Archiv für Italienische Regionen und Inseln

Trapani

Trapani 60 Trapani ist die siebtgrößte Stadt der italienischen Region Sizilien. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und beheimatet über 70.000 Einwohner, die auch aus Rumänen, Mazedoniern, Marokkanern, Chinesen und Tunesiern besteht, die jedoch eher eine Minderheit bilden. Das sichelförmige Felsenriff im Meer südwestlich der Altstadt gab diesem Ort in der Antike den Namen Drepanon. Dies ist die griechische Bezeichnung für Mondsichel.

Die Stadt liegt auf einer vorspringenden Landzunge am Fuße des Monte Erice und liegt im äußersten Nordwesten Siziliens. Trapani liegt zwischen dem tyrrhenischem Meer und Mittelmeer. Schwülwarme Sommer und milde Winter bestimmen das Klima der Region. Jedoch kann es auch kühl sein und sehr stark regnen, bei der die Meeresbrise dann äußerst unangenehm werden kann wie man im nachfolgenden Video sehen kann.

Das Meer in Trapani

Bevölkerung

Die Bevölkerung Trapanis arbeitet in den Bereichen der Wirtschaft und Soziales, den Dienstleistungen, dem Baugewerbe, der Fischerei, Handel, Transport, Tourismus und Gastronomie, Industrie und Produktion, so wie der Landwirtschaft. In den engen Gassen sind häufig Souvenirläden anzutreffen, die vorwiegend Trapanis bedeutendstes Handwerk anbieten: die Korallenverarbeitung. Die Preise für ein solches Produkt sind für europäische Verhältnisse oder zum Norden Italiens äußerst erschwinglich.

Insgesamt gesehen ist die Bevölkerung von Trapani äußerst zuvorkommend. Gäste der Stadt werden mit offenen Armen empfangen, was sie auch zu spüren bekommen. Ein kostenfreier Espresso des Hauses, ein kleines geschenktes Mitbringsel oder eine Einladung noch länger im Café oder Restaurant zu weilen, wird man als Gast oftmals mit einem Lächeln erhalten, sofern man denn ebenso den Leuten freundlich gegenüber tritt.

Salzgewinnung

Trapani 37 Wegen des hohen Mineralgehaltes ist auch heute noch der Handel mit Salz aus den Salinen Trapanis einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Die Verarbeitung erfolgt an den Küsten des Meeres, wo man ebenso auch Meersalz in abgepackten Säcken zu wirklich sehr niedrigen Preisen erwerben kann.

Trapani in Bilder

Wer ein wenig mehr von Trapani sehen möchte, kann sich die Fotos anschauen, die ich auf meiner Reise nach Trapani im März 2013 gemacht habe. Dort war ich eine Woche, die voller Regen war, aber doch sehr schön.

Trapani 1

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Trapanis Gassen

Handel und Wirtschaft

Fischerei und Fischverarbeitung, so wie der Anbau von Oliven, Zitrusfrüchten,Gemüse, Getreide und Mandeln und der Tourismus fördern die gute wirtschaftliche Lage des Ortes und führten dazu, dass nahezu 60 Banken und Filialen ansässig wurden.

Seit 2001 verstärken sich die Aktivitäten gegen die beiden vorherrschenden Mafia. Verhaftungen und Gerichtsverfahren gegen Politiker und Geschäftsleute, die wegen massiver Korruption, Schutzgelderpressung und Drogenhandel aktiv waren, fanden statt. Auch der Missbrauch von EU-Fördergeldern in mehreren hundert Millionen Euro vereitelt werden. Jedoch ist in Trapani vornehmlich eine ärmliche Bevölkerung vorzufinden, die durch Verkäufe hauptsächlich von landwirtschaftlichen Gut versuchen, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Somit sieht man häufig kleinere Stände mit ein paar Orangen, Tomaten und anderem Gemüse.

Trapani 29 Ein Bild besonders am Hafen prägen am frühen Morgen die Fischer, wenn sie mit ihren Fängen an Land kommen. Dann geht es sehr schnell und der Fisch ist weg. Wer also ganz frischen Fisch auf den Teller haben möchte, der sollte zeitig aufstehen. Gegen 8 Uhr morgens auf den Marktplatz zu sein, kann sich lohnen. Wer später als 9 Uhr kommt, der muss sehen, was übrig geblieben ist, kann jedoch dann ein Schnäppchen ergattern, denn dann versuchen die meisten Fischer ihre restlichen Fische noch unter das Volk zu bekommen. Am Vormittag gegen 10 Uhr sieht man dann häufig Fischer ihre Boote für die nächtliche Fahrt fertig machen. Ihre Frauen und Kinder helfen ihnen dabei, die Netze fangbereit zu machen. Oftmals sieht man auch Fischermänner in Gruppen sitzen, sich erzählen und das örtliche Radio hören. Das Leben des Fischers ist sehr hart, wie ein alter Fischer mir mitteilte, der schon seit über 30 Jahren im Geschäft ist. Bestimmte neuere Auflagen über Steuerabgaben und Fanggrenzen machen das Leben schwer. Der tägliche Erlös reicht gerade einmal um die Familie durchzubringen und das Schiffsöl für die nächste Nacht zu erwerben. Ältere Frauen hingegen sieht man häufig in den Läden. Sie bemalen oft Souvenirartikel für die Touristen, die sich hier ab und an mal verirren.

