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Costa Concordia: Kapitän bei Beweissicherungstermin

Der Kapitän des Unglücksschiffes Costa Concordia musste sich am Montag zu einem Beweissicherungstermin in Grosseto einfinden. Auch hunderte Anwälte, Gutachter und Anwälte von Zivilklägern erschienen zu diesem Termin.
Hauptsächlich geht es um die Auswertung der Daten der Blackbox der Costa Concordia sowie die Ergebnisse eines Gutachtens.
Bruno Leporatti, Kapitän Schettinos Anwalt, erwirkte Montagnachmittag mit Hilfe von Anträgen zwar eine Unterbrechung der Anhörung, doch bereits am Dienstag wird die Beweisaufnahme fortgesetzt. Schettino wird fahrlässige Tötung, Havarie und verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen.
Kapitän Schettino selbst gibt die Schuld an dem Unglück seiner Reederei, die einen indonesischen Steuermann auf das Schiff beordert hatte, der seine Befehle nicht verstanden hatte. Auch die Sicherheitsnormen auf dem Schiff wären nicht vorschriftsmäßig gewesen. Die Reederei indessen gibt Schettino die volle Schuld an dem Ereignis.
Mitte Januar war die Costa Concordia zu nahe an eine Insel gefahren, streifte einen Felsen und kenterte. 32 Tote, darunter 12 Deutsche, sind zu beklagen.

Öltanker vor Sizilien auf Felsen gelaufen

Erst etwa 2 Monate ist es her, als das Kreufahrtschiff „Costa Concordia“ mit Kapitän Francesco Schettino vor der Insel Giglio einen Felsen rammte und kennterte. Etwa 25 Passagiere starben, 7 weitere werden noch vermisst.

Nun bahnt sich ein weiteres Schiffsunglück an. Diesmal handelt es sich nicht um ein Kreuzfahrtschiff, sondern um einen Öltanker, der vor der Küste Siziliens in Höhe der Stadt Syrakus wegen eines heftigen Sturms auf einen Felsen gefahren ist. Der Tanker war auf dem Weg von Venedig nach Augusta, einer Hafenstadt in Sizilien.

Medienberichten zufolge droht nun Öl auszulaufen. Dies wäre ein fatales Ereignis, da nicht nur Flora und Fauna in Mitleidenschaft gezogen werden würden, sondern auch der Tourismus. Viele Urlauber, darunter zahlreiche Deutsche, zieht es jährlich an die Küsten Italiens.

Der rund 150 Meter lange italienische Öltanker weist aktuell ein Leck im Maschinenraum auf, wodurch er in Schieflage geraten ist. Die Besatzung konnte mit Helikoptern gerettet werden. Verletzt wurde niemand.

Experten sollen nun prüfen, inwieweit sich das 11 Tonnen schwere Schiff bewegen lässt und ob eine Schleppaktion in einen nahen Hafen möglich ist.

Quelle: bz-berlin.de