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Lampedusa – Insel zwischen Afrika und Italien

Die Insel Lampedusa liegt im Mittelmeer zwischen Afrika und Italien. Sie ist mit ca. 20 Quadratkilometern die größte der drei Pelagischen Inseln. Spuren von griechischer, römischer, byzanthinischer oder arabischer Besiedelung sind auf ihr zu finden. Auch Seefahrer hatten hier einen Stützpunkt. Ab dem 11. Jahrhundert war sie unbewohnt, 1843 besiedelte ein Gesandter von Ferdinand II. die Insel wieder, er brachte 120 Männer und Frauen mit.

Der größte Ort der Insel heißt Lampedusa. Momentan leben etwa 4.500 Einwohner auf  ihr, die hauptsächlich vom Fischfang (auch Herstellung von Fischkonserven) und dem Tourismus leben. Lampedusa hat ein wunderbares Mittelmeerklima, auch im Februar sind die Durchschnittstemperaturen wegen der geologischen Zugehörigkeit zu Afrika bei ca. 15 Grad. Buchten und Sandstrände laden ein, hier einen traumhaften Tag zu verbringen. Das Mittelmeer hat hier durchschnittlich 22 Grad.

Ein Teil der Insel ist zum Naturschutzgebiet ernannt worden, weil sich hier seltene Schildkröten angesiedelt haben.

Lampedusa kann mit dem Flugzeug von Palermo aus oder mit der Fähre erreicht werden. Der Flugplatz liegt direkt am Hafen. An der Südküste steht eine Kirche mit dem Wahrzeichen der Insel, der Madonna die Porto Salvo. Jedes Jahr am 24. August findet das traditionelle Festa die San Bartolo statt. Die Insel war auch Schauplatz vieler Spielfilme.

Lampedusa ist in den letzten Jahren immer häufiger in den Nachrichten erwähnt worden. Flüchtlinge aus Tunesien oder Libyen setzen in überfüllten oder maroden Booten ihr Leben aufs Spiel, um auf die Insel zu gelangen. Viele bezahlen jedoch mit dem Leben dafür.

Italien muss Flüchtlinge entschädigen

Gemäß dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) muss Italien wegen seiner Flüchtlingspolitik, damals noch unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi, den klagenden Flüchtlingen 330.000 Euro Entschädigung zahlen.
Italien hatte afrikanische Flüchtlinge nach Libyen abgeschoben. Die Flüchtlinge waren im Jahre 2009 auf der Insel Lampedusa von der italienischen Küstenwache aufgegriffen und anschließend nach Libyen zurückgesendet worden.
Damit hat Italien, nach Auffassung des EGMR, die Flüchtlinge einer unzumutbaren Gefahr ausgesetzt, in Libyen unmenschlich behandelt zu werden.
Insgesamt hatten 24 Flüchtlinge aus den afrikanischen Ländern Somalia und Eritrea gegen das Land Italien geklagt und vom EGMR Recht erhalten.

Quelle: welt.de