Infrastruktur

Der südlich gelegene Flughafen hat Anbindung an nationale Flughäfen Italiens, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Spanien und Schweden.
Der Bahn- und Straßenverkehr sind gut ausgebaut und der öffentliche Nahverkehr wird durch über 10 Buslinien abgedeckt. Trapani 10 Der Monte Erice kann durch eine Seilbahn erreicht werden, sofern das Wetter mitspielt. An regnerischen Tagen ist der Berg in eine Wolke gehüllt, die die Sicht in Erice komplett versperrt. Man sieht die Hand vor Augen nicht mehr, denn der Nebel dort oben kann sehr dicht sein. Ein Rundgang ist somit unmöglich. Hier sollte unbedingt auf Fahrten nach Erice abgeraten werden, wenn schon unten in Trapani dichte Wolken erkennbar sind, denn man sieht oben auf dem Berg noch nicht einmal mehr eine Aus- und Einfahrt, geschweige denn Strassenbegrenzungen. Generell sind die Strassen in Trapani befahrbar. Eine Beschilderung besteht auch, die jedoch an einigen Stellen nicht einfach zu deuten sind. In Trapani empfiehlt es sich einen Mietwagen zu nehmen, wenn man ein wenig mobil sein möchte, denn gerade ein wenig außerhalb der Stadt finden sich sehr schöne Küstenabschnitte. Wenn man einen Mietwagen hat und diesen in der Stadt abstellen möchte, so sollte man vorab auf einen Parkschein achten. Denn wenn die Zeit in Trapani stehen geblieben zu sein scheint, die Ordnungshüter sind äußerst schnell vor Ort. Geparkt werden kann zu günstigen Preisen. Man sollte jedoch auf die Strassenreinigung Achtung geben, denn diese hat feste Zeiten und dann muss das Auto weg sein, ansonsten hat man ein Problem: Es wird abgeschleppt. Wenn das Wetter es zulässt, kann auch ein Boot genommen und auf die benachbarten kleineren Inseln gefahren werden. Eine bekannte Insel ist hier Pantellaria, die auch einen sehr süßen, aber äußerst wohlschmeckenden Wein hervorbringt. Muss mal unbedingt mal probiert haben, wenn man Süßweine liebt.

Bildung

Trapani 55 Die Universität Palermo unterhält in Trapani die Fakultäten für Jura, Medizin Agrarwissenschaften. Sie ist gut besucht. Das Konservatorium Antonio Scontrino bildet Schüler in Jazz, klassischer Musik und Tanz aus. Das Humanistische Gymnasium, das Kunstgymnasium und das Naturwissenschaftliche Gymnasium runden die Bildung des Ortes generell ab.

Kulturelle Höhepunkte

Seit etwa 400 Jahren ist die Osterprozession der kulturell wichtigste Höhepunkt der Stadt. Zwanzig Mysteriengruppen stellen den Leidensweg Christi mit Figuren aus Holz aus dem 16. und 17. Jahrhundert dar. Blaskapellen aus der Provinz begleiten den Zug durch die blumengeschmückte Altstadt. Er zählt zu den beeindruckendsten Festumzügen Siziliens.

Sehenswürdigkeiten

Trapani 36 Die Stadt verfügt insgesamt über elf Kirchen, vier Museen, viele historische Bauwerke und einige Parkanlagen. Trapani brachte viele historische Künstler, einen emeritierten Erzbischof und einen Physiker hervor. Desöfteren sieht man auch Denkmäler und Statuen von bedeutenden Personen für die Stadt. Hier wäre zum Beispiel Garibaldi zu nennen. Ansonsten hat die Stadt einen Hafen zu bieten, der eher beschaulich ist. Neben den eher stark beanspruchten Wohnhäusern, finden sich ab und an auch Gebäude mit einer sehr schönen Architektur. Besonders an der Küstenstrasse entlang, kann man diese antreffen. In der Stadt finden sich dann weiterhin noch der Corsio Vittorio Emanuele, die beiden Brunnen “Fontana di Saturno” und “Fontana di Tritone” sowei einige Museen, unter anderem auch ein Korallenmuseum, um hier nur einige wichtige Sehenswürdigkeiten zu nennen.

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Küche

Die trapanesische Gastronomie ist von einheimischen und fremdländischen Einflüssen geprägt. Vor allem Fisch, gedämpfter Hartweizengrieß mit Fischbrühe und Pesto aus Tomaten, Basilikum, Mandeln und Knoblauch ersetzen herkömmliche Gerichte auf eine unvergleichliche, besondere Art. Besonders oft kommt jedoch Fisch auf den Tisch. Aber auch Pasta in allen Variationen ist beliebt.  In Trapani kann man kleinere Restaurants und Bars finden, bei denen man sehr gut und günstig essen kann. Generell sind die traditionellen Restaurants kleiner gehalten, die Leute dort sehr nett und zuvorkommend und die Küche eher kleiner. Es kann auch vorkommen, dass die Karte nur aus 5 oder 6 Speisen besteht, die fast alle nur Fisch enthalten. Das Leben ist dort sehr einfach und demzufolge sind auch oftmals die Speisekarten per Hand geschrieben. Wenn man sich nicht sicher ist, was die ein oder andere Speise bedeutet, so kann man nachfragen. Meistens wird dann das entsprechende Produkt geholt. Bei mir waren es Tintenfischarme. Generell sollte man, wenn man in ärmeren Trattorien speist, ein wenig Trinkgeld geben, auch wenn man schon das Gedeck zahlt. Die Leute werden es mit Sicherheit danken und einen Kaffee oder eine kleinere Aufmerksamkeit holen. Bei mir waren es stets Süßigkeiten, Kaffees oder auch mal eine Tasse, über die ich mich jeden Tag erneut freue.

Von mir zu empfehlende Restaurants, Trattorien und Osterien:

Cantina Siciliana
Via Giudecca, 32
91100 Trapani, Italia
+39 0923 28673

Ristorante Tentazioni di Gusto
Via Badia Nuova
Trapani, Italia
+39 0923 548165

Osteria la Bettolaccia
Via Gen. Enrico Fardella, 23/25
91100 Trapani, Italia
+39 0923 21695

Aktuelles in Trapani

In Trapani wird im Jahre 2013 ein Bonus von 1.000 Euro pro Geburt eines Kindes gewährt, sofern die Elternteile ein geringes Einkommen haben, das Kind auf Sizilien geboren und der Wohnsitz ebenso auf Sizilien ist. Ansonsten muss eine Aufenthaltsgenehmigung vorgelegt werden, aus der hervorgeht, dass diese mindestens für 12 Monate gilt. Anträge können hier gestellt werden → Antrag Bonus

