwestlichen Teil Istriens beinhaltete. Leider konnte diese Lage nicht lange gehalten werden und es wurde 1954 wieder zwischen Jugoslawien und Italien aufgeteilt. Italien wurde Triest und eine schmale Landzunge zugesprochen, der gesamte Rest dem Staat Jugoslawien. Eine Bilateralisierung geschah 1975 durch den Vertrag von Osimo.

1991 wurden Kroatien und Slowenien unabhängig und wurde auf drei Staaten verteilt. Die kulturellen und wirtschaftlichen Kontakte stellen sich allmählich wieder her und die Minderheiten werden durch den Status der Autonomie der Region Friaul-Julisch-Venetien staatlich unterstützt.

Emilia-Romagna – Haupternährer Italiens

Blick über die Emilia-Romagna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Emilia-Romagna mit 4.448.841 Einwohnern (Stand 31.12.2016) liegt in Norditalien. Sie grenzt zum Norden hin an den Fluss Po, die Lombardei und Venetien und zum Osten hin an das Adriatische Meer. Der Süden wird von dem Gebirgszug Apennin, der Toskana, die Marken und der Provinz San Marino abgegrenzt. Zum Westen hin grenzen die Regionen Ligurien und Piemont an die Emilia-Romagna.

Gliederung

Die Emilia-Romagna kann in zwei geschichtich eigenständige Regionen unterteilt werden. 

  1. Die Emilia, welche die Provinzen  Piacenza, Parma, Reggio Emilia, Modena, Ferrara und den größten Teil von Bologna beherbergt.
  2. Die Romagna, welche die Provinzen Forlì-Cesena, Ravenna, Rimini und die Gemeinden von Bologna unterhält, die östlich des Flusses Sillaro liegen.

Das Romagna-Gebiet (der östliche Teil der heutigen Emilia-Romagna) gehörte über mehrere Jahrhunderte zum Kirchenstaat. Die Bezeichnung „Emilia-Romagna“ entspringt jedoch der langobardischen Zeit. Die Gebiete waren römisch, woher auch der Name „Romania“ entspringt.

Burg Sismondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Aus den Herzogtümern Modena und Parma ist die „Emilia“ entstanden, die ursprünglich von der römisch Via Emilia, eine wichtige Römerstraße im Norden von Italien) abgeleitet wurde und der Region ihren Namen gab. Die größte und wichtigste Stadt der italienischen Region ist Bologna, die auch gleichzeitig die Hauptstadt der Region ist.

Bologna wird in Bezug auf ihre Größe von Modena, Parma, Reggio nell´Emilia, Ravenna, Rimini, Ferrara, Forli, Piacenza und Cesena gefolgt.

Provinzen der Emilia-Romagna

  • Bologna mit 55 Gemeinden, 1.005.831 Einwohnern
  • Provinz Ferrara mit 23 Gemeinden, 351.438 Einwohnern
  • Provinz Forlì-Cesena mit 30 Gemeinden, 394.601 Einwohnern
  • Provinz Modena mit 47 Gemeinden, 701.642 Einwohnern
  • Provinz Parma mit 45 Gemeinden, 447.779 Einwohnern
  • Provinz Piacenza mit 48 Gemeinden, 286.997 Einwohnern
  • Provinz Ravenna mit 18 Gemeinden, 391.525 Einwohnern
  • Provinz Reggio Emilia mit 45 Gemeinden, 532.872 Einwohnern
  • Provinz Rimini mit 26 Gemeinden, 335.436 Einwohnern

Wichtige Städte und Industriestandpunkte

  • Bologna mit 386.663 Einwohnern
  • Modena mit 180.638 Einwohnern
  • Parma mit 177.069 Einwohnern
  • Reggio nell’Emilia mit 167.013 Einwohnern
  • Ravenna mit 149.084 Einwohnern
  • Rimini mit 138.060 Einwohnern
  • Ferrara mit 131.907 Einwohnern
  • Forlì mit 112.477 Einwohnern
  • Piacenza mit 99.340 Einwohnern
  • Cesena mit 93.857 Einwohnern

Sehenswürdigkeiten in der Emilia-Romagna

Außenmauer der Burg von San Leo in Rimini, Copyright: italien-sehenswertes.de

In der Emilia-Romagna sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten und sehenswerte Orte zu finden.

Hier sind nur die wichtigsten nachfolgend kurz aufgeführt, da allenfalls der Rahmen gesprengt wird. Es werden viele Orte in Italien mit ausführlichen Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten in separaten Texten behandelt.

