Tag Archiv für Italien

Schiff bei Lampedusa verunglückt

Am 3. November ist zwischen Libyen und Lampedusa ein Schiff mit 70 Migranten an Bord verunglückt. Die italienische Küstenwache konnte zwar viele Menschen retten, jedoch kamen drei Frauen ums Leben. Ihr Schlauchbott kenterte etwa 65 Kilometer vor der nordafrikanischen Küste.

An Bord des italienischen Marineschiffes wurden viele Migranten medizinisch wegen starker Unterkühlung betreut. Auch am nächsten Tag wurde die Suche nach etwaigen Überlebenden fortgesetzt. Mit unter den geretteten ist eine schwangere Frau. Schon längere Zeit hat Italien das Problem, dass Flüchtlinge, die auf teilweise seeuntüchtigen Booten versuchen, von Afrika nach Lampedusa überzusetzen. Seit den Unruhen in Libyen und Tunesien wollen immer mehr Einwohner ihr Land verlassen. In Europa herrscht derweil eine heftige Debatte über die Betreuung der Flüchtlinge. Italien sieht sich nicht als alleiniges Land, die Flüchtlinge zu betreuen.

Italien buhlt um Milliardäre

Italien und Frankreich liegen in einem hohen Konkurrenzkampf um russische Milliardäre. Beide buhlen umdiese Käufergruppe für Luxusimmobilien sowie als Interessenten für einheimische Unternehmen. Die russischen Milliardäre hingegen schwärmen von den alten Gemäuern, wie beispielsweise einen Palast am Canale Grande oder einer Villa, die dem einstigen König von Neapel gehörte.

Zu den beliebtesten Orten der russischen Milliardäre zählen London, die Cote d’ Azur, Marbella, die italienische Riviera und die Toskana. Diese Gruppe von Käufer soll helfen, die Schuldenlast des Landes zu senken. Und nicht nur Immobilien, auch Unternehmen machen sich für die Milliardäre interessant. Schon einige berühmte Firmen wie der Porzellan-Hersteller Richard Ginori haben sich durch die Investitionen saniert.

Juventus Turin: hohe Geldstrafe wegen Rassismus

Der italienische Fußballverein Juventus Turin musste eine Geldstrafe von 30.000 Euro einstecken. Grund dafür sind wiederholende rassistische Gesänge von einigen Fans. Eine Vielzahl der Fans hatten versucht, diese Gesänge zu unterbinden, jedoch verhinderte es keine Geldstrafe für den Fußballverein.

Zu dem Eklat kam es am 11. April 2012, als Juventus Turin gegen Lazio Rom spielte. Juventus Turin hatte schon in der Vergangenheit mit rassistisch geprägten Fans Schwierigkeiten. Allein in dieser Saison musste Juve fünf mal eine Geldstrafe zahlen.

Vor etwa drei Jahren musste der Fußballverein von Fans abgeschottet spielen, da damals Mario Balotelli, der für Inter Mailand spielte, Schmährufen ausgesetzt war.

Quelle: focus.de

Video: Rassismus in Italien – ohne Apulien

Weitere Infos

» Schule ohne Rassismus

» Nazis raus aus dem Internet

nazis raus aus dem internet

 

Italien wegen illegaler Müllentsorgung gerügt

Italien wurde kürzlich von der EU-Kommission in Brüssel wegen seines immer noch bestehenden Müllproblemes gerügt.

Auch nach mehr als 10 Jahren, die seit der Verabschiedung des EU-Gesetzes (1999/31/EG) von 1999 vergangen sind, entsprechen etwa 100 Mülldeponien in Italien noch immer nicht den gesetzlichen Normen.

Dabei handelt es sich bei den 100 italienischen Mülldeponien nicht um versehentliche Einzelfälle, sondern um strafbare illegale Müllentsorgung, die in allen 20 Regionen Italiens anzutreffen waren, wie die EU-Kommission bekannt gab.

In drei Mülldeponien wurde illlegaler Giftmüll gefunden. Allein in der Nähe von Neapel wurde Giftmüll auf Obstplantagen gefunden, was von Geschäften der italienischen Mafia her rühren soll. Die dort ansässigen Anwohner haben bisher erfolglos gegen die Vermüllung gekämpft.

Nach der Rüge an Italien hat das Land zwei Monate Zeit, sich zu dem Sachverhalt der gesetzeswidrigen Müllentsorgung zu äußern. Sollte Italien dem nicht nachkommen, so droht dem Land ein Vertragsverletzungsverfahren bis hin zu einer möglichen Vertragsverletzungsklage.

In den vergangenen Jahren konnte sich Italien nicht mit der EU-Kommission wegen des Müllproblemes einigen.

Quelle: swp.de

Video: Neapel versinkt im Müll

Junge Italiener gehen lieber ins Ausland

Junge Italiener, vor allem Jungakademiker gehen zumeist nach Beendigung des Studiums ins Ausland. Grund dafür sind die maroden Zukunftsaussichten einen Job zu finden.
In Italien spielen weniger Qualifikationen eine Rolle, vielmehr sind Familienstatus, Herkunft, Alter und Beziehungen die ausschlaggebenden Faktoren, um einen gut bezahlten Job in Italien zu finden.
In den Pisa-Studien von 2005 und 2009 schnitt Italien schlecht ab. Die Gründe liegen in der Sparpolitik für Bildung. Viele Ausbildungskurse sind gestrichen, die Schüler werden nicht ausreichend gefördert.
Zudem sei zu beobachten, dass Schüler aus Süditalien wesentlich schlechter abschneiden als Schüler in Norditalien. “Die Alarmglocken haben geschrillt, aber geschehen ist bisher nichts”, wie Alessandro Rosina von der Katholischen Universität Mailand mitteilte.
Um Jungitalienern einen attraktiven Arbeitsmarkt zu bieten, müsste also auch die Schul- und Bildungspolitik überarbeitet werden. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Krise Italiens ist Fachpersonal notwendig, um Italien aus der Krise zu manövrieren.

Quelle: welt.de