Geschichtliches

Trapani 11 Die Küste Trapanis diente im 13. Jahrhundert vor Christus vermutlich als natürlicher Hafen, der in Erice und Segesta siedelnden Elymer. Etwa im 9. Jahrhundert vor Christus begannen die Phönizier die Siedlung als kolonialen Handelshafen auszubauen. Ab 260 vor Christus war hier ein karthagischer Stützpunkt während des ersten punischen Krieges. Auch ein schiffbarer Kanal zwischen dem Nord- und dem Südhafen wurde angelegt. Zwei Seeschlachten vor den Küsten der Stadt 249 und 241 v. Chr. änderten das politische und wirtschaftliche Gefüge der Stadt. Erst über 1.000 Jahre später brachte die Vorherrschaft der Araber einen neuen Aufschwung. So wurde der Mauerring um die Stadt verstärkt, der Hafen vergrößert und die Handelsbeziehungen wurden ausgebaut. Im Mittelalter blühte der Handel mit Salz aus Trapani. Es wurde nach Frankreich, England und ganz Italien verkauft. Auch die Goldschmiedekunst und die Verarbeitung von Korallen trug zur Handelsblüte bei. Trapani wird auch heute noch durch die arabische Baukunst, die Sprache und die Kultur geprägt.
Unter Roger I wurde Trapani 1077 erobert, was einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung nach sich zog. Konsulate, Handelshäuser und ein zollfreier Hafen gehörte zu den Vorteilen des Ortes. Unter den Normannen wurde der römische Katholizismus zur offiziellen Religion. Der Volksaufstand 1282 richtete sich gegen Karl I von Anjou und war die Folge von zu hohen Steuern, unter denen das Volk litt. Karl I wurde vertrieben und Sizilien fiel an das Haus von Aragon. Im 14. Jahrhundert war Trapani unter Herrschaft Karl V die wichtigste Hafenstadt im Westen Siziliens. Trapani wurde 1817 Provinzhauptstadt. Der Ort wurde im 2. Weltkrieg schwer bombardiert, wodurch sein ältestes Stadtviertel zerstört wurde. Erst 1950 bis 1965 konnte Trapani nach dem Wiederaufbau wieder wirtschaftlich gestärkt werden. Der Tourismus wurde Ende 2005 durch die Austragung der Regatten des America’s Cup und durch die zivile Nutzung des Flughafens Birgi gefördert. Damit standen auch die Renovierung des Stadtzentrums und der Ausbau des Hafens in Verbindung.

Wichtige Adressen und Anlaufstellen

» Kontakt zur Stadt Trapani

» Tourismusportal der Stadt

Kontakt Bürgermeister:

Aktuell: Vito Damiano

Sitz: Palazzo D’Ali – P.za V. Veneto 1
Tel.: 0923.590244 – 23600
Fax: 0923.28730
E-mail: sindaco@comune.trapani.it

Allgemeine Anfragen

Consiglio Comunale

Sitz: Palazzo Senatorio Sede Istituzionale del Consiglio Comunale
Piano 2° – Via Torrearsa
Tel: 0923.544577
Fax: 0923.544535

Krankenhäuser:

Residece Marino Centro Servizi Alla Persona
Via Isola Zavorra, 1
91100 Trapani
0923 21103

Casa di Riposo e Cronicario Maria Serraino Vulpitta
Via Segesta, 3
91100 Trapani
0923 21280

Ospedale S. Antonio Abate
Via Cosenza, 82
91016 Erice
0923 809111

Azienda Sanitaria Provinciale di Trapani
Via Cosenza, 82
91016 Erice
0923 568805

Polizei:

Polizia Di Stato
Via Giuseppe Verdi, 34, Trapani, Italien ‎
+39 0923 545711 ‎

Ministero Interno Dipartimento Della P.S.
Zona Industriale, Trapani, TP 91100, Italien ‎
+39 0923 444311 ‎

Ministero Interno Dipartimento Della P.S.
1 Via Palmeri Abate, Trapani, TP 91100, Italien ‎
+39 0923 870611 ‎

Ministero Interno Dipartimento Ps Direzione Investigativa Antimafia
Viale Regina Margherita, Italien ‎
+39 0923 542302

Feuerwehr:

Vigili Del Fuoco
Strada Palermo-milo – Mokarta, Trapani, TP 91100, Italien ‎
+39 0923 552144

Granozzo con Monticello

Granozzo con MonticelloGranozzo con Monticello ist eine Gemeinde in der Provinz Novara in Karte Granozzo con Monticelloder Region Piemont in Norditalien. Insgesamt zählen zur Gemeinde etwa 1.442 Einwohner bzw. 615 Familien. Granozzo con Monticello ist durchschnittlich 129 m über den Meeresspiegel gelegen und umfasst in etwa 1.948 Hektar.

 Distanzen zu anderen Städten und Seen:Granozzo con Monticello

  • 12 km Novara
  • 16 km Vercelli
  • 49 km Lago Maggiore
  • 50 km Lago di Viverone
  • 63 km Lago Orta
  • 64 km Pavia
  • 69 km Milano
  • 94 km Lago di Mergozzo
  • 100 km Verbania
  • 108 km Torino

Feiertage

15. August → Santa Maria Assunta (Granozzo)

19. Juni  → Santi Gervaso e Protaso (Monticello)

Wirtschaft und Tourismus

Die Gemeinde ist touristisch kaum erschlossen, möchte dies jedoch im Rahmen des EU-Projekts bis zum Jahre 2020 ausbauen. Bisher befindet sich ein Hotel in Granozzo con Monticello: Das Hotel Novarello. Auch ein Restaurant und eine Pizzeria sind in dem Ort ansässig. In Granozzo con Monticello wird vorwiegend Reis angebaut. Der Reisanbau wird größtenteils von Familienunternehmen durchgeführt.

Reisanbau im Piemont Feldanbau Granozzo con Monticello Feld Granozzo con Monticello

Bildung

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten und 2 Schulen. Zudem gehört eine Bibliothek zur Gemeinde.

Gesundheit

Granozzo con Monticello bietet Besuchern und Anwohnern eine Ambulanz, eine Tierklinik und eine Apotheke.

