Tag der Erinnerung: Das Attentat auf Paolo Borsellino

Am 19. Juli 1992 wurde der Richter und Mafia-Jäger Paolo Borsellino in der Via D´Amelio in Palermo vor dem Haus seiner Mutter durch eine Autobombe von der Cosa Nostra ermordert. Jedes Jahr erinnert Italien an diesen Tag, bei dem unter anderem in Palermo Gedenkfeiern stattfinden.

Mit Borsellino wurden auch fünf seiner Leibwächter ermordert, darunter die erste Frau, die für ihn als Leibwächterin tätig war: Emanuela Loi, Agostino Catalano, Vincenzo Li Muli, Walter Eddie Cosina und Claudio Traina. Als Einziger hatte Antonino Vullo das Attentat überlebt.

Erst zwei Monate zuvor wurde der engste Verbündete von Borsellino, Giovanni Falcone, bei einem ähnlichen Attentat in Capaci ebenso von der Cosa Nostra ermordert.

Mit dem Tod von Borsellno ist viel Wissen über die Mafia verloren gegangen. Borsellino trug stets seine „rote Agenda“ mit sich, in der er sämtliche Informationen zur Mafia aufbewahrte. Die „rote Agenda“ ist seit dem Attentat verschwunden. Bis heute ist Borsellino´s Schwester, Rita Borsellino, die führende Aktivistin im Kampf gegen die Mafia.

Zu Ehren von Giovanni Falcone und Paolo Borsellino wurde der Flughafen in Palermo nach dem Tod beider Persönlichkeiten in „Aeroporto Falcone Borsellino“ umbenannt.

Video: In Gedenken an Borsellino

Quelle: youtube.com
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