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Bologna

  • Le due torri, Bologna (die 2 Türme)
  • La Basilica di San Petronio, Bologna
  • Fontana del Nettuno, Bologna
  • I dipinti murali di Dozza (bemalte Mauern)
  • Il Lago Scaffaiolo im Parco regionale del Corno alle Scale
  • Il Castello dei Manzoli in San Martino in Soverzano (Minerbio)

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ferrara

  • Il Castello Estense, Ferrara
  • Palazzo dei Diamanti, Ferrara
  • La Cattedrale di San Giorgio, Ferrara
  • Comacchio

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Forli-Cesena

  • Piazza Aurelio Saffi, Forlì
  • Abbazia di San Mercuriale, Forlì
  • Rocca di Ravaldino, Forlì
  • Rocca Malatestiana, Cesena
  • Biblioteca Malatestiana, Cesena
  • Fontana Masini, Cesena
  • Terra del Sole
  • La diga di Ridracoli (Staudamm)

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Modena

  • Il Duomo di Modena
  • Palazzo Comunale Modena
  • Palazzo Ducale, Modena
  • Il monte Cimone

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Parma

  • Il duomo di Parma (Dom von Parma)
  • Il Battistero di Parma
  • Statue von Giuseppe Verdi, Busseto

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Piacenza

  • Il Palazzo Comunale di Piacenza
  • Il duomo di Piacenza (Dom von Piacenza)
  • Chiesa di San Sisto, Piacenza
  • Basilica di Sant’Antonino, Piacenza
  • Palazzo Farnese, Piacenza

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ravenna

  • Il mausoleo di Teodorico, Ravenna (Mausoleum)
  • Battistero degli Ariani, Ravenna
  • Mausoleo di Galla Placidia, Ravenna (Mausoleum)
  • Basilica di Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna
  • La tomba di Dante (Das Grab von Dante Alighieri)
  • Basilica di Sant’Apollinare in Classe

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Emilia

  • Piazza San Prospero, Reggio Emilia
  • Basilica di San Prospero, Reggio Emilia
  • Chiesa di san Giorgio, Reggio Emilia
  • Teatro municipale, Reggio Emilia
  • Sala del Tricolore, Reggio Emilia

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Rimini

  • Il Tempio Malatestiano, Rimini (Tempel)
  • Castel Sismondo, Rimini (Schloss, Burg)
  • Piazza Cavour, Rimini
  • Il ponte di Tiberio a Rimini (Brücke)
  • La fortezza di San Leo (Festung)

Castel Sismondo, Copyright: italien-sehenswertes.de

Brescello

Der Film „Don Camillo und Peppone“ wurden in der Nähe des Po in dem kleinen Örtchen Brescello mit 5.621 Einwohnern (Stand 31.12.2016) gedreht. In Brescello gibt es diesbezüglich ein kleines Museum zu entdecken. Das Kirchenkreuz von Don Camillo und Peppone ist noch in der Kirche platziert.

Comacchio

Comacchio ist eine Gemeinde mit 22.369 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) und liegt an der Adria in der Provinz Ferrara. In Comacchio gibt es zahlreiche Kirchen wie zum Beispiel die Kathedrale San Cassiano, Wallfahrtskirche Santa Maria in Aulia Regia und die Chiesa del Rosario zu bestaunen. Das Stadtbild prägen zudem zahlreiche Brücken, wobei viele aus dem 18. Jahrhundert stammen. Zu den wichtigsten Brücken zählen die Petersbrücke(Ponte San Pietro), die Sisti-Brücke (Ponte dei Sisti), die Häscherbrücke (Ponte degli Sbirri), die Trepponti-Brücke (Ponte Trepponti), die Carmini-Brücke (Ponte del Carmini) und die Pizzetti-Brücke (Ponte Pizzetti).

Mosaiken von Ravenna, Copyright: italien-sehenswertes.de

Imola

Die Stadt Imola mit 69.951 Einwohnern (Stand 31. 12.2016) ist vr allem für ihre berühmte Rennstrecke „Imola“ durch die Formel 1 bekannt. In Imola werden neben der Formel 1 (Formula 1) auch Motorrad Grand Prixs ausgetragen. Generell entstand die Stadt in der Antike, wobei es jedoch bereits vorher in der Gegend Siedlungen gab.