Sehenswürdigkeiten

In Granozzo con Monticello können folgende Sehenswürdigkeiten angeschaut werden:

  • Schloss von Granozzo
  • Schloss von Monticello
  • Die Pfarrkirche der heligen Jungfrau Maria
  • Die Pfarrkirche der Heiligen Gervasio und Protasio
  • Das Oratorium von San Rocco
  • Das Oratorium des Friedhofs
  • Das Oratorium von Santa Maria und San Rocco
  • Monumente der Gefallenen
Die Pfarrkirche der Heiligen Gervasio und Protasio Das Oratorium von Santa Maria und San Rocco Die Pfarrkirche der heligen Jungfrau Maria

Anschrift der Gemeinde

Municipio Granozzo con Monticello COMUNE DI GRANOZZO CON MONTICELLO
Via Matteotti n.15
28060 GRANOZZO CON MONTICELLO (NO) – Italy
Tel. (+39)0321.55113
Fax (+39)0321.550002

Das Piemont – Reisanbau und Weingebiet

PiemontPiemont ist die zweitgrößte Region Italiens. Übersetzt bedeutet der Name “AM FUSS DER BERGE” und sie ist damit landschaftlich wunderschön gelegen. Auf einer Gesamtfläche von 25.399 Quadratkilometer haben sich mehr als 4,4 Millionen Einwohner eine Heimat geschaffen. Als eigene Verwaltungseinheit wird das Aostatal gesehen, gehört aber historisch wie auch geografisch in die Region Piemont. Der Norden grenzt an die Schweiz und der Westen an Frankreich. Im Süden ist dann Ligurien gelegen und im Südosten die Emilia-Romagna. Der Norden und der Nordwesten werden von der Lombardei und dem Aostatal abgegrenzt. Die gesamte Region ist in drei naturgeografische Abschnitte geteilt. Die okzitanischen Täler, das Valle di Susa und der Lago Maggiore. Mit 4.618 Metern wird der Monte Rosa als der höchste Berg der Region bezeichnet. Die meisten Menschen leben in den größten Städten von Piemont.

Provinzen

♦ Provinz Alessandria
♦ Provinz Asti
♦ Provinz Biella
♦ Provinz Cuneo
♦ Provinz Novara
♦ Provinz Turin
♦ Provinz Verbano-Cusio-Ossola
♦ Provinz Vercelli

Sprache

Die Verwaltungssprache ist, wie in vielen anderen Regionen auch, Italienisch. Doch einige Gegenden beherrschen noch das Piemtontesisch und das Okzitan sowie Franko-Provenzalisch. Teilweise wird hier auch Französisch gesprochen und gilt dann dort auch als die Amtssprache.

Geschichte

Die Geschichte von Piemont hat ihren Ursprung durch den römischen Rückzug. Weinanbau im PiemontDa hier besonders fruchtbarer Boden vorlag, siedelten sich die ersten Völker an. 1792 fand der erste Koalitionskrieg mit Frankreich statt. Durch Napoléon musste der damalige König abtreten. Piemont musste vorerst aufgegeben werden. 1800 wurde Italien wieder zurück erobert und der sardinische König wurde erneut niedergeschlagen. 1815 wurde durch den Wiener Kongress die Ordnung des Landes wieder hergestellt. Die Österreicher wurden durch Aufstände zurückgedrängt und 1861 wurde Piemont als Verwaltungseinheit vernichtet. Wirtschaftliche Probleme machten sich bemerkbar und 1946 wurde eine Dezentralisierung umgesetzt. Erst Mitte der 70er Jahre wurde Piemont wieder als Region erwähnt und es herrschten immer wieder Spannungen im sozialen und politischen Wesen.

Wirtschaft und Tourismus

Reisanbau im PiemontPiemont ist mittlerweile eines der reichsten italienischen Gegenden. Die Kaufkraft liegt bei über 110 Prozent. Mit einer sehr niedrigen Arbeitslosenzahl haben sich besonders die Unternehmen in dieser Region niedergelassen. Automobilhersteller wie Lancia oder FIAT aber auch FERRERO und OLIVETTI sind bedeutende Produzenten. Die Landwirtschaft ist die treibende Kraft und hier werden Reis, Obst und Gemüse angebaut. Im Aostatal ist die Rinderzucht sehr bekannt und in den Hügellandschaften gedeihen der Wein und die Haselnüsse. Der Tourismus ist nicht sehr ausgebaut, doch bieten einige Gebiete Attraktionen. Die Trüffelernte im Oktober oder sehr ausgedehnte Wanderwege locken immer mehr Besucher in diese Region ebenso wie die Wintersportbegeisterten. Kulturell hingegen hat Piemont eine Menge zu bieten. Berühmte barocke Bauten und heilige Berge sowie Burgen können bestaunt werden, und dies sogar in den kleinsten Gemeinden, wie beispielsweise in Granozzo con Monticello.

Lago Orta

Lampedusa – Insel zwischen Afrika und Italien

Die Insel Lampedusa liegt im Mittelmeer zwischen Afrika und Italien. Sie ist mit ca. 20 Quadratkilometern die größte der drei Pelagischen Inseln. Spuren von griechischer, römischer, byzanthinischer oder arabischer Besiedelung sind auf ihr zu finden. Auch Seefahrer hatten hier einen Stützpunkt. Ab dem 11. Jahrhundert war sie unbewohnt, 1843 besiedelte ein Gesandter von Ferdinand II. die Insel wieder, er brachte 120 Männer und Frauen mit.

Der größte Ort der Insel heißt Lampedusa. Momentan leben etwa 4.500 Einwohner auf  ihr, die hauptsächlich vom Fischfang (auch Herstellung von Fischkonserven) und dem Tourismus leben. Lampedusa hat ein wunderbares Mittelmeerklima, auch im Februar sind die Durchschnittstemperaturen wegen der geologischen Zugehörigkeit zu Afrika bei ca. 15 Grad. Buchten und Sandstrände laden ein, hier einen traumhaften Tag zu verbringen. Das Mittelmeer hat hier durchschnittlich 22 Grad.

Ein Teil der Insel ist zum Naturschutzgebiet ernannt worden, weil sich hier seltene Schildkröten angesiedelt haben.

Lampedusa kann mit dem Flugzeug von Palermo aus oder mit der Fähre erreicht werden. Der Flugplatz liegt direkt am Hafen. An der Südküste steht eine Kirche mit dem Wahrzeichen der Insel, der Madonna die Porto Salvo. Jedes Jahr am 24. August findet das traditionelle Festa die San Bartolo statt. Die Insel war auch Schauplatz vieler Spielfilme.

