Pinus pinea am Termini in Rom

Pinus pinea am Termini in Rom, Copyright: italien-sehenswertes.de

Gemütlich im Schatten der Pinus Pinea, der italienischen Steinkiefer, zu sitzen, welche auch allgemein unter dem Namen Pinie bekannt ist, und den Duft der ca. 18 cm langen Nadeln einzuatmen, das ist wohl das Highlight, wo man endgültig weiß, dass man in Italien angekommen ist. Die Pinie, die auch Mittelmeer-Kieferoder Schirm-Kiefer genannt wird, kann ein Alter zwischen 200 und 250 Jahren erreichen. Zuerst wächst sie zielgerichtet nach oben geradewegs zum Licht zu, dann erst ab einem Alter von rund 50 Jahren bildet sie diese wunderbare Schatten spendende Krone aus.

Kurzer Steckbrief der Pinie

Wissenschaftlicher Name Pinus pinea L.
Synonyme Pinie, Italienische Steinkiefer, Mittelmeer-Kiefer, Schirm-Kiefer
Ordnung Koniferen (Coniferales)
Familie Kieferngewächse (Pinaceae)
Gattung Kiefern (Pinus)
Art Pinie (Pinus pinea)
Alter 200 – 250 Jahre
Wuchshöhe + Breite 25 – 30 m, Stammumfang bis 1,9 m
Vorkommen Mittelmeerraum, Naher Osten
Standort sonnig, warm bis in Höhen von 1.000 m
Bodenansprüche gering; sandig, sauer, kalkhaltig
Krankheiten und Schädlinge Staunässe wird gemieden, tiefe Temperaturen mit Schneefall können schädigen; Befall vom Pinien-Prozessspinner (Traumatocampa pityocampa), Kiefernkulturrüssler (Pissodes castaneus) und Kieferntriebwickler (Rhyacionia buoliana) möglich; ebenso Befall vom Rostpilz (Cronartium flaccidum), Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum) und Kieferndrehrost (Melampsora populnea) beobachtet
Nadeln und Blätter Nadeln, 8 – 20 cm lang, 1,5 – 2 mm breit
Blüten monözisch; männliche Blütenzapfen stäuben gelb, weibliche bräunlich
Zapfen 8 – 16 cm lang, 7 – 10 cm breit
Früchte ja, Samenbildung nach 24 Monate
Besonderheiten 24 Monate nach der Bestäubung beginnt die Befruchtung; Typische Schirmform der Krone wird erst nach etwa 50 Jahren angenommen
Verwendung Pinienkerne in der Küche, Holz wird für den Bau von Masten und in der Möbelindustrie verwendet

 

Standort der Steinkiefer in Italien

Pinien säumen die Strandpromenade in den Cinque Terre, Copyright: italien-sehenswertes.de

Die italienische Steinkiefer, die zur Ordnung der Koniferen, zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und zur Gattung der Kiefern (Pinus) gehört, wächst überwiegend im warmen Mittelmeerraum wie in Italien, Spanien oder Griechenland. Mit einer Höhe von 25 bis 30 Metern wird sie recht hoch und ist vor allem in Küstennähe beheimatet.

Die Pinie ist robust und anspruchslos. Um zu überleben braucht der Baum keine wertvollen oder feuchten Böden. Einfacher Kiesgrund und wenig Niederschlag genügt.

Verwendung der Pinie

Die Steinkiefer ist ein immergüner Baum und verliert ihre Nadeln auch nicht in den Wintermonaten. Die Zapfen werden häufig zum Basteln und Dekorieren verwendet, die Samen (Pinienkerne) als besondere nahrungstechnische Beilage, besonders zu Salat.

Anfangs ist die Rinde der Pinie glatt und grau, später bekommt sie Borken, die große rötlich gefärbte Platten aufweisen. Das Holz ist schwer und harzreich und für den Außenbereich eher nicht geeignet, da es nicht von Dauer ist. In der Bau- und Möbelindustrie findet das Holz, das im Alter immer fester wird, jedoch vielfach Verwendung. Die Zapfen sind wegen des hohen Harzgehaltes ein ausgezeichnetes Brennmaterial. Gerne wird die Pinie auch auf Campingplätzen als Schattenspender eingesetzt.

Pinienkerne in der Küche

Heute wird die Pinie in der Landwirtschaft für die Samennutzung angebaut. Die Pinienkerne werden an die Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie verkauft. Ein Baum kann, je nach Standort und Alter, zwischen 10 und 60 Kilogramm Pinienkerne liefern.

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