Predappio

Predappio ist eine Stadt in der Emilia-Romagna mit 6.297 Einwohnern (Stand 31.12.2016). Sie ist der Geburtsort von Benito Mussolini (1883–1945).

Cesenatico

Strand in Cesenatico im März mit Blick aus dem Grand Hotel, Copyright: italien-sehenswertes.de

Cesenatico ist ein Urlaubsort mit 25.781 Einwohnern (Stand 31.12.2016), der etwa 20 Kilometer nordwestlich von Rimini liegt. In Cesenatico gibt es zahlreiche Hotels, zum Beispiel das Grand Hotel Cesenatico, die sehr beliebt bei Strandurlaubern sind, da sie direkt am langen Sandstrand liegen. Zudem gibt es in Cesenatico ein Denkmal von Giuseppe Garibaldi sowie von Marco Pantani zu sehen. Cesenatico hat auch einen eigenen Hafen, in dem Museumsschiffe liegen.

Sprachen und Dialekte

Die Amtssprache wie auch die Schriftsprache der Emilia-Romagna ist Italienisch. Zu einem Dialekt zusammengefasst werden oft Romagnol und Emilianisch. Insgesamt werden in der Region 27 Dialekte des Emilianischen und 5 Dialekte des Romagnolischen gesprochen.

Wirtschaft

Die Region Emilia-Romagna ist zu der drittwohlhabendsten Region in Italien aufgestiegen. In dieser Region sind bekannte und berühmte Marken wie Ferrari, Maserati, Pagani und Lamborghini ansässig. Automobilmuseen und auch Motorradmuseen sind hier zahlreich vertreten und versprechen Einblicke in die Edelkarossen. Somit ist es auch verständlich, dass sich selbst die Region „Land der Motoren“ nennt.

Ebenso häufig sind hier sehr berühmte Pumpenhersteller sowie namenhafte Industriesauger und Hochdruckreiniger zu finden. Zudem hat die Fliesenproduktion, die vom Export in die gesamte Welt lebt und mehr als 40 Betriebe unterhält, hier einen wichtigen Wirtschaftsstandpunkt.

Kulinarisches und typische Produkte

In der italienischen Region gibt es einige sehr bekannte Spezialitäten, die weltweit Ansehen erlangt haben.

Zu ihnen gehören unter anderem:

  • Risotto alla parmigiana
  • Strozzapreti
  • Zuppa Imperiale
  • Mortadella di Bologna
  • Cotechino
  • Culatello
  • Zampone
  • Pancetta coppata
  • Prosciutto di Parma
  • Prosciutto crudo di Modena
  • Bracciatello
  • Ciambella
  • Casatella romagnola
  • Coppa
  • Parmigiano-Reggiano
  • Piadina romagnola
  • Aceto Balsamico Tradizionale di Modena
  • Coppia Ferrarese (pane IGP)
  • Anicione (Finale Emilia)
  • Lambrusco Modenese (Santa Croce, Graspa Rossa Castelvetro) IGP und DOC
  • Lambrusco Reggiano IGP und DOC
  • Mela Campanina di Modena

Geschichte

Burg Sismondo, Eingang, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Region Aemilia (heute Emilia) wurde bereits als achte Region Italiens in der Antike zur Herrschaftszeit der Langobarden gegründet. Die Bezeichnung wurde von der antiken Römerstraße Via Aemilia abgeleitet, die die Städte Rimini und Piacenza verband. Etwa im 4. Jahrhundert sind die Provinzen Liguria und Aemilia entstanden. Ravenna gehört nur teilweise dazu und wurde des Öfteren wieder ausgegliedert. Von den Langobarden wurde diese Region Romania genannt, damit eine gewisse Unterscheidung stattfinden konnte. Viele Jahrhunderte fand eine versuchte Unterwerfung der Gebiete von Ravenna, Forlí, Rimini, Faenza und Bologna statt. Letztendlich wurden sie von Pippin der Jüngere (Vater von Karl dem Großen) an das Papsttum übergeben. Dennoch blieb Romagna umstritten, gerade zwischen dem Kaiser und dem Papst. Unabhängig geblieben waren dagegen die restlichen Gebiete wie Ferrara, Modena, Reggio, Parma und Piacenza.