Lampedusa ist in den letzten Jahren immer häufiger in den Nachrichten erwähnt worden. Flüchtlinge aus Tunesien oder Libyen setzen in überfüllten oder maroden Booten ihr Leben aufs Spiel, um auf die Insel zu gelangen. Viele bezahlen jedoch mit dem Leben dafür.

Friaul-Julisch Venetien

In der Region der oberen Adria in Italien ist Julisch Venetien mit einer Größe von mehr als 9800 Quadratkilometern gelegen. Die größte Stadt ist Triest. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei ungefähr 1,1 Millionen. Es ist eine eher multikulturelle Region und daher sind hier auch die unterschiedlichsten Sprachen zu finden, wie beispielsweise Italienisch, Kroatisch, Istriotisch, Slowenisch, Furlanisch, Venetisch und Istrorumänisch. Im Italienischen wird die Region auch Venezia-Giulia genannt und im kroatischen und slowenischen Julijska Krajina.
Im Süden grenzt Friaul-Julisch Venetien an den Golf von Triest und an den Kvarnergolf, im Norden an die Julischen Alpen. Zu der Region gehören Isonzo, das Karsthochland, ein winziger Teil von Dalmatien, die Stadt Rijeka sowie die Halbinsel Istrien. Das Wort „Julisch Venetien“ stammt ursprünglich aus dem Jahre 1863,  welches von Graziadio Ascoli, einem Linguisten vorgeschlagen wurde.

Julisch Venetien gehörte bis zum Jahre 1918 zum Österreichischen Küstenland. Die Region verteilt sich auf mehrere Staaten, wie Italien, Slowenien und Kroatien. Triest war und ist eine der wichtigsten Städte, doch durch die Teilung (1945/46) und durch den „Eisernen Vorhang“ hat sich die kulturelle und wirtschaftliche Lage etwas geändert.

Geschichte

Zu Österreich-Ungarn gehörte Julisch Venetien bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Zum Königreich Italien wurde es 1919 durch den Saint-Germain Vertrag angeschlossen. Das Gebiet wurde in die Verwaltungseinheiten Triest, Görz, Pola und Zara geeilt. Ab 1924 wurde die Provinz Fiume eingespeist. Somit war die italienische Region halb slawisch und halb italienisch besiedelt, wobei der italienische Teil sich eher auf größere Städte und der Küste konzentrierte. Das Karsthinterland gehörte daher den Slowenen und den Kroaten zum Süden hin.

Viele Kroaten und Slowenen wanderten zwischen 1920 und 1930 nach Jugoslawien aus, da das faschistische Mussolini Regime in Italien herrschte. Viele wandten sich zu der Zeit aber auch der TIGR – der Untergrundorganisation – zu.

1947 fand eine Teilung von Julisch Venetien durch den Pariser Friedensvertrag statt und der wesentliche Teil wurde Jugoslawien zugesprochen. Es wurden sehr viele Italiener vertrieben oder wurden Opfer des Foibe Massakers, wobei viele Italiener lebend in Karsthöhlen geworfen wurden.

Den Ansatz zu einem vereinten Julisch Venetien brachte das Freie Territorium Triest, welches neben Triest auch den nordwestlichen Teil Istriens beinhaltete. Leider konnte diese Lage nicht lange gehalten werden und es wurde 1954 wieder zwischen Jugoslawien und Italien aufgeteilt. Italien wurdeTriest und eine schmale Landzunge zugesprochen, der gesamte Rest dem Staat Jugoslawien. Eine Bilateralisierung geschah 1975 durch den Vertrag von Osimo.

1991 wurden Kroatien und Slowenien unabhängig und wurde auf drei Staaten verteilt. Die kulturellen und wirtschaftlichen Kontakte stellen sich allmählich wieder her und die Minderheiten werden staatlich unterstützt. In Friaul-Julisch Venetien ist Slowenisch die Amtssprache. Italienisch gehört zu den Sprachminderheiten. Es findet eine allmähliche Entspannung zwischen den verschiedenen Kulturen statt.

Rimini

Die Badestadt Rimini liegt an der Adriaküste in der Emilia Romagna. 268 v. Chr. wurde die Stadt, die heute ca. 144.000 Einwohner zählt, von den Römern gegründet. Sie sollte als Schutz vor den einfallenden Galliern dienen. 49 v. Chr. wurde Rimini von Cäsar eingenommen.

Die Familie der Malatesta beherrschte zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert die Stadt. Der gotische Dom wurde von Sigismondo Malatesta in Auftrag gegeben. Später ist die Fassade mit einem Renaissance-Mantel versehen worden. Sigismondo Malatestas Grabstädte befindet sich im Inneren.

Rimini erreicht man per Flugzeug, mit dem Zug oder mit dem Auto. Schon früh wurde der Ort von Badetouristen entdeckt. Wer nicht nur die Strände sehen will, kann auch ins Miniaturland, dem „Italia Miniatura“, fahren, in dem italienische und europäische Bauwerke im Miniaturformat zu bestaunen sind. Gleich daneben befindet sich ein Freizeitpark mit Wildwasserbahn.

Neben dem Dom, dem Tempia Malatesta, gibt es noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten. Der Fontana della Pigna, der Pinienzapfenbrunnen (ein Springbrunnen), wurde ca. 1.400 n. Chr. aus vielen Teilen anderer Brunnen zusammengebaut. Die große Ponte di Tiberio, die noch zu Zeiten Kaiser Tiberius gebaut wurde, ist heute ebenso noch für den Verkehr freigegeben wie ein römischer Triumphbogen des Kaiser Augustus, den man besuchen kann.

Nach einem anstrengenden Besichtigungstag der Sehenswürdigkeiten kann man mit einem schönen Bad in der Adria den Tag ausklingen lassen und sich dabei entspannen.

Capri

Die Insel Capri liegt im Golf von Neapel, ca. fünf Kilometer von Neapel entfernt. Zu erreichen ist die 10,4 Quadratkilometer große Insel am besten von Sorrent aus mit der Fähre, wenn es schneller gehen soll auch mit einem Tragflügelboot.

