Doping bei Radrennfahrern: Skandal in Italien

Nachdem der amerikanische Radsportler und Tour de France Gewinner Lance Armstrong des Dopings überführt wurde, weitet sich der Skandal auch in Italien immer weiter aus. Immer mehr Radrennfahrer hatten Kontakt mit dem „Dr. Epo“ genannten Arzt Michele Ferrari.
In Cremona hat die Staatsanwaltschaft offenbar weitere Beweise gefunden, die Kontakte zwischen Michele Ferrari und anderen Radsportgrößen bestätigen. Dieser soll von St. Moritz aus viele Sportler in Sachen Doping beraten haben.
Für Lance Armstrong wird es dagegen sehr eng. Seine Sponsoren kündigten bereits seine Verträge, die UCI wird wohl Sanktionen gegen ihn erlassen. Vorläufig ist er für weitere Wettkämpfe gesperrt. Sein damaliges Radsportteam hatte wohl das ausgeklügeltste und professionellste Dopingsystem aller Zeiten. Zudem wurden seltsamerweise bei einem Ironman, an dem Armstrong teilnahm und Zweiter wurde, nicht wie üblich die ersten drei Plätze zu Dopingtests geführt, sondern die Plätze vier bis sechs. Dadurch breitet sich dieser Dopingfall auch in der Triathlonszene aus.
Urinproben von Armstrong, die noch einmal mit neuesten Methoden untersucht wurden, weisen Epo eindeutig nach. Nach und nach kommen immer mehr Merkwürdigkeiten und Verschleierungstaktiken ans Licht, nicht nur von Armstrong selbst, sondern auch von Teamkollegen und der UCI.

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