Die Romagna Entwicklung

Nikolaus III. war es gelungen, die Kontrolle über Romagna zu erhalten. Kurz vor einem Zerfall des Gebietes, gelang es dem spanischen Kardinal Albornoz dies zu verhindern. Die päpstliche Herrschaft war in ihrer Macht geschwächt, sodass Cesare Borgia (u.a. italienischer Renaissancefürst) eine Dynastie gründen konnte, indem er die vorherrschenden Fürsten beseitigte. Sein Vater, Alexander VI. (Papst in Rom), hinterließ dieses Werk und die einzelnen Städte gehörten wieder zum Papsttum. Die Verwaltung wurde durch die Legaten betrieben.

Herzogtümer der Emilia

Die Regionen Comacchia und Ferrara wurden von Papst Clemens VIII. 1597 beansprucht, nachdem sie dem Haus Este angehörten. Teile des Herzogtums von Ferrara waren Reggio und Modena und bildeten später ihr eigenes unter Cesare, dem Sohn von Alfonso I. Sehr kleine und eigenständige Fürstentümer waren dagegen Mirandola und Carpi. Letzteres wurde Este zugesprochen, als die Pio-Familie vertrieben wurde. Mirandola wurde von der Familie Pico beherrscht, allerdings nur so lange, bis sich Francesco Maria auf die Seite der Franzosen stellte. Er hat dadurch 1709 das Herzogtum abgenommen bekommen und dieses wurde wieder an Este verkauft. Piacenza und Parma gehörte zu der Herrschaft Farnese. 1731 war die Familie ausgestorben. Zuvor setzte Papst Paul III. seinen Sohn zur Herrschaft ein.

Die Französische Revolution und die Gründung des Königreiches

Die Emilia-Romagna unterstand von 1796 bis 1814 Italien, bis sie dann einer Eingliederung in das napoleonische Königreich Italiens unterlag. Die Romagna wurde erneut ab 1815 der Kirche und damit auch dem Staat und der Regierung in Italien unterstellt. Napoleons Frau, Marie Louise, erhielt das Herzogtum Parma und an die Erben der Este, Erzherzog Franz von Österreich, ging Modena. Parma entwickelte sich besser als die Gebiete der Romagna und Modena. Diese unterlagen einer Willkür, gepaart mit Korruptheit und einer repressiv rückschrittlichen Regierung. So folge die Revolution 1848 bis 1849, welche von den Österreichern niedergeschlagen wurde. Emilie kam erst wieder zum italienischen Königreich, als der 1859 geführte Unabhängigkeitskampf gewonnen wurde.

 

Basilikata – mittelalterliche Region Italiens

Region Basilikata Italien

Region Basilikata Italien, Copyright: TUBS

Die Region Basilikata (Basilicata) ist eine der kleinsten italienischen Regionen. Sie befindet sich im Süden Italiens zwischen Apulien und Kampanien und besteht aus nur zwei Provinzen – Matera und Potenza.

Potenza ist auch die gleichnamige Hauptstadt dieser Region, die eine Fläche von 9.994,61 km² Quadratkilometern aufweist und 570.365 Einwohner mit Stand 31.12.2016 zählt.

Die Provinz Matera hat eine Fläche von rund 3.447 Quadratkilometer 199.685 Einwohnern und erreicht damit eine Dichte von 58 Einwohnern pro km².

Potenza hat eine Fläche von 6.545 Quadratkilometern und 370.680 Einwohner mit einer Dichte von 57 Einwohnern pro km².

Geographie

Region Basilikata mit Provinzen; Copyright: Mortadelo2005

Die italienische Region Basilikata wurde von 1932 bis 1947 offiziell „Lucania“ genannt. Sie verfügt über einen sehr schmalen Küstenstreifen. Lukanien, eine Landschaft antiken Ursprungs, hatte eine wesentlich größere Fläche und reichte bis in das Landesinnere von Kampanien und Salerno. Sie umfasste das gesamte Gebiet der Region Cilento bis zum Fluss Sele. Nördlich gesehen, reichte das lukanische Gebiet bis zum Fluss Bradano. 

Die Bezeichnung Basilicata stammt aus dem 10. Jahrhundert, der byzantinischen Zeit. Eine Verwaltungseinheit (giudizierato) hat nach der normannischen Eroberung diesen Namen getragen und erstreckte sich über die Provinz Potenza und teilweise über Matera.

