Tag Archiv für Abbruzzen

Nationalparks der Abbruzzen

Die Region Abbruzzen beherbergt eine Vielzahl an Nationalparks. Einer der ältesten ist Apennin, welcher im Süden gelegen ist. Um die Hauptstadt L´Aquila und zum Norden hin liegt der Gran-Sasso-Nationalpark. Im Süden liegend, ist der Maiella-Nationalpark zu finden und gen Westen der Sirente-Velino Regionalpark in einer noch unberührten Naturgegend.

Gran-Sasso ist etwa 150.000 Hektar groß, vorwiegend bestehend aus gebirgiges Umland. Zwei Bergketten und eine überaus wilde unberührte Landschaft sind die geologischen Hauptmerkmale. Mit 2.912 Metern gehören das Bergmassiv Corno Grande und der südlichste Gletscher Europas zum Nationalpark. So sind auf der einen Seite des Berges Kalksteinwände und auf der anderen eine der Mongolei ähnelnden Landschaft zu finden. Daher wird diese Seite auch „kleines Tibet“ genannt. Im Norden ist der See Campotosto sowie das „Tal der hunderten Wasserfälle“ gelegen.

Der Nationalpark Majella hat eine Größe von 86.000 Hektar und das Massiv erreicht eine Höhe von 2.795 Metern mit dem Monte Amaro. Unglaublich viele und satte Wälder sowie eine Vielzahl von Wasserquellen zieren den Nationalpark. Das Massiv hat mehr als 60 Gipfel und besteht überwiegend aus Kalkstein, welche unter den Bergsteigern leicht bestiegen werden können. Als Gebirgsbotaniker könnte man meinen, man habe den Garten Eden gefunden, denn mehr als 1.800 Pflanzenarten mit einer saisonalen Blütenprachten sind im Park heimisch. So ist auch Canis lupus italicus – der Apenninwolf hier zu Hause. Die Einführung erfolgte in den 70er Jahren und seitdem steht er unter Naturschutz. Ursus arctus marsicanus – der Braunbär – fühlt sich in dieser Gegend ebenso sehr wohl, ebenso wie Gemsen, Königsadler oder Wanderfalken. Auch als einheimisch angesehen werden können die Fischotter.

Sirente-Velino als Regionalpark ist aus zwei Bergmassiven gebildet, die ebenso namentlich heißen. Kontinentales Klima ist mit wesentlich kälteren Wintern ist typisch für diesen Nationalpark. Zumeist liegt Schnee auch noch im Frühjahr auf den Wipfeln. Zudem sind Schluchten, Plateaus und Höhlen Bestandteile des Nationalparks der Abbruzzen. Weiterhin können jahrhundertealte Dörfer mit ebenso alter Architektur erkundet werden. Sollte man sich in dieser Region aufhalten, ist ein Besuch der Santa Maria Kirche in Valle Porcianeta sowie des Schlosses Celano empfehlenswert.

Der älteste und südlichste Nationalpark der Abruzzen hat eine Größe von 44.000 Hektar. Einheimische Tierarten wie der Braunbär sind hier beheimatet. Mehr als 100 von ihnen und zudem mehr als 50 Wölfe, Damwild, Luchse, 500 Gemsen und Fischotter können beobachtet werden.

Gleich nebenan liegt Penne, ein Naturreservat, in dem Projekte und Studien durchgeführt werden. Durch einige “Bausünden” ist der Park stark in Mitleidenschaft gezogen worden, ebenso wie der Tourismus, erholt sich aber stetig wieder. Zu jedem Park gehört ein Reservat, in denen verletze Tiere gepflegt, einige Exemplare zu Studienzwecken gehalten werden und mehrere Beobachtungspunkte. Sehr wichtige Flüsse der Abruzzen sind der Tronto, der Sangro, der Pescara, der Tirino, der Alto, der Tordino und der Vomano.