Das milde Klima lässt Wein-, und Obstbäume gut wachsen. Ebenso Olivenbäume, deren Früchte zu Öl verarbeitet werden. Der Haupterwerb der Inselbewohner ist jedoch der Fremdenverkehr.

Schon Kaiser Tiberius zog 26 n. Chr. auf die Insel. Warum ist bis heute noch nicht ganz geklärt. So wurde die Insel elf Jahre lang der Regierungssitz des römischen Weltreiches.

Tiberius baute die Villa Jovis, die heute teilweise wieder ausgegraben wurde und ein beliebtes Ausflugsziel vieler Urlauber ist. Später, im 18. und 19. Jahrhundert, wurde Capri Ziel vieler Berühmtheiten wie Friedrich Alfred Krupp, nach dem eine Serpentinenstraße benannt ist.

Die zwei größten Städte sind Capri mit ca. 7.000 Einwohnern und Anacapri mit ca. 6.000 Einwohnern. Ein wunderschönes Bild ist der Hafen in Capri mit seinen bunten, kleinen Häusern. Mit der Standseilbahn kann man vom Hafen bequem in die Stadt fahren. Von Frühling bis Herbst ist Auto- und Motorradverbot auf der Insel. Es fahren Busse, die Standseilbahn und Taxen.

Ebenso sehenswert sind die Ruinen der Villa Jovis, die Kirchen Santo Stefano und San Constanzo, die Klosteranlage Certosa mit dem Museo Diefenbach und die „Deutsche evangelische Kirche“, die 1899 von Deutschen auf der Insel gegründet wurde.

Natürlich darf man die Wahrzeichen Capris nicht vergessen: die Faraglioni, bis zu hundert Meter hohe Felsformationen, die vor der Insel aus dem Wasser ragen.
Die höchste Erhebung liegt über der Stadt Anacapri, der Monte Solaro, mit 589 Metern ü.M. Dieser Gipfel kann bequem mit dem Sessellift erklommen werden. Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit von Anacapri ist wohl die „Blaue Grotte“. Diese liegt im Nordwesten der Insel und ist nur durch ein ca. 1,5 Meter großes Loch vom Meer aus zu erreichen. Mit dem Motorboot fährt man vor die Grotte, steigt auf ein Ruderboot um und rudert durch den Eingang. Im Inneren wird die Höhle durch Reflexionen im Wasser mit vielen verschiedenen Blautönen beleuchtet. Ein wirkliches Erlebnis. Die Villa San Michele (Haus des Arztes Axel Munthe) und die Kirche San Michele (erbaut 1719) sind ebenfalls beliebte Ausflugsziele.
Wer es etwas sportlicher mag, der kann Tauchen, Mountainbiken, Segeln, Wandern oder einfach beim Trekking die herrliche Natur genießen.
Nach der Insel wurde z.B. der “Ford Capri” benannt. Auch der „Salat Caprese“ ist uns ein Begriff. “Capri-Sonne” und das Eis „Capri“ sind bis heute Verkaufsschlager. Und da wir schon einmal bei Schlager sind, wer kennt sie nicht, die „Capri-Fischer“.

Video: Capri

Emilia-Romagna – “Terra di motori”

In Norditalien liegt die Region Emilia-Romagna mit über 4,4 Millionen Einwohnern. Sie grenzt zum Norden hin an den Fluss Po und zum Osten hin an das Adriatische Meer. Der Süden wird von dem Gebirgszug Apennin und der Provinz San Marino abgegrenzt. Zum Westen hin grenzen die Regionen Ligurien und Piemont an die Emilia-Romagna. Im Norden können als weitere Grenzen die Regionen Lombardei und Venetien und im Süden die Toskana und die Marken genannt werden.

Das Romagna-Gebiet (der östliche Teil der heutigen Emilia-Romagna) gehörte über mehrere Jahrhunderte zum Kirchenstaat. Die Bezeichnung “Emilia-Romagna” entspringt jedoch der langobardischen Zeit. Die Gebiete waren römisch, woher auch der Name “Romania” entspringt. Aus den Herzogtümern Modena und Parma ist die “Emilia” entstanden, die ursprünglich von der römisch Via Emilia, eine wichtige Römerstraße im Norden von Italien) abgeleitet wurde und der Region ihren Namen gab. Die größte und wichtigste Stadt der italienischen Region ist Bologna, die auch gleichzeitig die Hauptstadt der Region ist. Bologna wird in Bezug auf ihre Größe von Modena, Parma, Reggio nell´Emilia, Ravenna, Rimini, Ferrara, Forli, Piacenza und Cesena gefolgt.

Geschichte

Der Ursprung der Region kommt aus der Antike und so war Aemilia (heute Emilia) die achte Region in Italien. Der Name wurde von der Straße abgeleitet, die die Städte Rimini und Piacenza verband. Etwa im 4. Jahrhundert sind die Provinzen Liguria und Aemilia entstanden. Ravenna gehört nur teilweise dazu und wurde des Öfteren wieder ausgegliedert. Von den Langobarden wurde diese Region Romania genannt, damit eine gewisse Unterscheidung stattfinden konnte. Viele Jahrhunderte fand eine versuchte Unterwerfung der Gebiete von Ravenna, Forlí, Rimini, Faenza und Bologna statt. Letztendlich wurden sie von Pippin der Jüngere (Vater von Karl dem Großen) an das Papsttum übergeben. Dennoch blieb Romagna umstritten, gerade zwischen dem Kaiser und dem Papst. Unabhängig dagegen waren die restlichen Gebiete und jede hat eine eigene Geschichte zu erzählen.

Die Romagna Entwicklung

Nikolaus III. war es gelungen, die Kontrolle über Romagna zu erhalten. Kurz vor einem Zerfall des Gebietes, gelang es dem spanischen Kardinal Albornoz dies zu verhindern. Die päpstliche Herrschaft war in ihrer Macht geschwächt, so dass Cesare Borgia (u.a. italienischer Renaissancefürst) eine Dynastie gründen konnte, indem er die vorherrschenden Fürsten beseitigte. Sein Vater, Alexander VI. (Papst in Rom), hinterließ dieses Werk und die einzelnen Städte gehörten wieder zum Papsttum. Die Verwaltung wurde durch die Legaten betrieben.