Tourismus und Urlaubsorte

Der Tourismus kann in der Basilikata in drei Kategorien unterteilt werden:

1. Geschichtlich-kultureller Urlaub: Es werden vor allem die Städte der Magna Grecia wie Metaponto, Policoro und Nova Siri, die aus der römischen Zeit stammenden Städte wie Venosa und Grumentum, die mittelalterlichen Städte Melfi, Miglionico, Tricarico und Valsinni sowie die Sassi di Matera, einer noch teilweise bewohnten prehistorischen Kulturstätte, angeschaut.

2. Urlaub am Meer: Hier werden vor allem die lukanischen Küsten wie die der tyrrhenischen Küste Maratea und die der ionischen Küste mit Metaponto, Pisticci, Scanzano Jonico, Policoro, Rotondella und Nova Siri besucht.

3. Urlaub in den Bergen mit Exkursionen: Urlauber, die eher einen Bergurlaub und Exkursionen anstreben, besuchen in der Basilikata sehr häufig Nationalparks wie den Parco nazionale del Pollino, Parco Nazionale Val d’Agri, die Dolomiti Lucane, i Laghi di Monticchio und die Zone des Apennins.

Sehenswürdigkeiten der Basilikata

Städte der Magna Grecia

Metaponto

Metaponto, im Altgriechischen Μεταπόντιον, ist ein Teil der Komune von Bernalda in der Provinz Matera. Metaponto hat ungefähr 1.000 Einwohner, wobei die Zahl in den Sommermonaten ansteigt. Die Gegend um Metaponto wird Metapontino genannt, welche sich zwischen den Flüssen Bradano und Basento befindet. Die Gegend Metapontino ist eine der wichtigsten Gegenden an der ionischen Küste in der Basilikata. Bis zum Jahr 1930 als Metaponto von Bernalda, bis dato eine sehr kleine Gemeinde, mit in die Komune von Bernalda eingespeist wurde, gehörte sie zur Gemeinde von Pisticci. Deie Bezeichnung Metaponto hat seinen Ursprung vom Griechischen μετα (τον) ποντον (meta (ton) ponton), was soviel wie “zwischen den Flüssen” bedeutet.
In der Nähe von Metaponto befindet sich die archäologische Stätte von Metaponto, in der Überbleibsel aus der griechischen Zeit zu finden sind. Vor allem der Tempelbau Tavole Palatine und das archäologische Nationalmuseum sind bei den Urlaubern sehr beliebt.

Policoro

Policòro, im lokalen Dialekt auch Pulecòre genannt, ist eine italienische Gemeinde mit 17.532 Einwohnern (Stand 31.12.2016) in der Provinz Matera. Die Bezeichnung Policoro entstammt dem Altgriechischen Polychoron, Πολύχωρον. In der Nähe sind einige archäologische Reste der antiken Stadt Eraclea zu finden, welche damals ein wichtiges Zentrum der Magna Grecia darstellte.

Nova Siri

Nova Siri, früher Bollita genannt, ist eine Gemeinde mit 6.780 Einwohnern (Stand 31.12.2016) in der Provinz Matera an der ionischen Küste. Nova Siri kann in den Ort Nova Siri und in den Küstenstreifen Nova Siri Marina unterteilt werden. Die angrenzenden Gemeinden sind Rotondella (7 km), Rocca Imperiale (CS) (11 km), Nocara (CS) und Canna (CS) (13 km) sowie Valsinni (15 km). Etwa 75 km trennen Nova Siri von Matera und 139 km von Potenza, der Hauptstadt von Basilikata.

Städte der Basilikata aus römischer Zeit

Venosa

Venosa, auch Venusia in Latein und Venòse im lukanischen Dialekt genannt, ist eine italienische Gemeinde mit 11.837 Einwohnern (Stand am 31.12.2016) in der Provinz Potenza im Gebiet von Vulture. Venosa ist zugleich Mitglied der Vereinigung „I borghi più belli d’Italia“, in der derzeit 196 Gemeinden gelistet sind.

Venosa hat zahlreiche Kirchen zu bieten. Darunter sind zum Beispiel der Komplex der Santissima Trinità (Complesso della Santissima Trinità), Concattedrale di Sant’Andrea, Chiesa del Purgatorio, Chiesa di Santa Maria della Scala, Chiesa di San Martino, Chiesa di San Domenico, Chiesa di San Rocco, Chiesa di San Biagio, Chiesa di San Giovanni Battista, Chiesa della Madonna delle Grazie und die Chiesa di San Michele Arcangelo.

Zudem sind einigen Palazzi in Venosa sehenswert, wie zum Beispiel der Palazzo Calvini, Cosiddetta Casa di Quinto Orazio Flacco, der Palazzo del Balì, Palazzo De Luca, Palazzo del Capitano, Palazzo Rapolla und der Palazzo D’Ardes.

