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Dutzend Mafiosi in Italien festgenommen

Neapel in Italien ist vor allem wegen der Mafiabande der Camorra bekannt geworden. Nun haben italienische Sondereinheiten in und um Neapel ein Dutzend Mafiosi festgenommen und rund eine Milliarde Euro in Fahrzeugen, Immobilien und Grundbesitz sichergestellt, wie Medienberichten zufolge bekannt geworden ist.

Unter den verdächtigen Mafianhängern sind 16 Richter und Beamte. Ihnen wird Bestechlichkeit und Korruption vorgeworfen.

Eine zur Camorra zugehörige Gruppe, der Clan Fabbrocino, soll vor allem mit Drogengeschäften in der Region des Vesuv tätig sein. Von diesem Clan hat die italienische Sondereinheit etwa 60 Personen wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Korruption festgenommen. Auch wurden einige unter Hausarrest gestellt.

Der neapolitanische Staatsanwalt Alessandro Pennasilico erklärte, dass mehr Personal zur Verfügung gestellt werden muss, um die bisherige Justiz funktionierend zu gestalten.

Ebenso wurden Unternehmer ins Visier genommen, die in Italien am Eisenhandel, im Immobiliengeschäft und im Hotelwesen illegale Geschäfte gemacht haben sollen.

Quelle: handelszeitung.ch

Italien wegen illegaler Müllentsorgung gerügt

Italien wurde kürzlich von der EU-Kommission in Brüssel wegen seines immer noch bestehenden Müllproblemes gerügt.

Auch nach mehr als 10 Jahren, die seit der Verabschiedung des EU-Gesetzes (1999/31/EG) von 1999 vergangen sind, entsprechen etwa 100 Mülldeponien in Italien noch immer nicht den gesetzlichen Normen.

Dabei handelt es sich bei den 100 italienischen Mülldeponien nicht um versehentliche Einzelfälle, sondern um strafbare illegale Müllentsorgung, die in allen 20 Regionen Italiens anzutreffen waren, wie die EU-Kommission bekannt gab.

In drei Mülldeponien wurde illlegaler Giftmüll gefunden. Allein in der Nähe von Neapel wurde Giftmüll auf Obstplantagen gefunden, was von Geschäften der italienischen Mafia her rühren soll. Die dort ansässigen Anwohner haben bisher erfolglos gegen die Vermüllung gekämpft.

Nach der Rüge an Italien hat das Land zwei Monate Zeit, sich zu dem Sachverhalt der gesetzeswidrigen Müllentsorgung zu äußern. Sollte Italien dem nicht nachkommen, so droht dem Land ein Vertragsverletzungsverfahren bis hin zu einer möglichen Vertragsverletzungsklage.

In den vergangenen Jahren konnte sich Italien nicht mit der EU-Kommission wegen des Müllproblemes einigen.

Quelle: swp.de

Video: Neapel versinkt im Müll