Herzogtümer der Emilia

Die Regionen Comacchia und Ferrara wurden von Papst Clemens VIII. 1597 beansprucht, nachdem sie dem Haus Este angehörten. Teile des Herzogtums von Ferrara waren Reggio und Modena und bildeten später ihr eigenes unter Cesare, dem Sohn von Alfonso I. Sehr kleine und eigenständige Fürstentümer waren dagegen Mirandola und Carpi. Letzteres wurde Este zugesprochen, als die Pio-Familie vertrieben wurde. Mirandola wurde von der Familie Pico beherrscht, allerdings nur so lange, bis sich Francesco Maria auf die Seite der Franzosen stellte. Er hat dadurch 1709 das Herzogtum abgenommen bekommen und dieses wurde wieder an Este verkauft. Piacenza und Parma gehörte zu der Herrschaft Farnese. 1731 war die Familie ausgestorben. Zuvor setzte Papst Paul III. seinen Sohn zur Herrschaft ein.

Die Französische Revolution und die Gründung des Königreiches

Die Emilia-Romagna unterstand von 1796 bis 1814 Italien, bis sie dann einer Eingliederung in das napoleonische Königreich Italiens unterlag. Die Romagna wurde erneut ab 1815 der Kirche und damit auch dem Staat und der Regierung in Italien unterstellt. Napoleons Frau, Marie Louise, erhielt das Herzogtum Parma und an die Erben der Este, Erzherzog Franz von Österreich, ging Modena. Parma entwickelte sich besser als die Gebiete der Romagna und Modena. Diese unterlagen einer Willkür, gepaart mit Korruptheit und einer repressiv rückschrittlichen Regierung. So folge die Revolution 1848 bis 1849, welche von den Österreichern niedergeschlagen wurde. Emilie kam erst wieder zum italienischen Königreich, als der 1859 geführte Unabhängigkeitskampf gewonnen wurde.

Sprachen und Wirtschaft

Die Amtssprache wie auch die Schriftsprache der Emilia-Romagna ist Italienisch. Zusammenfassend werden oft Romagnol und Emilianisch gesprochen. Die Region Emilie-Romagna hat sich zu der dritten wohlhabendsten Region in Italien gemausert. In dieser Region sind bekannte un dberühmte Marken wie Ferrari, Maserati, Pagani und Lamborghini beheimatet. Automobilmuseen und auch Motorradmuseen sind hier zahlreich vertreten und versprechen Einblicke in die Edelkarossen. Somit ist es auch verständlich, dass sich selbst die Region “Land der Motoren” nennt. Ebenso häufig sind hier sehr berühmte Pumpenhersteller sowie namenhafte Industriesauger und Hochdruckreiniger zu finden. Aus der Gegend Modena kommt der berühmte Balsamicoessig, der aus fast keinem Salat mehr wegzudenken ist. Der typische Parmesan-Käse kommt aus Parma und Emilia. Der Parmaschinken kommt aus der Region Parma und auch Barilla hat hier ihren Hauptsitzt. Zudem hat die Fliesenproduktion, die vom Export in die gesamte Welt lebt und mehr als 40 Betriebe unterhält, hier einen wichtigen Wirtschaftsstandpunkt.

Tourismus ist in der Emilia-Romagna überall zu finden und kann in bestimmte Kategorien unterteilt werden. Thermaltourismus im Westen und Südosten,
Kulturtourismus sowie der Städtetourismus in Ferrara, Bologna, Ravenna, Modena und Parma.
Ebenso gibt es einen Naturtourismus, der im Delta des Po und im Gebirgszug Apennin als Naturreservat bekannt ist.
Der Badetourismus ist besonders in Rimini und Cervia zu finden.

Sport und Kurioses

Im “terra di motori” sind selbstverständlich auch Rennstrecken zu finden. In Imola ist eine Formel-1-Rennstrecke, auf der auch Motorrad Grand Prixs ausgetragen werden. Superbike-Meisterschaften finden in Misano Adriatico statt und bei Fiorano Modenese ist eine Testrennstrecke von Ferrari zu finden. Ebenso beheimatet die Region Emilie-Romagna den FC Bologna und den FC Parma.
Der Film „Don Camillo und Peppone“ wurden in der Nähe des Po gedreht, wobei es ein kleines Museum zu entdecken gibt, das genau dieses Highlight seinen Besuchern näher bringt. Selbst das Kreuz ist noch in einer kleinen Kirche zu sehen.

Basilikata

Region Basilikata ItalienBasilikata (Basilicata) ist eine kleine italienische Region im Süden von Italien. Sie befindet sich zwischen Apulien und Kampanien und besteht aus zwei Provinzen – Matera und Potenza. Potenza ist auch die Hauptstadt dieser Region, die eine Fläche von knapp 10.000 Quadratkilometern aufweist und mehr als 580.000 Einwohner zählt. Die Provinz Matera hat eine Fläche von rund 3.447 Quadratkilometer mit etwa 203.700 Einwohnern und erreicht damit eine Dichte von 59 Einwohnern pro km². Potenza hat eine ungefähre Fläche von 6.545 Quadratkilometern und wesentlich mehr Einwohner als Potenza, nämlich 383.790, wobei die Dichte jedoch ungefähr gleich bleibt.

Geographie

Die iatlienische Region Basilikata ist ein Teil von Lukanien und verfügt über einenRegion Basilikata Provinzen sehr schmalen Küstenstreifen. Lukanien, eine Landschaft antiken Ursprungs, hatte eine wesentlich größere Fläche und reichte bis in das Landesinnere von Kampanien und Salerno. Sie umfasste das gesamte Gebiet der Region Cilento inklusive dem Fluss Sele. Dafür ging das lukanische Gebiet nur bis zum Bradano Fluss, der heute als das Gebiet von Basilikata gezählt wird. Dazu gehört auch das bekannte Weinanbaugebiet Vulture. Der Name Basilikata stammt aus dem 10. Jahrhundert zur Byzantiner-Zeit. Eine Verwaltungseinheit hat nach der normannischen Eroberung diesen Namen getragen und erstreckte sich über die Provinz Potenza und teilweise über Matera.