Insgesamt hat Venosa drei populäre Springbrunnen zu bieten. Diese wären neben weiteren Brunnen die Fontana Angioina, die Fontana di Messer Oto und die Fontana di San Marco. Im Ort gibt es weitere Brunnen, die vor allem in der Zeit Mussolinis errichtet wurden.

In Venosa liegt auch das Schloss Aragonese (Castello Aragonese), welches auf Befehl von Pirro de Balzo im Jahr 1470 errichtet wurde. Im Inneren des Schlosses ist heute die Gemeindebibliothek und das staatliche Archäologische Museum von Venosa zu finden.

Neben einer archäologischen Stätte und einem römischen Amphitheater befinden sich in Venosa auch hebräische Katakomben, die auf dem Hügel der Maddalena liegen.

Venosa ist auch der Anbauort der Reben für den berühmten Rotwein Aglianico del Vulture.

Grumentum

Grumentum war eine antike römische Stadt in Lucania. Derzeit sind noch archäologische Reste der Stadt auf dem Hügel von Grumento Nova (PZ) zu finden. In der Nähe befindet sich auch der Lago di Pietra del Pertusillo im Gebiet „Spineta“. Grumentum an sich ist eine Sehenswürdigkeit in der Basilikata, denn dort befindet sich das antike Theater aus der augustinischen Zeit (teatro di epoca augustea), ein Forum mit Tempelresten, ein Aquädukt, ein Amphitheater und die Necropoli, welche Gräber beherbergen. Zudem ist die Kirche Chiesa di Santa Maria Assunta in Grumentum zu finden.

Mittelalterliche Städte

Melfi

Castello di Melfi, Copyright: Mikils, GNU

Melfi, auch Mélfe im lukanischen Dialekt, ist eine Gemeinde mit 17.822 Einwohnern (Stand: 31.12.2016) in der Provinz Potenza. Die Stadt besitzt bis heute einen mittelalterlichen Stadtkern und ist zu einem wichtigen Industriezentrum geworden. In Melfi selbst gibt es zahlreiche religiöse Gebäude, wie zum Beispiel die Kathedrale Santa Maria Assunta (Cattedrale di Santa Maria Assunta), die Chiesa di Sant’Antonio, Chiesa di Sant’Anna e Santa Maria del Suffragio, die Chiesa della Madonna del Carmelo (Carmine) sowie die Chiesa di San Teodoro und die Chiesa di San Lorenzo. Zudem sind bis heute noch einige Palazzi und Brunnen gut erhalten. Zu den wichtigsten Brunnen gehören die Fontana del Bagno, Fontana del Bagnitello und die Fontana Acqua Santa.

Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Basilikata und von Melfi ist das Schloss von Melfi (castello di Melfi). Von den Normannen erbaut ist es heute eines der wichtigsten und nennenswertesten Schlösser aus dem Mittelalter in der Basilikata.

Der historische Kern von Melfi ist zudem von einer vier Kilometer langen Mauermmit sechs Durchgängen umgeben.

Migliónico

Migliónico, im lokalen Dialekt auch Megghiuòneche gesprochen, ist eine Gemeinde mit 2.497 Einwohnern (Stand 31.12.2016) in der Provinz Matera. Migliónico ist hauptsächlich für sein Schloss berühmt, dem Castello del Malconsiglio, welches aus dem 8. bis 9. Jahrhundert stammt. Alessandro di Andria machte beim Bau des Schlosses den Anfang. Im 14. Jahrhundert wurde dem Schloss eine dritte Bauzeit unterzogen. Die Form des Schlosses gleicht einem Parallelogramm mit sieben Türmen (einige quadratisch (dies sind die ältesten), einige rund und 2 Doppeltürme). Der Eingang des Schlosses befindet sich heute an der nordöstlichen Seite, während der Originaleingang südlich lag. Dieser wurde aber durch ein Erdbeben im Jahr 1857 zerstört.

Tricarico

Tricarico oder auch Trecàreche im trikarikesischen Dialekt gesprochen, ist eine Gemeinde mit 5.292 (Stand 31.12.2016) Enwohnern in der Provinz Matera. Tricarico ist auf einer Höhe von 698 m über dem Meeresspiegel gelegen und als eine arabisch-normannisch geprägte Stadt bekannt. Die Stadt hat einen der wichtigsten mittelalterlichen Stadtkerne aufzuweisen, der zudem noch sehr gut erhalten ist.

In Tricarico gibt es zahlreiche Kirchen und religiöse Gebäude, wie zum Beispiel das Santuario della Madonna di Fonti und die Cattedrale di Santa Maria Assunta. Zudem sind ein Turm aus normannischer Zeit und zahlreiche alte Palazzi noch gut erhalten.

Die prehistorische Stätte Matera

Sassi di Matera in Matera

Matera, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Sassi di Matera befinden sich im antiken Zentrum von Matera, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit 60.351 Einwohnern (Stand 31.12.2016) und gehören zu den wichtigsten und populärsten Sehenswürdigkeiten der Basilikata. Die Sassi di Matera unterteilen sich in Sasso „Caveoso“ und in Sasso „Barisano“, welche beide die „Civita“ formen, den komplexen Stadtkern von Matera. Matera hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Diesbezüglich wurde sie auch zur europäischen Kulturstadt 2019 (Capitale Europea della Cultura 2019) ernannt. Der Slogan für Matera für 2019 lautet: „Open Future“.

Nationalparks der Basilikata

In der Basilikata gibt es 11 geschützte Nationalparks und Naturreservate. Diese wären:

  • Parco nazionale del Pollino
  • Parco nazionale dell’Appennino Lucano-Val d’Agri-Lagonegrese

Regionale geschützte Naturparks

  • Parco di Gallipoli Cognato e Piccole Dolomiti Lucane
  • Parco della Murgia Materana

Regionale geschützte Naturreservate

  • Riserva Regionale Lago Piccolo di Monticchio
  • Riserva Regionale Abetina di Laurenzana
  • Riserva Regionale San Giuliano

Andere Naturparks

  • Riserva naturale orientata Bosco Pantano di Policoro
  • Riserva naturale speciale dei Calanchi di Montalbano Jonico
  • Riserva regionale Lago Laudemio (Remmo)
  • Riserva regionale Lago Pantano di Pignola

Staatliche Naturreservate

  • Riserva naturale Agromonte Spacciaboschi
  • Riserva naturale Coste Castello
  • Riserva naturale Grotticelle
  • Riserva naturale I Pisconi
  • Riserva naturale Marinella Stornara
  • Riserva naturale Metaponto
  • Riserva naturale Monte Croccia
  • Riserva naturale Rubbio

Geschichte der Basilikata

Die Region Basilikata war seit der Römischen Reich-Eingliederung unselbstständig. Die Geschichte an sich hat es sich mit seinen Nachbargebieten Richtung Norden geteilt. Zu dieser Zeit war Italien zersplittert und die Territorien waren nicht eindeutig auszumachen, gerade in der Zeit der normannischen und langobardischen Eroberung. Nach dieser Zeit gehörte Basilikata erst einmal zu Neapel und seit 1861 zu Italien. So wurde die Basilikata in der Zeit von 1932 bis 1947 offiziell Lucania genannt.

Apulien – Region der Trulli

Lage von Apulien Copyright: TUBS

Lage von Apulien in Italien, Copyright: TUBS

Die Region Apulien (Puglia) besteht aus insgesamt fünf Provinzen, wobei die Hauptstadt Bari bildet.

Apulien nimmt eine Gesamtfläche von 19.365,8 Quadratkilometer ein und hat derzeit mit Stand 31. Dezember 2016 4.063.888 Einwohner zu verzeichnen. Damit kommen auf einen Quadratkilometer etwa 210 Einwohner.

Am Adriatischen und Ionischen Meer gelegen, erreicht die Küste in der Gegend Otranto den östlich gelegensten Punkt Italiens. Dieser ist gerade mal 80 Kilometer von der albanischen Küste entfernt.

Geographie und Geologie Apuliens

Etwa 45 Prozent Apuliens sind als Hügellandschaft vorhanden und etwa 53 Prozent als Ebenen. Als Gebirgslandschaft können etwa 2 Prozent gezählt werden.

Landschaftsaufteilung Apulien, Copyright: Luigi Chiesa

Für Italien ist diese Region eine der flachsten. Von Norden nach Süden teilen sich die einzelnen Landschaften auf. Dazu zählen die Halbinsel Gargano als bergige Gegend mit seinen Tremiti-Inseln, die vorgelagert sind und die Ebenen Tavoliere delle Puglie, Terra di Bari, die Kalkhocheben Murge sowie die Küstenebene Tarent.