Geschichte

Die Region Basilikata war seit der Römischen Reich-Eingliederung unselbstständig. Die Geschichte an sich hat es sich mit seinen Nachbargebieten Richtung Norden geteilt. Zu dieser Zeit war Italien zersplittert und die Territorien waren nicht eindeutig auszumachen, gerade in der Zeit der normannischen und langobardischen Eroberung. Nach dieser Zeit gehörte Basilikata erst einmal zu Neapel und seit 1861 zu Italien. So wurde Basilikata es in der Zeit von 1932 bis 1947 offiziell Lucania genannt.

Sardinien – Isola Sardegna

Die Griechen haben Sardinien als “Sandalyon” bezeichnet, da sie die Form einer Sandale haben soll. Die Italiener nennen ihre Region “Sardegna”, die Katalanen “Sadenya”. Sardinien ist die zweitgrößte Mittelmeerinsel direkt nach Sizilien. Sie ist eine Region Italiens mit der Hauptstadt Cagliari und besteht aus mehreren vorgelagerten Inseln. Mit einer Fläche von guten 24.000 Quadratkilometern beherbergt sie über 1.670.000 Einwohner.

In den meisten Teilen Sardiniens wird Italienisch gesprochen, in einigen Gegenden aber wird ein besonderer sardischer Dialekt gepflegt, der zur romanischen Familie gezählt wird. In der Gegend um Alghero herrscht ein eher katalanischer Dialekt und an der Nordküste ein korsischer. Der überwiegende Teil dieser Region Sardinien gehört der römisch katholischen Kirche an.

Sardinien gehört politisch gesehen zu Italien und ist knappe 200 Kilometer vom Festland entfernt. Dazwischen befindet sich das Tyrrhenische Meer. Zu Tunesien liegt eine Entfernung von guten 180 Kilometern vor und es sind nur 12 Kilometer Richtung Norden zu Korsika. Richtung Westen ist erst in 330 Kilometern Menorca zu entdecken.

Das Klima kann man als mediterran bezeichnen, was sich vor allem an warmen Herbst- und Frühlingstagen bemerkbar macht. Die Sommer sind sehr heiß und die Winter eher mild. So ist es durchaus möglich, dass in den Sommermonaten Wasserknappheit aufkommt, denn der Niederschlag liegt im Jahr bei maximal 600 Millilitern.

Video: Impressionen aus Sardinien

Geographie

Die Region Sardinien teilte sich vor 1974 in die Provinzen Cagliari, Nuoro und Sassari auf. Dazugekommen ist 1974 die Provinz Oristano und vier weitere folgten im Jahre 2005: Olbia Tempio, Carbonia Iglesias, Ogliastra und Medio Campidano. So ist die Insel weithin in verschiedene Landschaften aufgegliedert, wie beispielsweise in Anglona, Meilogu, Baronia, Planargia oder Gallura. Insgesamt umfasst Sardinien 21 Gebiete. Zu den größten und damit wichtigsten Städten gehören Cagliari, Sassari, Quartu Sant´Elena und Olbia.

Die sehr bekannte und auch beliebte Küste von Sardinien und allen vorgelagerten Inseln ergeben eine Länge von mehr als 1.800 Kilometer.

Zu den Küsten zählen unter anderem:

  • Costa Smeralda
  • Costa Verde
  • Costa Rei
  • Costa del Sud

Flüsse und Berge

Einer der längsten Flüsse der Region ist der Tirso mit einer Länge von 150 Kilometern. Einer der höchsten Berge ist der Punta La Marmora mit 1.834 Meter Höhe und knapp gefolgt wird dieser vom Brunco Spina in dem Gennargentu Gebirge. Im Norden befindet sich mit 1.359 Meter der Monte Limbara.

Flora und Fauna

Sardinien an sich gilt als ein reines Naturreservat und beherbergt eine Menge Tier- und Pflanzenarten. Der Sardische Gebirgsmolch, der Höhlensalamander, die Wechselkröte und der Tyrrhenische Laubfrosch sind hier anzutreffen. Etwas größere Tiere leben hier selbstverständlich auch, zum Beispiel die Landschildkröte, die Breitrandschildkröte, der Mauergecko, die Ruineneidechse, die Hufeisennatter und auch die Vipernatter.

Wirtschaft und Transport

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Sardiniens sind die Informationstechnik, das Dienstleistungsgewerbe, der Handel, die Erdölindustrie und der Tourismus. Sardinien verfügt über ein ausgebautes Staatsbahn-Eisenbahnnetz, wobei dadurch die unterschiedlichen Ortschaften erreicht werden können. Mit verschiedenen Regionalstrecken, die gewöhnlich auf Schmalspur ausgerichtet sind, besteht eine Verbindung zwischen Bosa Marina und Macomer sowie zwischen Arbatax und Mandas. Die beste Reisemöglichkeit scheint jedoch der Bus zu sein, der von verschiedenen Gesellschaften angeboten wird. Sardinien hat zudem drei große Flughäfen in Olbia, Alghero und Cagliari sowie eine Unzahl ziviler Plätze, die von den regionalen Gesellschaften und zum Chartern genutzt werden. Auch ein Militärflughafen hat hier seinen Platz gefunden und wird von der NATO Luftstreitkraft genutzt.

Sehenswürdigkeiten und Kulinarisches

Wenn man Sardinien besucht, sollte man die romanischen und byzantinischen Kirchen unbedingt besuchen. Diese sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Als geographische Sehenswürdigkeiten wären die Naturparks zu erwähnen und auch der rote Felsen von Arbatax. Ebenfalls sehenswert ist die Grotta di Nettuno, die Insel La Maddalena oder der Porto Cervo.

Als kulinarische Highlights werden sehr viele Speisen mit Schafskäse angeboten, Hirtenbrot, gegrilltes Spanferkel, Nudeln in verschiedenen Variationen und getrockneter Rogen. Eine etwas sonderbare Art aber durchaus mal zu probieren ist ein überreifer Schafskäse mit Fliegenmaden. Als Getränke werden sehr kräftige Rotweine gereicht aber auch Weißwein oder Bier aus Maisschrot sowie Liköre, die rot oder weiß erscheinen.