Als südlichste Region Apuliens wird Valle d´Itria gesehen, die mit der Halbinsel Salento abgeschlossen wird.

Die Grenze zu Kampanien bildet das Gebirge Monti della Daunia, welches eine Höhe zusammen mit dem Monte Cornacchia von 1.152 Meter erreicht.

Das Klima ist relativ ausgewogenen mit milden Wintern und heißen Sommern.

Gebiete Apulien, Copyright: Zappuddu

Insgesamt gesehen, besteht die Region Apulien aus vielen verschiedenen Provinzen. Die Provinz Barletta-Andria-Trani kam erst im Jahre 2009 als geschäftsfähige Provinz hinzu. Als zweitgrößte Stadt von Süditalien wird die Hauptstadt Bari mit knapp 600.000 Einwohnern gezählt. Sie liegt damit knapp hinter Neapel.

Die Provinzen in Apulien wären:

  • Foggia
  • Barletta-Andria-Trani
  • Bari
  • Taranto
  • Brindisi
  • Lecce

Provinzen Apuliens, Copyright: Vonvikken

Baukunst

Für Apulien geradezu typisch sind Trulli, kleine runde Häuser,deren Dächer zumeist ebenso rund aus Stein gefertigt sind. Das Dach verjüngt sich nach oben hin mittels eines Kraggewölbes, welches als Abschluss eine kleine Kugel oder ein Symbol trägt. Trulli sind in ganz Apulien anzutreffen, jedoch kann als Kerngebiet die Stadt Alberobello angesehen werden.

Sehenswürdigkeiten in Apulien

In Apulien gibt es wie überall in Italien auch viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die hier nur zumTeil aufgelistet werden. Diese werden mit den einzelnen Provinzen zusammen separat betrachtet, da hier sonst der Rahmen gesprengt wird.

Die wichtigste und berühmteste Sehenswürdigkeit sind vor allem die Trullis. Diese sind insbesondere in Alberobello zu finden. Wer ein Trullifeeling im Urlaub erleben möchte, kann sich auch einen Trulli mieten. Es gibt mittlerweile zahlreiche Trullibesitzer, die ihren Trulli an Urlauber vermieten.

Trulli in Alberobello, Copyright: Stillkost, Fotolia

Landwirtschaft Apuliens

In den fruchtbaren Küstenebenen werden Mandeln, Tomaten, Getreide und Oliven angebaut und produziert. Zudem ist Apulien ein sehr wichtiges Anbaugebiet für Rotwein, welcher bekanntermaßen einen sehr vollen Gehalt besitzt. Die bedeutendsten Rebsorten Apuliens sind Sangiovese, Negroamaro und Primitivo. Mehr als 7,5 Millionen Hektoliter werden auf über 100.000 Hektar produziert. Die bekanntesten Regionen für den Weinanbau sind Foggia, Locorotondo, Castel del Monte und Canosa di Puglia.

Flughäfen

Der Flughafen von Apulien ist als Drehkreuz für Flüge in den Orient bekannt. Durch den günstigen Standort sind dadurch reichlich Militärflugplätze und Zivilflughäfen angesiedelt.
Die Hauptgesellschaft “Aeroporti di Puglia” versorgt auch die Flughäfen Bari, Brindisi-Casale, Foggia sowie Taranto. Am wichtigsten werden die Flughäfen von Bari und Brindisi-Casale angesehen, wobei die anderen eher eine regionale Bedeutung haben.

Die italienische Mauereidechse

Mauereidechse in Rassa, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die Mauereidechse (Podarcis muralis), zu welcher auch die italienische Mauereidechse gehört, gehört zur Klasse der Kriechtiere (Reptilia), der Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae) und zur Gattung der Mauereidechsen (Podarcis).

Im Jahr 2011 wurde sie von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum Reptil des Jahres ernannt.

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Langosco – zwischen Reis und Geschichte

Langosco in der Lombardei, Copyright: italien-sehenswertes.de

Langosco ist eine kleine Gemeinde mit 366 Einwohnern in der Provinz Pavia in der Lombardei in Italien. Im lomellinischen Dialekt wird Langosco auch Langusc genannt. Langosco befindet sich zur Grenze zum Piemont auf der linken Seite des Sesia. Zur Gemeinde gehört auch die Enklave Motta de´Conti, di sich auf der rechten Seite des Sesia befindet.

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